Mini Bike Rennen erfreuen sich großer Beliebtheit als ideale Möglichkeit für junge Talente, in den Motorradrennsport einzusteigen. Diese Rennen bieten eine kontrollierte und sichere Umgebung, in der Nachwuchsfahrer ihre Fähigkeiten entwickeln und ihr motorsportliches Können unter Beweis stellen können.
ADAC Pocket Bike Cup: Die erste Hürde
Der ADAC Pocket Bike Cup ist die frühestmögliche Einstiegsklasse des ADAC in den Motorrad-Straßenrennsport. Hier können junge Talente ab 6 Jahren mit dem Motorrad-Rennsport beginnen. Das Motorrad ist eine rund 4 PS starke Miniaturausgabe einer großen Rennmaschine, die für die kleinen Nachwuchspiloten besonders geeignet ist.
Im ADAC Pocket Bike Cup sind nur Pocket Bikes des Herstellers POLINI zugelassen. Die Motorräder wiegen etwa 20 Kilogramm. Das Pocket Bike und das notwendige Equipment musst du dir selbst besorgen. Verschiedene Hersteller und Händler gewähren Sonderkonditionen für ADAC Pocket Bike Cup Teilnehmer.
Während der Saison werden zwischen 7 und 9 Veranstaltungen mit jeweils zwei Wertungsläufen durchgeführt. Am Anfang des Jahres findet ein Einführungslehrgang statt, bei dem die Fahrer auf die Saison vorbereitet werden. Gefahren wird im gesamten Bundesgebiet in der Regel auf Kartbahnen. Der ADAC Pocket Bike Cup findet im Rahmen des ADAC Mini Bike Cups statt.
Die Einschreibegebühr beträgt 500.- Euro inkl. MwSt. - hierin sind der Einführungslehrgang, alle Nenngelder zu den Veranstaltungen, sowie die gesamte und umfassende Betreuung während der Saison enthalten.
Pitbikes: Training und Fahrspaß für Jedermann
Pitbikes sind kleine Motorräder, die aufgrund ihrer Größe bestens dafür geeignet sind, auf Gokart Bahnen genutzt zu werden. Egal ob als Einsteiger oder Fortgeschrittener, mit einem Pitbike Training verbesserst Du Deine Fahrtechnik, um mehr Sicherheit mit dem großen Motorrad auf der Landstraße und auf der Rennstrecke zu haben.
Vorteile des Pitbike-Fahrens:
- Pitbike direkt von uns leihen oder mit eigenem Pitbike auf der Strecke fahren
- Optimales Training für Fahrstil, Blickführung, Linienwahl und Schräglage
- Verminderte Gefahr durch geringere Geschwindigkeit - trotzdem maximaler Fahrspaß
- Knie- und Ellenbogenschleifen verbessern
- Pitbike sowie lndoor- als auch Outdoor fahren (abhängig vom Standort)
- Perfekter Ausgleich zur Motorrad-Off-Saison im Winter
- Vergleichsweise günstiger Motorsport
Pitbike-Fahren macht Spaß, verbessert Fahrtechnik und Kondition, ist kostengünstig und ideal für Training mit geringem Risiko - auch im Winter.
Wie fährt man Pitbike?
Pitbike-Fahren erfordert eine aktive, kompakte Körperhaltung: Hüfte am Tank, Fußspitzen auf den Rasten, Knie an den Tank - außen besonders in Kurven. Der Oberkörper ist nach vorn gebeugt, die Daumen zeigen nach innen am Lenker.
Wer darf mit einem Pitbike fahren?
Ein Motorrad Führerschein ist nicht zwingend erforderlich. Mit einem Pitbike darf jeder ab 14 Jahren fahren, der das Bike sicher beherrscht. Pitbikes eignen sich auch für Erwachsene bis 120 kg und 2 m Körpergröße.
Als Veranstalter von Pitbike-Trainings bieten wir euch weit mehr als nur spannende Events - wir sind außerdem exklusive Vertriebspartner der Marken IMR und XPEAR.
In unseren eigenen Shops findet ihr nicht nur die gesamte Auswahl dieser Marken, sondern auch passgenaue Ersatzteile und hochwertige Tuningteile, die ihr bequem über unsere Menüführung erreichen könnt.
Dank unserer jahrelangen Erfahrung und der eigenen Pitbike-Werkstatt stehen wir euch mit kompetenter Beratung rund um das Thema Pitbike zur Seite.
ADAC Mini Bike Cup: Der nächste Schritt
Das Minibike ist nach dem Pocket Bike die nächstgrößere Rennsportklasse, in der sich interessierte Nachwuchsfahrer unter kontollierten Bedingungen motorsportlich betätigen können. Der ADAC richtet mit dem Minibike Cup die passende Rennserie aus.
Gefahren wird in zwei Leistungsklassen. In der Nachwuchsklasse starten Sportler mit Minibikeerfahrung aus der Einsteigerklasse. Somit ist immer eine größtmögliche Chancengleichheit gegeben.
Gefahren wird auf einheitlichen Motorrädern der Marke Honda:
- Leergewicht: 73.6 kg
- Motor: Luftgekühlter 4-Takt Einzylinder
- Hubraum 100 cm3
- Leistung: 8.4 PS
- Getriebe: manuell 5-Gang
Der ADAC Mini Bike Cup wurde 1999 erstmalig deutschlandweit ausgetragen und hat sich seitdem einen guten Ruf als Karrieresprungbrett erarbeitet. Viele erfolgreiche Rennfahrer haben sich ihre Sporen im Mini Bike Cup verdient.
Einblicke in den ADAC Mini Bike Cup: Nico Weiße als Beispiel
Am 17. Juli eroberten die Zweiräder die Kartbahn in Templin. Denn die Motorsportgemeinschaft Eberswalde, Ortsclub im ADAC Berlin-Brandenburg, veranstaltete auf der rund 1.000 Meter langen Strecke den ADAC Mini Bike und Pocket Bike Cup. Rund 40 Nachwuchsrennfahrer aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Ukraine im Alter von 6 bis 14 Jahren konnten ihre Kräfte auf der Rennstrecke messen.
Unter den Startern: der 9-jährige Berliner Nico Weiße. Er fuhr in der Einsteigerklasse des Mini Bike Cups unter der Flagge des ADAC Berlin-Brandenburg und gehört zum Talentpool des Regionalclubs. Angefangen hat er 2017 auf dem Pocket Bike.
Jetzt ist Nico Weiße auf das Mini Bike umgestiegen und hat sich zum Ziel gesetzt, in der neuen Klasse Fuß zu fassen. Aktuell schlägt er sich ganz gut im Mittelfeld. Im Gegensatz zu Pocket Bikes sind die Mini Bikes schon richtige - wenn auch kleine - Rennmotorräder mit Schaltgetriebe und mit allem, was dazugehört. Im ADAC Mini Bike Cup gehen 8- bis 14-jährige Fahrer in den beiden Klassen Einsteiger und Nachwuchs an den Start. Gefahren wird in beiden Fällen mit Honda NSF 100 mit 100-ccm-Viertaktmotor und maximal 8,4 PS Leistung. Seit dieser Saison ergänzt eine neue Klasse für ein Mini Bike des Herstellers Ohvale aus Italien die bestehenden Klassen.
Nico Weiße steht noch am Anfang einer möglichen Karriere als Motorradrennfahrer. Doch als Sohn des zweifachen DDR-Meisters Andreas Brandt kann er auf die Unterstützung eines Profis bauen. Der Spaß am Motorradfahren und an den Wettkämpfen stehen bei ihm und seiner Familie im Vordergrund. Mutter Jaqueline Weiße und Mechaniker Fossi komplettieren das Brandt Racing Team.
Zur Wahrheit im Motosport gehört auch und das beginnt bereits im Nachwuchsbereich: ohne Unterstützung, Förderung und Sponsoring geht es nicht. Aber die Familie von Nico steht voll hinter dem Sport und opfert gerne die Wochenenden, um quer durch Deutschland zu den Rennen zu reisen. Von Juni bis September stehen allein 10 Termine für den ADAC Mini Bike Cup im Rennkalender der Familie.
Auch das Training findet nicht gleich vor der Haustür statt. Anders als im Motocross-Bereich sind die Trainingsmöglichkeiten im Motorrad-Straßenrennsport begrenzt. Nico Weiße kann regelmäßig auf der Kartbahn Templiner Ring trainieren. Außerdem gibt es meistens am Tag vor den Rennen im ADAC Mini Bike Cup die Möglichkeit, auf der jeweiligen Strecke einen Trainingstag zu absolvieren.
"Im Winter müsste man in wärmere Länder wie Spanien oder Italien fahren, aber diesen Aufwand können wir nicht betreiben. Wir sind ja schon in der Saison viel auf Achse. Aber Nico ist in seinem ersten Jahr in der neuen Klasse schon richtig gut reingekommen und das trotz der sehr starken Konkurrenz. Ich bin erstaunt über das hohe Niveau im gesamten Mini Bike Cup", berichtet Nicos Vater Andreas Brandt.
Für das Motorradfahren brauchen die Piloten auch eine gute Kondition. Die holt sich Nico übrigens beim Fußballspielen, seinem zweiten Hobby, das er in einem Köpenicker Verein aktiv betreibt.
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