Schon seit 75 Jahren baut der französische Hersteller Lapierre aus Dijon Fahrräder. Sie sind damit vor allem im Rennzirkus vertreten - egal ob Road, MTB oder E-Bike. Die Traditionsmarke als Teil der großen Accell Group bleibt ihren Wurzeln treu und zeigt das GLP-Modell schon in der dritten Modellgeneration.
Lapierre Overvolt GLP 3 Team: Ein Gravity Logic Projekt
Mit dem Overvolt GLP 3 Team schickt Lapierre einen Vertreter ihres Gravity Logic Projects in der 3. Iterationsstufe in unseren großen Vergleichstest. Das Bike mit 170 mm Federweg (v/h) verkörpert den Ansatz „Form follows Functions“ auf die Spitze getrieben. Dafür ist der externe, 725 Wh große Bosch-Akku präsent wie ein Grundpfeiler des Designs.
Design und Besonderheiten
Dabei ist das dezidierte Race-E-Mountainbike mit Mullet-Bereifung und Bosch Performance Line CX Race-Motor immer noch deutlich als Overvolt GLP erkennbar. Das außergewöhnliche Bike ist das einzige im Vergleichstest mit einem externen Akku, der dem Renn-Boliden eine ideale Gewichtsverteilung mit sehr niedrigem Schwerpunkt verleihen soll; auffällige Optik gibt’s gratis dazu. Trotz üppigen 170 mm Federweg vorn und hinten wiegt das Bike im Vergleich zu den anderen Full-Power-E-Bikes nur unterdurchschnittliche 23,4 kg in Rahmengröße L.
„Was ist das denn?“ Dieser Ausdruck ist einigen unserer Tester direkt über die Lippen gegangen beim ersten Anblick des Lapierre Overvolt GLP 3 Team. Denn das Bike sieht alles andere als gewöhnlich aus. Der externe Bosch-Akku mit 725 Wh ist sehr tief in der Mitte des Rahmenddreiecks platziert. Dort ist er nur einseitig vom Rahmen umschlossen und kann per Schlüssel entnommen werden.
Komponenten und Ausstattung
Das Aufladen des Akkus kann direkt am Bike oder auch extern erfolgen. Der schnell entnehmbare Akku speist den silberfarbenen Bosch Performance Line CX Race-Motor. Dieser bietet wie der „normale“ Performance Line CX-Motor 85 Nm Drehmoment, aber 400 % anstatt 340 % Tretunterstützung und dazu noch ein spürbar aggressiveres Ansprechverhalten.
Als Fahrwerkslieferant setzt Lapierre auf RockShox. An der Front kommt eine dicke ZEB Ultimate-Gabel mit 170 mm Federweg, einfacher Einstellbarkeit und brachialer Optik zum Einsatz. Hinten werden die 170 mm Federweg vom RockShox Super Deluxe Ultimate-Dämpfer verwaltet, der sich ebenfalls breit einstellen lässt. Außerdem wird das Setup durch die aufgedruckte SAG-Anzeige vereinfacht.
Für eine zuverlässige Verzögerung sorgen die standfesten und bissigen SRAM CODE RSC-Bremsen auf 220 mm großen Bremsscheiben vorn und 200 mm hinten. Ungewöhnlich in der Preisklasse von über 10.000 € an einem E-Bike ist, dass Dropperpost und Gangschaltung (obwohl von SRAM) noch manuell anstatt elektrisch betätigt werden.
Die Vario-Sattelstütze TranzX JD Rad Travel Adjust lässt sich einfach im Hub verringern, was bei einer maximalen Länge von nur 150 mm aber für die meisten Fahrer kaum nötig sein wird. Für ein Bike der Größe L ist das deutlich zu wenig und liegt unter dem Durchschnitt im Testfeld. Die SRAM X01 Eagle-Schaltgruppe bietet einen zuverlässigen 12-fach-Antrieb, gepaart mit schnellen, knackigen, aber auch sehr harten Schaltvorgängen.
Die unterschiedlich großen hauseigenen Carbon-Laufräder werden von Schwalbe Magic Mary vorn und Big Betty Reifen hinten umhüllt. Die Schutzwirkung der dünnen Super Trail-Karkassen hält sich dabei in Grenzen und robustere Karkassen oder Tire Inserts wären für schwere Fahrer ein sinnvolles Upgrade.
Fahreigenschaften
Steigt man zum ersten Mal aufs Lapierre, fühlt man sich schnell wohl. Die hohe Front und gut integrierte Sitzposition nehmen den Piloten herzlich auf und sorgen für ein komfortables und aufrechtes Fahrerlebnis in der Ebene. Setzt man zu steilen Anstiegen an, braucht es etwas Gewichtsverlagerung nach vorn, um die Front am Steigen zu hindern. Klar, der Bosch Performance Line CX Race-Motor schiebt von hinten mächtig an.
Nicht nur das Fahrwerk, sondern das gesamte Rad fühlt sich ausgesprochen steif und direkt an. So wird jeglicher Lenkimpuls blitzschnell vom Bike in Richtungswechsel umgesetzt. Aber auch Wurzeln, Steine und Unebenheiten werden ziemlich direkt an den Fahrer durchgereicht.
Das sehr direkte Handling spielt dabei noch positiv in die Karten und hält das Bike sehr spritzig, egal bei welchem Tempo. Dieses Fahrverhalten fühlt sich bei diesem Bike besonders ausgeprägt an - vermutlich durch die besondere Gewichtsverteilung. Dafür fordert das Lapierre allerdings auch maximalen Körpereinsatz und eine sehr präzise Fahrweise.
Zielgruppe
Das Lapierre Overvolt GLP 3 Team richtet sich klar an Performance-Fahrer und Racer, die wissen, was sie tun. Unter dem richtigen Piloten blüht das Lapierre auf und befeuert zu noch schnelleren Runden und härter gefahrenen Lines. Unter allen, die damit umgehen können, schreckt das Bike auch vor steilen, rauen Terrain nicht zurück. Außerdem richtet es sich an alle, die die extravagante Designsprache mögen und Fan des konsequenten „Form follows Function“-Konzepts sind.
Lapierre E-Zesty: Das Light-E-MTB
2023 bringt schlanke 18,15 Kilo auf die Waage. Alles fühlt sich sofort beim ersten Einrollen eine ganze Ecke leichter, agiler und natürlicher an. Laut Hersteller wiegt der Rahmen in Größe M schmale 2630 Gramm. Möglich macht das auch der fest verbaute Akku im klassisch geschlossenen Unterrohr. Dazu Carbon-Laufräder, Carbon-Lenker und die leichte Rockshox-Pike-Ultimate-Gabel mit 140 Millimetern Hub.
Gemessen an der Lautstärke ist er dazu enorm kraftvoll. Speziell im mittleren Modus hat er eine sehr ausgewogene Balance aus sanfter, sehr natürlicher Unterstützung und ordentlich Bums. Die brachiale Kraft eines klassischen Power-Motors à la Bosch CX schafft er nicht, aber der Schub reicht selbst an steilen Anstiegen, um auch mit überschaubarer Eigenleistung locker aufwärts zu kommen. Und dank dem größeren Akku kommt das neue E-Zesty obendrein noch deutlich weiter als sein Vorgänger. Die Reichweite ist für ein Light-Bike überdurchschnittlich.
Das Fahrwerk des Lapierres unterstützt dabei bergauf sehr gut. Der Hinterbau steht beim neuen E-Zesty sehr stabil und ruhig im Hub. Den Blockierhebel brauchte es nie. Die Sitzposition ist ausgewogen, und das Vorderrad steigt spät. Die mitwachsenden Kettenstreben - 435 bei Größen S und M, 441 und 445 Millimeter bei Größen L und XL - sorgen dafür, dass das gute Uphill-Verhalten über alle Rahmengrößen hinweg erhalten bleibt.
Fahreigenschaften bergab
Speziell auf flowigen Trails ist das E-Zesty ein Spaßgarant. Es beschleunigt flink und reagiert mit gutem Popp beim Abdrücken von Wurzeln und Steinkanten. Die nicht zu extreme Geometrie sorgt in schnellen und langsameren Kehren für ein neutrales Lenkverhalten.
Wo das Bike gegenüber dem Vorgänger, und auch gegenüber einigen aktuellen Konkurrenten, Federn lässt, ist bei schneller Fahrt in herbem Gelände bergab. Hier beschränkt die ungewohnt straff arbeitende Pike Ultimate die Fahrleistung deutlich. Trotz einiger Extramühen beim Setup konnten wir der Gabel nicht den vollen Federweg entlocken. Steile Passagen mit Stufen wurden dadurch schnell anstrengend und das Fahrgefühl nervös. Für Einsätze in alpinem Gelände ist das Lapierre nicht ganz ideal. Es glänzt mehr als straffes Trailbike für flowiges, nicht zu extremes Gelände.
Lapierre E-Zesty: Unterschiede 2018 zu 2023
Gleicher Motorenhersteller, gleiches Grundkonzept. Fünf Jahre Entwicklung lassen das alte E-Zesty... na ja, ziemlich alt aussehen. Aber auch das 2023er-Modell ist nicht perfekt.
Motor
2018: 2-in-1-Konzept: 250-Wh-Mini-Akku und 50-Nm-Motor, als Einheit, die mit einem Handgriff entfernt werden kann. So innovativ der Minimal-Assist-Ansatz war, die Idee vom einen Bike, das mit und ohne Motor-Akku-Einheit gefahren werden kann, hat sich nicht durchgesetzt.
2023: State of the Art: Fazua Ride 60 mit integriertem 430-Wh-Akku und 60 Newtonmeter. Dass das Gewicht gleich geblieben ist, verdeutlicht den Fortschritt nochmals. Dafür musste aber der Rahmen mit fest integriertem Akku designt werden.
Lenker-Remote
2018: Remote Typ Lego-Stein: Die etwas klobige Lenkereinheit galt vor fünf Jahren als fortschrittlich dezent.
2023: Slim Fit: Die Mini-Remote am Lenker in Verbindung mit der LED-Anzeige im Oberrohr ist ergonomisch ausgereift und optisch perfekt integriert. Die Haptik lässt aber noch Luft nach oben. Ein USB-Anschluss ist ebenfalls im Oberrohr versteckt.
Sattelstütze
2018: Problemzone: Die Stütze des Lapierre 2018 hatte wenig Hub (und einen fragilen Sattel). Dass das Thema Teleskopstütze heute immer noch ein Problemfeld ist, liegt am Fortschritt beim Thema Hub, denn Teleskopstützen sind heute insgesamt länger. Das harmoniert nicht mit dem geteilten Unterrohr, das Platz für den Dämpfer schafft. Dieser Konstruktion ist Lapierre treu geblieben.
2023: Problemzone reloaded: Die hauseigene Stütze lässt sich nicht weiter im Rahmen versenken, als im Bild zu sehen. So ist das Rad für kleinere Menschen nicht gut geeignet, selbst wenn der Reach passen würde. Ein Umbau auf eine 140-mm-Stütze wäre für den 172 cm großen Tester Pflicht gewesen. Ein enormer Umbauaufwand.
Laufräder
2018: Festgelegt: Vor fünf Jahren kamen noch viele E-Bikes mit 27,5-Zoll-Laufrädern vorne und hinten auf den Markt. So ganz war damals nicht klar, ob das kleinere Laufrad nicht auch vorne Vorteile hat. Heute ist zumindest an der Front 29 Zoll der Standard. Am Heck sieht das anders aus, und Lapierre lässt einem in 2023 die Wahl.
2023: Flipchip: 29 Zoll sind Standard beim 2023er-Modell.
Lapierre Zesty CF 6.9: Das All Mountain Bike
Das Lapierre Zesty ist das neueste All Mountain Bike in dieser Testgruppe und wurde erst vor wenigen Monaten vorgestellt. Beim CF 6.9 handelt es sich um die günstigste von insgesamt fünf Varianten, die bis zu einem Preis von 9299 Euro hinauf reichen. Allen Modellen gemein ist der von Grund auf neu entwickelte Carbon-Rahmen, der über ein Staufach mit großer Öffnung verfügt.
Ausstattung und Komponenten
Mit 150 Millimeter Federweg an Front und Heck besitzt das Zesty den im Vergleich größten Federweg. Auch die Wahl der Ausstattung und Auslegung der Geometrie sprechen eine klare Sprache. Das Lapierre lässt bergab nichts anbrennen und giert nach anspruchsvollen Abfahrten.
Selbst im rauen Geläuf überrascht der frische Franzose - trotz der günstigen Fox-Rhythm-Federelemente und dem Verzicht auf einen Ausgleichsbehälter am Dämpfer - mit Sensibilität und Schluckvermögen. Das Zesty liegt extrem gut und gleitet geschmeidig durch Steinfelder wie ein Bügeleisen übers Baumwollhemd.
Mit einem Lenkwinkel von 64,5 Grad und dem 1260 Millimeter langen Radstand zieht das Zesty laufruhig seine Spur durchs Gelände. Auch der Maxxis-Assegai-Vorderreifen in der klebrigen Maxxgrip-Gummimischung zahlt auf die Downhill-Performance ein, weshalb der ein oder andere Tester gar von Enduro-Qualitäten schwärmte.
Trotz des Preisschildes von 4499 Euro fällt die Ausstattung eher schwach aus. Vor allem die günstigen Shimano-Bremsen mit langen Dreifingerhebeln und schwere Laufräder fallen im Vergleich etwas ab. Auch bei der Servicefreundlichkeit muss das Lapierre mit seinen durch den Steuersatz verlegten Leitungen und dem Pressfit-Tretlager Federn lassen. Ebenfalls ungewöhnlich: Die Steifigkeit des Hauptrahmens liegt auf einem niedrigen Niveau, während der Hinterbau bei seitlicher Belastung eher steif ausfällt. Höchstwahrscheinlich ein Tribut an die große Staufach-Öffnung.
Fahreigenschaften
Vorfreude auf die Abfahrt: Dennoch geht das schwere Bike dank der kurzen Kettenstreben willig ums Eck, zumindest wenn die Schwerkraft unterstützt. Mit 15,42 Kilo ohne Pedale markiert das Zesty nämlich das Schlusslicht auf der Waage und besitzt trotz des Maxxis-Hinterreifens mit dünner Exo-Karkasse die schwersten Laufräder.
Bergauf und im Flachen dominieren daher Gemütlichkeit und Vorfreude auf die Abfahrt. Ein steiler Sitzwinkel und damit ordentlich Druck auf dem Vorderrad sowie ein wenig pumpender Hinterbau machen dennoch auch knifflige Anstiege möglich und bieten eine vielversprechende Tuning-Grundlage.
Fazit zum Lapierre Zesty im Test
Das neue Lapierre Zesty richtet sich primär an Abfahrer. Sattes Fahrwerk, langer Radstand und griffige Reifen lassen im Downhill nichts anbrennen und kratzen an der Enduro-Kategorie. Für flache Trails und lange Strecken gibt es leichtfüßigere Kandidaten.
Lapierre Spicy CF: Das variable Enduro-Bike
Das neue Lapierre Spicy lässt sich in ein paar Handgriffen vom High-Pivot-Bike zum regulären Horst-Link-Viergelenker umbauen. Lapierre hat jetzt was für die Unentschlossenen und alle, die gern an ihrem Bike rumtüfteln: ein Enduro-Bike mit einem besonders wandelbaren Hinterbau. Das heißt, es ist einsetzbar als ausgewachsenes High-Pivot-Bike mit Umlenkrolle für die Kette oder als „Standard” Horst- Link-Viergelenker.
Design und Ausstattung
Auf den ersten Blick steht das Lapierre Spicy CF sehr modern da. Das kantige Steuerrohr, der tief integrierte Dämpfer und das tief verlaufende Oberrohr sorgen für eine sportliche, schnelle Optik. Die Logos sind geschrumpft, was zusammen mit dem feinen Farbverlauf einen aufgeräumten Eindruck macht.
Zum Schutz des Rahmens hat Lapierre einige Kunststoff-Patches angebracht: Am Unterrohr gibt es oben einen Shuttleguard für den Transport auf Pickup-Trucks und weiter unten einen Unterfahrschutz. Ein Teil des Unterfahrschutzes im Tretlagerbereich lässt sich easy abnehmen, wodurch man das Rahmen-Staufach öffnet. Das Cover lässt sich samt Tasche herausnehmen und man kann locker ein Pannenset oder Ähnliches im Rahmen transportieren.
Die Zugverlegung verläuft ab Werk integriert direkt durch den Steuersatz und sorgt für Ruhe und Ordnung am Cockpit. Für Vielschrauber oder Wartungsfanatiker besteht außerdem die Möglichkeit, Leitungen seitlich durch den Rahmen zu verlegen - hier sind schon Cableports vorbereitet.
Variabler Hinterbau
Egal wo ihr eure Leitungen im Rahmen verschwinden lasst, alle Leitungen verlaufen geführt durch Hülsen und treten unterm Dämpfer gut geklemmt ins Freie, bevor sie im Hinterbau wieder verschwinden. Das ermöglicht genug Spielraum für beide Hinterbau-Optionen.
Alle Bikes werden mit kleinem 27,5”-Hinterrad und als High-Pivot-Bike ausgeliefert. Aber das komplette Umbaukit liegt dem Rad bei. Das bedeutet: Eine anders geformte Wippe, ein kleiner Mudguard, Kettenführung und Flip-Chip sind beim Kauf inklusive.
Für den Umbau wird die Position des Hauptlagers, also der Anschraubpunkt der Kettenstreben am Rahmen, nach unten versetzt und die Idler-Rolle abgenommen und gegen die mitgelieferte Kettenführung ausgetauscht. Außerdem muss die Dämpfer-Wippe gewechselt werden - ein Montageständer sollte also obligatorisch sein. Dazu gibt es noch einen kleinen Mudguard, der den Dämpfer in der Low-Position vor Dreck-Beschuss schützt und angebracht werden muss.
Komponenten und Ausstattung
Das FOX-Fahrwerk mit der 38er Factory GRIP2-Federgabel bietet vorn 180 mm Federweg und die breite Einstellbarkeit und Top-Performance lassen keine Wünsche offen. Der FOX FLOAT X2 Factory-Dämpfer am Heck ist ebenso umfangreich einstellbar und verwaltet die 174 mm. Schaltung und Bremsen kommen aus der Shimano XT-Baureihe. Die Vierkolbenbremsen mit werkzeugloser Hebelweitenverstellung wirken auf 200-mm-Bremsscheiben vorn und hinten. Die Dropperpost von TranzX wird ebenfalls per Seilzug betätigt, hier ist allerdings die Hublänge recht knapp bemessen.
Fahreigenschaften
Das Spicy CF in der Low-Pivot-Variante zeigt sich bergauf gut ausgewogen. Man sitzt integriert im Bike, ohne übermäßig viel Druck auf den Händen zu spüren. Der Antrieb ist neutral und das Bike wippt nicht übermäßig stark - der Griff zum Dämpfer-Lockout ist nicht notwendig.
Startet man auf flowigen Trails bergab, fühlt man sich schnell wohl. Das Bike positioniert euch zentral und tief, sodass eine ausgeglichene Gewichtsverteilung zwischen Front und Heck herrscht. Durch Anlieger und über Wellen lässt sich trotz der fast 180 mm Federweg noch effizient pushen und Tempo machen. Das Fahrwerk bietet in der Low-Pivot-Auslegung eine gute Portion Gegenhalt und man bekommt ausreichend Feedback vom Untergrund - das hilft beim Einschätzen der Traktion. In rauen, wurzeligen Passagen bügelt das Fahrwerk dennoch zuverlässig über den Untergrund. Kleine, schnelle Schläge schluckt das Fahrwerk, ohne zu murren.
Laut Adrien Dailly ist das High-Pivot-Bike im Uphill etwas ineffizienter. Vor allem auf rauen und bergab-lastigen Tracks ohne viele Traversen spielt laut Adrien das High-Pivot-Setup seine Stärken aus. Das Bike soll in dieser Auslegung noch laufruhiger sein und geschmeidiger über große Hindernisse gehen.
Zielgruppe
Das neue Lapierre Spicy CF richtet sich vor allem an Geeks und Racer, die tief im Thema Enduro-Bikes stecken. Durch die vielen Verstellmöglichkeiten und die innovative Fahrwerksanpassung bzw. Änderung des Drehpunkts ist das Bike eine ideale Wahl für Rider, die sich nicht eindeutig für oder gegen ein High-Pivot-Bike entscheiden möchten. Oder die beides testen wollen, um zu sehen, welche Variante ihnen besser gefällt. Auch Racer, die wie Adrien ihr Setup perfekt an die jeweiligen Gegebenheiten ausrichten wollen, bekommen mit dem Spicy maximale Anpassbarkeit.
| Modell | Federweg vorne/hinten | Motor | Akku | Schaltung | Bremsen | Gewicht | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Overvolt GLP 3 Team | 170 mm / 170 mm | Bosch Performance Line CX Race | 725 Wh (extern) | SRAM X01 Eagle | SRAM CODE RSC | 23,4 kg (Größe L) | 12.499 € |
| E-Zesty 2023 | 140 mm / 140 mm | Fazua Ride 60 | 430 Wh (integriert) | - | - | 18,15 kg | 8.699 € |
| Zesty CF 6.9 | 150 mm / 150 mm | - | - | Shimano Deore, SLX | Shimano SLX | 15,42 kg | 4.499 € |
| Spicy CF 8.9 | 180 mm / 174 mm | - | - | Shimano XT | Shimano XT | - | 6.999 € |
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