Stevens E-Strada Fahrradtest: Ein agiles und leichtes E-Bike im Fokus

Die leichten, agilen Fitness-Bikes der Strada-Baureihe gelten seit vielen Jahren als ein Eckpfeiler im STEVENS Portfolio klassischer Fahrräder. Sie verbinden seit jeher die sportliche Rahmengeometrie eines Rennrades mit den ergonomischen Vorzügen eines geraden Flatbar-Lenkers. Und so verfügt auch das elektrisch-unterstützte E-Strada über eine sportiv ausgelegte Rahmengeometrie und ein komfortables Cockpit.

Positive Eigenschaften des E-Strada

Das Light Assist E-Bike konnte die Testredaktion vor allem durch sein geringes Gewicht und ein ausgewogenes Fahrwerk überzeugen. Überhaupt weiß der Leichtmetall-Rahmen des E-Strada zu überzeugen: „Der Alu-Rahmen ist sehr sauber gearbeitet und überzeugt nicht nur in Sachen Steifigkeit in der Praxis, sondern auch optisch.

Sportliches Fahrverhalten und Motorunterstützung

Trotz hoher Rahmensteifigkeit und dem damit einhergehenden, sicheren Fahrverhalten kann das E-Bike mit seinem niedrigen Gesamtgewicht bei gleichzeitig hohem Systemgewicht (140 Kilogramm!) überzeugen. Sehr gut zum sportlichen Auftritt des Bikes passt auch die Charakteristik des Mahle X35+ Heckmotors. „Beim Beschleunigen hilft er zügig mit, und um den Zeiger auf 25 Stundenkilometer zu halten, muss dann nur wenig Kraft aufgewandt werden“, so die Einschätzung der Testfahrer*innen.

Alltagstauglichkeit und Komfort

Ganzjahresfahrer*innen werden den praktisch wartungsfreien Antrieb zu schätzen wissen. Angetrieben wird das E-Strada 6.3.4 FEQ von einem Mahle X30 Hecknabenmotor. Er bietet ein Drehmoment von 45 Newtonmetern und damit mehr als genug Schub für die meisten Gegebenheiten. Dank Drehmomentsensors im Tretlager reagiert er „direkter und sanfter“ als der Vorgänger X35, für ein äußerst natürliches Fahrverhalten und „viel Harmonie“, so die Erkenntnis der MYBIKE-Testfahrerinnen und -Testfahrer.

Zudem lässt der äußerst geringe Tretwiderstand des Heckmotors auch über längere Zeit problemlos Geschwindigkeiten jenseits der Abregelgrenze von 25 km/h zu - ideal für alle, die besonders sportlich unterwegs sein möchten, ohne bei viel Gegenwind oder an Steigungen auf elektrische Unterstützung verzichten zu wollen. So hinterlässt das Bike dann auch ein rundum positives Bild.

Vergleich mit anderen E-Bikes

„Das E-Strada 6.3.4 schafft den Spagat zwischen Fahrspaß und Nutzen. Dass es einen Trend hin zu leichten Pedelecs mit etwas reduzierter Motorkraft und kleineren Akkus gibt, beobachten wir seit Jahren. Doch erst seitdem der Platzhirsch in der hiesigen Motoren-Landschaft seinen Light-Motor vorgestellt hat, nimmt der Markt richtig Fahrt auf.

Die Gewichtsreduktion ist bei den leichten Rädern in unserem Test unterschiedlich stark ausgeprägt. Das Stevens E-Strada unterscheidet sich mit seinen 13,8 Kilo beim Gewicht kein bisschen von Tourenrädern ohne Motor - bietet aber natürlich ohne Gepäckträger und Federgabel auch weniger Variabilität. Ähnlich sieht es beim 17,3 Kilo schweren KTM Macina Cross SX Elite aus, das sich sogar die Spritzschützer spart.

Die beiden vollausgestatteten Tourenräder im Test mit diesen Motoren unterschreiten die 20 Kilo ganz knapp (Simplon Silkcarbon TQ, 19,98 Kilo) oder liegen knapp darüber (Canyon ­Pathlite:ON SL 6, 21 Kilo). Gewichts- wie motortechnisch im Mittelfeld liegt das Excelsior. Die Eckdaten: 19,8 Kilo bei Vollausstattung und dezentem Bafang-Heckmotor - mit 1899 Euro aber mit Abstand das günstigste Rad im Test, trotz namhafter Komponenten, toller Verarbeitung und stimmigem Setup.

Tabelle: Vergleich von E-Bike Modellen

Modell Gewicht Motor Preis
Stevens E-Strada 13,8 kg Mahle X35 4299 Euro
KTM Macina Cross SX Elite 17,3 kg Bosch N/A
Simplon Silkcarbon TQ 19,98 kg N/A N/A
Canyon Pathlite:ON SL 6 21 kg N/A N/A
Excelsior 19,8 kg Bafang 1899 Euro

Vor- und Nachteile leichter E-Bikes

Der Vorteil schwerer Pedelecs: In jeder Lebenslage gibt es Unterstützung satt. Nach einem anstrengenden Arbeitstag, wenn die Luft ohnehin schon raus ist, kann man sich nach Hause schieben lassen. War der Einkauf doch etwas üppiger als geplant, bereiten schwere Packtaschen auch auf steilen Straßen kein Kopfzerbrechen. Und auf Tour gleichen sie die am Ende fehlenden Körner aus, wenn man Entfernung und Höhenmeter unter-, seine eigene Leistungsfähigkeit überschätzt hat.

Wie immer ist es eine Frage der eigenen Ansprüche und Bedürfnisse, die letztlich den Ausschlag geben, ob ein Full-Power-Bike, ein absolutes Leichtgewicht oder eine Mischung aus beidem die beste Wahl ist. Erfahrene E-Biker finden für sich eine schnelle Antwort.

Details zum Stevens E Strada

Schnell mal ins Büro oder flott rauf auf den Hügel? Das E-Strada liegt mit 17,5 Kilogramm relativ deutlich unter der 20 Kilo-Marke und funktioniert entsprechend mit und ohne Unterstützung - wenn auch Letzteres mit etwas mehr Krafteinsatz. Sportlich die Geometrie: wendig, aber mit sehr sicherem Handling. Knackig geht’s in die Kurven. Eher langgestreckt, aber noch sportlich-komfortabel ist die Sitzposition am fast geraden Lenker.

Ebenso bequem, dabei aber auch einzigartig exakt ist auch das Schalten: Pinions Neunganggetriebe macht es zum wartungsfreien Vergnügen. Und auch der Antrieb läuft dank Gates-Riemen lautlos und im Sorgenfrei-Modus.

Durch die G-One-Bereifung von Schwalbe ist das E-Bike auf vielen Untergründen gut beherrschbar, auch wenn es sicher kein Rad für den schlammigen Trampelpfad ist. Damit der Pilot nicht zu viel Schmutz abbekommt, sind stabile, aber leichte Bleche montiert. Kleines bis mittleres Gepäck (20 Kilogramm) passt auf den unauffälligen Racktime-System-Träger, der auch Aufnahmen für Ortliebs QL-System aufweist. Mit 140 Kilogramm Systemgewicht darf hier trotz der sportlich-leichten Anmutung des Rads auch der Fahrer etwas kräftiger sein.

Der Alu-Rahmen des Stevens E Strada ist sehr sauber gearbeitet und überzeugt nicht nur in Sachen Steifigkeit in der Praxis, sondern auch optisch. Vor allem der Hinterbau mit eingearbeiteter Öffnung für den Riemenantrieb ist ein sehr fein gestaltetes Detail.

Besonderheiten des Motors

Wegen des fehlenden Drehmomentsensors braucht der Mahle-x35-Plus-Motor mehr als eine ganze Kurbelumdrehung, um anzusprechen. Dann macht er das angenehm zügig, recht leise und mit 40 Nm am Hinterrad kräftig genug. Durch diesen nötigen Anlauf ist das Stevens eher kein Bike fürs Stop-and-Go in der City, mehr für die flotte Fitness- oder Feierabendrunde mit den Rennradfreunden.

An Reichweite darf man mit dem Stevens E Strada ebene 50 Kilometer erwarten. Allerdings ist der Motor über die Mahle-My-Smart-Bike-App sehr individuell einstellbar, außerdem bietet sie viele weitere Funktionen. Die Einstellungen sind optisch leider nicht leicht auseinanderzuhalten.

Details zum Stevens E Strada

  • Preis: 4299 Euro
  • Rahmengrößen: 53, 56, 59, 62 cm
  • Gewicht Testrad: 17,3 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 140 kg
  • Rahmen: Aluminium
  • Gabel: Aluminium
  • Schaltung: Pinion Getriebeschaltung 9-fach, 39 Z. /30 Z.

Stevens E-Strada 7.4.3 im Test

Der Hecknabenmotor erlebt mehr denn je eine Renaissance. Der hanseatische Fahrrad- und E-Bikehersteller Stevens baut mit dem E-Strada 7.4.3 einen agilen Flitzer mit dem Mahle X35 im Heck. Für ein vollausgestattetes Pedelec erweist sich das Stevens E-Strada 7.4.3 als echtes Leichtgewicht: Die Waage bleibt beim Testrad in Rahmenhöhe 53 bereits bei 17,3 kg inklusive Pedalen stehen. "Schuld" daran ist nicht zuletzt das ungefederte leichte Rahmenset mit der Carbongabel, auch das Antriebssystem aus dem Hause Mahle ist enorm schlank.

Gerade mal 3,5 kg wiegt der Hecknabenantrieb mitsamt Akku. Wow. Der Energiespeicher ist dafür komplett im Rahmen integriert und kann lediglich zu Reparaturzwecken von der Werkstatt entnommen werden. Ein kleiner Nachteil, wenn's darum geht, dass der Antrieb geladen werden muss: Das ganze Rad muss an die Dose. Dennoch, das wirklich leichte Rad lässt sich nicht nur im Ausnahmefall auch mal behände eine Treppe hochtragen.

Im Rahmen unserer Testfahrten zeigte sich das E-Strada als richtiger Flitzer, der nicht nur schnell um die Ecken spurten kann, sondern auch außerhalb der City auf Tour Spaß macht. Die beim Pedelec üblichen 25 km/h hat man im Flachen recht bald überschritten und dann geht das E-Bike nicht - wie viele Mittelmotor-Vertreter - plötzlich in die Knie. Nein, das E-Strada lässt sich herrlich leicht über den Asphalt pedalieren, ohne dass man sogleich in Schnappatmung gerät.

Die Kombination aus dem Mahle Hecknabenmotor und dem Pinion-Getriebe, verbunden mit einem Gates-Riemen funktioniert nicht nur sehr leise, sondern auch harmonisch und vor allem weitgehend wartungsfrei. Beim Aktivieren der Modi unterstützt Stufe eins eher zurückhaltend, Level zwei reicht dann für moderaten Support an leichten Steigungen und Modi drei mildert steiler Anstiege gekonnt ab. Das Umschalten der Modi mit dem Taster ist etwas tricky, da lohnt es sich, die Bedienungsanleitung vor der ersten Tour genau zu studieren und am Rad zu testen.

Die von uns konservativ kalkulierten Reichweiten können in der Realität locker getoppt werden: So versorgte uns auf hügeliger Strecke im permanenten Wechsel der Modi der Akku erst nach mehr als 65 km nicht mehr mit Energie. Was aber dank der überzeugenden Freilaufeigenschaften kein Problem ist: Das Rad fährt sich auch ohne Unterstützung prima.

Fazit zum E-Strada 7.4.3

Mit dem Stevens E-Strada 7.4.3 ist den Hamburgern ein sportliches Pedelec mit viel Fahrradcharakter und breiten Einsatzmöglichkeiten gelungen. Das robuste und extra wartungsarme Rad begeistert mit agilen Fahreigenschaften auf ruppigen und glatten Untergründen in flacher und welliger Umgebung.

  • Punkte: 773
  • Note: sehr gut 👍
  • gefällt: elegantes schlichtes Design mit Vollausstattung, geringes Gewicht, leichtes Pedalieren auch ohne Unterstützung, super helles Licht im Dunkeln, wartungsarm
  • gefällt weniger: Akku zum Laden nicht herausnehmbar, Umschalten der Unterstützungsstufen und Beleuchtung Aktivieren nicht intuitiv, einzelne Farben des Tasters für Farbschwache schwer zu unterscheiden

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