Die Wahl des richtigen Motorradhelmverschlusses ist entscheidend für Ihre Sicherheit und Ihren Komfort. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die gängigsten Helmverschlüsse, ihre Vor- und Nachteile, sowie wichtige Sicherheitsaspekte.
Sicherheitsnormen für Motorradhelme
In Deutschland dürfen nur geprüfte und zugelassene Systeme in den Verkehr gebracht werden. Dabei gibt es verschiedene Normen, die eingehalten werden müssen:
- ECE-Prüfnorm: Diese ist keine Vorschrift mehr.
- DOT-Prüfnorm
- SNELL-Prüfnorm
Achten Sie beim Motocross-Helm-Test unbedingt darauf, dass diese das Prüfsiegel ECE 22-05 aufweisen. Dieses erhalten Helme, wenn sie die europäische Verordnung ECE-Norm 22-05 erfüllen. Viele Jahre galt die Sicherheitsnorm ECE-R 22.05, seit 2022 wird jedoch nach der neuen und strengeren Norm ECE-R 22.06 getestet.
Hersteller sind dazu verpflichtet, die erfüllte ECE-Prüfnorm im Helm anzugeben. Der entsprechende ECE-Einnäher trägt mehrere Kennzeichen. "E1" gibt beispielsweise die deutsche Zulassung an, "E3" etwa bedeutet eine Genehmigung in Italien. Die Sicherheitsnorm ECE-R 22.05 ist an der Angabe "05" im Etikett zu erkennen, die neue Sicherheitsnorm ECE-R 22.06 mit "06" angegeben.
Gängige Helmverschlüsse im Überblick
Walzenverschluss
Muss zum Schliessen eingefädelt werden. Stellt sich als etwas unpraktisch dar. Zwei Finger ziehen an der Walze, dadurch entspannt sich der Riemen und kann daraufhin ausgefädelt werden.
Doppel-D-Verschluss
Gilt als der sicherste Helmverschluss. Allerdings hauptsächlich weil dieser Verschluss von führenden Rennsporthelm Herstellern verwendet wird. Der Riemen muss hier durch die beiden D-Ösen geführt werden. Durch Ziehen an dem roten Strippchen wird der Riemen entspannt und kann durch die Ösen gefädelt werden.
Leute die viel auf der Rennstrecke unterwegs sind bevorzugen die doppel D Variante. Nichts für faule Leute. Mit Handschuhen zu schliessen ist nahezu unmöglich. Mit etwas Übung kannst Du den Doppel-D Verschluss leicht ein und ausfädeln. Oder Du ziehst den Riemen nur locker und setzt den Helm mit geschlossenem Verschluss auf.
Drucktaster
Wie bei den anderen auch hier ist es Geschmacksache, ob du den Drucktaster wählst, da es immer eine kleine Fummelei ist bis du ihn geschlossen hast.
Variante A: Auf den roten Knopf drücken, die Metallzunge kommt frei (sollte es haken, einfach die Zunge dabei etwas reindrücken).
Variante B: Du drückst auf den Knopf und schiebst dabei einen Finger zwischen Hals und Schloß, dann kommt die Zunge frei.
Variante C: Bei dieser Variante kommt der Druckknopf beim Öffnen mit raus. Ansonsten gibt es kein Unterschied zu den anderen Drucktastern.
Zahnriemen (Ratschenverschluss)
Einfach zu schliessen durch ineinander schieben. *Ratsch* zu. Hier musst Du das Hebelchen bis zum Anschlag umklappen, dann kannst du den Zahnriemen herausziehen. Den Ratschenverschluss findest Du meistens bei Touren- Helmen. Auch mit Handschuhen sehr einfach zu öffnen und zu schliessen.
Schieber
Der Schieber ist allgemein einfach zu schliessen. Einfach durch ineinander schieben zu schliessen. *Klick* zu.
Variante A: Um die Metallzunge frei zu bekommen, schiebst du den Knopf in seine Pfeilrichtung. Weitverbreitete Ausführung.
Variante B: Um den Kinnriemen zu öffnen schiebst du Knopf in Richtung Zunge. Die gezeigte Ausführung kommt selten vor.
Mit Handschuhen schwer bis gar nicht zu öffnen. Den Knopf in seine Pfeilrichtung schieben, die Metallzunge kommt frei. Weitverbreitete Ausführung.
Seitentaste
Durch durch ineinander schieben sehr einfach zu schliessen. *Klick* zu. Lässt sich somit leicht öffnen und schliessen und das geht leicht und völlig ohne Druck auf den Kehlkopf.
Um zu öffnen einfach die Knöpfe mit zwei Fingern zusammendrücken. Je nach Variante sogar mit Handschuhen einfach zu bedienen.
Vor- und Nachteile der verschiedenen Verschlussarten
Jeder Helmverschluss hat seine Vor- und Nachteile. Am Ende wirst du dich für DEINE beste Variante entscheiden müssen.
Apr. Es gibt zwei gängige Helmverschlüsse. Den Ratschenverschluss und den Doppel-D Verschluss. Der Doppel-D Verschluss ist der sicherste Verschluss. Er hält die meisten Zugkräfte aus. Außerdem liegt er flach an und ist deshalb bequem. Den Ratschenverschluss bekommst Du ohne Übung und Handschuhe leicht auf und zu. Er ist sozusagen ein Mittelding zwischen Klick und Doppel-D Verschluss.
Mythos: Schwierige Verschlüsse bei Unfällen
Es gibt den Mythen, dass dir bei einem komplizierten Verschluss im Falle eines Unfalls niemand den Helm abnehmen kann. Dieser Mythos ist genau das, ein Mythos, denn… sollten die Sanis zu lange brauchen, weil dein Helmverschluss schwierig zu öffnen ist, schneiden sie einfach den Riemen durch.
Weitere wichtige Aspekte beim Helmkauf
Neben der Verschlussart sollten Sie auch auf folgende Aspekte achten:
- Passform: Nur ein Crosshelm, der richtig passt, ist auch sicher. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt auf die Größe des Kopfschutzes achten. Am besten ist es, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren.
- Material der Helmschale: Die meisten Crosshelme bestehen aus dem thermoplastischen Kunststoff Polycarbonat. Polycarbonat weist allerdings in der Regel nur eine Lebensdauer von weniger als fünf Jahren auf.
- Innenfutter: Innenfutter, das herausnehmbar ist, kann gewaschen werden. Das ist natürlich bei einem Kopfschutz, der zu einer Sportausrüstung gehört, ein großer Vorteil; sowohl in Bezug auf die Hygiene als auch hinsichtlich des Tragekomforts.
Das Gewicht der Crosshelme kann variieren: Weniger als 1000 Gramm sind möglich, aber auch mehr als 1600 Gramm. Manche Modelle haben einen Schirm, der sich verstellen lässt. Dadurch kann er an die jeweilige Situation angepasst werden, z. B.
Crosshelme im Detail
Für den Motocross-Sport sind nicht nur spezielle Handschuhe, Stiefel und diverse Protektoren für Brust, Rücken und Knie notwendig. Dieser Helm ist an die Anforderungen angepasst, welche durch die Art des Motocross-Sports bedingt sind. Fahrer, welche diese Disziplin ausüben möchten, sind demzufolge gut beraten, sich vor dem Erwerb umfassend zu informieren und ggf.
Bei Ihrem Crosshelm-Test werden Sie feststellen, dass sich diese Sicherheitsvorkehrung von herkömmlichen Motorradhelmen in bestimmten Punkten unterscheidet. So ist z. B. die Kinnpartie eines Motocross-Helms länger. Auch der Schirm bei einem solchen Helm ist länger als bei einem „normalen“ Modell für das Motorradfahren. Bei einigen Modellen ist der Schirm höhenverstellbar. Die meisten Helme für den Motocross-Sport besitzen außerdem kein Visier.
Bei einem Crosshelm ist theoretisch auch ein Klickverschluss möglich. Dieser ist zwar komfortabel zu bedienen, aber unter Umständen nicht so sicher wie z. B. ein Doppel-D-Verschluss.
Tabelle: Übersicht der Helmverschlussarten
| Verschlussart | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Doppel-D-Verschluss | Höchste Sicherheit, flach anliegend | Schwierig zu schliessen mit Handschuhen | Rennsport, MX Bereich |
| Ratschenverschluss | Einfach zu bedienen, auch mit Handschuhen | Potenziell weniger sicher als Doppel-D | Touren-Helme |
| Klickverschluss | Komfortabel | Weniger sicher | Alltagsfahrer |
| Seitentaste | Sehr einfach zu schliessen, auch mit Handschuhen zu bedienen | - | - |
| Schieber | Einfach zu schliessen | Mit Handschuhen schwer bis gar nicht zu öffnen | - |
Verwandte Beiträge:
- Motocross Hose mit Protektoren: Schutz & Komfort im Gelände
- Fox Motocross Anzüge: Test, Vergleich & Kaufberatung
- Motocross Kurse für Anfänger: Techniktraining & Sicherheitstraining
- Honda Motorrad Ölfilter: Kaufberatung & Wechselanleitung
- Unglaubliche MotoGP-Bestzeiten am Red Bull Ring: Die Geschichte hinter den Rekorden
Kommentar schreiben