Leverkusener Brücke: Umleitungen für Radfahrer und Fußgänger

Seit der Eröffnung der neuen Leverkusener Brücke am 4. Februar 2024 rollt der Auto- und Lastwagenverkehr. Betroffen sind weniger die Autofahrenden, sondern vielmehr Fahrradfahrende oder Fußgänger und Fußgängerinnen.

Navigationsprobleme und Umwege

Will man beispielsweise von Köln-Merkenich, dem Stadtteil direkt an der Leverkusener Brücke, nach Leverkusen, gestaltet sich die Suche nach dem neuen Brückenaufgang als schwierig, zumal teilweise noch der Aufgang zur alten Brücke ausgeschildert ist. Und verlässt man sich auf Google Maps und lässt sich eine passende Route anzeigen, wird es noch abenteuerlicher. Hier muss ein Riesenumweg in Kauf genommen werden. Tatsächlich wird der Radfahrende über die Mülheimer Brücke in Köln geleitet. Fahrzeit demnach: etwas mehr als eine Stunde. Und auch Fußgänger und Fußängerinnen sollen die Brücke in Köln-Mülheim benutzen. Die „Wanderzeit“ beträgt mehr als vier Stunden!

Google Maps scheint den Rad- und Fußweg auf der Nordseite der neuen Leverkusener überhaupt nicht zu kennen. Diesen Umweg sollen Radfahrende und Fußgänger sowie Fußgängerinnen laut Google Maps nehmen, um von Köln-Merkenich nach Leverkusen zu kommen.

Informationen der Autobahn GmbH Rheinland

Die Problematik scheint auch der Autobahn GmbH Rheinland inzwischen bekannt zu sein. Deshalb wurde ein entsprechender Flyer veröffentlicht, der den Zugang zur A1-Brücke erklärt. In einer Erklärung heißt es: „‚Wo bitte geht's auf die neue Brücke?‘ - das fragen sich derzeit viele Radfahrende sowie Fußgänger und Fußgängerinnen, die den Rhein zwischen Köln und Leverkusen queren wollen. Denn der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier und seit dem 4. Februar 2024 ist alles anders.“

Während auf der Kölner Seite der Zugang zur neuen Leverkusener Brücke relativ einfach zu beschreiben ist, ist der Zugang in Leverkusen wesentlich komplizierter. In Leverkusen geht es durch den Neuland-Park und dann müssen mehrere Schleifen gefahren werden (siehe Grafik).

Der Aufgang zur neuen Leverkusener Brücke im Kölner Stadtteil Merkenich befindet sich im Bereich der Edsel-Ford-Straße. Der Flyer, in dem alle Änderungen nochmal ausführlich erklärt sind, gibt es hier als Download.

Somit ist ein Zugang zur Brücke auf der Südseite bis zur Fertigstellung des zweiten Teilbauwerks (Ende 2027) nicht möglich. Radfahrende sowie Fußgänger und Fußgängerinnen können in beide Richtungen ausschließlich die Nordseite der Brücke benutzen. Der Rad- und Fußweg hat eine Breite von rund 3,25 Metern.

Verbesserungen für Radfahrer ab April 2025

Im Zuge einer Anpassung des Knotenpunkts Rheinallee/Westring wird eine Verbesserung für den Rad- und Fußverkehr an der neuen Rheinbrücke umgesetzt. Darüber hat die Autobahn GmbH die Stadt Leverkusen informiert. Die zusätzliche Querungsmöglichkeit über den Westring verkürzt die Umleitungsstrecke für Radfahrende auf dem Rheinradweg um etwa 700 Meter und ermöglicht einen direkten Zugang zum Neulandpark.

Ab dem 7. April 2025 wird laut Autobahn GmbH eine zusätzliche Querungsmöglichkeit über den Westring eingerichtet, die durch eine temporäre Ampelanlage geregelt wird. Diese Maßnahme verkürzt die Umleitungsstrecke für Radfahrende auf dem Rheinradweg um etwa 700 Meter und ermöglicht einen direkten Zugang zum Neulandpark, ohne den Umweg über die „Wacht am Rhein“ nehmen zu müssen.

Mit der Anpassung wird die neue Querungsmöglichkeit mit Gelbmarkierungen, Wegweisern und Absperrschranken ausgestattet. Damit wird laut Autobahn GmbH eine sichere Überquerung gewährleistet. Die Anpassung des Knotenpunkts wird während der geplanten Sperrung der A 1 zwischen dem 4. und 7. April eingerichtet.

An diesem Wochenende ist der Westring erneut zwischen Nobelstraße und Rheinallee gesperrt. In der Zeit wird auch die neue Querung für Radfahrer eingerichtet. Den Rheinradweg nutzen nicht nur Hobbyradfahrer, sondern auch Berufstätige, beispielsweise auf dem Weg aus Hitdorf oder Rheindorf in Richtung Wiesdorf, speziell Chempark.

Konkret soll ab kommender Woche dies gelten: Ab Montag, 7. April, „wird laut Autobahn GmbH eine zusätzliche Querungsmöglichkeit über den Westring eingerichtet, die durch eine temporäre Ampelanlage geregelt wird.

An diesem Wochenende, an dem die Autobahn GmbH die A1 zwischen den beiden Leverkusener Kreuzen wegen Arbeiten sperrt, dazu bis Montag. 7. April, 5 Uhr auch den Westring zwischen der Rheinallee und der Nobelstraße in beiden Fahrtrichtungen, soll die neue Querungsmöglichkeit für Radfahrer eingerichtet werden. Mit „Gelbmarkierungen, Wegweisern und Absperrschranken“, fasst die Stadt aus den Ausführungen der Autobahn GmbH zusammen.

Aktuelle Sperrungen und Umleitungen

Seit dem 04.10.2021 ist der Rheinradweg zwischen Leverkusen-Rheindorf und Leverkusen-Wiesdorf für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Da der Weg mitten durch das Baufeld verläuft, bleibt der Weg bis zum Ende der Brückenbauarbeiten geschlossen. Eine Umleitung über Bürrig entlang der Dhünn ist eingerichtet.

Der Fußgänger-/Radweg unterhalb der Rheinbrücke auf Leverkusener Seite, der am Rhein entlang führt und Wiesdorf und Rheindorf verbindet, ist in der aktuellen Bauphase und den weiteren Bauphasen gesperrt. Eine Umleitung über Leverkusen-Bürrig ist ausgeschildert.

Nachdem die neue Teilbrücke über den Rhein am 4. Februar 2024 eröffnet wurde, ist der Geh- und Radweg auf der Nordseite nutzbar. Mit einer Breite von 3,25 Meter ist ein entspanntes Radfahren garantiert.

2 x wird die Geh- und Radwegführung für nur kurze Zeit gesperrt. Bei dem Rückbau der alten Brücke und bei dem Einsetzen des ersten neuen Brückenteils. Dann muss die Umleitung über dem Bürriger Deich in Kauf genommen werden. Die beiden Sperrungen sind aber nur kurzfristig, während des Abbaus bzw.

Zwischenzeitlich haben sich Änderungen am geplanten Bauablauf für die Errichtung des zweiten Teilbauwerks ergeben. Gleichzeitig hat die Autobahn GmbH für die Umsetzung der provisorischen Verbindung des Rad- und Gehweges zum Rheinuferweg in zwei Ausschreibungsrunden kein wirtschaftlich realisierbares Angebot erhalten und die Ausschreibung nach intensiver Abwägung aufgehoben.

Ja, die aktuell geltende Umleitung über den Westring bleibt bis auf Weiteres bestehen und sorgt dafür, dass das Rad- und Gehwegenetz während der Bauzeit verkehrssicher erhalten bleibt. In späteren Phasen der Arbeiten zur Errichtung des zweiten Teilbauwerks der neuen Rheinbrücke kann es zu unbedingt notwendigen, kurzzeitigen Sperrungen des Rad- und Gehwegs im Bereich unter der Brücke kommen.

Weitere Informationen

Über den beigefügten QR-Code kann der aktuelle Stand der Radwegführung abgerufen werden.

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