Licht für Tretroller: Ein umfassender Test

Es ist wichtig, dass ihr während der Fahrt mit eurem Elektroroller gut ausgeleuchtet seid. Um in jeder Situation von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt zu werden, ist eine gute Beleuchtung bei einem E Roller unerlässlich. Denn die Zweiräder sind gerade im Dunkeln nicht so leicht zu erkennen wie ein PKW.

Wir führen demnächst einen umfangreichen Tretrollerbeleuchtungs Test durch und schauen uns Lampen verschiedener Hersteller an. Es handelt sich bei der Tretroller Beleuchtung um klassische Fahrradlampen. Diese passen in den meisten Fällen an den Lenker oder die Bar des Rollers.

Gesetzliche Bestimmungen und Notwendigkeit der Beleuchtung

In Deutschland gibt es eine Lichtflicht für Elektroroller. Nicht nur Scheinwerfer, auch Rücklichter und Rückstrahler sind Pflicht an jedem E Roller. Geht die Beleuchtung mit der Zeit kaputt oder wollt ihr zusätzliche Lichter anbringen, müssen die Ersatzteile am Fahrzeug mit den Vorschriften des EG-Rechts übereinstimmen.

Beim Scheinwerfer gibt es beispielsweise die Regel, dass das Leuchtmittel nur weißes Licht produzieren darf. Lampen am Elektroroller unterliegen zudem einer Kennzeichnungspflicht. Um die Sichtbarkeit eines E Rollers zu erhöhen, gibt es Blinker, eine Kennzeichenbeleuchtung, Frontscheinwerfer, Rücklichter, das Bremslicht, Standlicht, Fernlicht und Reflektoren.

Arten von Tretroller-Beleuchtung

Um die Sichtbarkeit eines E Rollers zu erhöhen, gibt es Blinker, eine Kennzeichenbeleuchtung, Frontscheinwerfer, Rücklichter, das Bremslicht, Standlicht, Fernlicht und Reflektoren.

  • Frontscheinwerfer: Sorgen für gute Sicht nach vorne.
  • Rücklichter: Machen den Roller von hinten sichtbar.
  • Bremslicht: Warnt andere Verkehrsteilnehmer beim Bremsen.
  • Reflektoren: Erhöhen die passive Sichtbarkeit.

Montage und Platzierung der Beleuchtung

Ist der Scheinwerfer in einer starren Frontverkleidung integriert, ist die Beleuchtung in Kurvenlage nicht optimal. Hier erweisen sich am Lenker montierte Leuchten als bessere Lösung. Denn durch diese höhere Platzierung wird gleichzeitig eine größere Reichweite und damit ein besseres Sichtverhältnis garantiert.

Das Rücklicht ist schon schwieriger zu befestigen, da nicht jeder Roller ein Schutzblech besitzt. Hier bleibt einem fast nur die Befestigung am Achsrohr. Nach der Anbringung sollte getestet werden, ob die Lampe bei den Abstoßbewegungen nicht im Wege ist.

Um die Lampe am Kickbike zu befestigen bieten Hersteller unterschiedliche Vorgehensweisen an. Wer wenig Aufwand mit der Montage bevorzugt oder die Lampe zwischendurch auch am Fahrrad nutzen möchte greift auf eine Fahrradlampe ohne Montage zurück. Diese werden einfach mittels Clip, vergleichbar mit einem Schnellspanner für Reifen, am Lenker befestigt. Hier ist lediglich der Lenkerdurchschnitt zu beachten.

Besonder praktisch ist ebenfalls, wenn die Lampe mit einem Klickverschluss aus der Halterung gelöst werden kann. Idealerweise wird die Lampe an der Gabel befestigt, so dass der Lenker frei bleibt.

Akkulaufzeit und Leuchtkraft

Die Akkudauer und damit die Leuchtzeit sind sehr unterschiedlich. Spitzenmodelle wie die Busch & Müller Ixon IQ Speed* leuchtet vorn bis zu 20 Stunden mit einer Akkuladung, während herkömmliche Akkulampen bei ca. 5 Stunden Leuchtdauer wieder voll geladen werden müssen. Diese Lampen haben natürlich ein stolzen Preis jenseits der 100 € Marke.

Praktisch sind Lampen, die einen Akku Austausch ermöglichen. Die smarten Radlampen müssen regelmäßig geladen werden. Anders als früher die Fahrt mit Dynamo wird nicht unmittelbar Energie in Licht umgewandelt. Hersteller setzen einerseits auf fest verbaute Akkus, die mittels USB ANschluss geladen werden können.

Anders als beim Rad gibt es keine gesetzlichen Vorgaben der Leuchtkraft bei der Tretroller Lampe, da die Sportgeräte als Spielzeug angesehen werden. So sollten Lampen auf eine Distanz von 10 Metern mindestens mit 10 Lux Leuchtkraft leuchten. Für gute Sicht auch im dunklen sollte man jedoch eher auf Lampen mit einer Leuchtkraft zwischen zw. 20 und 40 Lux zurückgreifen. Referenzwerte liegen bei ca. 80 Lux.

LED-Technologie

LED Lampen haben eine längere Lebensdauer als eine Energiesparlampe und sie verbrauchen weniger Energie. Früher gab es den Dynamo und ein Glühbirnchen. Danach trumpften Halogen Lampen auf die mittlerweile aber sehr starke Konkurrenz durch LED Beleuchtung erfahren haben.

Kaufempfehlungen und Marken

Grundsätzlich kann man sich beim Kauf der Tretroller Beleuchtung an Marken, Kundenbewertungen und natürlich im Fachhandel orientieren.

TOPTREK Fahrradlampe im Test

Heute testen wir eine weitere Tretroller / Fahrradlampe auf ihren Nutzen. Die Toptrek Fahrradlampe erinnert in ihrer Form ein wenig an die Lampenklassiker Busch & Müller Ixon Core und die Trelock LS Serie. Die kleine Verpackung beinhaltet eine Frontlampe, ein Rücklicht, je ein Montagekit sowie ein USB Kabel und eine Bedienungsanleitung in Beipackzettelform.

Die Halterung der Toptrek Fahrradlampe ist einfach gehalten und die Montage funktioniert werkzeuglos. Mit dem bewährten Schraubverschluss wird die Lampe am Lenker montiert. Im Lieferumfang befinden sich zwei kleine weiche Unterlegscheiben, damit beim Festziehen der Halterung der Rahmen nicht beschädigt wird. Nun wird die Lampe lediglich noch aufgesteckt bzw. eingeklickt.

Die Toptrek Fahrradbeleuchtung ist eine Lampe für Puristen. Je Lichtquelle gibt es nur einen Knopf. Das Vorderlicht lässt sich durch einmaliges Drücken aktivieren. Ein weiteres Drücken reduziert die Leuchtkraft. Wird der Knopf nochmals betätigt schaltet sich die Lampe wieder ab.

Unterschreitet der Ladestand der Front Batterie 20% leuchtet der Powerknopf rot auf und es wird Zeit, die Lampe wieder mit frischer Energie zu versorgen. Praktisch und ebenfalls angenehm sind die spritzwassergeschützten USB Anschlüsse beim Vorder- und Rücklicht. Die Leuchtdauer ist mit vier Stunden angegeben. Damit eignet sich die Lampe für kurze Strecken.

Vier Stunden sind - gemessen am Preis - ein respektabler Wert, wenngleich die hochwertigeren (und teureren) Lampen vieler Markenhersteller bereits deutlich mehr Leuchtdauer abliefern. Bis zu acht Stunden schafft die Lampe bei halber Leuchtkraft. Das was die Lampe vordergründig erledigen soll macht sie gut.

Im direkten Vergleich zur Ymiko Fahrradlampe gefällt mir der Lichtkegel. Die Reichweite und Intensität sind für meine Zwecke ausreichend. Die Leuchtintensität haben wir nicht erwartet. Die Toptrek Lampe leuchtet den Nahbereich sehr gut aus (auch wenn das Bild anderes suggeriert) und auch bis ca. Laut Herstellerbeschreibung ist die Lampe CE und ROHS zertifiziert und besitzt eine StVZO Zulassung.

Die Bedenken und Vorurteile, die ich gegen diese preiswerte Radlampe hatte wurden fürs Erste zerstreut. Für kleines Geld erhält man eine Lampe mit guter Leuchtkraft. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung betrug der Preis 29,99 €.

Beleuchtung für Kinderfahrräder

Fahrräder von Kindern und Erwachsenen unterscheiden sich grundsätzlich natürlich in der Größe, aber auch bei den verbauten Anbauteilen gibt es Unterschiede. Fahrräder für Erwachsene haben bauartbedingt mehr Platz und so können umfangreiche Lichtsysteme und anderes Fahrradzubehör einfacher verbaut werden. Dennoch bieten auch Kinderfahrräder meist ausreichend Möglichkeiten, um Beleuchtungen zu montieren. Zu differenzieren ist hier aber auch zwischen Fahrrädern für Kinder, die schon selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen und Fahrrädern für Kleinkinder, die noch auf dem Bürgersteig fahren. Diese Kleinkind-Fahrräder verfügen in der Regel über kaum Möglichkeiten weiteres Zubehör zu montieren.

Der Spruch “Lichtfahrer sind sichtbarer” klingt zwar abgedroschen, ist aber absolut richtig. Dabei spielt es in Sachen Beleuchtung aber keine Rolle, ob ein Fahrrad für Erwachsene oder Kinder ausgestattet wird. Die Straßenverkehrsordnung regelt klar und deutlich, welche Beleuchtungselemente verbaut werden müssen. Neben einem Front- und Rücklicht, müssen auch ein Front- und Rückstrahler montiert werden.

Hier macht es keinen Sinn, weiter aufzurüsten und weitere Beleuchtungen zu montieren. Bei den Reflektoren allerdings kann problemlos aufgestockt werden. Verpflichtend nach der StVZO sind jeweils zwei Reflektoren pro Rad und pro Pedal. Vor allem in den Speichen der Laufräder können allerdings weitere Reflektoren montiert werden. Bei kleinen Kindern kann eine reflektierende Fahne zusätzlich für mehr Sichtbarkeit sorgen. Auch reflektierende Streifen auf Helm und Kleidung sind empfehlenswert. Generell gilt: je mehr, desto besser!

Wer sich auch bei der Ausstattung eines Kinderfahrrades an den Angaben der StVZO orientiert macht definitiv nichts falsch. Es gibt also kein “zu viel” in Sachen Beleuchtung, ein “zu wenig” hingegen schon. Wenn Kinder, sei es allein oder unter Aufsicht, im Dunkeln unterwegs sind, sollte das Maximum an Beleuchtung verbaut werden, um die Sichtbarkeit so weit wie möglich zu erhöhen.

Je nach Größe des Kinderfahrrades und dessen Einsatzzweck sind bereits Beleuchtungen verbaut. Meist startet die Ausstattung mit Beleuchtung bei 20” Zoll Kinderfahrrädern, allerdings nur, wenn diese auch für den Straßenverkehr vorgesehen sind. Mountainbikes beispielsweise werden bewusst ohne Beleuchtung ausgeliefert, um potenzielle Defekte beim Einsatz im Wald zu vermeiden. Kleinere Kinderfahrräder als 20” Zoll verfügen meist nur über einzelne Reflektoren. Grundsätzlich gilt es hier also zu vergleichen und ein für den Einsatzzweck des Kindes passendes Fahrrad auszuwählen.

Wenn das ausgewählte Kinderfahrrad über eine Beleuchtung verfügt, sollte auch darauf geachtet werden, dass die Richtlinien der StVZO erfüllt sind. Folgende Anbauteile müssen dafür vorhanden sein: Frontscheinwerfer, Rücklicht, Front-Rückstrahler bzw. Reflektor, Heck Rückstrahler bzw. Reflektor, mindestens zwei Speichenreflektoren pro Rad, Pedalrückstrahler an der Vorder- und Rückseite.

Lange war es so, dass die Energieversorgung von einem fest verbauten Dynamo übernommen werden musste, dies hat sich allerdings geändert, sodass auch akkubetriebene Lichtsysteme erlaubt sind. Wichtig ist bei allen Beleuchtungsprodukten, dass sie über eine Zulassung vom Kraftfahrtbundesamt verfügen. Wird ein Produkt mit der Kennzeichnung “StVZO konform” verkauft, so kann man davon ausgehen, dass diese Zulassung vorhanden ist. Alle Leuchten und Reflektoren müssen vom Kraftfahrtbundesamt zugelassen sein und über eine Zulassungsnummer bzw. ein Prüfzeichen verfügen. Dieses besteht aus einer welligen Linie, dem Buchstaben K, sowie einer mehrstelligen Zahl.

Bei der Fahrradbeleuchtung wird nicht zwischen Beleuchtung für Erwachsene und Kinder unterschieden. Es eignen sich also alle Lampen und Reflektoren, die auch an Fahrrädern für Erwachsene montiert werden, sofern sie bauartbedingt verbaut werden können.

Der Preisbereich für Fahrradbeleuchtung ist sehr groß. Hochwertige Fahrradbeleuchtungen können mit mehreren hundert Euro zu Buche schlagen, gleichzeitig gibt es aber auch gute Akku-Beleuchtungen ab ca. 40 Euro zu kaufen.

LED-Beleuchtung ist deutlich langlebiger und auch die Lichtausbeute ist im Vergleich zur Halogenbeleuchtung besser. LED-Lampen lassen sich meist in der Lichtstärke einstellen, benötigen weniger Energie als Halogenstrahler. LED-Fahrradleuchten flackern zudem nicht, wie es bei Halogen Strahlern der Fall ist, wenn die Stromversorgung geringer wird. Ein kleiner Nachteil der LED-Beleuchtung im Vergleich zur Halogen Fahrradbeleuchtung ist, dass LED-Produkte teurer sind und so ein Nachrüsten kostenintensiver ist. Generell überwiegen aber zweifelsohne die Vorteile einer LED-Beleuchtung.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0