Lekker Bikes Erfahrungen: Ein umfassender Überblick

Lekker Bikes wurde 2009 in Amsterdam gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das klassische niederländische Fahrrad neu zu definieren. Die Marke verbindet das zeitlose Design und die robuste Bauweise traditioneller niederländischer Fahrräder mit modernen Innovationen, die den Ansprüchen urbaner Mobilität gerecht werden. Mit dem Umzug nach Australien brachte Lekker Bikes das niederländische Fahrraderbe in eine neue Umgebung, die von sonnigem Wetter, entspannter Lebensweise und einer wachsenden Fahrradkultur geprägt ist.

Die Fahrräder von Lekker stehen für minimalistische Ästhetik, kombiniert mit hoher Funktionalität und Zuverlässigkeit. Ob für die tägliche Fahrt durch die Stadt oder längere Ausflüge in die Natur - Lekker Bikes bieten ein erstklassiges Fahrerlebnis. Lekker Bikes legt großen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. Jedes Fahrrad wird mit sorgfältig ausgewählten Materialien hergestellt, um Langlebigkeit und eine hohe Performance zu gewährleisten.

Mit einer stetig wachsenden Fangemeinde in Europa, Australien und darüber hinaus setzt Lekker Bikes neue Maßstäbe im Bereich urbaner Mobilität.

E-City-Bike mit solider Ausstattung

Das niederländische City-E-Bike erreicht im Test eine solide Punktzahl und ist einfach, robust und dennoch sensibel.

Design und Ausstattung

Mit schlanker Silhouette und schnörkellosem Design in schlichtem Grau trifft das Lekker AmsterdamGT den Puls der Zeit. Die Ausstattung rund um den starren Rahmen ist konsequent gewählt und unterstreicht das Design: solide und nicht verspielt. Zum Pendeln in der Stadt ist das starre Rahmen-Gabelset wegen seiner Pflegeleichtigkeit und Robustheit ideal.

Antrieb und Übersetzung

Das Antriebssystem aus dem Hause Bafang begeistert mit leiser Arbeitsweise, die Motorpower reicht auf leicht welligem Terrain gut aus. Für knackige Hügel ist zusätzliche Beinarbeit gefragt, da dürfte der M420 gerne noch ein paar Watt mehr haben. Die Unterstützung des Bafangs ist gewohnt harmonisch, die Zahl der Unterstützungsstufen lässt sich übers Displaymenü einstellen. Es stehen wahlweise drei, fünf oder neun Stufen zur Auswahl.

Klug gewählt ist neben dem wartungsarmen Gates-Antriebsstrang die mechanische Enviolo City-Getriebenabe. Nicht allein der Umstand, dass durch die spezielle Mechanik eine fein justierbare, stufenlose Veränderung der Übersetzung möglich ist, auch die Tatsache, dass die Enviolo-Getriebenabe auch unter Last "schalten" kann, hebt sie als deutlich nutzerfreundlicher von den Mitbewerbern ab. Durch das Drehen des rechten Griffes lässt sich die gewünschte Übersetzung jederzeit feinfühlig anpassen. Bedenken, dass man versehentlich den Griff verdreht, konnten wir beim Testen nicht feststellen.

Fahrverhalten

Im Stadtverkehr offenbart das Amsterdam ein gutmütiges und ausgeglichenes Fahrverhalten. Mit der aus dem Gravelbereich stammenden WTB-Bereifung meistert das Lekker auch souverän holprige Abschnitte wie Kopfsteinpflaster oder Feldwege, ohne dabei auf Asphalt Rouleur-Eigenschaften vermissen zu lassen.

Lekker Amsterdam Urban: Ein Testbericht

Mit einem Preis von 2.400 Euro ordnet sich das E-City-Bike Lekker Amsterdam Urban in der Mittelklasse ein. Was das bequeme Pedelec für die Stadt drauf hat, klärt der Test. Bequem durch die Stadt düsen - das klappt super mit dem Lekker Amsterdam Urban. Für das Gebotene geht der Preis in Ordnung. Die Bandbreite an E-City-Bikes ist groß.

Das Amsterdam gibt es nur in zwei Unisex-Rahmengrößen. Personen zwischen 1,65 und 1,85 Meter wählen 56 Zentimeter; alle Größeren greifen zu 60 Zentimeter. Dann soll das Bike Menschen bis 2,05 Körpergröße passen. Noch weniger Auswahl habt ihr bei der Farbe.

Gehen wir einmal um das Pedelec herum, fällt zunächst der Mittelmotor von Bafang in Kombination mit einem nahezu wartungsfreiem Riemenantrieb von Gates auf. Die Verarbeitungsqualität ist schon auf den ersten Blick mehr als zufriedenstellend. Auf den zweiten Blick entdecken wir viele gut gemachte Details, wie etwa den in der Länge verstellbaren Seitenständer oder das im Metallschutzblech eingelassene LED-Rücklicht. Dementsprechend entspannt starten wir auf die Probefahrt.

Ein Display gibt es am Amsterdam Urban nicht, genauso wenig wie einen Schalthebel. Das Display vermissen wir nicht. Sowohl der Akkustand als auch die gewählte Unterstützungsstufe werden mit Hilfe eines LED-Ringes angezeigt, der rund um den Powerknopf am Oberrohr eingelassen ist.

Ausstattung und Reichweite

Das Lekker Amsterdam Urban Gen 3 ist ein in vielen Details gut und hochwertig ausgestattetes E-City-Bike moderner Machart. Es bietet je nach Akkuwahl eine Reichweite von 70 oder 100 Kilometern und kommt mit einer 3-Gang-Automatik von Bafang. Die hinterließ bei uns im Test nicht den besten Eindruck. In flachen Stadtumgebungen arbeitet sie aber unauffällig.

Wirklich praktisch ist der Riemenantrieb, da dieser kaum Wartung erfordert und nicht so schmutzig wie eine Kette ist. Den Vorbau könnt ihr verstellen. Überhaupt passt die Ergonomie des Lekker Bike Amsterdam Urban gut. Erhältlich ist es in zwei verschiedenen Rahmengrößen aber nur in einer Farbe. Die Verarbeitungsqualität ist auf einem hohen Niveau. Hier gibt es wenig zu meckern.

Den Akku könnt ihr direkt im Bike oder separat zuhause laden. Das Netzteil ist annehmen leicht und kompakt. Den Schalthebel vermissen wir im Gegensatz zum Display leider schon. Denn die verbaute 3-Gang-Automatik von Bafang ist einfach nicht unser Ding, erinnert an unschöne Schalterfahrungen beim VanMoof S3. Ihr habt keinerlei Einflussnahme auf die Schaltvorgänge und wir wünschten uns diese in so manch einer Situation. Der Fairness halber sei gesagt, dass das Amsterdam Urban ein reines Citybike ist. Berge lassen sich damit nur unter Protest erklimmen.

Der Bafang-Motor unterstützt vergleichsweise kraftvoll, ohne es beim Schub oder bei der Geräuschkulisse zu übertreiben. Das gefällt uns. Beim Erreichen der unterstützten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h treten wir allerdings gegen die gefürchtete, imaginäre Wand. Unterm Strich fährt sich das Amsterdam Urban unaufgeregt und entspannt. Ihr seid mit ihm stressfrei unterwegs, solange ihr euch im Flachland bewegt und ruppige Waldwege meidet.

Bei unserem Test-E-Bike ist der kleinere Akku mit einer Kapazität von 378 Wattstunden verbaut. Er reicht laut Hersteller für Strecken von bis zu 70 Kilometern, was uns zu optimistisch erscheint. Der größere, von uns nicht getestete Akku, bietet mit einer Kapazität von 504 Wattstunden mehr Puffer, soll für bis zu 100 Kilometer gut sein.

Wer sich für das Amsterdam Urban interessiert, sollte definitiv auch einen Blick auf das Amsterdam GTS beim Hersteller werfen. Es ist mit einem Display, dem stärkeren Bafang-Motor M420 und vor allem mit einer stufenlosen Enviolo-Nabenschaltung ausgestattet. Auch ein Blick in das Outlet von Lekker mit Gen2-Modellen (Vorgängergeneration) kann sich lohnen. Als weitere Alternative zum getesteten E-Bike sehen wir das Lemmo One MK2, das sich vor allem bei höheren Geschwindigkeiten leichter pedalieren lässt und ähnlich teuer ist.

Lekker Jordaan Urban: Komfort und Vielseitigkeit

Ausgelegt auf Komfort und Vielseitigkeit, so beschreibt Lekker sein neuestes E-Bike namens Jordaan Urban. Inspiriert von den niederländischen „Oma-Fiets“ bietet es einfaches Auf- und Absteigen dank tiefem Einstieg sowie eine aufrechte und entspannte Sitzposition.

So, wie Lekker sein neues City-E-Bike beschreibt, fühlt es sich auch tatsächlich beim Fahren an. Es liegt sicher und ruhig auf der Straße und auf Schotter, dabei hat man aufgrund der Sitzhaltung einen guten Überblick auf den Verkehr. Der Sattel ist angenehm breit, die Griffe allerdings etwas rutschig und mit einer Naht versehen. Während der Rahmen und die Schutzbleche des Jordaan Urban in einem schicken Mintgrün gehalten sind, kommen die Reifen, Sattel und Griffe in einem Braunton. Dieser gibt dem Rad einen gewissen Retro-Charme mit. Eine Federgabel hat das Pedelec nicht, aber die 45 Millimeter-dicken Reifen können einiges an Unebenheiten abfedern.

Produktdetails des Jordaan Urban

  • Motor: Bafang-Mittelmotor M200 mit 65 Newtonmetern
  • Akku: 378 Wattstunden
  • App: Bafang Go-App
  • Schaltung: Bafang 3-Speed Automatic
  • Gewicht: 24 kg / zul. Gesamtgewicht: 115 kg
  • Preis: 2.598 Euro

Angetrieben wird das E-Bike von dem M200-Bafang-Mittelmotor mit 65 Newtonmetern, der mit drei Unterstützungsstufen ausgestattet ist. Ein- und ausgeschaltet wird die Elektronik über einen Bedienknopf im Oberrohrrahmen, der mithilfe eines LED-Rings in verschiedenen Farben die Unterstützungsstufen anzeigt. Hier bedarf es schon ein paar Kilometer Fahrt, bis man herausgefunden hat, welche Farbe für welche Stufe steht.

Auf ein Display verzichtet Lekker bei seinem Jordaan Urban. Wer dennoch seine Daten im Blick behalten möchte, muss sein Smartphone mit der entsprechenden Bafang Go-App nutzen. Allerdings ist eine Halterung dafür noch nicht im Lieferumfang dabei. In der App sieht der Radfahrer beispielsweise den aktuellen Akkustand und die Geschwindigkeit, zudem kann er die Trittfrequenz und die Unterstützungsstufen bearbeiten. Eine Routenplanung sowie Standortlokalisierung sind übrigens nicht möglich.

Der Akku kommt mit einer Leistung von 378 Wattstunden, alternativ kann bei der Online-Konfiguration auch ein 504 Wattstunden-Modell gewählt werden. Was sich bei den Testfahrten sehr positiv zu Nutze machte, war die Dreifach-Automatikschaltung von Bafang. Je nach Geschwindigkeit schaltet sie selbst hoch oder runter, was hervorragend funktionierte und gerade im Stadtverkehr bei ständigem Stopp-and-Go sehr hilfreich war und Spaß gemacht hat.

Ebenso vorteilhaft für die tägliche Nutzung ist der Zweibeinständer und die Möglichkeit, den Lenker zu arretieren. So kippt er nicht unkontrolliert zur Seite, wenn der Frontgepäckträger beladen ist. Der Front- sowie der Heckgepäckträger sind mit Spanngurten ausgestattet. Auf den ruckeligen Hamburger-Fahrradwegen fiel bei den Testfahrten der Rucksack leider dabei auch mal zu Boden. Hier sollte man gegebenenfalls noch in einen kompatiblen Fahrradkorb oder Fahrradtaschen investieren.

Als Farben stehen schwarz und mintgrün zur Verfügung. Die verfügbare Rahmengröße soll für Menschen zwischen 1,55 Meter und 1,90 Meter passend sein. Der Verkaufspreis liegt regulär bei 2.598 Euro, allerdings gibt es das E-Bike aktuell zum Einführungspreis von 2.398 Euro.

Lekker Jordaan GTS: Ein Hollandrad in der Neuzeit

Seit rund 100 Jahren erfreut sich das Hollandrad großer Beliebtheit, weil es einfach, bequem, alltagstauglich und wartungsarm ist. Draufsetzen, wohlfühlen - und das im täglichen Einsatz. Lekker Bikes aus Amsterdam hat diesen lässig-praktischen Fahrradtypen in Form des Jordaan GTS in die elektrisch unterstützte Neuzeit überführt. Für 3.000 Euro bietet es ein feines Antriebssystem, eine gute Ausstattung und weitgehend angenehme Fahreigenschaften.

Lekker gehört zu den Online-Vertriebsmarken, bei denen die Räder per Spedition in großen Kartons zum Kunden geliefert werden. Unser Jordaan kam also in einer hohen Pappschachtel steckend an, aus dem es sich angesichts von 27 Kilogramm nicht ganz so einfach herausheben ließ. Nach dem Kraftakt musste allerdings nur der Lenker befestigt und die Pedale eingeschraubt werden. Nach fünf Minuten ist das Joordan fahrbereit. Der Tiefeinsteigerrahmen mit seiner Lackierung in hellem Mattgrün sieht klassisch und solide, aber nicht unbedingt filigran gearbeitet aus. Einiges wirkt sogar kostenoptimiert, wie etwa der schwarz getünchte, aber nicht mit widerstandsfähigem Lack überzogene Lenker. Nach dem Befestigen des Lenkers am Vorbau zeigten sich bereits ein paar kleine Kratzer in der schwarzen Oberfläche. Insgesamt kann sich die Verarbeitung dennoch sehen lassen.

Antrieb und Fahrgefühl

Ein starkes Pro-Argument für das GTS ist der Antrieb. Lekker setzt in der 2024 gestarteten Gen3 auf den spritzigen und kompakten Bafang-Mittelmotor M420, der seine Kraft per Gates-Riemenantrieb auf das Hinterrad mit Stufenlos-Enviolo-Nabe leitet. Der Antrieb arbeitet leise, die abhängig vom Pedalbefehl variierende Unterstützung fühlt sich angenehm natürlich an. Die Kombo Riemenantrieb und Nabe ist eine zudem saubere Sache. Die Schaltung bietet ein breites Übersetzungsspektrum, das für jeden in eigentlich jeder Situation die passende Trittfrequenz bereithält. Dank 80 Nm entwickelt der Antrieb auch an den meisten Steigungen ausreichend Schwung. Für das Prädikat Bergziege reicht es beim Joordan GTS nicht ganz. Sein eigentliches Terrain ist die Stadt, wo man flott und mühelos durch die Gassen dahingleitet.

Zur Wahl stehen übrigens fünf Unterstützungsstufen. In der höchsten reichte der Stromvorrat des kleinen 374-Wh-Akkus für ungefähr 50 Kilometer. Optional gibt es eine Batterie mit 504 Wh, für die Lekker bis zu 100 Kilometer verspricht.

Was wir an dem insgesamt etwas steifen City-Flitzer lediglich vermissten, war eine Federung. Einige der durch Unebenheiten verursachten Schläge bekamen wir bis hinauf zum Nacken zu spüren. Dafür nimmt man eine selbst nach längerer Fahrt entspannt wirkende, aufrechte Laidback-Haltung ein. Die Lenkerenden mit Ledergriffen kommen dank starker Kröpfung des Lenkers weit entgegen. Der Sattel ist schön breit und bequem, aber vielleicht genau deshalb nicht jedermanns Sache. Angenehm ist der tiefe Durchstieg, der unter anderem das Auf- und Absteigen erleichtert.

Ebenfalls praktisch sind die beiden Gepäckträger vorne und hinten mit ihren elastischen Spanngurten, mit deren Hilfe sich viele Gepäckstücke spontan und sicher fixieren lassen. Die Gepäckträger sind nur ein Beispiel für die insgesamt lobenswert gute Ausstattung. Die umfasst auch ein schickes, mittelgroßes TFT-Farbdisplay, über das sich sogar die Beleuchtung ein- und ausschalten lässt. Apropos: Das schlitzartige LED-Rücklicht ist ein echter Hingucker, vor allem, wenn es bei Aktivieren des Antriebs kurz mehrfach blinkt. Hinzu kommen kräftig zupackende Bremsen, der Zweibeinständer und breite Schutzbleche.

Angesichts der Antriebstechnik, den vielen netten Details und der weitgehend angenehmen Fahreigenschaften ist das Jordaan GTS ein grundsätzlich attraktives Pedelec. Dazu sind die geforderten 3.000 Euro ein fairer Preis.

Kritikpunkte am Lekker Amsterdam GT

  • Übersetzung zu niedrig: Bei maximaler Geschwindigkeit und normaler Trittfrequenz erreicht man nur 18 km/h.
  • Rahmen nur in Größe L: Für Personen unter 1,80 m könnte der Rahmen zu groß sein.
  • Drehmomentsensor unsensibel: Der Sensor reagiert grob und der E-Antrieb schaltet spürbar mit einem leichten Ruck zu oder ab.
  • Motor deutlich hörbar: Der E-Motor ist deutlich zu hören, sobald er läuft.
  • Verarbeitungsmängel: Probleme mit dem verstellbaren Vorbau, Akkuschloss ohne Funktion, Wassereintritt in den Akkuschacht, zu kurze Kabel zum Display.
  • Preis-/Leistungsverhältnis schlecht: Für über 3.000,- € erhält man Bafang-Technik und Komponenten aus dem unteren Preissegment.

Lekker Amsterdam GTS: Ein Allrounder im Detail

Innovation kann sprunghaft und kontinuierlich erfolgen. Beim Amsterdam GTS ist letzteres der Fall. So ähnelt das Rad seinem Vorgänger in vielerlei Hinsicht. Nicht jedoch, ohne in einigen Bereichen schwächer aufgestellt zu sein. Doch alles der Reihe nach. Zunächst einmal handelt es sich bei dem Lekker Amsterdam GTS um ein Allrounder-Modell, das sowohl in der Stadt als auch außerhalb eine gute Figur macht. Käufer haben die Wahl zwischen zwei Rahmenhöhen: 56 und 60 cm. Somit ist das Fahrrad nicht gerade für kleinere Personen geeignet.

Da das Gefährt laut Hersteller zu 98 Prozent vormontiert verschickt wird, hatten wir keinerlei Probleme, das Rad straßentauglich zu machen. Sobald dies geschehen war, stand ein ästhetisches, stabiles E-Bike vor uns, das zwar nicht mit einem originellen Design hervorsticht, dafür jedoch auch keine Angriffsfläche für Kritik bietet - zumindest optisch nicht. Besonders spannend in diesem Kontext die Positionierung des Cockpits. Dieses kam früher mit einem LCD-Panel und einem IP65-Schutzgrad daher, versucht nun jedoch mit einem TFT-Display und IPX7 zu überzeugen. Interessanter dürfte jedoch der Umstand sein, dass das Steuerungselement dieses Mal in den Vorbau integriert wurde und nun nicht mehr an einen altmodischen Fahrradcomputer erinnert. Die bequeme Handhabung blieb hingegen erhalten. Genauso, wie das Fehlen einer App und smarter Funktionen - was wir jedoch als überaus angenehm empfanden.

Technische Details

Zum technischen Portfolio des Lekker Amsterdam GTS gehört in erster Linie ein Bafang-M420-Mittelmotor mit einem 80-Nm-Drehmoment, der die Leistung automatisch an die Tretkraft anpasst. In unserem Test funktionierte das in Kombination mit einer stufenlosen Enviolo Schaltnabe ausgezeichnet. Bemängeln können wir an dieser Stelle nichts.

Beim Akku haben Radler die Qual der Wahl. So können sie sich für einen Energiespeicher mit 378Wh Akkukapazität (10.5Ah, 36V) und einer Reichweite von 40 bis 70 km entscheiden. Oder aber tiefer in die Tasche greifen und eine Batterie mit 504Wh Akkukapazität (14Ah, 36V) sowie 65 bis 100 km ordern. Wir empfehlen an dieser Stelle unbedingt die teurere Variante, da die maximale Reichweite bei höherer Tretunterstützungs-Stufe (es stehen insgesamt fünf zur Auswahl) stark abnimmt. Dafür ist der Akku abnehmbar und lässt sich folglich bequem in den eigenen vier Wänden laden. Und das ist bei einer Ladedauer zwischen 6 und 8 Stunden auch empfehlenswert.

Stärken und Schwächen

Das Lekker Amsterdam GTS bietet zahlreiche Stärken wie das bereits erwähnte integrierte Display, die unkomplizierte und gut umgesetzte Handhabung, die überzeugende Optik und einen herausnehmbaren Akku. Dem gegenüber steht eine geringe Auswahlmöglichkeit bei der Rahmenhöhe und ein wenig überzeugendes Gewicht von 25 kg. Ein Mal kann man das Fahrrad „mal eben“ in seine Wohnung auf dem zweiten Stockwerk tragen. Doch auf Dauer kann das ein großes Problem darstellen. Eine weitere große Schwäche stellt die Reichweite dar. Denn der leistungsfähigere Akku des Lekker Amsterdam GTS entspricht in puncto Reichweite (65 bis 100 km) dem schwächeren Akku des Vorgängers Amsterdam GT. Zusätzlich bot das Vorgängermodell jedoch eine Variante mit einer angegebenen Reichweite von 80 km bis 120 km.

Bei dem Lekker Amsterdam GTS handelt es sich um ein gelungenes Allrounder-E-Bike, das sowohl optisch als auch bei der Funktionalität zu überzeugen vermag. So greift die Tretunterstützung schnell sowie geschmeidig und die Bedienung ist überaus intuitiv. Dafür hat das Elektrofahrrad leider ein paar Kilogramm zu viel auf den Aluminium-Rippen und auch bei der Reichweite würden einige zusätzliche Kilometer sicherlich nicht schaden.

Optik und Design des Jordaan GT

Das Jordaan GT steht von der Optik her ganz klar zu seiner niederländischen Herkunft, gemahnt es doch von der Formensprache her ganz klar an ein Hollandrad. Dieser Eindruck wird von dem nach unten gezogenen Alu-Rahmen, dem breitem Sattel und dem ausladenden Lenker verursacht. Zwei Gepäckträger vorne und hinten bieten viel Stauraum beim Cruisen durch die Stadt. Aufgrund der Befestigung des vorderen Korbes an der Gabel statt am Rahmen ändert sich bei Beladung das Lenkverhalten spürbar. Ein Spannband zur Sicherung der Ladung gehört zum Lieferumfang dazu.

Der Test von Elektrobike lobt den leisen Motor und die auch für hügeliges Terrain ausreichende Unterstützung.

Meine Erfahrung mit Lekker Bikes

Schon beim allerersten Lieferung von den bestellten Amsterdam GTS, gab es Probleme: Es kam defekt bei mir an und musste zurück nach Amsterdam geschickt werden. Zwar hat Lekker die Kosten übernommen, aber es hinterließ ein ungutes Gefühl, da man bei einem neuen Fahrrad eigentlich keine solchen Startprobleme erwartet.

Im April hatte ich dann einen Sturz, bei dem die Gabel gebrochen und das Frontlicht abgefallen ist. Ich habe den Hersteller darauf hingewiesen, dass ein Bruch der Gabel bei einem seitlichen Sturz äußerst ungewöhnlich ist - für mich ein sicherheitsrelevanter Punkt. Dies wurde jedoch abgetan, als sei es normal.

Auf Anraten von Lekker habe ich anschließend mehrere Fahrradwerkstätten bzw. Händler in meiner Umgebung aufgesucht, um die Reparatur dort durchführen zu lassen. Doch alle haben die Annahme abgelehnt. Nachdem ich dies Lekker mitgeteilt hatte, bekam ich die Information, dass es Werkstätten in Hamburg gäbe - für mich 70 bis 80 km entfernt. Alternativ sollte ich das Rad nach Berlin einschicken. Deshalb habe ich das Fahrrad schließlich im Mai per Spedition dorthin gesendet - mit allen Kosten und dem gesamten organisatorischen Aufwand für Verpackung und Versand auf meiner Seite.

Seitdem habe ich mein Fahrrad nicht zurückerhalten. Ersatzteile wie Gabel und Lampe seien schwer verfügbar, wodurch sich die Reparatur über Monate hingezogen hat. Rückmeldungen erhielt ich nur auf Nachfrage, und die Rücksendekosten soll ich selbst tragen. Da es sich um ein Jobrad handelt, zahle ich weiterhin meine Leasingrate, konnte das Fahrrad aber lange nicht nutzen.

Besonders enttäuschend finde ich, dass nach so langer Wartezeit vonseiten Lekker nicht einmal ein kleiner, kulanter Vorschlag gemacht wurde, um die lange Ausfallzeit auszugleichen.

Ich bin neugierig und gespannt, ob mein Fahrrad tatsächlich noch im August bei mir ankommen wird. Mein Fazit: Ein Fahrrad von Lekker lohnt sich nur, wenn man in der Nähe einer Werkstatt wohnt, die diese Räder auch annimmt. Ansonsten hat man im Reparaturfall ein großes Problem. Für mich persönlich kommt deshalb kein weiteres Fahrrad von Lekker infrage.

Nutzerbewertungen und Erfahrungen

Die Meinungen zu Lekker Bikes sind vielfältig. Einige Nutzer loben den kompetenten Kundenservice und die schnelle Lieferung, während andere von Problemen mit der Qualität und der Reparaturabwicklung berichten.

  • Positive Erfahrungen: Kompetente Beratung, schnelle Abwicklung, tolles Fahrgefühl, freundliches Team in Berlin.
  • Negative Erfahrungen: Defekte Fahrräder bei Lieferung, Probleme mit der Garantie, lange Wartezeiten bei Reparaturen, unfreundlicher Kundenservice.

Einige Nutzer berichten von gelösten Schrauben, Bremsgeräuschen, defekten Motoren und gebrochenen Speichen. Es gibt auch Beschwerden über den Mangel an Ersatzteillisten und Bezugsquellen.

Zusammenfassung der Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Schickes Design
  • Gute Ausstattung (je nach Modell)
  • Leiser Motor
  • Komfortable Fahrposition

Nachteile:

  • Qualitätsprobleme bei einigen Modellen
  • Hohes Gewicht
  • Eingeschränkte Reichweite (je nach Akku)
  • Probleme bei der Reparaturabwicklung

Empfehlungen

Wenn Sie sich für ein Lekker Bike interessieren, sollten Sie die verschiedenen Modelle sorgfältig vergleichen und die Nutzerbewertungen berücksichtigen. Achten Sie auf die Ausstattung, die Reichweite und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Es ist ratsam, das Fahrrad vor dem Kauf Probe zu fahren und sich von einem Fachmann beraten zu lassen.

Tabelle: Vergleich verschiedener Lekker Bike Modelle

Modell Motor Akku Schaltung Besonderheiten Preis (ca.)
Amsterdam Urban Bafang Mittelmotor 378 Wh / 504 Wh 3-Gang Automatik Riemenantrieb, LED-Ring Anzeige 2.400 €
Amsterdam GTS Bafang M420 378 Wh / 504 Wh Enviolo stufenlos TFT-Display, integrierte Steuerung 3.000 €
Jordaan Urban Bafang M200 378 Wh 3-Gang Automatik Retro-Charme, Bafang Go-App 2.598 €

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