Als irgendwann bei SSC im oberfränkischen Zell das Telefon klingelte, nahm eine erstaunliche Geschichte ihren Lauf. »Kai aus Stade im Norden der Republik gefiel der typische SSC-Style«, freut sich Steve Schneiderbanger, SSC-Chef und Chopper-Urgestein. »Er suchte ein Bike mit Starrrahmen, Springer-Gabel, Panhead-Motor und 16 Zoll-Bereifung.
Die Anfänge von Harley-Davidson
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurden Motorräder hauptsächlich in der Alten Welt hergestellt. In Amerika gab es nur wenige Zweiradfirmen. Im Jahr 1903 bauten die Brüder Walter und Arthur Davidson zusammen mit William Harley ihr erstes Motorrad. Die erste Harley sah mehr als krass aus. Als Vorbild für die erste Harley-Davidson diente das französische Motorrad De Dion-Bouton.
Die begeisterten Davidsons und Harley, die in ihren Zwanzigern waren, bauten alle Zahnräder von Hand und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zusammen. Das zweite Modell erwies sich als leistungsfähiger, und man begann, es zu verkaufen - zunächst nur wenige Motorräder pro Jahr. In der Zwischenzeit wurden jedes Jahr mehr und mehr Motorräder produziert. Es waren nur zwei Farben erhältlich - schwarz und grau.
Gleichzeitig musste die Höchstgeschwindigkeit erhöht werden, und zu diesem Zweck wurde ein leistungsstarker Motor namens V-Twin entwickelt. In den 1920er Jahren war der Hubraum auf 1200 Kubikzentimeter angewachsen. Man kann mit Sicherheit sagen, dass dies erst der Anfang der Produktion war und die Marken dieser Fahrräder noch nicht so bekannt waren wie heute.
Der Aufstieg zur Kultmarke
Heute kennt jeder Harley-Davidson, selbst Leute, die noch nie ein Motorrad gefahren sind. Der Bekanntheitsgrad der Marke ist über die Motorradbranche hinausgegangen. Im Jahr 1920 wurden weltweit 27.000 Harleys verkauft. Die Markenwerbung war allgegenwärtig: Das berühmte Logo wurde auf Pullover und T-Shirts gedruckt.
Im Jahr 1929 begann jedoch die Weltwirtschaftskrise, die fast zehn Jahre andauerte. Viele Unternehmen gingen in Konkurs, auch die Motorradindustrie wurde praktisch ausgelöscht. Aus dem gleichen Grund wurde die Entwicklung des Unternehmens durch den Zweiten Weltkrieg begünstigt. Es sollte klar sein, wie groß der Bedarf der Armee war. Die Zweiräder waren praktisch vom heimischen Markt verschwunden: Es war einfach unmöglich, ein Motorrad in einem Geschäft zu kaufen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion von zivilen Harley-Davidson Motorrädern wieder aufgenommen. Das erste Nachkriegsmodell war der sportliche WR mit einem 750-ccm-Motor. Eine neue Fabrik in Wisconsin wird eröffnet, und 1949 erscheint das erste Motorrad mit einer Hydraulikgabel.
Das Image der Biker-Banditen
Auch nach dem Krieg wurde ein völlig unerwartetes Bild eines Harley-Besitzers geboren. Die jungen Soldaten, die nach Hause kamen, waren von ihren früheren Idealen enttäuscht, sahen ihr Heimatland mit anderen Augen und fühlten sich in ihrem Land fehl am Platz. Viele finden weder ein ruhiges Leben noch einen geeigneten Arbeitsplatz. Halb betrunkene Jugendliche in schwarzen Lederjacken mit Aufnähern fahren Harleys der Armee und versetzen ganz Amerika in Angst und Schrecken.
Die Firma Harley-Davidson selbst ist schockiert über ein derartiges „Hooligan“-Image ihrer Produkte und fürchtet um ihren Ruf, kann aber ihren Hauptkunden, die auch viele wertvolle Ideen eingebracht haben, die Modifizierung ihrer Motorräder nicht verweigern. Aber Journalisten und Filmemacher waren von dem neuen Bild der Biker-Banditen begeistert.
Der größte Motorradclub der Harley-Davidson Besitzer erscheint 1983 und wird sofort zum größten Motorradclub der Welt. In den ersten zehn Jahren traten 90.000 Menschen in die Reihen der Organisation ein. Im zweitausendsten Jahr ist es bereits eine halbe Million, und im Jahr 2022 ist es eine Million.
Harley-Davidson heute
Heute umfasst das Angebot der Marke sieben Hauptmotorradlinien. Einige sind erschwinglicher und orientieren sich mehr an den Klassikern, während andere sich an junge Verbraucher richten, die dem Image eines klassischen amerikanischen Motorrads nicht so nahe stehen und etwas Moderneres und Stilvolleres wollen.
Die gesamte zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts wird in den USA als „die Ära der Harley“ bezeichnet.
Die Zweitakt-Ära von Harley-Davidson
Von 1948 bis 1966 baute Harley Zweitakt-Modelle mit DKW-Motoren und bis 1978 mit Aermacchi-Technik. Ende Januar wurde eine große Sammlung versteigert, mit erstaunlichen Preisen. Harley-Davidson baute eine komplette Motorradreihe um den damals sensationell guten Motor und bohrte den Hubraum 1953 sogar auf 165 Kubik auf.
Harleys deutschstämmige Zweitakter 1948 -1966
Startschuss der 30 Jahre langen Zweitaktära von Harley waren Reparationen aus dem Zweiten Weltkrieg. Aus den DKW-Werken in Zschopau wurden Pläne der RT 125 und Maschinen unter den Alliierten verteilt.
- Harley-Davidson Model S 125: Das erste Modell war von 1948 bis 1952 das Model S 125, mit 3 PS und 3-Gang-Getriebe.
- Harley-Davidson Model 165: 1953 vergrößerte Harley den RT-Motor auf 165 Kubik und steigerte die Leistung auf 5,5 PS.
- Harley-Davidson Hummer: 1955 brachte Harley wieder eine 125er und nannte sie Hummer.
- Harley-Davidson Super 10: 1960 stellte Harley das Model 165 und die Hummer ein und brachte die Super 10.
- Harley-Davidson Pacer: 1962 ersetzte die Pacer die Super 10.
- Harley-Davidson Ranger: Nur im Jahr 1962 baute Harley auf Basis der 165er-Modelle mit Starrrahmen das Offroad-Modell Ranger.
- Harley-Davidson Scat: Auf Basis der Pacer kam 1962 die Scat.
- Harley-Davidson Bobcat/Bobtail: 1966 kam mit der Bobcat oder Bobtail das letzte Modell auf Basis der alten "RT-Modelle".
Zweitakter von Aermacchi
Der zweite Akt der Zweitakter-Geschichte von Harley-Davidson lief ab 1965 zeitgleich mit den RT-basierten Modellen. Zwischen 50 und 175 Kubik kamen Zweitakter auf Aermacchi-Basis als Harleys in die USA. Nach der Übernahme durch AMF kaufte Harley Aermacchi komplett und brachte ab 1970 größere Zweitakter in die USA.
- Harley-Davidson MC 65: 1972 begann der Einstieg in die Harley-Welt bei 65 Kubik in Form des Pocketbikes MC 65 Shortster.
- Harley-Davidson X 90: Ebenfalls ein Pocketbike, allerdings mit mehr Hubraum und Leistung, war die X 90.
- Harley-Davidson Z 90: Ebenfalls aus dem Jahr 1972 stammt die angebotene Z90. Kein Pocketbike wie die MC 65 oder die X 90, sondern ein "echtes" Moped.
- Harley-Davidson SX(T) 125: Von 1976 stammt die angebotene Enduro SX 125.
- Harley-Davidson SX 175: Zwischen 1974 und 1976 bot Harley mit der SX 175 ein nochmals stärkeres Zweitakt-Modell an.
Die Softail-Modelle
Vor 40 Jahren, als Harley-Davidson im Jahr 1984 die neue Softail vorstellte, war die ideale Verbindung von Form und Funktion das erklärte Ziel. Versteckte Federbeine und eine clevere Schwingenkonstruktion sollten dem Rahmen der FXST Softail die klare Silhouette eines klassischen Bikes ohne Hinterradfederung, eines sogenannten Hardtails, verleihen. Das Softail Chassis erwies sich als äußerst erfolgreich und bildete die Basis für eine ganze Familie von Harley-Davidson Factory-Custombikes.
Auf der aktuellen, 2018 eingeführten Softail Plattform basieren die neun Modelle der 2024er Harley-Davidson Cruiser Baureihe. Ihr Rahmen ist steif und leicht gehalten, wodurch die Bikes agil und gleichzeitig leistungsfähig sein sollen. Das Herz des aktuellen Softail Fahrwerks bildet ein Monoshock unter der Sitzbank, der für Komfort und erstklassiges Handling sorgen soll. Durch die smart gestaltete Dreiecksschwinge bleibt die charakteristische Hardtail-Silhouette des Softail Fahrwerks weiterhin erhalten.
Im Modelljahr 2024 bietet Harley-Davidson ein breites Portfolio von Cruisern an - vom schlanken Chopperstyle hin zum Tourendesign.
- Softail Standard: eine auf das Wesentliche reduzierte Maschine, die dennoch alles mitbringen soll, was es zum Fahrgenuss braucht.
- Street Bob 114: vom Mini-Ape-Lenker bis hin zum gestutzten Heckfender ein klassischer Chopper.
- Low Rider S: Schon ab Werk zeigt sich der West-Coast-Style im Design.
- Low Rider ST: Abnehmbare Hartschalenkoffer und eine windschlüpfige Verkleidung machen diese Maschine im West-Coast-Style laut Harley-Davidson zum idealen Fahrzeug für kleine und große Fluchten aus dem Alltag.
- Breakout: Mit ihrem langen und schlanken Chopperstyling und dem kraftvollen Milwaukee-Eight 117 hat die Breakout ein ziemlich lässiges Auftreten.
- Heritage Classic 114: der Inbegriff des amerikanischen Cruisers im Rock-’n’-Roll-Style und mit auffälligen Vintage-Features.
- Fat Boy 114: Mit ihrer wuchtigen Erscheinung und Ausstattungsmerkmalen wie den Lakester Leichtmetallgussrädern sowie der markanten Scheinwerferverkleidung macht die Fat Boy ihrem Namen alle Ehre.
- Fat Bob 114: Sie punktet mit Kraft und Agilität. Zu den Features gehören die zwei Bremsscheiben vorn, die Upside-down-Gabel, die an den Rennsport erinnert, und der 2-in-1-in-2-Auspuff im Customstyle.
- Sport Glide: ein ausgesprochen vielseitiges Bike: Abnehmbare Koffer und eine abnehmbare Verkleidung machen aus der reisetauglichen Sport Glide im Handumdrehen einen schicken Cruiser.
Die Geschichte der Softail
In den frühen 1980er-Jahren erwarb Harley-Davidson ein Konzeptbike des Customizers Bill Davis, der eine verdeckte Hinterradfederung für Big Twins erdacht hatte. Die Ingenieure der Motor Company optimierten die technische Auslegung und nutzten die Idee für die 1984 eingeführte FXST Softail.
Mit der 1984er FXST Softail wurde auch der seinerzeit neue Evolution V-Twin eingeführt, der den Shovelhead Motor ersetzte und mit der Zeit in allen Big Twins Verwendung fand. Der Evolution und die Softail verhalfen Harley-Davidson in einer finanziell herausfordernden Lage zurück zu altem Glanz.
Auf Basis der Softail Plattform entstanden zahlreiche weitere neue Modelle, die ein breites Spektrum an Stilrichtungen abdecken. Zu den historischen Highlights gehören:
- 1986 - Heritage Softail: Die FL Gabel, der breite Frontfender, Speichenräder und der markante Scheinwerfer spiegeln Stilelemente der FL Hydra-Glide von 1949 wider.
- 1988 - Springer Softail: Die optische Wiedergeburt der Springer-Gabel, deren Produktion Harley-Davidson in den 1950er-Jahren zugunsten von Telegabeln einstellte, war ein kühner Schritt in Sachen Styling.
- 1990 - Fat Boy: Sie gehört zweifellos zu den Stilikonen von Harley-Davidson und ihre massive Präsenz wird durch Vollscheibenräder unterstrichen.
- 2000 - Softail Deuce: Die Deuce ist das vielleicht radikalste der Softail Factory-Custombikes.
- 2008 - Cross Bones: ein pures Vintage-Bobber-Styling mit Springer-Gabel, die einen breiten Reifen führt, Speichenrädern mit schwarzen Felgen, einem gefederten Solositz und schicken Half-Moon-Trittbrettern.
Die Entwicklung der Harley-Davidson Verkleidungen
Im Modelljahr 2024 wurden die Harley-Davidson Tourenbikes erneut komplett überarbeitet und modernisiert. Die modernen Milwaukee Eight Tourenbikes ändern den Look und die Technik der Harley-Davidson Tourer in bislang ungekannter Radikalität, ohne jedoch die “Wurzeln” der über 120-jährigen Geschichte zu ignorieren. Mit dem Modelljahr 2024 ist die Aerodynamik auf modernstem Stand, LED Scheinwerfer und Zusatz-Beleuchtung von den hochwertigsten Anbietern und in der Verkleidung sitzt ein Info-Display, welches man so auch in einem modernem Kampfjet oder Airliner finden könnte.
Harley-Davidson Verkleidungen gehören heute zu den Top-Motorradverkleidungen auf dem Markt! Wer sich die heutige Vielfalt der möglichen Harley-Davidson Verkleidungen für Bagger und Tourer betrachtet wird erstaunt sein, wie lange diese Art des Wetterschutzes brauchte, um sich in den USA durchzusetzen. Obwohl die Entfernungen wie auch die Wetterbedingungen durchaus für eine möglichst aerodynamische Verkleidung der Bikes sprachen.
Wann die ersten „Windabweiser“ an Motorrädern montiert wurden ist unbekannt, sicher ist aber, dass sie aus Glas oder Metall bestanden. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das Motorrad zum schnellen und wendigen Nachrichtenüberbringer. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich das Motorrad als tägliches Transportgefährt durch, in den USA schon in harter Konkurrenz mit den zahlreich und preiswert produzierten „Model-T“ Automobilen von Ford.
Der Quantensprung in Sachen Klarsicht-Kunststoff kam aus Darmstadt: Hier hatte Otto Röhm seit 1902 zunächst beim Pharmaunternehmen Merck gearbeitet und 1907 mit Otto Haas die Firma „Röhm und Haas“ gegründet. In den späten 20er Jahren gelang ihm die Entwicklung eines neuen Kunststoffes, dem Polymethylmethacylat, (PMMA), welches er 1933 als Marke „Plexiglas“ patentieren ließ. Für Motorradfahrer war diese Erfindung ein unschätzbares Geschenk: Jetzt konnte man eine leichtgewichtige Tourenscheibe am Lenker montieren welche den Wetterschutz entscheidend verbesserte.
Schon im „Enthusiast“ vom September 1926 bewirbt Harley-Davidson Rahmen-montierte „Legshields“ aus Blech und ein „Windshield“ als Kombination eines imprägnierten Segeltuch-Stoffs mit einer Klarsichtscheibe aus Pyralin. Die erste Harley-Davidson “Rennverkleidung” am Lenker - und zugleich die wohl legendärste - war aus zwei zusammengeschweißten Tankhälften gefertigt und an der “Knucklehead” Rekordmaschine von Joe Petrali montiert.
Bevor sich das neue Plexiglas im Zivilleben breit machen kann, stehen schnell wieder kriegerische Anwendungen im Vordergrund: Die Geschwindigkeit von Flugzeugen hat sich durch neue Motoren, Leichtbau und Aerodynamik schon in den Dreißiger Jahren so erhöht, dass geschlossene Cockpits eine zwingende Notwendigkeit wurden.
Auch bei Harley-Davidson, traditionell ein Hersteller mit einem hohen Anteil Eigenfertigung, erkannte man das Potential von Kunststoffteilen und traf eine weit reichende Entscheidung: 1961 erwarb man eine eigene Fabrik zur Herstellung von Kunststoffteilen. Ab diesem Zeitpunkt werden alle Kunststoff-Teile in Tomahawk gefertigt und nach Milwaukee transportiert - und später auch nach York/Pennsylvania, satte 995 Meilen.
Für das Modelljahr 1965 hatte Harley-Davidson eine Neuheit in der Hinterhand die heute eher mehr Fragen aufwirft denn Antworten gibt: Warum man ausgerechnet das letzte Panhead-Baujahr mit Elektrostarter ausrüstete ist wohl nur durch die Notwendigkeit zu erklären auf Biegen und Brechen etwas „Neues“ vorzustellen - zumal der 1966 eingeführte „Shovelhead“ Motor lediglich ein Upgrade an Zylindern und Köpfen darstellte.
Ausgerechnet in dem Modelljahr, in dem die erste „Batwing“ Verkleidung für die Electra-Glide eingeführt wurde. Entworfen von Dean Wixom im Jahre 1965, waren die ersten „Batwings“ abnehmbare Lenkerverkleidungen ähnlich den Tourenscheiben, die Instrumente verblieben zunächst im Tankdash. Erst mit dem Einbau der Instrumente in der ursprünglich “leeren” Batwing-Verkleidung wurde diese zum integralen Bestandteil der Electra-Glide und sind bei den heutigen Modellen mit Unmengen elektronischer Komponenten buchstäblich vollgestopft.
Die erste Rahmenfest montierte Vollverkleidung von Harley-Davidson war nicht jene der 1979 für das Modelljahr 1980 vorgestellten FLT „Tour Glide“ sondern kam von einer externen Quelle: Im Oktober 1966 hatte Craig Vetter seine erste Verkleidung entworfen und gebaut, schon Anfang der 70er Jahre war „Vetter“ einer der heißesten Tipps für Touren- und Tourensport-Verkleidungen, die 1971 entwickelte „Windjammer“ Verkleidung einer der Topseller der Motorradszene weltweit. AMF-Harley-Davidson akzeptierte die Liberator-Verkleidung als offizielles Produkt - und selbst Elvis Presley bestellte sich eine 1976er „Liberator“ FLH.
Der nächste Schritt zur Rahmenfest-montierten Verkleidung kam von Harley-Davidson selbst und wurde 1979 vorgestellt: Die Harley-Davidson FLT „Tour Glide“. Die FLT war ein völlig neu entwickeltes Modell mit in Gummiblöcken gelagertem Motor, an der ein junger Ingenieur maßgeblich beteiligt war: Eric Buell. Verkleidung und Ausstattung sollten erneut Maßstäbe setzten, denn die neue Konkurrenz kam aus Deutschland: Mit der BMW R100 RS von 1976 hatte BMW die erste Großserienmaschine mit rahmenfester Vollverkleidung vorgestellt und 1978 die RT Variante nachgeschoben.
Miniatur-Panhead-Motor von Cison
Die Firma Cison aus den USA hat einen voll funktionsfähigen Harley-Davidson Panhead Motor in Miniaturform nachgebaut. Betrieben wird er Benzin oder wahlweise mit einem Gemisch aus Öl und Zippo-Benzin. Der Hubraum beträgt 9cc, Leistungsangaben können natürlich nicht angegeben werden. Der Sound des Motors ist genauso, wie man sich den Sound eines geschrumpften Panhead vorstellt.
Also begann Steve mit der Suche nach einer geeigneten Basis. Schon bald erfuhr er von einer für den Umbau geeigneten Hardtail-Panhead aus dem Raum Saarlouis. Durch mehrere längere Telefonate kristallisierte sich dann heraus, dass es sich bei der Maschine um Steves eigenes Fahrzeug von 1989 handelte. »Ich konnte es kaum glauben. Unfassbarer Zufall, oder sollte es so sein?«, staunt der Schrauber über den Fund. Das schnelle Bike machte sich einen Namen als Sporty-Killer und sorgte ab und an für einen Platz auf dem Treppchen.
Bei ihrem neuen Besitzer wurde die Panhead stramme 17 Jahre lang gefahren. Im Laufe der Zeit erhielt sie eine andere Lackierung und viele Details im Sinne ihres Fahrers. Steve stylte das Bike komplett um, steckte es in ein neues Kleid und versah es mit vielen neuen Details, ganz so wie es sich Kai wünschte. Die Technik mit dem schnellen 1400 ccm-Motor behielt der Schrauber bei. Nach dem Neuaufbau konnte Steve die Pan dem neuen Besitzer übergeben, der sich mit dem Style der Harley seither vollkommen Identifiziert. Und Steve hat sich gefreut, seine alte Maschine im neuen Mattglanz erstrahlen lassen zu können.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Motor | Schneller 1400 ccm-Motor |
| Verbindung | 1,5 Zoll-Belt zwischen Motor und Getriebe arbeitet im Freien |
| Fußrasten und Hebeleien | Aus Stahl |
| Reifen | Avon Speedmaster MK II-Bereifung |
Steve Schneiderbanger ist seinem Stil treu geblieben »Ich konnte es kaum glauben, meine alte Maschine wiederzusehen. Unfassbarer Zufall oder sollte es einfach so sein?« Auch nach 30 Jahren kann der 1400 ccm-Big Bore-Motor noch überzeugen. Beschleunigung und Durchzug sind atemberaubend, die Vibrationen allerdings auch.
Verwandte Beiträge:
- Mini Riga Moped: Retro-Charme trifft auf Fahrspaß
- BMW Mini Dreirad: Ein extravagantes Gefährt
- Laufrad Mini Maus: Das perfekte Laufrad für Ihr Kind
- Mini Motorräder für Erwachsene: Modelle, Preise & Test
- Rückenschmerzen nach dem Radfahren? Die Ursachen und effektive Lösungen, die wirklich helfen!
- Harley-Davidson Klamotten Herren: Top Styles & Angebote
Kommentar schreiben