Was gibt es Schöneres, als die Metropole München hinter sich zu lassen und mit der Familie hinaus ins Grüne zu radeln? Der Mangfallradweg ist eine herrliche Fahrradtour für die ganze Familie.
Die Route führt von der Landeshauptstadt München aus der Stadt heraus ins malerische Rosenheim. Dabei liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf dem Weg, wie historische Bauten, Museen oder Kirchen.
Der Mangfallradweg ist eine landschaftlich sehr reizvolle Route, die von München nach Rosenheim führt. Schon im Stadtgebiet von München berührt man die großen Verkehrsadern nur kurz. Richtig schön wird die Tour ab Dürrnhaar. Von hier bringt einen der Radweg vorbei an Wiesen und Wäldern hinunter ins Mangfalltal. Dort folgt man schließlich dem Ufer den kleinen Flusses bis nach Rosenheim.
Der Ostbahnhof in München markiert den Start. Vom Ostbahnhof in München hält man sich zunächst Richtung Neuperlach und Aying und folgt der reichlich vorhandenen Ausschilderung. Mit den S-Bahn-Linien S1 bis S8 oder mit der Bahn zum Ostbahnhof in München. Vom Endpunkt in Rosenheim mit der Bahn zurück nach München (Fahrplan und Buchung).
Wir verlassen den Ostbahnhof in München über den Ausgang Friedenstraße. Nach der Treppe des Aufgangs behalten wir die Grundrichtung bei, fahren am Burger King vorbei und biegen bei der nächsten Gelegenheit links in die Grafinger Straße ab, der wir bis zum Innsbrucker Ring folgen. Wir überqueren den Innsbrucker Ring, wenden uns nach rechts und biegen links in einen Park ein (Wegweiser "Neuperlach").
Wir folgen den Wegweisern Richtung Neuperlach durch den Park und im Anschluss der Bad-Kreuther-Straße bis zur St.-Michael-Straße. Dort biegen wir rechts ab, überqueren die Heinrich-Wieland-Straße und wenden uns nach links. Wir folgen der Heinrich-Wieland-Straße ein kurzes Stück und biegen dann rechts in den Ostpark ein. Im Ostpark folgen wir den Wegweisern Richtung Aying. Nach dem Park folgen wir über den Adolf-Baeyer-Damm dem Hachinger Bach. Im Anschluss erreichen wir die Ständlerstraße, die wir überqueren. Schließlich mündet der Fahrweg in die Holzwiesenstraße. Hier biegen wir rechts ab und erreichen kurz darauf Perlach.
Wir fahren geradeaus durch Perlach hindurch und folgen der Neubiberger Straße, bis nach links die Wolframstraße wegführt. Hier biegen wir links ab, fahren durch einen Park und gelangen zur Rudolf-Zorn-Straße, in die wir nach links einbiegen. Kurz darauf gelangen wir zur Therese-Giehse-Allee und biegen rechts ab. Wir fahren durch Neuperlach hindurch und erreichen die Carl-Wery-Straße. An der Kreuzung wenden wir uns nach rechts und verlassen München.
Wir fahren immer geradeaus und treffen auf Höhe Neubiberg auf eine Kreuzung. Linker Hand zweigt die Hauptstraße nach Neubiberg ab. Hier lassen wir die Hauptstraße links liegen und geht es geradeaus über die Kreuzung drüber. Über einen Radweg erreichen wir die Rosenheimer Landstraße in Ottobrunn. Wir folgen der Rosenheimer Landstraße immer geradeaus durch Ottobrunn hindurch. Schließlich verlassen wir Ottobrunn, unterqueren die A99 und durchfahren Neukirchstockach. Nach Neukirchstockach geht es noch ein Stück über den Radweg entlang der Rosenheimer Landstraße.
Nach einem Gefälle biegen wir links ab, unterqueren die Rosenheimer Landstraße und erreichen Höhenkirchen. Über die Vorfahrtsstraße (Münchner Str. und Rosenheimer Str.) fahren wir durch Höhenkirchen hindurch, verlassen schließlich den Ort und folgen dem Radweg entlang der Bahngleise nach Dürrnhaar. Nach dem Ortsschild von Dürrnhaar biegen wir bei der ersten Gelegenheit links in den Brunnweg und gleich wieder rechts in den Bichlweg ein. Nach dem Bahnhof überqueren wir linkshaltend die Gleise und biegen nach dem Bahnübergang gleich wieder rechts ab. Ein Schotterwerg bringt uns aus Dürrnhaar hinaus. Wir fahren durch ein Waldstück und erreichen nach dem Wald einen Sportplatz.
Vor dem Sportplatz biegen wir links ab und fahren bis zum Ende des Weges. Dort wenden wir uns nach rechts und erreichen Aying. In Aying biegen wir bei der nächsten Gelegenheit links in die Untere Dorfstraße und dann rechts in die Bräugasse ein. Kurz darauf stehen wir am Ayinger Bräustüberl. Nach dem Bräustüberl überqueren wir die Münchner Straße und folgen der Oberen Dorfstraße, bis wir auf die Kaltenbrunner Straße treffen. Nun biegen wir links ab und radeln über eine längere Steigung aus Aying hinaus. Wir gelangen in ein Waldstück und zu einer Querstraße. Wir wenden uns nach links ab und fahren nach Kaltenbrunn.
In Kaltenbrunn biegen wir rechts ab und fahren Richtung Göggenhofen. Nach einer längeren Geraden treffen wir wiederum auf eine Querstraße. Hier geht es nach rechts und bei der nächsten Gelegenheit nach links. Wir fahren nach Großhelfendorf und biegen am Ortsschild links ab. Über einen Feldweg passieren wir den Kindergarten und gelangen zu einer Querstraße. Hier überqueren wir die Straße und fahren über einen Feldweg direkt auf die bereits sichtbaren Kirchen von Kleinhelfendorf zu. Sobald wir den Ort erreichen, halten wir uns links und bei der nächsten Gelegenheit rechts. Nun stehen wir vor der imposanten Barrockkirche St. Emmeram.
Nach der Kirche folgen wir der Hauptstraße ein kurzes Stück nach links und biegen bei der nächsten Gelegenheit rechts in einen schmalen Fahrweg ein. Bei der nächsten Weggabelung halten wir uns wiederum rechts. Durch ein Waldstück radeln wir bis nach Blindham. In Blindham fahren wir immer geradeaus, passieren den Bergtierpark, überqueren zwei Landstraßen und erreichen Aschbach. In Aschbach geht es bei der ersten Möglichkeit rechts. Nun kommen wir in den Genuss einer ersten Abfahrt: Von Aschbach radeln wir durch Altenburg und Oberreit bis zu einer Verzweigung nahe der Landstraße. Hier wenden wir uns rechts und fahren in einer rasanten Abfahrt hinunter ins Mangfalltal bis nach Westerham.
Nun halten wir uns immer geradeaus und treffen auf die Hauptstraße, die Feldkirchen und Westerham verbindet. Hier fahren wir geradeaus drüber und biegen nach den Tennisplätzen rechts ab und bei der nächsten Gelegenheit vor dem Bahndamm wieder links. Entlang der Gleise radeln wir bis nach Feldolling. In Feldolling unterqueren wir die Gleise, überqueren die Hauptstraße und wenden uns im Anschluss nach rechts. Der Hauptstraße folgen wir südwärts und biegen noch vor der Mangfallbrücke links in die Breitensteinstraße ein. Schon kurz darauf treffen wir erstmals auf die Mangfall, der wir nun folgen. Wir radeln zwischen Bahndamm und Mangfall ostwärts und gelangen in Bruckmühl zu einer Querstraße. Dieser folgen wir kurz nach rechts und biegen vor der Mangfallbrücke wieder links ab.
Auf Höhe von Heufeld treffen wir wieder auf eine Querstraße (Heufelder Straße). Hier überqueren wir nach rechts die Mangfall und biegen nach der Brücke gleich wieder links ab. Am rechter Ufer bleibend passieren wir Bad Aibling und erreichen Kolbermoor. In Kolbermoor wechseln wir bei der Ludwigstraße nochmals das Mangfallufer, fahren ein Stück nordwärts und biegen wieder rechts ab. Nun folgen wir dem Mangfallkanal bis nach Rosenheim. Sobald wir auf die Kreuzung Hochgernstraße/Oberwöhrstraße treffen, ist der Weg zum Bahnhof erstmals angeschrieben. Wir biegen links ab und folgen der Hochgernstraße bis zu einer großen Kreuzung. Hier fahren wir geradeaus weiter in die Münchener Straße und überqueren die Gleise. Nach einer Rechtskurve erreichen wir schließlich unser Ziel, den Bahnhof in Rosenheim. Vor der Heimfahrt sollte man noch der sehenswerten Altstadt einen Besuch abstatten. Dort finden sich auch zahlreiche Möglichkeiten, die verbrauchten Kalorien wieder aufzutanken.
Ab Feldkirchen-Westerham geht's entlang der Mangfall, die dem Tegernsee entspringt. In Rosenheim endet die Mangfall dann in den Inn. Der Mangfallradweg führt in Feldkirchen-Westerham trifft der Radler auf den Fluss Mangfall, der dem Tegernsee entspringt und hier eine Kehre macht. Weiter geht´s entlang der Mangfall oder auf flussnahen Wegen auf ebener Strecke über Kolbermoor nach Rosenheim. Die Mangfall ist ein Abfluss des Tegernsees und mündet in Rosenheim in den Inn. Die 58 km lange Mangfall verläuft von West nach Ost in der Region. Der erste Ort an der Mangfall im Chiemsee-Alpenland ist Feldkirchen-Westerham, dann Bruckmühl, anschließend passiert sie die Städte Kolbermoor und Bad Aibling und mündet in Rosenheim am Manpfallpark mit Innspitz in den Inn. Anders als andere Flüsse entspringt sie keiner Quelle, sondern ist ein Abfluss des Tegernsees im Landkreis Miesbach.
Der Mangfallradweg folgt dem Flussufer vom Tegernsee bis nach Rosenheim. Der Mangfall-Radweg verbindet München mit Rosenheim. Er führt auf straßenbegleitenden Radwegen aus der Stadt heraus über Aying, Bruckmühl und Bad Aibling nach Rosenheim. Diese Tour führt zu Füssen des Wendelsteins zwischen Tegernsee und Inn durch eine der schönsten bayerischen Urlaubslandschaften.
Die Tour führt zum größten Teil über asphaltierte Radwege und verkehrsarme Straßen. Ab Feldkirchen-Westerham radelt man entlang des Flusses Mangfall, meist auf Schotterwegen. Zwischen Dürrnhaar und Aying sowie entlang der Mangfall geht es hauptsächlich über Schotterwege. Sehr gut beschilderte und leicht zu findende Route.
Der Mangfallradweg ist insgesamt rund 60 Kilometer lang. Ungefähr auf halber Strecke passiert man mit dem Ayinger Bräustüberl eine beliebte Einkehrmöglichkeit mit schattigem Biergarten. 60,3 km lange Radtour, die meist über asphaltierte Radwege und verkehrsarme Straßen führt.
Insgesamt gibt es nur wenige Passagen mit kurzen Steigungen, ab Aschbach geht es sogar nur noch bergab. Auf der Strecke gibt es nur kurze Steigungen zu meistern und ab Aschbach geht es nur noch bergab. Der Mangfallradweg ist deswegen auch für weniger trainierte Radfahrer oder für Familien mit Kindern geeignet. Der Mangfall-Radweg eignet sich sehr gut für Kinder, da er meist auf ebener Strecke verläuft. Ab Feldkirchen-Westerham führt die Route immer in Flussnähe entlang.
Sehenswürdigkeiten entlang des Mangfall Radwegs
Neben der wunderschön renaturierten Mangfall mit Blumenböschungen und Raststellen geht es weiter nach Kolbermoor. Das Spinnerei-Industriedenkmal in Kolbermoor liegt direkt am Mangfallradweg und ist eine einzigartige Erinnerung an die Industrialisierung in Kolbermoor. Auf relativ ebener Strecke erreicht man Rosenheim und die Innmündung auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände und entspannt sich in den vielen Cafés der ehemaligen Salzhandelsstadt (Sehenswürdigkeiten: Lokschuppen, Altstadt, Holztechnisches Museum, Innmuseum, Riedergarten, Städtische Galerie).
- München: Viktualienmarkt, Frauenkirche, Alter Peter, Schloss Nymphenburg, Amalienburg, Englischer Garten
- Aying: Bergtierpark Blindham, höchster Maibaum Europas
- Bruckmühl: Streichelzoo mit Schafen, Ziegen und Pferden, Alter Industriestandort
- Bad Aibling: Marktschreiberhaus, St.
Weitere Attraktionen entlang des Weges
- In Feldolling fällt ein turmartiges "Wasserschloss" mit riesigen Röhren und mehreren Stauseen auf, das Stromkraftwerk Vagen.
- In Vagen selbst lohnt sich das schön gestaltete Dorfbild und der Besuch der Barockkirche Maria Himmelfahrt.
- Die Wallfahrtskirche Weihenlinden mit hervorragenden Stukkaturen und das Tier- und Naturkundemuseum sowie das Salus Auwald-Biotop sind in Bruckmühl eine Attraktion.
- Auf der weiteren Strecke laden der Bergtierpark Blindham die kleinen Gäste zum Spielen ein.
- Das Schloss Maxlrain mit Brauereibiergarten und die Kurstadt Bad Aibling mit historischen Bauten und künstlerischen Lüftlmalereien begeistern das Auge.
Nach 30 Kilometer, also genau auf der Hälfte des Mangfallradweges, liegt Kleinhelfendorf. Im Gasthaus Oswald können die Radler hier eine wohlverdiente Pause einlegen. Unter den Linden im Biergarten lässt sich genügend Kraft für die restliche Radtour sammeln. Eine Radler-Maß oder ein erfrischender Spezi, dazu eine bayerische Brotzeit, das Gasthaus ist nicht nur kulinarisch eine lohnender Zwischenhalt. Auch kulturell hat Kleinhelfendorf einiges zu bieten, zum Beispiel die historische St. Nach der Stärkung im Gasthaus Oswald geht es weiter am Bergtierpark (ein Ausflugstipp für die ganze Familie) den Aschbacher Berg hinunter über Feldolling nach Vagen. Das Schloß Vagen ist deutschlandweit bekannt durch die Telenovela “Sturm der Liebe”. Weiter geht es nach Weihenlinden, Bruckmühl und Bad Aibling. Die Kurstadt beeindruckt mit ihren historischen Bauten und künstlerischen Lüftlmalereien. An der Mangfall entlang liegt Kolbermoor als nächster Punkt auf der Tour. Vorbei an der historischen Spinnerei, eine einzigartige Erinnerung an die Industrialisierung Bayerns, erreicht man auf relativ ebener Strecke das Ziel Rosenheim. Am Innspitz fließt die Mangfall in den Inn. Die historische Altstadt Rosenheims mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie dem Lokschuppen, dem Riedergarten oder der Städtischen Galerie, markiert den Schlusspunkt des Mangfallradweges.
Einkehrmöglichkeiten
- Gasthof Alter Wirt, Rosenheimer Str. 08102/779356. Geöffnet von 10 bis 24 Uhr, Montag Ruhetag.
- Ayinger Bräustüberl, Münchener Str. 08095/1345. Täglich geöffnet von 10 bis 24 Uhr.
- Kastanienhof, Bahnhofstr. 08095/9299. Di. - So.
Die Mangfall
Schon im Mittelalter wurde die Mangfall für industrielle Nutzung und Wasserkraft verbaut. In Rosenheim wurde 1810 eine Saline errichtet, die die Sole aus Bad Reichenhall sieden sollte. Zahlreiche Ausleitungen wurden zwischen Tegernsee und Rosenheim gebaut, wie zum Beispiel der teilweise künstlich angelegte Kanal, Triftbach, kurz vor Bruckmühl. Auch in Kolbermoor existiert ein Mangfallkanal, der zwei Kraftwerke in Kolbermoor und eins in Rosenheim antreibt. Die Kombination aus Bahnanschluss und Wasserkraft führte dazu, dass in Kolbermoor 1861 die Baumwollspinnerei und Arbeiterwohnhäuser in Kolbermoor erbaut wurden. Für den Bau musste damals ein Teil der Mangfall zwischen Bad Aibling und Kolbermoor begradigt werden und der Mangfall- oder Werkskanal wurde gebaut. Die Spinnerei wurde im Jahre 1863 in Betrieb genommen.
Die Mangfall durchfließt mehrere Landschaftsschutzgebiete, wie auch das Mangfalltal, welches als schützenswertes Flora-Fauna-Habitat-Gebiet in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim ausgewiesen wurde. Zu der Flora gehören Schlucht-, Au- und Buchenwälder sowie Niedermoore. An der Mangfall sorgen gut ausgebaute Radwege für eine angenehme Fahrt entlang des Flusses. Beispielsweise der Mangfallradweg, der auch etappenweise erfahren werden kann oder der Sempt-Mangfall-Radweg als Alternative. Die Umgebung an der Mangfall eignet sich auch wunderbar zum Spazieren, Picknicken oder einfach zum Entspannen.
Für diese Tour ist größtenteils ein Tourenrad ausreichend, an einigen Passagen im ursprünglichen Mangfalltal tut man sich mit einem MTB aber leichter. Die Mangfall ist der Abfluss vom Tegernsee. Bis Feldkirchen-Westerham hat sie einen natürlichen Verlauf, danach bis zur Mündung in den Inn in Rosenheim ist sie begradigt und in eine Art Korsett gezwängt. In den letzten Jahren wurde zwischen Bruckmühl und Rosenheim mit Renaturierungsmaßnahmen begonnen.
Unser heutiges Ziel ist der ursprüngliche Teil des Flusses, dafür müssen wir aber erst bis Westerham mit dem unnatürlichen Teil Vorlieb nehmen, wobei das längst nicht so öde ist, wie es sich vielleicht anhört. Der Mangfallweg bis Westerham ist eine beliebte Radroute und durchaus sehr reizvoll. Wir fahren über Kolbermoor und Bad Aibling immer dem Mangfall-Radweg folgend bis Bruckmühl. Hier überqueren wir den Fluss, der ab jetzt rechts von uns ist und kommen nach einigen Kilometern zu den riesigen unteren Speicherbecken des Leitzachtal-Kraftwerkes. Hier wird Strom auf umweltfreundliche Art mit Wasserkraft gewonnen. Auf der Metallbrücke radeln wir wieder über die Mangfall und dann nach Feldolling.
An der Hauptstraße überqueren wir erneut die Mangfall und wählen zwar nicht den kürzesten, aber sicherlich sehr reizvollen Weg durch die Wiesen nach Westerham. Jetzt ist es nicht mehr weit, bis die Mangfall ursprünglicher wird. Schon in Westerham sehen wir einen anderen Fluss als noch einige Kilometer vorher. Ab Niederaltenburg kann man der Mangfall nicht mehr ohne weiteres folgen. Der Weg teilt sich, rechts geht es mit 17% hinauf nach Altenburg, auf der anderen Seite nicht minder steil nach Kleinhöhenkirchen. von dort wieder zurück ins Mangfalltal bei Grubmühle. Ab dem Mangfallknie bei Grub schließt sich ein breiter, wenn auch mit kräftigen Steigungen durchzogener Abschnitt bis Hohendilching an.
Bis an den westlichsten Zipfel des Taubenberges steigt das Gelände kaum merklich weiter leicht an. Jetzt fahren wir auf dem Münchner Wasserweg südlich um den Berg. Aufgrund der strengen wasserwirtschaftlichen Vorschriften entfalten die Wiesen gerade im Frühjahr ihre ganze Blütenpracht. Über Gotzing und Thalham erreichen wir bald Reichersdorf nahe dem Seehamer See. Wir bleiben auf der rechten Seeseite, der See ist leider kaum zu sehen, und rauschen in zügiger Abfahrt ins Leitzachtal hinab. 100 Höhenmeter sind es nun zum Irschenberg, danach ist das Bergprogramm beendet, und eine lange Abfahrt nach Dettendorf wartet auf uns.
Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Die Tourführung und auch die Einkehr kann bei Terminierung von dieser Beschreibung hier abweichen (z.B. Tour in umgekehrte Richtung oder andere Wege). Ausgangspunkt der Tour ist der Wanderparkplatz bei Gmund Gasse. Von hier fahren wir in den Ortskern von Gmund und biegen an der großen Kreuzung nach rechts ab in Richtung Louisenthal. In Gmund entspringt die Mangfall als Abfluss des Tegernsees. Nach ihrem 58 km langen Weg durch Oberbayern mündet sie schließlich bei Rosenheim in den Inn.
Wir überqueren das Gewässer auf einer Brücke und radeln teils Wald an einer Mühle, der Papierfabrik und der Kläranlage vorbei. Schon seit dem Mittelalter wurde die Wasserkraft der Mangfall genutzt und der Fluss zu diesem Zweck stark verbaut. Zahlreiche Ausleitungen wurden zur Nutzung als Holztrift durch die Firmen, die sich am Ufer ansiedelten, errichtet. Wir ignorieren auf unserem Weg durch das Tal die Abzweige nach rechts und fahren am Waldrand entlang und einmal mehr auf einer Brücke über die Mangfall bis unser Weg auf die Bundesstraße zwischen Bad Tölz und Miesbach trifft. Auf dieser radeln wir ein Stück nach rechts um in Müller am Baum wiederum nach links abzweigen und weiter entlang der Mangfall, zuerst auf Teer, später auf Schotter immer flussabwärts zu fahren.
Wir gelangen zu einem kleinen Abzweig nach rechts (Radweg Holzkirchen Bayrischzell) und queren die Schlierach, die etwas weiter flussabwärts in die Mangfall mündet. Auch die Bahnlinie überqueren wir, halten uns umgehend wieder nach rechts und befinden uns wieder auf dem Rückweg. Nun geht es entlang der Bahnlinie weiter. Nach kurzer Zeit passieren wir das Schloß Wallenburg, das linker Hand auf einem Vorsprung über dem Schlierachtal thront. Flussaufwärts fahren wir entlang der Schlierach nach Miesbach und immer auf dem Radweg Holzkirchen Bayrischzell. Bei Agatharied fließen der Fehnbach und der Tiefenbach in die Schlierach. Wir halten uns rechts und sehen nur einige Meter weiter die spätgotische, aus dem 15. Jh. stammende Kirche von Agatharied. Weiter es geht weiter entlang der Bahngleise. In Hausham folgen wir zuerst rechts der Straße nach Tegernsee, bis von dieser der Bodensee-Königssee-Radweg abzweigt, dem wir auf der Nagelbachstraße nach links folgen. An den Hängen von Gindlalm und Neureuth erreichen wir in ständigem Auf und Ab Ostin.
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