Leeze Laufräder haben sich bereits einen Namen für hochwertige Laufräder zu einem fairen Preis gemacht. Die Laufräder von Leeze sind bekannt für ihr ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis. Neben Laufrädern und Zubehör im Online-Shop bietet Leeze auch Service & Wartung von Laufrädern an.
Leeze AC 35 Disc: Aluminium-Allround-Laufradsatz für Straße und Gravel
Der Leeze AC 35 Disc ist ein Aluminium-Allround-Laufradsatz, der sowohl für die Straße als auch für Gravel-Einsätze geeignet ist. Der Preis beträgt 449 Euro. Die Laufräder kamen direkt vom Hersteller im stabilen Versand-Karton mit allen notwendigen Informationen. Der erste Eindruck: Gute Verarbeitung, hochwertige Optik.
Montage und erster Eindruck
Die Montage war sehr einfach. Das Felgenband ist bereits montiert. Also: Die Ventile einsetzen, die Reifen bis auf die notwendige Lücke zum Einfüllen der Dichtmilch vormontieren. Die Dichtmilch einfüllen und das letzte Stück mit einem Reifenheber montieren. Standpumpe auf das Ventil und einfach mal pumpen. Zu meiner Überraschung hat das tatsächlich ohne Probleme so funktioniert. Ob es daran lag, dass die Reifen schon gebraucht waren oder der Leeze gutmütiger bei der Montage ist, kann ich nicht abschließend beurteilen. Die Montage für beide Reifen, den Bremsscheiben und dem Ritzelpaket hat ca.
Testergebnisse auf Asphalt und Gravel
Die erste Testfahrt ging über 51 Kilometer auf Asphalt. Der AC35 ist im positiven Sinn unauffällig. Er rollt gut auf schlechtem Belag, ist kaum seitenwindanfällig und einmal beschleunigt, kann man das Tempo gut halten. Im Wiegetritt keine „komischen Geräusche“, also auch ausreichend seitensteif für solche „Bergflöhe“ wie mich mit rund 97 Kilogramm.
Das Beschleunigungsverhalten ist für die Gewichts-und Preisklasse sehr gut, geht aber noch besser. Der Freilauf ist sehr angenehm - gut hörbar, aber nicht nervig. Das Kurvenverhalten ist präzise und spurstabil. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass das Rad nervös oder instabil wurde. Der 30mm breite Conti sitzt leicht bauchig auf der Felge. 28mm wäre aerodynamisch wohl die bessere Wahl, für schnelle, komfortable Runden ist der 30er aber sehr gut geeignet. Der Unterschied zu meinem viermal so teuren Carbon Laufradsatz ist viel kleiner als erwartet.
Im zweiten Teil habe ich den AC35 mit 40mm Conti Terra Speed genutzt. In dieser Kombi gefällt mir das Laufrad noch besser. Das direkte Fahrverhalten in Kombination mit dem spürbaren „Flex“ der Laufräder, im Vergleich zu meinen Carbon-Laufrädern hat im Zusammenspiel mit den Gravel-Reifen auf Waldautobahnen und leichten Trails sehr viel Spaß gemacht. Unebenheiten sind einfacher zu fahren und kleine Fehler verzeiht der AC35 besser als meine eigenen Modelle. Trotzdem war ich sehr schnell, komfortabel und pannenfrei unterwegs.
Insgesamt bin ich rund 500 km mit dem AC35 gefahren, davon rund 400 mit den 30 mm Straßenreifen. Der AC35 ist noch „wie neu“. Keine Höhen-oder Seitenschläge. Speichen alle fest und die Naben laufen seidenweich.
Leeze AH25 MTB WSTO: Der MTB-Laufradsatz im Detail
Mit einer Felgenbreite von 25 mm und einem sehr leichten Gesamtgewicht mit 1390 g richtet sich der Laufradsatz klar an die Cross-Country/Marathon Fraktion und auch noch an die ambitionierten Tourenfahrer. Die Felge hat eine Höhe von 20 mm und ist hookless konstruiert. Das Felgenhorn ist hierbei hakenlos und baut gerade auf. Dadurch sitzt der Reifen stabiler auf der Felge und man kann niedrigere Luftdrücke fahren, außerdem wird die Montage der Reifen erleichtert. Serienmäßig kommen die Felgen mit Tubeless-Felgenband, was den Tubelesseinsatz sehr einfach macht.
Der neue MTB-Laufradsatz wurde nach dem WSTO-Prinzip Entwickelt: Weight, Stiffness, Tire Fit Optimized. Die Hookless Felge bietet eine Innenweite von 25mm und ist lediglich 20mm hoch. Die Naben am Leeze Laufradsatz kommen von Newmen und sind als Non-Boost und Boost Variante erhältlich. Wem die serienmäßigen Lager nicht gut genug sind, der kann sich auch noch das Ceramicspeed Update für 449 € Aufpreis gönnen. Außerdem sind die Naben mit einer Aufnahme für 6-Loch-Bremsscheiben ausgestattet.
Der Freilauf an der Hinterrad-Nabe ist ein sogenanntes Ratchet-System. Hier greifen zwei Zahnscheiben ineinander und leiten die Kräfte von der Kassette ins Laufrad über. Das Ratchet-System verringert zudem den Verschleiß. Mittlerweile gibt es doch einige Freilaufstandards. Umso schöner, dass Leeze den AH25 MTB WSTO Laufradsatz mit Shimano 10-/11-Fach, Sram XD und sogar schon als Shimano Micro Spline für 12-fach Kassetten anbietet. Letzterer kostet faire 39 Euro Aufpreis.
Nabe und Felgen werden am Vorder- und am Hinterrad mit 28 Sapim Cx-Ray Messerspeichen (3-fach gekreuzt) verbunden. Der Laufradsatz wird in Deutschland maschinell eingespeicht.
Praxistest des AH25 MTB WSTO
Zunächst mussten Reifen, Bremsscheiben und Kassette montiert werden. Dies klappte alles problemlos und wir haben die Reifen direkt Tubeless mit mitgelieferten Ventilen und Milch montiert. Auf den ersten Metern machte sich direkt das Gewichtsupgrade bemerkbar. Zum vorherigen Laufrad wurden ca. 600 g eingespart. An rotierender Masse ist das schon einiges und das Rad fuhr sich deutlich spritziger. Auch in Sachen Steifigkeit konnten wir im XC-/Toureneinsatz keine Schwächen feststellen.
Härtetest am E-MTB mit breiten Reifen
Um die Grenzen des Laufradsatzes auszuloten, haben wir es zum Testabschluss auf die Spitze getrieben: So mussten die Laufräder nicht nur mit 2,6″ breiten Reifen klarkommen, sondern wurden überdies auch noch an einem E-MTB montiert. So ausgestattet ging es auf den Trail - ohne angezogene Handbremse.
Die breiten Reifen sind auf den 25mm Felgen natürlich nicht optimal und das etwas undefinierte Gefühl in Kurven ist keinesfalls den Laufrädern anzulasten; für uns war jedoch die Erkenntnis wichtig, dass die Reifen auch bei solchen Extrembedingungen problemlos und sicher auf den Felgen saßen - kein Burping oder gar Reifenabwürfe. Auch ansonsten schlugen sich die Laufräder überraschend gut: Auch der eine oder andere Durchschlag konnte den Felgen nichts anhaben und wir konnten keinerlei Dellen erkennen. Auch der Rundlauf war nach dem Testzeitraum nur minimal schlechter geworden. Insgesamt ein grandioses Ergebnis für ein solch leichtes Laufrad.
Leeze CH 30 Allroad Basic: Günstige Carbonlaufräder im Test
Laufräder aus Carbon machen Gravelbikes und Rennräder schneller, leichter und spaßiger. Wir haben den 899 Euro günstigen Laufradsatz CH 30 Allroad Basic von Leeze getestet.
Warum Laufräder entscheidend sind
Preisattraktive Kompletträder werden aus gutem Grund nicht selten mit minderwertigen Laufrädern verkauft. Schließlich guckt der Kunde erfahrungsgemäß zuerst auf den Rahmen, wohl dann auf die Schaltung - und erst danach auf die verbauten Laufräder. Dass man die Kaufentscheidung maßgeblich von den Laufrädern abhängig macht, ist eher unüblich beim Fahrradkauf. Zumal sich Laufräder leicht und schnell austauschen lassen. Mit einem neuen Laufradsatz aus Carbon kann der Fahrspaß merklich erhöht und das Fahrradgewicht reduziert werden.
Die Rechnung geht so: Leichte Carbon-Laufräder wiegen zwischen 1.400 und 1.600 Gramm, natürlich abhängig von Preis, Hersteller und Flankenhöhe. Standard-Laufräder aus Aluminium hingegen bringen gut und gern 500 bis 700 Gramm mehr auf die Waage. Wenn man dann noch einen leichteren und schnelleren Reifen verbaut, spart man nicht nur zweistellige Wattzahlen, sondern auch in Summe bis zu ein Kilogramm beim Systemgewicht. Dieser positive Effekt gilt für Gravelbikes und Rennräder mit Aluminiumrahmen ebenso wie für Carbonmodelle.
Leeze CH 30 Allroad Basic im Detail
Wie der günstige Nachrüst-Laufradsatz CH 30 Allroad Basic von Leeze zeigt, muss man für so ein lohnendes Upgrade nicht mal extrem tief in die Tasche greifen. Für faire 899 Euro bietet der deutsche Laufradbauer aus dem Münsterland einen konkurrenzfähigen Satz an, der sage und schreibe nur 1.400 Gramm wiegt. Das Unternehmen um die beiden Gründer Frank Decker und Florian Otterpohl hat sich längst einen Namen gemacht in der Szene.
Seit über zehn Jahren sind die Carbon-Spezialisten am Markt und bauen längst nicht mehr nur Laufräder zusammen, sondern entwickeln selbst Profile in Zusammenarbeit mit dem Aerodynamik-Experten Professor Eric Helter. Zudem testen die Münsteraner auf eigenen Prüfständen die Qualität ihrer Laufräder. Mittlerweile werden bei Leeze, die letztes Jahr ihr zehnjähriges Firmenjubiläum feierten, auch Laufräder für andere Unternehmen gefertigt.
Reifenwahl und Fahrgefühl
Leeze gibt den Laufradsatz CH 30 Allroad Basic frei für 28 bis 55 Millimeter breite Reifen, empfiehlt indes 30 bis 50 Millimeter breite Reifen - aus gutem Grund. Dieser Empfehlung sollten Sie folgen, wie unser Praxistest gezeigt hat. Aber der Reihe nach, wir haben zu Testzwecken insgesamt drei unterschiedliche Reifen montiert:
- Pirelli P Zero Race TLR, 28 Millimeter
- Pirelli P Zero Race TLR, 32 Millimeter
- Schwalbe G-One Overland, 40 Millimeter
Der 28-Millimeter-Reifen ging zwar - wenngleich recht schwer - auf die Felge drauf, baute für unser Dafürhalten deutlich zu schmal auf und hielt überdies die Luft auch nicht besonders gut. Daher folgten wir der Leeze-Empfehlungen und versuchten nach nur ein paar Probefahrten dasselbe Reifenmodell in 32 Millimeter. Und siehe da, die Montage war leichter, der Reifen schloss bündiger mit der bauchigen Felge ab und hielt die Luft Tage lang bei sich. Durch die großzügige Maulweite von 25 Millimeter baute der Reifen breit und voluminös auf. Auch das Fahrgefühl gefiel uns mit dem 32er-Reifen wesentlich besser.
Wir fuhren das Duo fast ausschließlich auf der Straße und waren überrascht, wie geschmeidig und komfortabel wir über (auch ruppigen) Asphalt rollten bei entsprechend niedrigem Luftdruck natürlich. Viele Rennradfahrer scheuen breite Reifen. Tatsächlich ist die Gewichtszunahme nicht unerheblich. Zum Beispiel beim Schwalbe Pro One steigt das Gewicht vom 25er- auf das 32er-Modell pro Reifen um über zehn Prozent. Da die Leeze-Testfelge mit 1.400 Gramm allerdings extrem leicht ist, egalisiert sich die Gewichtszunahme durch einen breiteren Reifen wieder, sodass wir auf dem Allroad-Rennrad nicht das Gefühl hatten, mit Bremsklötzen unterwegs zu sein.
An unserem Testmuster waren „nur“ die leichtgängigen Leeze-Standardnaben verbaut, deren dezenter Sound sehr angenehm ist. Wer will, kann ab 200 Euro Aufpreis Keramik-Lager verbauen lassen. Die Felge mit ihrer Höhe von 30 Millimeter will gerade keine Aerofelge sein, sondern in erster Linie ein agiler Allround-Laufradsatz, was ihr tatsächlich vorzüglich gelingt. Für maximale Aero-Eigenschaften gibt es Alternativen - auch im Leeze-Sortiment. Trotzdem rollten die Laufräder auch bei hohen Geschwindigkeit um 40 Stundenkilometer erstaunlich flott über den Asphalt - zum Vergleich zogen wir eine 45 Millimeter hohe DT-Swiss-Felge heran. Seitenwindanfälligkeit der Leeze-Felge geht gegen Null.
Vorteile von Hookless-Felgen
Die moderne Leeze-Felge ist hookless, das bedeutet, dass die Flanken der Felgeninnenseite keine Haken mehr besitzen, die den Reifen halten. Das hat zwei wesentliche Vorteile: Die Felgen werden leichter und die Reifen bekommen eine rundere Form und damit mehr Grip; außerdem wird die Seitenwand besser abgestützt. Aber Achtung, Hookless-Felgen dürfen nur mit freigegebenen Reifen und unter Beachtung des maximalen Luftdrucks gefahren werden.
Die positiven Hookless-Eigenschaften machten einen besonders stimmigen Eindruck am einfach zu montierenden Gravelreifen von Schwalbe. Durch den Wegfall der Haken nahm nämlich das Reifenvolumen zu, womit der Luftdruck weiter reduziert werden konnte, ohne dass die Rolleigenschaften darunter gelitten haben. Das Ergebnis: Komfort und Grip im Gelände auf höchsten Niveau. Anhand diesem Beispiel wurde uns deutlich, dass es nicht trivial ist, welche Carbonfelge man kauft. In der Praxis kann es eben einen bedeutenden Unterschied machen, ob die Felge hookless ist oder noch nicht.
Die Testlaufräder von Leeze kamen erwartungsgemäß tubeless-ready zu uns. Neben dem Standard-Shimano-Freilauf hat Leeze auch den SRAM XDR sowie beide Campagnolo-Varianten (12-fach/13-fach) im Programm. Tubeless-Ventile sind im Lieferumfang nicht enthalten.
Alternativen für Bikepacker
Aerodynamik, Gewicht, Steifigkeit, Langlebigkeit - Laufräder sind immer ein Kompromiss aus verschiedenen Eigenschaften. Den getesteten Leeze-Laufradsatz sehen wir im Einsatzbereich zwischen Straße und Gravel am Rennrad, Gravelbike oder Allroad-Rennrad. Schwerpunktmäßig ist der Laufradsatz für die Straße ausgelegt. Hierfür (und selbst für alpine Radtouren) spricht das geringe Gewicht von 1.400 Gramm. Daneben gibt es ein weiteres Basic-Modell (CH 40 Allroad Basic) sozusagen spiegelverkehrt - mit Schwerpunkt fürs Gelände. Interessenten müssen sodann mit minimal mehr Gewicht rechnen (1.570 Gramm), bekommen aber im Gegenzug mehr Stabilität für zum Beispiel Bikepacking-Touren.
Für 899 Euro bietet Leeze mit dem Basic-Laufradsatz ein Upgrade, das Sie ab der zweiten Pedalumdrehung spüren, sofern Sie bisher auf Aluminium-Laufrädern unterwegs waren. Agilität und Spritzigkeit nehmen gewaltig zu, die Beschleunigung ist rasanter und Sie werden merklich schneller Berge und längere Abstiege erklimmen. All das erhöht den Spaßfaktor beim Fahren um ein Vielfaches.
Leeze Laufräder CC 38 Disc BASIC: Carbonlaufräder im Test
Nachdem mein „Do-It-All“ Laufradsatz mit Rissen in der Felge seinen Dienst quittierte, kam ich wieder auf die Westfalen und ihre in Foren hochgelobten Fahrradräder. Die ganze Geschichte dazu und einen Einblick in die Laufradproduktion kannst du in unserer 16. Ausgabe nachlesen.
Preisgestaltung der Leeze Laufräder
Bei Leeze gibt es grundsätzlich bei den meisten Rädern eine Basisversion der Laufräder zum Einstiegspreis und eine gehobene Version mit gehobenem Preis. Preislich spielt sich der Preis-Rahmen dabei um die 600 Euro (Alufelgen), 900 Euro (Carbonfelgen Einsteiger-Variante) und ab 1.400 Euro (Carbonfelgen gehobene Variante) ab. Abzulesen ist das an der Bezeichnung AC und CC für Carbon beziehungsweise Alu und BASIC für die Einsteiger-Variante. BASIC bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Nabe, die mit weniger Sperrklinken ausgestattet ist als die höherwertigen Modelle und außerdem mehr auf die Waage bringt.
LEEZE Laufräder CC 38 Disc BASIC im Detail
Der LEEZE CC 38 Disc BASIC, also dem Entry-Level Carbonfelgen-Laufradsatz hat eine 38 Millimeter hohe Felge aus Carbon. Damit ist die Flanke schon so deutlich ausgeprägt, dass sie bei geradem und schrägem Wind von hinten deutlich schneller machen soll. Aber sie ist noch nicht so hoch, dass es einen großen Gewichtsnachteil mit sich bringt. Ziemlich genau 1.600 Gramm wiegen die Laufräder zusammen (ohne Kassette), was für diese Felgenhöhe ein ganz guter Wert ist.
Die Felgenbreite beträgt innen 20 Millimeter (außen 28 mm), wodurch sich sowohl dünnere Rennradreifen, als auch breitere Gravelreifen bis 40 Millimeter aufziehen lassen. 24 gekreuzte Messerspeichen hinten und vorn halten Nabe und Felge zusammen. Obendrein sind die Laufräder sogar bis 120 Kilogramm belastbar, wodurch sie sich auch fürs Bikepacking eignen.
Erste Testfahrt mit den CC 38 Disc BASIC
Nachdem Christoph von LEEZE mir die schönen LEEZE CC 38 Disc BASIC Laufräder ans Fahrrad gebaut hatte, war ich schon ziemlich angetan. Allein optisch gefiel mir mein Rennstahl 853 Gravel nun schon deutlich besser. Ehrlich gesagt gefiel es mir noch nie vorher so gut. Daher war ich schon fast froh, dass der andere Laufradsatz, mit nur 25 Millimeter Felgenhöhe, nicht gepasst hatte.
Durch das eine LEEZE Logo pro Rad war -natürlich nur für absolute Kenner- zu erkennen, dass es die Basic-Version mit schwerer Nabe und weniger Sperrklinken war. Aber das interessierte mich Nullkommanull. Nach dem sich die Vorfreude ins Endlose gesteigert hatte, ging es endlich los. Beim Reifen hatte ich mich für die Continental Terra Speed in 35 Millimeter entschieden, welche natürlich Tubeless installiert wurden und schnell auf der Straße sowie ganz ordentlich im Gelände sein sollten.
Fahrgefühl und Sound
So rauschte ich also von Havixbeck mit schrägem Rückenwind in Richtung Münster. Die Gegend ist sehr flach und so war ich ohne Mühe auf 30 KM/H und mehr. Ich spürte tatsächlich augenblicklich den Aero-Effekt der Leeze Laufräder. Nach der langen Wartezeit am Morgen ein absoluter Traum. Im Münster merkte ich dann auch zum ersten Mal den geilen Freilauf-Sound und zwar dadurch, dass mich alle Leute vor mir wahrnahmen, sobald ich aufhörte zu treten.
Es ist ein satter Sound, der aber nicht deutlich übertreibt in der Lautstärke. Trotzdem gehört er im Vergleich zu anderen sicher zu den lauteren Modellen. Für mich ist es ein knackiger Sound, der die Klingel ersetzt, aber keine Kreissäge vor der die Leute vor einem erschrecken. Der erste Eindruck also passte und meine Begeisterung war sehr groß.
Test im Teutoburger Wald
Dann ging es in den Teutoburger Wald und damit in die ersten Anstiege. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich das „Mehrgewicht“ der Leeze Laufräder deutlich wahrnahm, aber das Fahrrad fühlte sich auch nicht an, als ob es den Berg hochfliegt. Einfach neutral würde ich sagen, also kein Nachteil beziehungsweise Unterschied zu meinem vorherigen Alu-Laufradsatz, welcher nur eine Felgenhöhe von knapp 16 Millimeter hatte.
Auf den glitschigen Trails kam ich mit den Reifen schon das ein oder andere Mal ins Schlingern. Die Contis haben zwar Profil, aber das ist ganz klar für trockenen Boden gedacht. Aber eines merkte ich jetzt auf dem unbefestigten Wegen deutlich…Nach und nach wurde mir bewusst, dass sich der Untergrund ordentlich „smooth“ anfühlte. Also in etwa das blanke Gegenteil von holprig. Auf den Trails hatte ich noch mit Wurzeln zu kämpfen und danach damit den Weg zu finden, aber als ich mich dann wieder mal auf mein Gefühl konzentrieren konnte dachte ich: Wow, das fühlt sich ja super geschmeidig an. Auch danach, wieder zurück auf der Straße, versuchte ich darauf zu achten und stellte wieder fest, wie weich sich alles anfühlte.
Vergleichstest: Sieben Carbon-Laufradsätze unter der Lupe
Die Testidee: Carbon-Laufräder, die unter der magischen Grenze von 1500 Gramm pro Set bleiben. Und weniger als 1500 Euro kosten. Der Vergleich zeigt: Die Unterschiede sind größer als erwartet. Und: Junge Laufradmarken setzen die etablierten unter Druck - nicht nur in Sachen Preis/Leistung.
Bewegung im Laufradmarkt
Mit Aerycs, Leeze, Newmen und Winspace unterbieten gleich vier junge Anbieter im Test die 1500-Gramm-Grenze deutlich - zu attraktiven Konditionen. Fulcrum, Mavic und Shimano halten mit Prestige, verzweigtem Händlernetz und - teilweise - nachhaltiger Produktion in Europa dagegen. Dass die Modelle der großen Anbieter im Handel oft günstiger zu haben sind, als es die unverbindliche Preisempfehlung vermuten lässt, relativiert den Preisvorteil der Herausforderer. Große Unterschiede gibt’s dagegen bei den Punkten Garantie, Crash Replacement und Lieferumfang.
Testergebnisse im Überblick
Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse der einzelnen Laufradsätze:
| Laufradsatz | Gewicht (Set) | Preis | Besondere Merkmale | ROADBIKE Tipp |
|---|---|---|---|---|
| Aerycs Aero WT 30 | 1321 Gramm | - | Fahrdynamik, Spurtreue, Lieferumfang, Servicebedingungen | Allround |
| Fulcrum Wind 42 | - | - | Kaum Verschleiß, top zentriert, schnell, fahrstabil, 100 % made in EU | - |
| Leeze CC 38 Basic R | - | - | Fahreindruck, Aufbau, attraktiver Preis, lebenslanges Crash Replacement | Preis/Leistung |
| Mavic Cosmic SL 32 | - | - | Fahrstabil, sehr komfortabel, lebenslange Garantie, Lieferumfang, 100 % made in EU | - |
| Newmen Streem Climbing | Unter 1200 Gramm | - | Sehr leicht, toller Praxiseindruck, kaum Verschleiß, Lieferumfang, Garantie & Crash Replacement | Gewicht |
| Shimano Ultegra WH-RS8170 C36 | - | - | Solider Dauerläufer, einfaches Tubeless-Set-up, kein Gewichtslimit | - |
| Winspace Lún Grapid | 1355 Gramm | - | Preis/Leistung, leicht und flink, Lenkertasche im Lieferumfang, kaum Verschleiß | - |
Fazit der Testfahrer
- Aerycs Aero WT 30: "Viel Fahrspaß, fairer Preis - Aerycs zeigt hier eindrucksvoll, was klassischer Laufradbau leisten kann."
- Fulcrum Wind 42: "Von den Fulcrums war ich wirklich begeistert. Mir gefällt auch, dass sie hier in Europa produziert werden!"
- Leeze CC 38 Basic R: "Leicht, schnell, fahrstabil - hätte ich nicht schon gute Laufräder, würde ich ernsthaft einen Kauf der Leeze erwägen."
- Mavic Cosmic SL 32: "Der Komfort und die Laufruhe sind top. Für eine dauerhafte Liaison würde ich mir aber mehr Temperament wünschen."
- Newmen Streem Climbing: "Explosiv im Antritt, leichtfüßig bergauf, absolut spurtreu bergab: Die Newmen-Laufräder haben richtig Spaß gemacht!"
- Shimano Ultegra WH-RS8170 C36: "Ein grundsolider Mix aus Aero und Gewicht, ideal für wellige Strecken. Dazu gepflegtes Understatement - mir gefällt’s!"
- Winspace Lún Grapid: "Winspace kannte ich nicht, die Laufräder haben sich aber bewährt und sehen schick aus."
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