Max Raabe und seine Fahrradtour: Eine Hommage an die Fahrradstadt Berlin

Max Raabe, der Preisträger des Deutschen Fahrradpreises, hat mit seinem Lied „Fahrrad fahr’n“ den Kanon der deutschen Radfahrlieder um neue 140 Beats per Minute ergänzt.

Diese schnellste, neue Raabe-Nummer, muss so schnell sein, denn „Max Raabe“, sagt Mit-Autor Achim Hagemann, „ist eben auch ein schneller Radfahrer.“

Auch wenn der kalendarische Fahrradsommer noch nicht begonnen hat, kommt Max Raabe mit samt seinem Palastorchester um die Ecke gebraust und trällert frech und fröhlich sein „Fahrrad fahr’n“ durch die Fahrradstadt Berlin.

Dieses Lied dürfte sicher eine Berliner Fahrradhymne werden, zumal Max Raabe gerne selbst als entspannter Radler in Berlin unterwegs ist.

Mit „Fahrrad fahr’n“ ergänzt Max Raabe den Kanon der deutschen Radfahrlieder um neue 140 Beats per Minute. Diese schnellste, neue Raabe-Nummer, muss so schnell sein, denn Max Raabe ist auch ein schneller, wenn auch entspannter Radfahrer.

Nun, mitten in der Fahrrad-Saison, gibt es zum Lied „Fahrrad fahr´n“ auch einen Musikvideo-Trickfilm mit phantasievollen Zeichnungen von Alex Gellner. Erlebe, wie ein radelnder Hase mit seinen tierischen Freunden zur rasanten Musik von Max Raabe und Achim Hagemann durch Stadt und Land flitzt. Vorbei an unserem singenden Sänger und weiteren Hindernissen.

Außerdem ist neuerdings „Fahrrad fahr’n“ auch Thema auf Tanzflächen - und zwar als „Fahrrad fahr’n - Marimba Remix“ von Achim Hagemann.

Max Raabes Verbindung zum Fahrradfahren

Wo hat Ihre Begeisterung fürs Radfahren ihren Ursprung?

Max Raabe: Mit meinem Freundeskreis bin ich schon sehr früh mit dem Fahrrad durch das Münsterland getourt. Wir haben gezeltet, sind irgendwo zum Schwimmen gefahren. Je weiter wir uns von Zuhause entfernt haben, umso freier haben wir uns gefühlt.

Max Raabe: Ich fahre das ganze Jahr über mit dem Fahrrad, außer bei starkem Regen oder Glatteis. Ebenfalls nutze ich gern den öffentlichen Nahverkehr und Car-Sharing.

Max Raabe: Meinen Käfer benutze ich tatsächlich nur, um aufs Land zu fahren. Dort habe ich die Möglichkeit, eine Hängematte zwischen die Obstbäume zu hängen.

Sie leben in Berlin, das nicht für seine Fahrradfreundlichkeit bekannt ist.

Max Raabe: Als Fahrradfahrer in Berlin hat man fast täglich unangenehme Erfahrungen. Aber ich merke, dass man sich hier bemüht, bessere Verhältnisse für Fahrradfahrer zu schaffen.

Sie fühlen sich in Berlin wohl, so scheint’s. Gibt es Orte, Städte, wo Sie sich auch heimisch fühlen?

Max Raabe: Ich lebe sehr gern in Berlin. Hinter der Stadtgrenze beginnen wunderbare Gegenden, die für Fahrradtouren herrlich geeignet sind, darunter kilometerlange Alleen und große Seenlandschaften. Wenn ich auf Tour bin, leih ich mir, so es die Zeit erlaubt, ein Fahrrad und erkunde die Stadt.

Max Raabe: Die Mitte Berlins oder den Prenzlauer Berg erkundigt man am besten mit dem Fahrrad.

Radfahren ist mit einer gewissen Anstrengung verbunden.

Max Raabe: Man kann selten mal eben so etwas erreichen. Ich fahre schnell, aber ohne sportlichen Ehrgeiz. Wenn die Zeit knapp ist oder ich zu faul bin, kann ich mein Fahrrad mit in die S- oder U-Bahn nehmen und einen Teil der Strecke auf diese Weise zurücklegen.

Max Raabe: Tatsächlich kommen mir beim Fahrradfahren oft Ideen.

Max Raabe: Mein Lieblingsfahrrad ist ein Herrenrad aus den sechziger Jahren.

E-Bikes sieht man mittlerweile sehr häufig.

Max Raabe: Vor einiger Zeit hatte ich mir in Wien ein sehr gutes Fahrrad geliehen. Ich war ein bisschen außerhalb der Stadt auf einem sehr gut ausgebauten Fahrradweg unterwegs, als ich hinter mir ein Rentner-Ehepaar bemerkte. Ich fuhr sehr schnell, aber die alten Herrschaften waren mir dicht auf den Fersen. Ich hatte eine hervorragende Gangschaltung und fuhr mit Tempo. Nach einiger Zeit war ich komplett mit den Nerven runter, weil ich es nicht schaffte, sie abzuhängen.

Auszeichnungen und Engagement

Max Raabe wurde 1962 in Lünen geboren und hat eigentlich schon immer gesungen - im Jugendchor, der Kantorei und auf dem Fahrrad. Mit Anfang 20 zog Max Raabe nach Berlin, um Operngesang zu studieren.

Max Raabes Engagement für die Erinnerung an die Musikwelt der 20er/30er ist mehrfach ausgezeichnet worden. Insbesondere erhielt er u.a. den Echo Klassik 2000, für seine Interpretation des Mackie Messer, 2005 erhielt Max Raabe den Paul-Lincke-Ring der Stadt Goslar, 2007 den Kulturpreis seiner Heimatstadt Lünen und 2012 den Verdienstorden des Landes Berlin.

Im Sommer 2017 schrieb Max Raabe mit den "Popfachkräften" Annette Humpe, Christoph Israel, Peter Plate, Ulf Leo Sommer, Daniel Faust und Achim Hagemann das Album "Der perfekte Moment ..

Seit der Veröffentlichung im Sommer 2017 sind Max Raabe & Palast Orchester auf Tour mit einem gleichnamigen Programm, in dem Titel des Albums verwoben werden mit Originalarrangements aus den 20er-Jahren. Außerdem sind zu zwei Liedern Musikvideos entstanden.

Im August erreichten die Verkaufszahlen von “Der perfekte Moment .. Aus demselben Album "Der perfekte Moment ..

Max Raabe erhält die Auszeichnung am 13. Mai 2019 auf dem Nationalen Radverkehrskongress in Dresden.

Die Auszeichnung „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit“ gehört seit 2003 zum Deutschen Fahrradpreis als Initiative des BMVI und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V.

„Kein Schwein ruft mich an“ oder „Küssen kann man nicht alleine“ - seine Lieder in der Tradition der 1920er und 1930er Jahre haben den deutschen Sänger und ­Mitbegründer des Berliner Palast Orchesters, Max ­Raabe, weltweit bekannt ­gemacht und begeistern mit Verve, Charme sowie Wortwitz.

„Manchmal ist das Leben ganz schön leicht. Zwei Räder und ein Lenker, das reicht. Wenn ich mit meinem Fahrrad fahr, dann ist die Welt ganz einfach.

Und als verzückter Zuhörer fühlt man sich rasch hineinversetzt in jenes befreiende, lebensbejahende Gefühl, das einem beim Tritt in die Pedale oft ja schon binnen kurzem unterkommt und das der studierte Opernsänger Raabe so behände und unmittelbar transportiert.

Gut möglich also, dass die positive, ansteckende Grundstimmung vieler Lieder von Max Raabe auch in erfrischenden Fahrten mit dem Fahrrad einen wichtigen Inspirationsquell hat. Und irgendwie passt das fast lautlose, unaufdringliche Radfahren ja auch großartig zur zeitlosen ­Eleganz, die der 55-jährige Sänger ausstrahlt.

Eine schlichte, dafür umso ausdrucksstärkere Haltung leben, fernab von unnötigem Starkult - das ist Max Raabe.

Ihr Auftreten kennzeichnet eine zeitlose Eleganz.

Max Raabe: Ich fahre Fahrrad seit ich vier bin und um mich von A nach B zu bewegen.

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