Gerade wenn man ein gebrauchtes Mofa oder Moped kauft, fehlen oft die Papiere. Diese benötigt man aber, um am Straßenverkehr teilnehmen zu können bzw. ein Versicherungskennzeichen zu beantragen. Viele Mofas sind über 30 Jahre alt und in dieser Zeit kann es natürlich dazu kommen, dass die Papiere bzw. die ABE verloren geht.
Da es sich beim Fahren ohne ABE um eine Ordnungswidrigkeit handelt, die gemäß Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld von 50 Euro geahndet wird, sollten sich Fahrer, die ihre Betriebserlaubnis verloren haben, schnell um Ersatz kümmern.
Was tun bei Verlust der Betriebserlaubnis?
Unabhängig davon, ob Sie die Betriebserlaubnis vom Roller verloren haben, oder ob es sich bei Ihrem Gefährt um ein Moped oder ein Mofa handelt: Zunächst einmal müssen Sie sich eine sogenannte „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ besorgen. Damit klar ist, dass das Mofa nicht geklaut ist und die Papiere deshalb fehlen, muss zunächst eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ her. Diese zeigt, dass das Mofa nicht als gestohlen gemeldet wurde.
Dazu können Sie entweder die Polizei aufsuchen oder der für Sie zuständigen Zulassungsstelle einen Besuch abstatten. Normalerweise erhalten Sie die benötigte Bescheinigung bei der Polizei kostenlos, wobei die Zulassungsbehörde eine geringe Gebühr verlangt. In einigen Bundesländern stellt nur das Straßenverkehrsamt (bzw.
Um die Unbedenklichkeitsbescheinigung zu erhalten, müssen Sie belegen, dass Sie der rechtmäßige Fahrzeugeigentümer sind, indem Sie z. B. Dies kann z. B. ein Kaufvertrag sein. Ansonsten wird Ihnen wohl keine der beiden Stellen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen.
Diese Bescheinigung ist Grundlage für das Beantragen neuer Papiere für dein Mofa.
Wie beantrage ich eine neue Betriebserlaubnis?
Mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung in der Hand geht es nun an das eigentliche Beantragen der Papiere. Hierzu wendet man sich an den Hersteller deines Mofas (z.B. Kreidler). Ging beispielsweise Ihre Betriebserlaubnis vom Moped verloren, können Sie sich an den jeweiligen Hersteller wenden, um ein Ersatzdokument zu erhalten. Dies können Sie entweder vor Ort oder telefonisch tun. Zum Teil bieten manche Hersteller diesen Service auch online an.
Bei vielen müssen sie lediglich das Modell und die Fahrgestellnummer mitteilen, um eine neue ABE zu erhalten. Andere Hersteller lassen Sie dafür wiederum ein Formular ausfüllen. In diesem Fall findet sich meist ein spezielles Formular auf deren Internetpräsenz, welches Sie ausfüllen und an den Hersteller schicken können.
Dort findet man oft Formulare die man ausfüllen muss, um eine neue ABE zu beantragen. Findet man solch ein Formular nicht, einfach mit dem Hersteller in Verbindung setzen und Fahrgestellnummer etc. senden. Hier ist manchmal ein wenig Recherche notwendig.
Sollte das nicht der Fall sein, können Sie auch bei einem Händler vorbeischauen, der Fahrzeuge des entsprechenden Herstellers vertreibt.
Auf die gerade beschriebene Vorgehensweise können Sie jedoch logischerweise nur dann zurückgreifen, wenn der entsprechende Hersteller noch existiert. Da viele Mofas auch schon lange nicht mehr hergestellt werden kann es sein, dass auch der Hersteller nicht mehr existiert.
Alternative: Der Weg über den TÜV
Aber auch dann gibt es eine Möglichkeit. Hier kommt der TÜV ins Spiel. Sollte dem nicht so sein, kommt für Sie in der Regel nur Option Nummer 2 infrage, wenn Sie beispielsweise die Betriebserlaubnis vom Mofa verloren haben. Auch dort kommt man an neue Fahrzeugpapiere, allerdings nur über eine Einzelabnahme.
Haben Sie die für Ihr Moped benötigte Betriebserlaubnis verloren und den Hersteller gibt es nicht mehr, können Sie den TÜV aufsuchen. Als letzte Option können Sie das Fahrzeug von einem Prüfdienst wie dem TÜV oder der DEKRA abnehmen lassen. Dies bietet sich an, wenn die Herstellerfirma nicht mehr existiert und Ihnen auch das KBA keine ABE ausstellen kann, weil es sich z. B. um ein ausländisches Fahrzeug handelt.
Aus diesem Grunde sollte man diesen Weg nur wählen, wenn man keinen Händler / Hersteller findet. Die Einzelabnahme kostet nämlich und dein Mofa wird dabei natürlich auch gründlich untersucht. Auch eine Kontrolle der Verkehrssicherheit wird vorgenommen. Ging die für Ihr Mofa notwendige Betriebserlaubnis verloren und der TÜV soll Ihnen eine neue ausstellen, werden dafür ca. 50 Euro fällig.
Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile verloren?
Da nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern auch gewisse verbaute Teile eine ABE benötigen, sollten Sie auch dafür Belege mitbringen, wenn die Betriebserlaubnis verloren ging. Handelt es sich um Fahrzeugteile, wie z. B. Haben Sie die ABE für Ihre Felgen verloren, ist der Hersteller meist der beste Ansprechpartner.
Die allgemeine Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs gilt in der Regel nur, solange dieses der Bauweise des Herstellers entspricht. In der Regel benötigen Sie dann eine gesonderte Fahrzeugteile-ABE, z. B. wenn Sie Alufelgen auf die Räder Ihres Fahrzeugs ziehen. Auch in diesem Fall können Sie sich an den Hersteller oder das KBA wenden, um eine neue zu erhalten.
Was kostet eine neue Betriebserlaubnis?
Wenn Sie beispielsweise Ihre Betriebserlaubnis für das Mofa verloren haben und direkt beim Hersteller einen Ersatz bekommen können, spiegelt sich dies in der Regel auch in den Kosten wieder. Es kann nicht genau gesagt werden, welche Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie die ABE für Ihr Mofa, Ihren Anhänger, Ihr Leichtkraftrad oder die ABE für Ihre Felgen verloren haben.
Eine neue Betriebserlaubnis kann je nach Hersteller 10 bis 50 Euro kosten. Beim TÜV kommen außerdem Kosten für den Rundum-Check hinzu.
Darf ich ohne Betriebserlaubnis fahren?
Nein, haben Sie Ihre allgemeine Betriebserlaubnis verloren, dürfen Sie nicht mehr mit Ihrem Fahrzeug herumfahren. In diesem Fall dürfen Sie nicht damit herumfahren, bevor Sie sich nicht eine neue ABE ausstellen lassen. Das Fahren ohne Betriebserlaubnis wird mit einem Bußgeld von 50 Euro sanktioniert. Ansonsten droht ein Verwarngeld von 10 Euro.
Zusammenfassung
Es ist dementsprechend kein Weltuntergang, wenn Sie Ihre Betriebserlaubnis verloren haben.
Wichtige Informationen im Überblick:
| Problem | Lösung |
|---|---|
| Betriebserlaubnis verloren | Unbedenklichkeitsbescheinigung besorgen, dann beim Hersteller oder TÜV neue ABE beantragen |
| Hersteller existiert nicht mehr | TÜV-Einzelabnahme |
| Fahren ohne Betriebserlaubnis | Nicht erlaubt, Bußgeld droht |
| Kosten | 10-50 Euro beim Hersteller, zusätzliche Kosten beim TÜV |
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