Wer kein Mofa-, Moped-, Motorroller- oder Motorrad-Fahrer ist, sieht in den Fahrzeugen eher selten einen gravierenden Unterschied. Für Eingeweihte ist dieser offensichtlich: Die Fahrzeuge unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Geschwindigkeit.
Jeder weiß, wie ein Mofa, Moped oder Motorroller aussieht. Wenn es jedoch um die genaue Unterscheidung geht, wird es schwierig. Schließlich stehen alle Begriffe für ein Fahrzeug, das mit einem Motor betrieben wird.
Mofa, Moped, Mokick und Roller, jeder kennt sie aber was genau ist der Unterschied zwischen den Kleinkrafträdern? Was ein Kleinkraftrad ist und wie du es richtig versicherst und anmeldest, kannst du in unserem Blog nachlesen.
Was ist ein Mofa?
1. Das Mofa erhielt seinen Namen aus den Bestandteilen Motorrad und Fahrrad, da es genau genommen ein Fahrrad mit Motor ist. Das Mofa ist eine Zusammensetzung der Wörter Motorrad und Fahrrad das Motorfahrrad. Der wesentliche Unterschied ist die Pedale. Im Gegensatz zum Motorrad besitzt ein Mofa Pedale, sodass es durch Treten fortbewegt werden kann, wenn der Motor ausfallen sollte.
(E-)Mofas sind per Definition maximal 25 km/h schnell. In dieser Kategorie gibt es Leichtmofas mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h und Mofas, die bis zu 25 km/h schnell sein dürfen. Ihre geringe Geschwindigkeit erlaubt das Nutzen von Fahrradwegen.
Das Wort „Mofa“ steht eigentlich für „Motorfahrrad“. Moderne Mofas haben optisch allerdings wenig mit Fahrrädern oder E-Bikes (Pedelecs) gemeinsam. Es ist auch kein zusätzliches Treten notwendig.
Manche Verbrenner-Modelle besitzen zwar Pedale, diese dienen jedoch nur zum Starten und als Rücktrittbremse.
Jugendlichen ab 15 Jahren ist es mit einer Fahrerlaubnis oder einer sogenannten Prüfbescheinigung erlaubt, dieses Fahrzeug eigenständig zu bewegen. Da Mofas mit einer Prüfbescheinigung bereits ab 15 Jahren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h gefahren werden durften, waren sie früher bei Jugendlichen sehr beliebt.
Auf einem Mofa darf niemals eine zweite Person transportiert werden. Sie sind ausdrücklich für nur einen Verkehrsteilnehmer erlaubt. Auf einem Mofa darf außerdem keine zweite Person mitfahren, also nur der Fahrer, ohne Mitfahrer.
Was ist ein Mofa-Roller?
(E-)Mofa-Roller erreichen ebenfalls ein Tempo von maximal 25 km/h und gelten damit rechtlich als Mofas. Du darfst sie bei Bedarf auf Radwegen außerorts oder bei entsprechender Beschilderung bewegen. Das gilt für stärkere (E-)Roller mit einem Tempo bis zu 45/km/h oder mehr nicht.
Das Design von (E-)Mofa-Rollern entspricht aber ihren größeren Verwandten: Sie besitzen einen Durchstieg mit einer relativ großen Auflagefläche. Darauf ruhen während der Fahrt deine Füße, was für viel Komfort sorgt. Außerdem verfügen sie über eine bequeme Sitzbank mit einem großzügigen Stauraum darunter.
Was ist ein Moped?
2. Der Name Moped stammt aus dem Schwedischen. Dort wurden die Begriffe Motorrad und Pedal zusammengesetzt und daraus ist das Wort Moped entstanden. Die Pedale dienen hier zum Starten des Motors. Während der Fahrt können sie als Fußstütze benutzt werden aber auch als Unterstützung für den Antrieb bei erhöhten Anforderungen wie zum Beispiel einem steilen Anstieg sind diese wertvolle Hilfestellung um die volle Kraft zu gewährleisten.
Der Begriff Moped besteht aus den Wörtern Motorrad und Pedale. Das Zweirad ist kleiner als ein Motorrad und fährt nicht schneller als 40 km/h. Auch dieses Fahrzeug ist mit Pedalen ausgestattet, die zum Starten gedacht sind.
Die Pedale dienen außerdem als Bremse des Mopeds. Wie das Mofa hat das Moped Pedale, um den Motor zu starten, diese können aber auch als Antriebsunterstützung dienen, um den Motor zu unterstützen, falls es mal steil bergauf geht oder wenn der Motor mal ausfallen sollte. Außerdem kann mit den Pedalen auch gebremst werden.
Während ein Mofa nur eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht, schafft ein Moped 45 km/h. Beim Design findest du eine recht große Vielfalt: Während manche Mopeds wie Mofas aussehen, gibt es ebenso Modelle, die optisch stark an „richtige“ Motorräder anlehnen.
Der wesentliche Unterschied zwischen Mofa und Moped ist in der Motorleistung erkennbar. Das Moped kann nicht nur 25 km/h sonder bis zu 45 km/h erreichen. Um mit diesem Fahrzeug am Straßenverkehr teilzunehmen zu dürfen muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein und eine entsprechende Fahrerlaubnis erworben haben. Auch dieses Zweirad war ein beliebtes Einsteiger- bzw. Übergangs-Kraftrad für Jugendliche.
Hier genügt ein Führerschein der Klasse AM sowie ein Versicherungskennzeichen. Zudem ist es günstiger als ein Motorrad und es ist kein Motorradführerschein notwendig.
Was ist ein Mokick?
3. An einem Mokick gibt es keine Pedale. Dies liegt im Besonderen daran dass sich sein Name aus dem Wort Motorrad und Kickstarter zusammensetzt. Dieser Startknopf wird vom Fahrer mit dem Fuß über ein integriertes Pedal bedient.
Der optische Unterschied zu Mofas oder Mopeds ist, dass bei einem Mokick die Pedale fehlen, stattdessen ist das Kleinkraftrad mit Fußrastern ausgestattet. Zum Starten des Motors wird der Kickstarter mit dem Fuß betätigt, daher auch der Name Mokick.
Mokicks erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und sind für zwei Personen erlaubt. Zudem darf das 45 km/h schnelle Kleinkraftrad auch einen Beifahrer transportieren, sofern das Mokick mit einer Sitzfläche für zwei Personen ausgestattet ist.
Der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein und die Genehmigung dieses Kleinkraftrad zu betreiben, erworben haben. Auch hier muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein. Nur der Name ist anders, im Grunde sind Mopeds und Mokicks gleichbedeutend in Ihrer Leistung.
Was ist ein Motorroller?
4. Der Roller hat im Gegensatz zu seinen Kleinkraftbrüdern kein spezielles Merkmal, auf das der Name schließen lässt. Es ist schlichtweg eine modernere Bezeichnung dafür. Der Roller hat keine Pedale und keinen Kickstarter. Dieses Fahrzeug ist mit einem Durchstieg ausgestattet, auf dem man die Füße abstellen kann.
Ein Roller/ Motorroller, auch Scooter genannt, hat im Vergleich zu den anderen Kleinkrafträdern keine Pedale oder Fußraster, sondern ist mit einem Durchstieg ausgestattet, auf welchen die Füße abgestellt werden können.
Sie gelten als weiterentwickelte Nachfolger der oben genannten Varianten. Die weiterentwickelte Form von Mofa, Moped oder Mokick ist also die modernste Form von Kleinkrafträdern. In der Jugendsprache werden sie gerne auch als Scooter bezeichnet und sind ein gern gesehenes Fortbewegungsmittel, das auf einfache und günstige Art frühe Freiheit verspricht.
Motorroller können mit einer Drosselung versehen sein, dann überschreiten sie eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h nicht und dürfen von Fahrern im Alter ab 15 Jahren bewegt werden. Mit dem passenden Führerschein dürfen Roller welche bis zu 45 km/h fahren auch ab 16 Jahren gefahren werden. Kann die volle Leistung von 45 km/h genutzt werden, muss der Betreiber mindestens 16 Jahre alt sein und eine Fahrerlaubnis ist Pflicht.
Früher galten Motorroller als reine Frauenfahrzeuge. Heute sieht die Situation anders aus. Auch Männer fahren inzwischen die Zweiräder ohne Knieschluss. Die Altersgruppe liegt hier zwischen 16 und 18 Jahren.
Oft sind diese Kleinkrafträder mit einem Gepäckfach ausgestattet, in das der Besitzer seine persönlichen Gegenstände und auch den Helm unterbringen kann. Der Knieschluss ist die Besonderheit beim Motorroller: Im Gegensatz zu den anderen motorisierten Zweirädern besitzen sie keinen Knieschluss. Das bedeutet, dass es zwischen Fahrersitz und Frontkarosserie einen Durchstieg gibt, in den die Füße gestellt werden.
Welche Variante ist die beste?
Die Entscheidung zwischen einem Gefährt im Roller-Design oder einem klassischen Mofa oder Moped ist vor allem Geschmackssache. Allgemein sind (E-)Mofa-Roller inzwischen deutlich beliebter als klassische Mofas. Einer der Gründe ist der höhere Komfort.
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Abhängig von der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit brauchst du eine entsprechende Fahrerlaubnis und es gilt ein anderes Mindestalter. Unter den Kleinkrafträdern sind Mofas und Mofa-Roller die einzigen, für die du keinen „richtigen“ Führerschein benötigst - im Gegensatz zum Moped. Es reicht eine sogenannte Prüfbescheinigung.
Führerschein Klasse AM
Seit 2013 gibt es den Führerschein Klasse AM. Dieser berechtigt das Bewegen aller Kleinkrafträder im 50ccm Bereich. Dies schließt Mokicks, Roller, Mopeds und Mofas allesamt ein. Der Unterschied ist hier nur beim Mofa erkennbar, für welchen auch eine Betriebserlaubnis reichen würde, die weniger Praxis- und Theoriestunden erforderlich macht.
Ist die praktische und die theoretische Prüfung bestanden und der Fahrer 16 Jahre alt, darf er den Führerschein ausgehändigt bekommen. Hast Du bereits eine Fahrerlaubnis der Klassen A1, A2, A, Führerschein mit 17 (Begleitetes Fahren) oder einen Autoführerschein der Klasse B darfst Du ohne weitere Prüfung die Kleinkrafträder bis 50ccm bewegen. Dabei müssen Dich Deine Eltern nicht begleiten.
Weitere Informationen
Schon gewusst? Im Grunde genommen zählen Mofa, Motorroller und Moped zu den Motorrädern. Die Unterschiede liegen in der Leistung und der Größe. Das Motorrad ist jedoch das Zweirad mit der größten Motorleistung. Da der Motor über 50 ccm groß ist, muss das Motorrad zugelassen werden.
Darüber hinaus benötigt der Motorradfahrer einen Führerschein für Motorräder und ein amtliches Kennzeichen. Eine Versicherung ist ebenfalls Pflicht genau wie die Zahlung der Steuern.
Die Gegenüberstellung:
| Mofa | Moped | Mokick | Motorroller (50er) | |
|---|---|---|---|---|
| Max. Geschwindigkeit | max. 25 km/h | max. 45 km/h | max. 45 km/h | max. 45 km/h |
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