Münsingen liegt mitten im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, rund 50 Kilometer südöstlich von Stuttgart.
Ob die Idee wirklich so gut war, auf die Schwäbische Alb zu radeln, frage ich mich gerade beim Anblick des Höhenprofils auf der Übersichtskarte im Mobilitätszentrum in Münsingen. Halb so wild, versichert man mir. Man müsse kein Radprofi sein, denn dank des 500 Watt starken PowerPacks lässt sich selbst die heftigste Steigung mit einem Lächeln im Gesicht meistern.
Fünf verschiedene Rad-Strecken, jede zwischen 35 und 60 Kilometer lang, hat die Stadt Münsingen konzipiert und ausgeschildert.
Nach einem ersten kleinen Anstieg über die Fauserhöhe kommt bald die Lauter in Sicht.
Der Nebenfluss der Donau schlängelt sich durch das Tal, gesäumt von Wald und steilem Karstgestein, mitten durch die Kernzonen des Biosphärenreservats. An diesen Stellen wird die Natur sich selbst überlassen und damit besonders geschützt.
Vor einigen Jahren kam auch der Biber zurück, der fast ausgerottet war, nicht zuletzt wegen seines begehrten Fells. Heute baut er an der Lauter wieder Burgen und Dämme, fällt sogar Bäume. Er verändert die Landschaft und sorgt damit für Artenvielfalt.
In Buttenhausen gibt es eine Kanuanlegestelle. Von hier aus paddelt man bis Bichishausen auf der Lauter.
Bisher bin ich eher gemütlich geradehin geradelt, ohne Mühe. Jetzt kommt der erste Härtetest: ein Abstecher zur Burg Hohengundelfingen. Bis zu 19 Prozent Steigung hat die 1,4 Kilometer lange Strecke. Also, Gang runter, Turbo rein und lostreten. Wahnsinn, wie leicht sich das anfühlt. Ich komme nicht mal im oberen Stück ins Schwitzen. Es fühlt sich an, als ob von hinten einer schiebt. So macht Radfahren echt Spaß.
Eine kleine Brücke weist auf eine wahre Delikatesse hin und die ist im kleinen Dorf Rietheim zu Hause: die Albschnecke. Die Temperatur beträgt konstant acht Grad Celsius. Das sehr klare Wasser wirkt weniger tief als es tatsächlich ist, am Eingang sind es fast drei Meter. Bewirtschaftet wird dieser von der Familie Tress.
Ausschließlich Bio-Produkte kommen in der Küche des Gasthofes zum Einsatz, vieles stammt aus der eigenen Biomanufaktur Rose. Das rauschende Wasser der Zwiefalter Ach mit dem kleinen Wehr dämpft die Geräuschkulisse und ich genieße den Blick auf das glasklare Wasser an der Forellenterrasse.
Nach der Pause ein zweiter, kurzer Abstecher: durch das malerische Glastal.
Bis hierher war die Radtour null anstrengend (vom harten Sattel mal abgesehen), doch die zweite Hälfte der 60-Kilometer-Tour beginnt mit einem heftigen Anstieg auf die Albhochfläche. Nach 30 Kilometern ist der 500-Wh-Akku noch rund drei Viertel voll.
Unterwegs bin ich mit einem Premium Revox Mountainbike mit Scheibenbremsen, Aluminium-Rahmen und Bosch-Nyon-System, das so einfach wie beim Auto navigiert.
In Ödenwaldstetten lockt ein weiterer Stopp bei der Speidel’s Brauerei’le. Für alle, die ausreichend Zeit mitbringen, gibt es (nach Anmeldung) verschiedene Bierseminare, auch als Paket mit Übernachtung.
Details zur Tour 4:
- Münsingen - Großes Lautertal - Wimsen - Marbach - Münsingen
- Länge: 62 km
Weitere Informationen:
- Hinkommen: von Stuttgart aus auf der B27 über Bad Urach oder mit der Regionalbahn über Ulm
- Räderverleih: Mobilitätszentrum Münsingen (direkt am Bahnhof), Bahnhofstr.
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