Leichte Mountainbike Touren am Tegernsee: Empfehlungen

Nur eine gute halbe Stunde von München entfernt liegen mit dem Schliersee und dem Tegernsee zwei großartige Mountainbike Spots. Tolle Mountainbike Touren und Trails erwarten dich am Tegernsee. Doch nicht nur bei Mountainbikern, sondern auch bei Wanderern oder Ausflüglern ist die Region Schliersee / Tegernsee sehr beliebt und wird an sonnigen Wochenenden förmlich von Tagestouristen überrannt.Wenn du auf den Trails dort surfen möchtest, solltest du am besten die Stoßzeiten meiden, um Konflikten mit anderen aus dem Weg zu gehen.

Hütten rund um den Tegernsee

Die Aussicht auf einen schönen Trail und eine gemütliche Einkehr machen die Höhenmeter auf Forststraßen ein wenig erträglicher. Zum Glück strotzt die Region nur so vor gemütlichen Hütten, die nach einer langen Auffahrt zu einer Stärkung einladen:

  • Gindelalm: Zwischen Schliersee und Tegernsee gelegen ist die Gindelalm ideal für eine Einkehr auf einer Tour zwischen den beiden Seen.
  • Neureuth: Aufgrund der Nähe zum Tegernsee sehr beliebt ist die Neureuth, hier ist immer jede Menge los. Von dort ist es auch nur ein Katzensprung auf die Bayernweg Trails.
  • Aueralm: Die Aueralm erfreut sich großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn ihre Terrase bietet nicht nur einen tollen Ausblick, sondern auch Sonne von früh bis spät.
  • Kreuzbergalm: Ein ebenfalls beliebtes Ziel ist die Kreuzbergalm. Sie ist vom Schliersee über den Prinzenweg und vom Tegernsee aus via Alpbachtal erreichbar. Urige Einkehrmöglichkeiten wie hier auf der Kreuzbergalm gibt es bei den hier vorgestellten MTB-Touren in der Region um den Tegernsee mehr als genug. Über die Öffnungszeiten und Ruhetage sollte man sich jedoch vorher informieren.

Unterkünfte in der Region Tegernsee-Schliersee

Wenn du gerne etwas länger bleiben willst, bietet die Alpenregion Tegernsee Schliersee natürlich auch zahlreiche Hotels:

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Anfahrt zum Tegernsee und Schliersee

Von München aus sind sowohl der Schliersee als auch der Tegernsee in ca. Einer Stunde mit Zügen der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) erreichbar. Mountainbikes können in den Zügen mitgenommen werden. Mit dem Auto geht es zwar schneller, die Staugefahr ist jedoch vor allem an den Wochenenden hoch. Außerdem lassen sich bei einer Anreise mit dem Zug auch Touren von Bahnhof zu Bahnhof unternehmen, wie die beliebte Feierabendrunde vom Schliersee zum Tegernsee.

Empfohlene MTB Touren in der Alpenregion Tegernsee Schliersee

In den bayerischen Voralpen zwischen Tegernsee, Schliersee, Spitzingsee und Bayrischzell gibt es zahlreiche Tourenmöglichkeiten mit dem Mountainbike. Die herrlichen Berge, Täler und Wälder der Alpenregion Tegernsee-Schliersee bieten sich geradezu an, um genussvolle, gemütliche oder anspruchsvolle Rad- und Mountainbiketouren zu unternehmen.

Die einzigartige Naturkulisse der bayerischen Voralpen mit dem Mangfallgebirge und den Tegernseer Bergen, die sich zwischen der Isar und dem Inn erheben, bieten für jeden Mountainbiker, ob Anfänger oder Profi, ein reichhaltiges Betätigungsfeld. Die Biketouren werden jedem Anspruch gerecht, denn sowohl der ambitionierte Mountainbiker als auch der gemütliche Fahrer kann seine „Traumtour“ finden.

Tourenübersicht:

Tour Länge Anstieg Technik Start Einkehrmöglichkeit
Trail am Schildenstein 34,8 km 1.131 m S3 Wanderparkplatz Wildbad Kreuth Ja
Runde ab Tegernsee mit vielen Hütten 30 km 1.100 m S1 Bahnhof Tegernsee Ja
Hausham - Baumgartenschneid - Tegernsee 21,1 km 1050 m S2 - S3 Hausham Ja
Tegernsee - Aueralm - Lenggries 26,94 km 617 m S1-S2 Tegernsee Ja
Lenggries - Seekarkreuz - Tegernsee 33,87 km 1.313 m S1-S2 Lenggries Ja

MTB-Tour von Gmund am Tegernsee zur Buchsteinhütte: Sanfter Anstieg über die Almwiesen der Schwarzentennalm, bevor es die letzten 300 Meter knackig zur Buchsteinhütte hinaufgeht. Diese Tagestour lässt sich auch sehr gut in zwei gemütliche Halbtagesetappen mit Hüttenübernachtung unterteilen. Wir starten in Gmund am Bahnhof und fahren auf dem Radweg bis nach Bad Wiessee. Am Ortsausgang biegen wir nach rechts ins idyllische Söllbachtal ein. Von nun an geht es an der Söllbachklause vorbei stetig bergauf. Wir folgen stets dem Bachlauf bis wir auf 1.027 Metern die Schwarzentennalm erreichen - hier haben wir uns einen Kuchen auf der Terrasse verdient, bevor wir uns an die letzten Höhenmeter hinauf zur Buchsteinhütte (1.260 Meter) wagen. Noch weitere 300 knackige Anstiegsmeter liegen vor uns, bis wir die Hütte am Fuße des Ross- und Buchsteins erreichen.

Für die Abfahrt können wir entweder den Hauptweg wählen, den wir hinaufgefahren sind, oder auf den immer wieder den Weg querenden Trail einsteigen, der uns unten wieder auf dem Hauptweg ausspuckt. Wir folgen jetzt der Forststraße am Schwarzentennbach entlang bergab Richtung Parkplatz Winterstube. Dort treffen wir auf die Bundesstraße, queren diese und folgen der Radroute stets Richtung Wildbad Kreuth. Wer möchte, kann noch einen Abstecher zu den Siebenhütten (837 Meter) oder zur Schwaigeralm (800 Meter) einbauen, bevor er sich auf den Rückweg zum Tegernsee macht. Wir folgen nun immer der Radroute nach Kreuth und weiter an der Weißach entlang zum Tegernsee. In Rottach-Egern können wir uns überlegen, auf welcher Seeseite wir zu unserem Ausgangspunkt Gmund zurückradeln wollen.

MTB-Tour von Kreuth zur Moni-Alm: Für diese Mountainbike-Tour ein paar Kilometer hinter dem Tegernsee starten wir auf dem Wanderparkplatz kurz vor Wildbald Kreuth nahe der Schwaigeralm vor der großen Holzbrücke und biken hinein ins Langenautal. Wer möchte, kann schon bald den Hauptweg nach links auf den kleinen Pfad Richtung Wasserfall verlassen und diesem noch einen Besuch abstatten - ein Zwischenstopp, der sich lohnt. Kurz vor der Schwaigeralm münden wir wieder auf den Hauptweg und kurbeln bei angenehmer Steigung stetig bergauf - an Schwarzem und Steinernem Kreuz und der unbewirtschafteten Langenaualm vorbei. Wenn wir die Diensthütte auf 1.071 Metern erreichen, haben wir den ersten Anstieg unserer MTB-Tour fast gemeistert - die Bayralm (1.060 Meter), unser erster Einkehrschwung, liegt in Sichtweite.

An der Erzherzog-Johann-Klause angekommen befindet man sich bereits in Österreich und kann Tiroler Spezialitäten genießen. Jetzt wartet ein Trail der Extraklasse auf uns: Entlang des Bairachenbaches geht es hinunter zur Bairache (am Ende kurze Schiebestrecke). Wir queren den Fluss über die Brücke und sind in Österreich. Weiter geht es leicht bergab, bis wir auf den Hauptweg stoßen, dem wir links Richtung Erzherzog-Johann-Klause (814 Meter) folgen. Noch ein kurzer knackiger Schlussanstieg und wir sitzen auf der Sonnenterrasse und genießen Tiroler Spezialitäten. Aber wir sollten uns den Bauch nicht zu voll schlagen, denn nun wartet der Anstieg in die Valepp auf uns. Etwa 300 Höhenmeter haben wir noch zu überwinden, bis wir uns in die Abfahrt zum Forsthaus Valepp (872 Meter) stürzen können. Bald halten wir uns links Richtung Sutten/Moni-Alm. Nach einem kurzen Anstieg durch die Weiße Valepp haben wir das Skigebiet Sutten und den Berggasthof Moni-Alm (990 Meter) erreicht. Vielleicht noch ein Stück Kuchen und ein Cappuccino zum Abschluss und dann geht es auf Speed-Asphalt die Mautstraße hinunter nach Enterrottach.

Klassiker am Tegernsee zur Kreuzbergalm: Dieser Mountainbike-Klassiker am Tegernsee ist sowohl als gemütliche Halbtagestour als auch als Feierabendrunde ideal geeignet. Als Ausgangspunkt bietet sich der Bahnhof in Tegernsee an. Wir starten von dort und radeln uns bei angenehmer Steigung erst einmal warm. Durchs Alpbachtal geht es zum Prinzenweg und weiter hinauf zur Kreuzbergalm (1.223 Meter). Auf dieser idyllischen Alm lohnt sich eine Einkehr, denn Brotzeit und Buttermilch sind hier legendär. Und: Bei gutem Wetter kann man bis hinunter zum Spitzingsee blicken. Weiter geht es (nach einer kurzen Schiebestrecke bergauf) über einen aussichtsreichen Höhenrücken hinüber zur Gindelalmschneid (1.335 Meter). Wer möchte und wem die Einkehr auf der Kreuzbergalm zu früh ist, der kann von der Gindelalmschneid auch noch einen Abstecher zur Gindelalm (1.242 Meter) einbauen und dort einkehren. Über den Gindelalmweg biken wir zum Neureuth-Haus.

Josef Reisinger, Inhaber von "Reisingers Tretlager" in Weyarn, ist begeisterter Mountainbiker und weiß genau, was unsere Region als Mountainbike-Region auszeichnet: "Schon als Jugendlicher zog es mich in die Schlierseer und Tegernseer Berge. Als ich dann das Mountainbike für mich entdeckte, wurden die Berge und Täler aufs Neue eine Art Spielwiese." Er hat dabei noch einen besonderen Tipp für die perfekte Tour: "Oft starte ich zu den unmöglichsten Zeiten, entweder ganz frühmorgens oder wenn es schon dunkel ist. Die Freudenreichalm steht dabei immer wieder auf dem Plan. Die Ruhe in dem weiten Talkessel um die Alm herum ist atemberaubend."

Längere Tage, mildere Temperaturen - welchen Mountainbiker juckt es da nicht, in die Bikesaison zu starten? Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Schließlich haben wir im Tegernseer Land alles, was das Bikerherz begehrt: Berge, Seen, Täler, ein gut beschildertes Wegenetz, flowige Trails und natürlich Almen und Berggasthäuser.

Meine zweite Tour mit dem neuen Mountainbike ging im August zum Tegernsee. In der Gegend um Hirschberg, Fockenstein und Co war ich schon oft wandern, im Sommer wie im Winter, auf einigen Bergen auch schon öfter. Was mir (bis jetzt) am Mountainbike Fahren so gut gefällt ist, dass plötzlich Orte interessant werden, die zum Wandern zu leicht, zu unspektakulär wären, die Wege einfach zu langweilig. Bis zu dieser Mountainbike Tour, die über 350 Höhenmeter und 35 km rund um den Hirschberg geht, alles andere ist als langweilig, und endlich kenne ich auch diese feine Alm und ihre hervorragende Küche.

Wir parken das Auto am Parkplatz Söllbachtal (auf 760 m), von wo man auch zur Aueralm und zum Fockenstein startet (Parkticket 4 Euro). Ein breiter Forstweg, der leicht ansteigt, macht nur Mountainbike Anfängern Spaß, wobei Spaß zu viel gesagt ist - er ist gutes Training und mit dem Radl einfach nicht so doof wie zu Fuß. Der Weg führt durch das schöne Tal immer am plätschernden Söllbach entlang, die meisten Wanderer biegen relativ bald nach rechts zur Aueralm ab. Der größte Teil des Weges ist flach oder leicht ansteigend, nur kurz vor der Schwarzentennalm wird es so steil, dass ich lieber mal absteige und schiebe. Es geht aus dem Wald heraus, der Weg wird flach, das Wetter ist nicht perfekt doch die Fahrt durch die Almwiesen dennoch herrlich, an Hirschberg und Leonhardstein vorbei. Der wahre Grund kommt im übrigen dann, wenn man nach dem Mittagessen wieder auf dem Sattel sitzt - es geht bergab, auf einem breiten Forstweg für ewige Zeiten einfach nur bergab! Hier findet man den Grund, warum es Forstwege gibt auf dieser Welt! Ab und an muss man Wanderern ausweichen - die mit Sicherheit weniger Spaß haben als wir - unten erkenne ich dann den Pfad, der zum Sonnberg hinaufführt, am besten mit Schneeschuhen zu begehen.

Nun könnte man gemütlich über die Waldwege nach Bad Wiessee zurück radeln, doch ganz in der Nähe liegt noch eine weitere Alm, die beim Wandern immer vernachlässigt wird: an Siebenhütten (860 m) kommt man immer viel zu früh am Morgen vorbei, wenn man Richtung Wolfsschlucht unterwegs ist, um die lange Rundtour zur Halserspitz in den Blaubergen zu gehen (Bericht 1. Mal, Bericht 2. Mal). Bis zur Hütte ist der Weg gut zu fahren, kaum Anstieg, nur viele Wanderer. Plötzlich ist das Wetter perfekt…kein Vergleich zum trüben Grau am Morgen. Allerdings auch das eine Erkenntnis vom Mountainbiken für Anfänger: schlechtes Wetter ist beim Biken nicht so schlimm wie beim Wandern. Zumindest für mich und auf meinen Anfänger Touren. Mit der Zeit wird das Wetter auch entscheidender werden, aber derzeit ist trüb nicht so ein Drama.

Achtung: Bei Berggasthöfen und Almen gilt es im Frühjahr unbedingt die Öffnungszeiten und auch bei den ganzjährig geöffneten Einkehren die Ruhetage zu beachten!

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