Motocross Kette schmieren: Eine detaillierte Anleitung

Das Thema Kettenpflege ist ungeliebt, aber der Aufwand für die deutlich lebensverlängernde Kettenpflege ist nicht so groß, wie viele meinen. Allerdings ist der Aufwand für die deutlich lebensverlängernde Kettenpflege nicht so groß, wie viele meinen. Der Aufwand zum Kettenwechsel nach jeweils 10.000 Km ist deutlich größer. Außerdem hat die Kette gegenüber anderen Methoden der Kraftübertragung an das Hinterrad entscheidende Vorteile: Sie ist preislich deutlich günstiger und der Wirkungsgrad der Kette wird durch keines der alternativen Systeme erreicht. Bleibt als Nachteil die erforderliche Pflege, die hauptsächlich aus reinigen und Schmieren besteht. Als kleine Wartungsarbeit ist aber auch die Überprüfung der Kettenspannung und die ggf. erforderliche Nachjustierung zu nennen.

Eine Motorradkette kann nach weniger als 10.000 Km schrottreif sein, sie kann aber auch mehr als 50.000 Km halten. Meistens liegt die Lebensdauer zwischen den beiden genannten Extremen bei ca. Der Unterschied liegt zu ca. 60 % den Rest bestimmt die Qualität der Kette und der Fahrstil.

Die Bedeutung der Kettenpflege

Im Grunde gibt es drei gute Gründe, seine Motocross oder Enduro richtig zu waschen und zu pflegen. Natürlich, weil ein frisch geputztes Dirtbike eine wahre Augenweide ist, es länger hält, wenn der Schmutz und Dreck bewegliche Teile nicht übermäßig beansprucht, aber auch, weil ein gereinigtes Motorrad die Grundvoraussetzung für jegliche Wartungsarbeiten am Bike ist. Deshalb solltest du dir angewöhnen, deine Motocross nach jeder Ausfahrt ordentlich zu waschen und anschließend alle beweglichen Teile zu ölen und die Kette mit Kettenspray einzusprühen, bevor sie anfängt zu rosten.

Vorbereitung der Reinigung

Bevor du aber mit dem Waschen deiner Motocross beginnst, solltest du dir folgende Utensilien bereitlegen:

  • Hubständer
  • Hochdruckreiniger
  • Motorradreiniger
  • Pumpsprüher
  • Bürste
  • Plastikschaber
  • Auspuffstopfen
  • Luftfilterkasten-Abdeckung
  • Kettenspray
  • Silikonspray
  • WD40 oder ein anderes Sprühöl
  • Weiches Tuch

1. Auspuff verstopfen

Als erstes solltest du deinen Auspuff mit einem entsprechenden Auspuffstopfen verschließen. Auf diese Weise wird verhindert, dass Wasser in den Auspuff und somit in den Zylinder läuft und so dafür sorgt, dass deine Motocross nicht mehr anspringt. Aber achte beim Kauf eines solchen Stopfens auf den Durchmesser. Diese Auspuffstopfen gibt es nämlich mit einem kleinen Durchmesser für 2-Takter und etwas größer für alle 4-Takter.

2. Luftfilterkasten-Abdeckung montieren

Noch wichtiger als den Auspuff zu verschließen, ist das Verschließen des Ansaugtraktes deiner Motocross. Verwende hierzu eine passende Luftfilterkasten-Abdeckung und montiere diese fest und bündig an deinen Luftfilterkasten, um ein Eindringen von Wasser und Reiniger zu vermeiden. Beim Reinigen mit dem Hochdruckreiniger solltest du es vermeiden zu nah und zu lange auf diesen Bereich zu strahlen, da sonst die Gefahr besteht, dass Wasser eindringt und in den Vergaser bzw. in die Einspritzanlage läuft. Wenn du die Abdeckung nach dem Waschen wieder abnimmst, kontrolliere einmal, ob dennoch etwas Wasser eingetreten ist und entferne es ansonsten mit einem trockenen Tuch.

3. Sitzbank abmontieren

Nun kannst du deine Sitzbank abmontieren. Das machen zwar die Wenigsten beim Waschen ihrer Motocross oder Enduro, aber es macht durchaus Sinn dies zu tun, da sich ansonsten der Schaumstoff in deiner Sitzbank immer wieder mit Wasser vollsaugt und so viel schneller altert und brüchig wird. Aber auch der Sitzkomfort verschlechtert sich mit der Zeit, wenn der Schaumstoff permanent nass ist. Zudem kannst du mit einer abmontierten Sitzbank oberhalb des Motorraums vernünftig sauber machen und läufst nicht Gefahr, dass dir beim nächsten Zündkerzenwechsel Dreck in den Zylinder fällt.

4. Groben Dreck mit Schaber entfernen

Bevor du deinem Crosser mit einem Hochdruckreiniger eine gründliche Reinigung verpasst, solltest du einen wichtigen Schritt nicht vernachlässigen: das Entfernen des groben Drecks. Wenn du auf der Cross-Strecke viel Schlamm, Sand oder Staub aufgewirbelt hast, kann sich dieser hartnäckig an deinem Bike festsetzen und die Reinigung erheblich erschweren. Darum empfiehlt es sich, vorab mit einem Kunststoff-Schaber den hartnäckigen Schmutz abzukratzen, um dem Hochdruckreiniger die Arbeit zu erleichtern. Dabei solltest du stets darauf achten, den Schaber nicht zu fest anzudrücken, um unschöne Kratzer zu vermeiden.

5. Motocross mit Hochdruckreiniger abspritzen

Spritze deine Motocross nun mit dem Hochdruckreiniger ab. Achte dabei darauf, dass du einen Abstand von mindestens 40cm einhältst. So vermeidest du einen Wassereintritt in empfindliche Bauteile deines Bikes und unterspülst nicht die Klebefolie deines Dekors. Versuche besonders alle Bereiche ordentlich zu reinigen, wo sich der Dreck bauartbedingt gerne festsetzt. Dazu zählen die Bremssättel, Kette, Antriebsritzel, Kettengleiter und Führung und die Fußrasten. Aber auch die Gabelholme und der Bereich unter den Staubkappen sollten immer ordentlich gereinigt werden.

6. Vorsicht an Kühler, Lagern und Bowdenzügen

Es gibt einige recht empfindliche Stellen an deiner Motocross, welche Wasser bzw. den hohen Druck eines Hochdruckreinigers nicht sonderlich gut vertragen. Vor allem der Kühler bzw. die Kühlrippen reagieren aufgrund ihrer geringen Materialdicke sehr empfindlich auf den Wasserdruck und verbiegen sich gerne schnell. Dies führt über kurz oder lang zu einer verringerten Kühlleistung und sollte somit tunlichst vermieden werden. Aber auch sämtliche Lager am Dirtbike mögen kein Wasser. Dazu zählen Lenkkopflager, Schwingenlager, Radlager und die Lager der Umlenkung. Versuche, diese Bereiche auszusparen bzw. nur ganz leicht und mit entsprechendem Abstand abzuspritzen, da das Wasser ansonsten mit der Zeit das Fett aus den Lagern verdrängt und es so zu Rostbildung kommt. Die Lager werden dann ziemlich schnell unbrauchbar. Verfügt deine Motocross über eine Kupplung, die per Bowdenzug betätigt wird, solltest du auch am Kupplungshebel am Lenker vorsichtig sein. Läuft Wasser in die Außenhülle rein, wird der Zug früher oder später anfangen zu rosten. Dadurch wird die Kupplung schwergängig und du läufst Gefahr, das der Zug im Fahrbetrieb reißt.

7. Motorrad auf Seite legen und von unten reinigen

Um auch an die schwer erreichbaren Bereiche deines Motocross-Bikes zu gelangen, empfiehlt es sich, das Bike zur Reinigung auf die Seite zu legen. Dadurch hast du die Möglichkeit, auch die Unterseite gründlich zu säubern. Um dies zu tun, kannst du den Lenker nach links einschlagen und das Motorrad vorsichtig auf den Hubständer legen, wobei du darauf achtest, dass es stabil und sicher liegt. Vor der Reinigung ist es besonders wichtig, den Benzinhahn zu schließen, sofern dein Motorrad keine Einspritzanlage hat. Dadurch wird verhindert, dass Benzin aus dem Vergaser austreten kann, was nicht nur eine Verschwendung von Kraftstoff ist, sondern auch eine potenzielle Umweltgefahr darstellt. Außerdem könnte auslaufendes Benzin die Kunststoffteile deines Bikes beschädigen. Vergewissere dich, dass der Benzinhahn geschlossen ist und lass den Motor für kurze Zeit laufen, bis er von selbst ausgeht. Dadurch wird sichergestellt, dass der Vergaser leer ist und kein Benzin mehr ausläuft.

8. Motocross mit Reiniger einsprühen

Der nächste Schritt besteht darin, dein Motocross-Bike mit einem hochwertigen Motorradreiniger zu behandeln. Dafür empfiehlt es sich, das Bike erneut aufzubocken, um eine gute Erreichbarkeit aller Stellen zu gewährleisten. Anschließend solltest du das Bike großflächig mit einem speziellen Motorradreiniger einsprühen, der optimal auf die Anforderungen von Motorrädern abgestimmt ist. Dabei ist es wichtig, den Reiniger gleichmäßig zu verteilen und keine Bereiche auszulassen. Beachte dabei die Anweisungen des Herstellers auf der Flasche, da manche Reiniger eine Einwirkzeit benötigen, bevor sie abgespült werden können. Achte daher auf die empfohlene Einwirkzeit und halte dich daran, um beste Ergebnisse zu erzielen.

9. Motocross mit einer Bürste reinigen

Für eine noch gründlichere Reinigung deines Motocross-Bikes und um den perfekten Glanz zu erzielen, empfiehlt es sich, das Bike zusätzlich mit einer Bürste zu bearbeiten. Insbesondere im Bereich der Schwinge, der Felgen und der Speichen kann eine größere, weiche Bürste sehr vorteilhaft sein, um hartnäckigen Schmutz zu entfernen. Arbeite sanft mit der Bürste, bis du keine Schmutzreste mehr erkennen kannst. Achte dabei darauf, die Bürste nicht zu fest aufzudrücken, um Kratzer zu vermeiden. Sobald du fertig bist, spüle das Bike noch einmal gründlich mit dem Hochdruckreiniger ab, um die Bürstenhaare zu entfernen und sicherzustellen, dass keine Rückstände zurückbleiben.

10. Motocross mit Hochdruckreiniger abspritzen

Jetzt, da du fast mit der Reinigung deines Motocross-Bikes fertig bist, kannst du es ein letztes Mal gründlich mit dem Hochdruckreiniger abspritzen, um eventuelle verbliebene Schmutz- und Reinigungsmittelreste zu entfernen. Dabei ist es wichtig, den richtigen Abstand zwischen der Hochdrucklanze und deinem Bike einzuhalten. Halte mindestens einen Abstand von 30 cm ein, um empfindliche Teile deines Bikes vor Beschädigungen zu schützen. Vermeide es auch, direkt auf Lager, Dichtungen, Bremsen und Elektronik zu zielen, um mögliche Schäden zu vermeiden. Führe die Lanze gleichmäßig über das gesamte Bike, bis keine Rückstände von Schaum oder Schmutz mehr zu sehen sind.

11. Hebelgummis entfernen und ausblasen

Um Korrosion zu vermeiden, solltest du nach dem Reinigen deines Bikes die Schutzgummis an den Hebeln entfernen und nach Möglichkeit mit Druckluft trockenblasen. Steht dir keine Druckluft zur Verfügung, dann lasse dein Bike einfach eine Weile zum Trockenen stehen. Falls du an den beweglichen Teilen der Hebelei kein Fett ausfindig machen kannst, wäre dies der richtige Zeitpunkt, um in diesem Bereich alles ordentlich nachzufetten.

12. Alle beweglichen Teile ölen

Nachdem deine Motocross nun sauber ist und ein wenig Zeit zum Trocknen hatte, ist es an der Zeit, alle beweglichen Teile am Bike zu fetten bzw. zu ölen. Dazu gehören, wie bereits erwähnt, die Innereien deiner Hebelei am Lenker, die Umlenk- und Drehpunkte der Hinterradbremse und die Fußrastenaufnahmen. Aber auch die Außenseiten von Rad-, Schwingen- und Umlenklager freuen sich über etwas Schmierung, da die Lagerschalen von außen gerne schnell Rost ansetzen. Verwende dafür einen Schuss WD40 oder ein vergleichbares Sprüh-Öl.

Die richtige Kettenpflege

Die Kette ist eines der zentralen Bauteile eines Motorrads. Sie muss beim Fahren starken Belastungen standhalten. Daher bedarf es zum einen einer passenden Schmierung und zum anderen der richtigen Reinigung. Mit unserem Motorbike Ketten- und Bremsenreiniger gelingt das. Er gewährleistet eine schnelle und einfache Reinigung und Entfettung von Bauteilen im Zweiradbereich. Das Reinigungsmittel eignet sich genauso für Ketten an Zweirädern und Quads. Es beseitigt öl- und fettartige Verschmutzungen. Außerdem löst der Reiniger harz- und teerartige Rückstände.

13. Kette schmieren

Ein entscheidender Schritt bei der Pflege deines Motocross-Bikes besteht darin, die Kette zu schmieren. Sobald die Kette halbwegs getrocknet ist, solltest du sie großzügig mit Kettenspray einsprühen. Achte darauf, dass du alle vier Seiten der Kette einsprühst, um sicherzustellen, dass sie optimal geschmiert ist und vor Rost geschützt wird. Um dies zu erreichen, kannst du das Hinterrad entweder mit dem Fuß oder mit der Hand drehen und gleichzeitig die Kette einsprühen. Verteile das Kettenspray gleichmäßig auf der Innenseite, der Außenseite, der Oberseite und der Unterseite der Kette und lasse es dann kurz einwirken. Auf diese Weise trägst du dazu bei, dass die Kette reibungslos läuft und eine längere Lebensdauer hat.

14. Plastikteile mit Silikonspray behandeln

Nun bist du fast am Ziel angekommen. Die abschließende Maßnahme ist das Finish. Sprühe alle Kunststoffteile deines Motocross-Bikes großzügig mit Silikonspray ein, lasse es kurz einwirken und wische dann überschüssiges Spray mit einem Handtuch ab. Das Silikonspray verleiht den Kunststoffteilen einen schönen Glanz und schützt sie vor dem Verblassen und der Rissbildung. Darüber hinaus haftet nasser Matsch und Schmutz nicht so leicht an den behandelten Teilen, sodass dein Motocross-Bike in neuem Glanz erstrahlt. Dieser letzte Schritt ist nicht nur optisch ansprechend, sondern trägt auch zur langfristigen Erhaltung deines Bikes bei.

Die richtige Anwendung von Kettenspray

Über die Schmierung der alten Standardketten muss eigentlich nicht mehr gesprochen werden. Biker, die solche Ketten aus nostalgischen Gründen an Oldtimern verwenden, wissen sowieso, wie diese Teile zu behandeln sind. Ohne diese Schmierung treten die typischen Verschleißerscheinungen wie Längung, Kettenschlagen, deutlich spürbares Ruckeln beim Lastwechsel usw. sehr schnell auf. Ungefähr nach 1.000 Km sollte die Kette etwas Schmiermittel bekommen. Achten Sie dabei darauf, dass nach Möglichkeit immer das gleiche Mittel verwendet wird. Am besten verwenden Sie ein Spray mit einem kleinen Sprühröhrchen. Legen Sie etwas Pappe unter das Motorrad und halten Sie z.B. einen Lappen hinter die einzusprühende Kette um nicht unerwünschte Teile oder im schlimmsten Fall sogar Reifen oder Bremse mit Schmiermittel zu benetzen. Am besten ist es natürlich, wenn Sie das Motorrad dazu auf den Mittelständer stellen oder falls dieser nicht vorhanden ist, auf einen Montageständer. Die beste Stelle zum Nachschmieren ist die Innenseite der Kette. Bewegen Sie nicht die Spraydose sondern nur das Hinterrad um die Kette am Sprühstrahl vorbeizuführen. Als Sprühstelle ist die Mitte zwischen Ritzel und Kettenrad ideal. Grundsätzlich sollten Sie beachten, dass wenig Schmiermittel in kürzeren Intervallen deutlich besser ist als selten nachzuschmieren, dafür aber viel Schmiermittel aufzutragen.

Systeme zur permanenten Schmierung der Motorradketten führen zu den höchsten Lebensdauern der Ketten. Je nach System werden Druck oder Unterdruck zur Dosierung des Kettenöls eingesetzt. Es gibt auch Systeme, die die Dosierung sogar an die jeweilige Situation automatisch anpassen und solche, bei denen per Schalter eine Einstellung möglich ist.

Auswahl des richtigen Schmiermittels

Verwenden Sie zur Schmierung und Nachschmierung von Motorradketten nie irgendein Schmiermittel, welches gerade in der Garage steht. Die Schmiermittel für Motoradketten weisen bestimmte Eigenschaften auf, die andere Schmiermittel nicht aufweisen. Dazu gehört die enorme Haftfähigkeit, die erforderlich ist um den Fliehkräften an den Umleknpunkten der Ketten trotzen zu können. Ein herkömmliches Öl würde bei der ersten Fahrt mehr oder weniger vollständig in den Kettenschutz und in die Luft spritzen du die Kette ist sofort wieder ungeschmiert. Wie bereits erwähnt ist die Haftung des Kettenöls eine der wichtigsten Eigenschaften von Schmiermitteln für Motorradketten. Um die Kette zu reinigen sollte unbedingt ein spezieller Kettenreiniger verwendet werden. Kettenreiniger greifen das Material der Dichtringe (z.B. O-Ringe) nicht an. Häufig zu lesende Tipps zur Einsparung von Reinigungsmitteln oder Geld durch die Verwendung von z.B. Petroleum, Benzin oder andere Lösungsmittel beschädigen die O-Ringe und damit ist die Kette nicht mehr zu gebrauchen. Auch ist es keine gute Idee, Ketten mit dem Hochdruckreiniger oder mit Drahtbürsten zu reinigen.

Wer nicht von Hand reinigen möchte greift zu einem der praktischen Kettenreinigungssysteme, die mit der Reinigungsflüssigkeit aufgefüllt werden und dann von der Kette mit eingebauten Bürsten den Schmutz ablösen und gleichzeitig auffangen.

Empfohlene Kettensprays

  • S100 Dry Lube Kettenspray: Bietet eine dauerhaft saubere und flexible Schutzschicht mit optimalem Verschleiß- und Korrosionsschutz.
  • Motorex Chainlube Offroad 500ml Kettenspray: Ein vollsynthetischer Schmierstoff, speziell für den Einsatz im Gelände entwickelt.
  • Muc-Off Off-Road All-Weather Chain Lube: Vielseitig einsetzbar für verschiedene Kettenarten, einschließlich Standard-, O-, X- und Z-Ring-Ketten.

Reinigung der Kette

Wenn zu viele Schmutzpartikel an der Kette haften, ist eine Neuschmierung erforderlich. Das bedeutet, dass die Kette zunächst vom Schmutz und vom anhaftenden Schmiermittel befreit werden muss. Legen Sie einen Karton auf den Boden, bevor Sie die Kette einsprühen. Vorsicht, wenn Sie das Hinterrad bewegen und in der Nähe des Ritzels reinigen. Schon mal die Finger im Ritzel eingeklemmt? Das tut wirklich weh. Abhängig vom Verschmutzungsgrad der Kette kann sie vor Schritt 1 mit einem Hochdruckreiniger oder Schlauch abgespritzt werden.

Schritte zur Reinigung:

  1. Einen geeigneten Kettenreiniger oder Entfetter verwenden. Wir empfehlen Motul Chain Clean - er ist fantastisch und wird von anderen ebenfalls hervorragend bewertet.
  2. Die Kette rundherum an beiden Seiten sowie oben und unten einsprühen und ca.
  3. Mit einem Lappen die größeren Stücke abwischen, die sich beim Reinigen gelöst haben.
  4. Die Kette sollte jetzt wie neu aussehen.

Häufigkeit der Schmierung

Die Häufigkeit, mit der du deine MX- oder Supermoto-Kette schmieren solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Art des verwendeten Kettenfetts sowie den Fahrbedingungen und der Fahrweise. Im Allgemeinen wird empfohlen, die Kette alle 200 bis 1.000 Kilometer nachzuschmieren. Bei intensiver Nutzung auf der Rennstrecke oder unter extremen Bedingungen wie Schlamm, Sand oder Staub sollte die Kette nach jeder Fahrt gereinigt und geschmiert werden, da sich nach dem Waschgang ein Großteils des Kettenfett löst. Beim Off-Road Einsatz empfehle ich die Kette nach jeder Fahrt zu reinigen und schmieren.

Schmierung der Kette

Nachdem du deine Kette gründlich gereinigt und getrocknet hast, geht es an das Schmieren. Trage dazu Kettenöl oder Kettenfett gleichmäßig auf. Es geht hier nicht darum, die Kette seitlich einzusprühen, sondern die Rollen, Verbinder und O- bzw. Drehe dazu das Hinterrad, damit du die Kette quasi permanent durchdrehst. Beginne nun gleichmäßig Kettenfett auf die Rollen und Verbinder aufzutragen. Führe diese Schritt an der linken und rechten Seite der Kette aus. Nach dem Auftragen des Kettenfetts solltest du im Idealfall ca. 24 Stunden warten, damit dieses aushärten kann und die bestmögliche Haftung auf der Kette erzielt. In der Regel sind die meisten Kettensprays aber schon nach rund 1-2 Stunden einsatzbereit.

Wer ein Scott Oiler Kettenschmiersystem* verbaut hat, kann sich die Arbeit übrigens sparen. Das Kettenschmiermittel hat große Auswirkungen auf Wartungsintervall, Haftungseigenschaften und auch den Abschleuder-Effekt.

Schritte zur Schmierung:

  1. Kette schmieren. Dabei sicherstellen, dass beide Seiten der Kette sowie die Außen- und Innenseite der Glieder geschmiert werden.
  2. Schmiermittel auftragen: Trage das ausgewählte Kettenfett gleichmäßig auf die Innen- und Außenseiten der Kette auf, während du das Hinterrad langsam von Hand drehst.
  3. Schütze die Felge mit einem Küchentuch, damit so wenig Schmierstoff wie möglich auf die Felge kommt.
  4. Einwirken lassen: Lass das Fett einige Stunden einwirken, bevor du wieder fährst.

Wann ist ein Kettenwechsel fällig?

Die Kette wird grundsätzlich nicht alleine gewechselt. Nur der Austausch der Kettensatzes macht Sinn. Finger weg vom Austausch einzelner Komponenten wie Ritzel, Kettenrad oder Kette. Zeigt das Kettenrad schon „schiefe Zähne“, ist es schon etwas zu spät. Bei der Kette selbst ist vor allem die Längung ein wichtiger Indikator für die fällige Erneuerung. Wenn z.B. der Kettenspanner schon die letzte Position erreicht hat, hat man es auch mit der Sparsamkeit zu Lasten des Risikos übertrieben. Auch wenn die Kette nach immer weniger Kilometern nachgespannt werden muss, ist der Austausch sofort fällig.

Wann muss eine Motorradkette getauscht werden?

Eine Motorradkette ist spätestens dann reif für den Müll, wenn sie sich bis zu den Zahnspitzen des Kettenblatts abheben lässt oder sich sogenannte Haifischzähne gebildet haben. Kette, Ritzel und Kettenrad übrigens immer gemeinsam tauschen, sonst verschleißen die neuen Teile viel schneller, das kurzfristige Sparen entpuppt sich als Reinfall.

Zusätzliche Tipps zur Kettenpflege

  • Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Benzin anstelle eines Entfetters zu verwenden. Benzin beschädigt die Kette.
  • Verwenden Sie den Hauptständer oder einen Montageständer.

Die richtige Kettenspannung

Ungefettete Ketten überhitzen leicht und verschleißen schneller, die Gefahr eines Risses steigt fast ebenso wie durch falsche Kettenspannung. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob die Kette zu locker oder zu straff eingestellt ist. Zu lockere Ketten (meist alte, übermäßig verschlissene Exemplare) können von den Kettenblättern/Ritzeln rutschen, sich verklemmen und dadurch abreißen. Zu straff gespannte Ketten halten die extrem hohen Belastungen vor allem bei Einfederbewegungen des Fahrzeugs nicht dauerhaft aus und bersten. Außerdem leiden die Getriebeausgangslager sehr stark unter zu straffen Ketten, was im Extremfall zu Undichtigkeiten und Getriebeschäden führt. Deshalb: Kettenspannung regelmäßig kontrollieren, gegebenenfalls einstellen und alte, verschlissene Ketten rechtzeitig austauschen.

Wie straff muss die Motorradkette gespannt sein?

Wie die Kettenspannung richtig eingestellt wird und wie viel Spiel vorhanden sein muss, steht in jedem Fahrzeughandbuch. Enduros mit viel Federweg benötigen meist viel mehr Spiel im Antriebsstrang als Sportbikes. Als Faustregel gilt jedoch immer: In voll eingefedertem Zustand muss noch minimales Spiel vorhanden sein, dann kann nichts schiefgehen.

Motorradkette spannen per Exzenter oder Schieber

Es spielt keine Rolle, ob die Verstellung per Exzenter oder Schieber erfolgt, die Einstellwerte müssen auf beiden Seiten der Schwinge identisch sein, damit das Rad nicht schief steht. Skalierungen zu beiden Seiten an der Schwinge und den Exzentern beziehungsweise Schiebern erleichtern diese Aufgabe. Nach der Justage gehören alle Schrauben festgezogen und die Kettenspannung geprüft - und zwar an mehreren Stellen (Rad drehen), da der Kettendurchhang gelegentlich variieren kann. Das liegt entweder an unterschiedlich verschlissenen Kettenabschnitten oder an nicht völlig zentrisch gebohrten Kettenblättern.

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