Der Markt für Rennrad-Laufräder ist ungeheuer vielfältig. Mit etlichen Innovationen rund ums Laufrad hat sich Mavic einen festen Stand im Rennrad-Markt erarbeitet.
Wichtige Aspekte bei der Wahl von Laufrädern
Zu den wichtigsten Fragen, die sich Radsportlerinnen und Radsportler stellen, gehören die Unterschiede zwischen den gängigen Materialien, insbesondere Carbon und Aluminium, die geeigneten Laufradgrössen für verschiedene Disziplinen, die Auswirkungen auf Performance und Handling, Langlebigkeit, Gewicht, Kosten und die besten Wartungstipps.
Materialien: Carbon vs. Aluminium
Laufräder aus Carbon sind bekannt für ihr geringes Gewicht, ihre Steifigkeit und ihre Aero-Effizienz, die für eine schnelle Beschleunigung und ideale Klettereigenschaften sorgen. Aluminium hingegen zeichnet sich durch Langlebigkeit, geringere Kosten und hohe Zuverlässigkeit aus.
Laufradgröße
Die Laufradgrösse hat einen direkten Einfluss auf das Handling, die Beschleunigung und den Fahrkomfort. Herkömmliche Rennräder haben in der Regel 700c-Laufräder, während MTBs mit 26“-, 27,5“- oder 29“-Laufrädern ausgestattet sind.
Mavic Ksyrium 125: Ein Jubiläumsmodell im Fokus
Zum Firmenjubiläum gibt es eine limitierte Auflage von Laufrädern. Dieses Jahr feiert das französische Unternehmen einen runden Geburtstag: 125 Jahre sind seit Gründung vergangen. Gefeiert wird dies unter anderem mit einem limitierten Top-Modell des Systemlaufradsatzes aus der Ksyrium-Reihe.
Technische Details und Performance
Innovatives neues Merkmal ist die komplett überarbeitete Alu-Felge. Die bisher sehr kantige Form mit gefrästen Aussparungen weicht einem aufwendig dreidimensional überfrästen, rundlichen Profil, das nicht nur leichter ist, sondern auch eine deutlich bessere Aerodynamik bieten dürfte. Im Vorderrad drehen sich 18 Alu-Messerspeichen um die sonnengelben Nabenflansche, hinten bestehen von 20 Speichen die zehn linken, radial angeordneten, aus Carbon. Der Laufradsatz überzeugt mit guten Steifigkeitswerten (45/48 N/mm vorn/hinten) und ist sehr leicht: Mit 1.410 Gramm (ohne Reifen und Schnellspanner) gehören die Ksyrium 125 zu den leichtesten Alu-Laufradsätzen am Markt.
Die Exalith-Bremsflanken ermöglichen hohe Bremskräfte, anfängliche laute Quietschgeräusche wie bei den ersten Exalith-Varianten stellten wir bei den neueren Modellen seit 2013 nicht mehr fest. Weiterhin werden die Räder mitsamt Reifen verkauft, die neuerdings bei Hutchinson gefertigt werden und bei unserer Testfahrt hinsichtlich Grip und Leichtlauf einen deutlich besseren Eindruck hinterließen; ein Labor-Test steht allerdings noch aus. Von den 6.000 gefertigten Sätzen werden 500 nach Deutschland geliefert, jeder Satz ist mit einer Lasergravur nummeriert.
Lieferumfang und Montage
Der Laufradsatz kommt als WTS - Wheel Tire System (deutsch: Laufrad-Reifen-System). Im Lieferumfang sind Reifen und Schläuche enthalten, die vormontiert sind. Somit müssen nur noch die Laufräder aus dem Karton genommen werden. Nachdem aufpumpen und der Montage der mitgelieferten Carbon-Bremsbeläge fehlt nur noch der Anbau der Kassette.
Mavic Cosmic Carbone 40 C: Aero-Laufräder im Praxistest
Die 40 mm hohen Carbonfelgen haben als Basis einen Alufelgenring, auf dem das Carbonprofil aufgebracht ist. Diese Konstruktion verleiht dem Laufrad eine sehr hohe Steifigkeit, die ich besonders im Wiegetritt und im Sprint merke. Bei der Stabilität gibt es nichts zu kritisieren. Bisher habe ich keine Acht eingefahren, obwohl ich schon das ein oder andere Mal unbeabsichtigt durch ein Schlagloch gefahren bin. Ich bin erstaunt, wie stabil diese Laufräder sind.
Reifen und Fahrverhalten
Die Reifen und die leichten Schläuche sind ebenfalls sehr robust und haltbar. Im Trockenen sind die Reifen sehr gut. Der Rollwiderstand fühlt sich subjektiv sehr gut an. Das Gripniveau ist auch auf einem sehr guten Level. Während der Vorderreifen eine weichere Gummimischung hat und somit für den nötigen Grip und Sicherheit in den Kurven sorgt, ist bei dem hinteren Reifen eine etwas härtere Mischung verarbeitet.
Das Ziel dieser Mischung ist ein geringer Verschleiß und eine gute Beschleunigung, was dem Reifen sehr gut gelingt. Nur im Nassen kommen die Reifen schnell an ihre Grenzen, aber für die nasseren Jahreszeiten gibt es entsprechende Reifenmodelle, die eine bessere Performance bieten. Daher teste ich zur Zeit einen anderen Reifensatz.
Bremsverhalten
Das Bremsverhalten der Cosmic Carbone 40 C ist in Kombination mit den speziellen Bremsbelägen sehr gut. Im Trockenen ist die Bremskraft überragend und die Beläge packen sehr gut zu. Ich komme schneller zum stehen als z.B. mit meinem Ksyrium SL Laufrädern am anderen Rennrad. Bei Nässe fällt die Bremsleistung natürlich ab, ist aber immer noch besser als das Bremsen auf nassen Aluflanken.
Anfangs hatte ich das Gefühl, dass der Verschleiß der Beläge sehr hoch ist, da sich Gummispäne an den Belägen bildet, die sich irgendwann selbst löst oder am Ende der Tour einfach per Hand entfernt werden kann. Nach ein paar Hundert km hat sich der anfänglich hohe Verschleiß eingestellt und liegt seitdem ungefähr auf dem gleichen Verschleißlevel wie bei den Alulaufrädern. Auch lange Abfahrten sind kein Problem. Durch die Alu-Carbon-Konstruktion hat man eine sehr gute Wärmeableitung, wodurch die Felgen nicht wirklich heiß werden. Die Bremsflanke zeigt bisher auch nicht die geringste Verschleißerscheinung.
Fahrgefühl und Aerodynamik
Das Fahrverhalten der Cosmic Carbone 40 C ist super. Das Gewicht liegt mit 1550 g im Mittelfeld, also zwischen einem Ksyrium SLS und einer normalen klassischen Cosmic Carbon Laufradsatz mit 52 mm Alu Flanke. Daher ist die Beschleunigung auch noch sehr gut. Auf Grund der Steifigkeit fährt man sehr sicher durch Kurven und hat auch kein Schleifen an den Belägen, wenn man den Abstand zwischen Flanke und Belag sehr gering gewählt hat.
Der Laufradsatz liebt die Geschwindigkeit. Bei Geschwindigkeiten über 30 km/h spürt man den Vorwärtsdrang. Je schneller man fährt, desto stärker ist dieser Effekt spürbar. Der Kraftaufwand lässt nach, da die Aerodynamik der Felgen hier immer mehr zum Tragen kommt. Wenn die Laufräder erst einmal rollen, gibt es so schnell kein Anhalten mehr. Im Wind verhalten sich die Cosmic Carbone 40 C sehr sicher. Die etwas geringere Fläche als bei den klassischen 52 mm Cosmics spielt sicherlich auch eine kleine Rolle. Die Felgenprofilform ist so beschaffen, dass sie sehr windunempfindlich ist.
Sogar meine niedrigeren Ksyriums fühlen sich im Wind unruhiger an. Selbst starke Böen spürt man kaum und ich kann weiterhin sicher die Spur halten. Als kleines Sicherheitsfeature sind die schwarzen Felgenaufkleber im Dunkeln reflektierend, so dass die passive Sicherheit erhöht wird.
Nach ca. 5000 km lässt sich festhalten, dass der Cosmic Carbone 40 C ein sehr schneller, leichter Aero-Laufradsatz ist, der sich durch große Windunempfindlichkeit und sehr gute Bremswerte auszeichnet. Kurz gesagt, ist es der beste Laufradsatz den ich bisher gefahren bin.
Mavic Crossmax SL Ultimate: Für Cross-Country-Wettkämpfer
Mit einem Gewicht von nur 1380 g ist dieses Laufrad der Traum aller Cross-Country-Wettkämpfer, die nur eines im Sinn haben: Leistung. Es wurde in Zusammenarbeit mit professionellen Fahrern entwickelt, die einen Wettbewerbsvorteil im Weltcup oder bei den Olympischen Spielen suchen, und verwendet eine 29-Zoll-Vollcarbon-Felge (360 g), die schnelle Beschleunigungen und Anstiege ermöglicht, ohne Kompromisse bei der Steifigkeit und Haltbarkeit einzugehen.
Innovative Technologie
Die spezielle Adaptive Lay Up-Technik (spezielle Drapierung) ermöglicht es uns, Carbonfelgen mit weniger Material zwischen den Speichen zu bauen. Die Speichenlöcher werden durch strategisch positionierte Carbonschichten verstärkt, wodurch das Gewicht reduziert werden kann, ohne Kompromisse bei Steifigkeit und Haltbarkeit einzugehen.
Felgenbreite und Optionen
Eine leichtere Felge bedeutet schnellere Beschleunigung, effizientere Anstiege und ein besseres Reaktionsvermögen. Durch ausgiebige Feldversuche mit unseren Profisportlern konnten wir die Innenbreite ermitteln, die am besten für schnelles und präzises Fahren und optimalen Grip auf schnellen Rennstrecken geeignet ist: 25 mm. Für technisch anspruchsvolleres Gelände bevorzugen manche eine Breite von 30 mm, die ein besseres Handling bietet. Wir stellen also beide Optionen zur Verfügung.
Sie haben die Wahl - und wenn Sie möchten, können Sie auch beide kombinieren! Montieren Sie beispielsweise hinten ein Crossmax Ultimate 25, um Ihre Beschleunigung und Effizienz zu verbessern, und vorne ein Crossmax Ultmate 30, um auf schwierigen Monotrails mehr Vertrauen und Kontrolle zu gewinnen.
Speichen und Naben
Die Carbonfelge ist mit 24 geraden, eingezogenen Speichen ausgestattet (überall die gleiche Speichenlänge), die für eine optimale Kraftübertragung und vertikale Flexibilität paarweise gekreuzt sind. Die neue, leichtere Infinity-Nabenplattform optimiert die Seitensteifigkeit, und die Einspeichung maximiert die Kraftübertragung. Unser Instant Drive 360 Freilaufkörper garantiert mit seinem Doppelratschensystem einen schnellen Eingriff, um aus Kurven heraus effektiver zu beschleunigen. Die Hinterradnabe ist mit den Freilaufkörpern HG9, Micro Spline und SRAM XD kompatibel.
Verfügbarkeit
Das Crossmax SL Ultimate 30 ist nur in 29'' erhältlich, mit 6-Loch- oder Center Lock-Bremsscheiben und kompatibel mit einer 15 x 110 Vorderachse und einer 12 x 148 Hinterachse.
Pflege und Wartung
Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer der Laufräder und sorgt für optimale Performance. Es empfiehlt sich, die Laufräder regelmässig mit Wasser zu reinigen, die Felgen auf Verschleiss zu überprüfen und die Speichenspannung zu kontrollieren.
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