Der Maas Radweg: Eine umfassende Karte für Ihre Radtour

Der Maas-Radweg durchquert die drei Länder Frankreich, Belgien und die Niederlande. Er begleitet die Maas von der Quelle auf dem Langres-Plateau in Nordfrankreich und folgt dem Verlauf des Flusses über 1.080 Kilometer durch Belgien bis nach Hoek van Holland, wo die Maas in die niederländische Nordsee mündet. Nicht nur die abwechslungsreiche Landschaft und die idyllischen Dörfer und Städtchen, sondern auch die kulturhistorischen Schätze entlang des Weges lassen eine Radtour auf dem Maas-Radweg zu einem einmaligen Erlebnis werden.

Die Gesamtlänge des Hauptradweges beträgt 1070 Kilometer. Der Maasradweg führt unfassbare 1.000 Kilometer an der Maas entlang. Dabei verbindet der Radweg Frankreich, Belgien und die Niederlande miteinander. Legran ist der Start in Frankreich und das Ende des Maasradwegs befindet sich bei Hoek van Holland. Auch an Sedan & Verdun in Frankreich und Maastricht in der Niederlande gelangt der Radweg vorbei.

Wie wäre es mit einer Radtour durch gleich drei europäische Länder? Der Maas-Radweg bietet sich hierzu ideal an. Die gut ausgebauten Radwegstrecke führt über eine Länge von 1000 Kilometern und verbindet die Länder Niederlande, Belgien und Frankreich miteinander. Der Maas-Radweg führt - wie sollte es anders sein - an der Maas entlang. Der Beginn des Radwegs liegt im holländischen Maastricht und führt bis ins geschichtsträchtige, französische Sedan. Lauschige Dörfer, herrliche und abwechslungsreiche Landschaften begleiten den Radweg rechts und links. Es ist zum großen Teil unberührte Landschaft, die durchradelt wird. Hin und wieder stößt man auf leichte Hügel, die zu den Ausläufern der Ardennen gehören und radelt auch durch ausgedehnte Wälder.

Der Bikeline Radwanderführer

Die Radwanderbücher von Bikeline sind eine Kombination aus Tourenbeschreibung und Kartenmaterial in ordentlichen Maßstäben. Jede Seite dieser Fahrradführer ist laminiert und somit auch bei Regen benutzbar. Für viele Fernradwege wie z.B. Via Claudia Augusta, Via Rhona, den Loire Radweg oder den Eurovelo 6 sind die Bikeline-Bücher der perfekte Begleiter. Ein Höhenprofil für den gesamten Radweg findet man am Anfang des Buches und genauere Höhenprofile nochmal zu jeder Etappe.

Der Führer ist wetter- und reißfest und enthält GPS-Tracks. Die Karten sind im Maßstab 1:75.000 enthalten. Spiralbindung, Ortspläne und Höhenprofile erleichtern die Planung und die Einschätzung der Strecke.

Details zum Radwanderführer:

  • Kategorie: Radtourenbücher
  • Sprache: Deutsch
  • Maßstab: 1:75.000
  • Umfang: 180 Seiten
  • Auflage: 2. Auflage, Sommer 2023

Die Route entlang der Maas

Die Maas entspringt in Frankreich, im Département "Haute-Marne" nördlich des Kurortes "Bourbonne-les-Bains", in dem kleinen Städtchen Pouilly-en-Bassigny. Der Radwanderweg hat den Namen "La Meuse à Vélo", bzw. "Maasfietroute" bekommen, in OCM hat er die Nummer V54. So wird die Maasroute zukünftig in den Niederlanden beschildert.

Durch Verbindungen über die Radroute "Canal de la Marne Au Rhin" zum Marne-Radweg (V53) eignet er sich hervorragend, um vom Norden (Belgien) nach Paris oder auch über Saône und Rhône in den Süden Frankreichs bis zum Mittelmeer zu gelangen.

Der Französische Teil der Route

Im französischen Teil wird man immer wieder mit der Geschichte konfrontiert: Viele Mahnmale, Gedenkstellen sowie kleinere und größere Kriegsgräberfelder erinnern an die schrecklichen Schlachten im Krieg 1870/71 sowie im 1. und 2. Weltkrieg. Der Radweg ist zumindest ab St. Mihiel gut ausgeschildert. Er führt im wesentlichen auf verkehrsarmen Nebenstrecken, man sieht aber hier und da Baustellen, als wäre es geplant, ihn später direkt neben dem Fluß auf zu Radwegen umgebauten Wirtschaftswegen zu führen.

Die Anreise kann per Zug (Endbahnhof Culmont-Chalindrey bei Langres, der Rest der Strecke per Bus, wegen Radmitnahme bitte bei der SNCF erkundigen) oder per Rad erfolgen. Man radelt auf der VR50 Charles le Téméraire bis nach Corre, und legt dann die restlichen ca 30 km möglichst auf den kleinen Nebenstraßen südlich der stark befahrenen D 417 zurück.

Will man den französischen Teil der Route von Norden nach Süden befahren, ist Charleville-Mézières wegen seiner guten Eisenbahnanbindung (Regionalzüge mit Fahrradabteilen) als Ausgangspunkt sehr gut geeignet. Die Streckenbeschreibung betrifft im Moment die Abschnitte von Bourbonne-lès-Bains bis Vaucouleurs und von St.

Startpunkt Bourbonne-lès-Bains

Aber der Einfachheit halber beginnt die Wegbeschreibung in Bourbonne-lès-Bains, einem kleinen Kurort (Arthrose, Atemwege). Wir starten vor dem Campingplatz (Camping Montmorency) und verlassen den Ort auf der D 139. Gleich an der nächsten Kreuzung geht es schräg links auf die D 139 A ab. Die Straße ist wenig befahren und führt durch Wald und Weideland einen kleinen Bach entlang. Es geht sanft aufwärts.

Gleich zu Beginn des kleinen Ortes gelangt man auf einen großen Platz, von dem 4 Straßen abzweigen. An der Quelle selbst gibt es einen kleinen Gemüsegarten für Selbstpflücker. Jetzt in das Dorf zurückfahren und an dem großen Platz die zweite Straße links nehmen. Über Maulain und Lécourt weiter der D 179 folgen. Im Ort rechts halten und nach Verlassen des Dorfes unter der Autobahn durchfahren.

Wer an der nächsten Kreuzung links abbiegt, gelangt nach Montigny-le-Roi, wo es einen Campingplatz gibt. An dieser Kreuzung rechts abbiegen und auf der D 132 über Lénizeul und Bassoncourt fahren. Direkt neben diesem Ort, aber nicht auf der Radstrecke liegt das Örtchen Choiseul, in dem es einen Campingplatz gibt. In Bassoncourt rechts halten. Durch mehrere kleine Dörfchen kommend folgt man grob dem Maas-Tal, meistens rechts des Flußes leicht am Hang.

Mitten in Goncourt verläßt die Strecke das Maastal und biegt nach rechts auf die D 148 ab, es geht über einen kleinen Hügel. Man durchquert Sommerécourt und biegt dann nach links auf die D 1 ab. Pompierre besteht nur aus ein paar Häuschen, hat aber eine sehr schöne kleine Basilika. Eine Besichtigung lohnt sich. Die Strecke verläßt die D 1 Richtung Circourt-sur-Mouzon, wer aber etwas für alte, geschichtliche Bauten übrig hat, fährt auf der D 1 weiter den Berg hinauf. Auf der D 1 wieder zurück zur Basilika fahren und der Beschilderung folgen.

Neufchâteau und Umgebung

Neufchâteau ist ein größeres Städtchen mit reichlich Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. Es gibt auch einen Campingplatz, der ist vom Radwanderweg ausgeschildert. Ab hier befinden wir uns in einer sehr geschichtsträchtigen Gegend Frankreichs, denn wir sind in unnmittelbarer Nähe des Geburtsortes von Jeanne d'Arc.

Den Schildern folgen, über ein kleines Vorstädtchen geht es aus Neufchâteau heraus, bald führt der Weg auch auf eine stillgelegten Bahnstrecke. Die Strecke führt nur kurz in den Ort, verläßt ihn dann nach links und schwingt sich zu der Basilique du Bois Chênu auf. Das besondere an ihr ist, daß sich die Krypta im Erdgeschoß (also nicht unter der Erde), die eigentliche Kirche aber im ersten Stock befindet, zu der man über eine große Wendeltreppe gelangt. Dann rechts abbiegen, in Maxey sur Meuse links halten, jetzt geht es bergauf.

Übernachtungsmöglichkeiten sind hier eher selten, es empfiehlt sich in Champougny die Radstrecke nach links abbiegend zu verlassen und nach Maxey-sur-Vaise zu radeln, wo es einen Gîte / Chambre d'Hôte gibt, der auch gerne Radwanderer aufnimmt (Danielle Noisette, 27 Grande Rue, 55140 Maxey). Der Beschilderung weiter folgen, es geht weiter auf halber Höhe am Hang rechts vom Maastal weiter. Zu Beginn des kleinen Ortes, das doch einiges an Geschäften vorzuweisen hat, fährt man über einen Kreisverkehr, den man gleich an der ersten Ausfahrt wieder verläßt. Die Strecke folgt der Hauptstraße auf einem abgetrennten Radweg. Am nächsten Kreisverkehr wieder gleich rechts abfahren, eine lange Ausfallstraße führt aus dem Ort hinaus. Es geht durch Ugny-sur-Meuse und dann Saint Germain-sur-Meuse.

Weitere Streckenabschnitte

In der Schleife, die der Radweg abkürzt, liegt der Ort Pagny-sur-Meuse. Hier mündete früher der heutige Oberlauf der Mosel von Toul her kommend in die Maas. Durch dieses alte Tal führt heute der Rhein-Marne Kanal, der kurz vor Void-Vacon die Maas quert. Nördlich von Commercy, in Mécrin, gibt es einen weitere Verbindung Richtung Bar-le-Duc und die Marne, die besonders, wenn man von Norden kommt, interessant ist und keine großen Steigungen enthält: Über die D12A nach Sampigny, dort nach Süden auf der D964 bis kurz hinter den Ort, dann auf die D136A nach Westen und weiter parallel zur Bahnlinie auf der D136 über Willeroncourt bis nach Nançois-sur-Ornain.

In Verdun lebt die Geschichte an eine der furchtbarsten Vernichtungsschlachten der Menschheit. Diese fand nahe der Stadt im ersten Weltkrieg statt. Zwischen Dun-sur-Meuse und Mouzon läuft die ausgeschilderte Route lange Zeit an der linken Uferseite entlang. Die Strecke führt über D- oder C-Straßen. Leider sammelt man hier viele Höhenmeter. Vor Mouzon bleibt der Weg laut Ausschilderung auf der linken Flußseite. Der GPS-Track der offiziellen Homepage zeigt den weiteren Weg auf einem Treidelpfad auf der rechten Seite. Dieser Treidelpfad endet nach einem Kilometer im Nichts und ist nicht nutzbar! Folgt man der Ausschilderung, wird man über die D4 bis Remilly geführt.

Charleville ist eine sehenswerte Planstadt aus dem 17. Jahrhundert. Fast alle Straßen sind rechtwinklig angelegt. Weiter geht es auf dem Treidelpfad, abwechselnd rechts und links der Maas. Das Tal wird enger und der Fluß schlängelt sich durchs Schiefergebirge. In Rivet folgt der Radweg dem Schleusenkanal durch einen Schiffstunnel.

Kurz vor Givet endet der Radweg auf dem Treidelpfad. Die Route schneidet eine Flussbiegung über den Berg ab. Es geht steil bergauf. Oben fällt der Blick auf zwei Kühltürme eines Atomkraftwerkes unten im Tal. Vor dem Dorf Chooz geht es wieder herunter. Achtung: am Dorfeingang liegt eine hohe und fast unsichbare Steinschwelle quer über der Straße. Die weitere Strecke ist in Givet nicht beschildert. Es geht am linken Ufer Richtung Bahnhof, dann zum Campingplatz und hinter einer stillgelegten Windmühle schräg rechts in die Sackgasse. Mit dem Rad kommt man durch. Es geht kurz und steil bergauf und man steht am ehemaligen Bahnhof Agimont. Das ist schon in Belgien. Hier rechts ab auf den Bahntrassenradweg.

Belgien

In Waulsort wechselt man über das Schleusentor (!) auf die andere Uferseite. Kurz vor Dinant genau so wieder zurück. Die Einfahrt nach Dinant ist eng und uneben. Dinant ist eine sehenswerte Kleinstadt. Besonders hübsch ist die Kirche mit ihrem Bollenturm. In Dinant ist Adolphe Sax geboren, der Erfinder des Saxophons. Die Erinnerung an ihm wird gepflegt. Eine andere Erinnerung wird auch gepflegt: im August 1914 haben deutsche Soldaten den Ort niedergebrannt und 675 Einwohner wegen des Verdachts des Freischärlertums füsiliert.

Im Dinant geht es wieder ans linke Flußufer. Namur ist die Hauptstadt der Wallonie und hat mehr als 100000 Einwohner. Das Stadtzentrum und die darüber liegenden Festungsanlagen sind sehenswert. Die Route wechselt ans rechte Flußufer. Auf den nächsten Kilometern passiert der Weg zahllose Hafenanlagen. Davon sind noch viele in Betrieb. Sicherheitsbestimmungen nach deutschen Vorstellungen gelten hier nicht.

Nächster größerer Ort ist Huy nach etwa 30 km. Direkt am Ortseingang lohnt der Besuch der gotischen Stiftskirche. Direkt hinter Huy führt der Radweg direkt am berühmt-berüchtigten Kernkraftwerk Tihange vorbei. Im Ort Ombrai endet der Ravel am Maasufer. Die nächste Maasschleife wird lt. Ausschilderung über den Berg abgekürzt. Es geht gut 100 hm mit bis zu 6 Prozent bergauf und wieder herunter. Der motorisierte Durchgangsverkehr bleibt im Tal.

Sobald der Radweg die Maas wieder erreicht, fährt man bis Lüttich praktisch ununterbrochen durch ein großes Industriegebiet. Es staubt und lärmt gelegentlich stark, der LKW-Verkehr nimmt zu. Wo nicht mehr gearbeitet wird, finden sich Industrieanlagen und Siedlungen in allen Zerfallszuständen. Besonders Seraing fällt hier auf. Ganze Straßen wirken entvölkert. In Seraing wird die Maas überquert. Die Straßenqualität ist wechselhaft. Kurz vor Lüttich wechselt der Radweg in Angleur wieder an das rechte Maasufer. Die Brückenrampe hat eine enge Kehre, Absteigen ist je nach Geschick und Fahrrad sinnvoll. Direkt vor Lüttich muss noch der Ourthekanal und die Ourthe überquert werden. Dazu wird der Radweg einige hundert Meter ins Landesinnere geschickt.

Hinweise und Tipps

Die Wege und Straßen werden in Haupt-, Neben- und Sonstige Radrouten unterteilt, und dann weiter Radwegen und Radrouten zugewiesen und je nach Belag unterschiedlich dargestellt (aspahltiert, nicht asphaltiert, schlecht befahrbar, straßenbegleitend / Radfahrstreifen, verkehrsreich, Kopfsteinpflaster, Einbahnführung, Tunnel, Mountainbikerouten). Steigungen werden in 2 Kategorien, leich bis mittel und starke Steigung eingeteilt, Entfernungen zwischen verschienden Punkten werden angegeben. Werkstätten und Fahrradvermietungen, sowie Infotafeln und E-Bike-Ladestationen werden verzeichnet.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0