Ursachen für Bremsversagen im MotoGP-Rennsport und auf der Straße

Beschleunigen, Schräglage, Cruisen, Topspeed und Bremsen - all das sorgt für Fahrspaß. Aber was passiert, wenn die Bremsen versagen?

Technische Defekte und Materialermüdung

Ein Defekt an der Vorderradbremse bedeutete das frühe Aus für Jorge Lorenzo beim MotoGP-Saisonauftakt in Katar. Auch 2018 begann für den gebeutelten Ex-Champion mit einem Crash. Bei 180 km/h musste Lorenzo seine Desmosedici auf dem Losail International Circuit gewollt zu Sturz bringen, da seine Vorderradbremse in Kurve 4 versagt hatte. Das Versagen der Vorderradbremse sei ein technischer Defekt gewesen, kein Fehler des Ducati-Teams, hält Davide Tardozzi fest. Nachdem die Ducati-Mechaniker den Bremsklotz in Kurve 4 finden konnten, wurde die gesamte Bremse an Brembo übergeben. Der Hersteller habe die fehlerhaften Teile sofort in Italien untersucht.

Brembo zeigt sich enttäuscht, dass der Ausfall von Lorenzo auf ein Bremsversagen zurückzuführen ist. Bereits nach dem Rennen hatte der Ex-Champion zu Protokoll gegeben, dass er zu Rennmitte keine Vorderradbremse mehr spüren konnte. In Kurve 4 musste er schließlich vom Bike springen, um einen Einschlag zu verhindern. Ein weiterer Defekt könne ausgeschlossen werden, in Argentinien sollte Ducati demnach kein weiteres Problem mit den Bremsen erleben.

Mit der Zeit altert Bremsflüssigkeit. Wie alles im Leben, hat auch gute Bremsleistung ihren Preis: frische Bremsflüssigkeit.

Aus den vorliegenden Unterlagen und der Stellungnahme des Herstellers geht hervor, dass der Mangel ggf. zu Luftbildung im Hydrauliksystem der Hinterradbremsanlage führt.

Fahrfehler und mangelnde Fahrzeugbeherrschung

Neben technischen Ursachen spielen auch Fahrfehler eine entscheidende Rolle. Viele Unfälle sind auf mangelnde Fahrzeugbeherrschung im Bereich Voll-/Notbremsen (mit ABS), Blickführung und Angst vor (noch größerer) Schräglage zurückzuführen.

Ein Instruktor bei einem Fahrsicherheitstraining hat es mal auf den Punkt gebracht: Bremsen und voll in die Eisen steigen kann jeder Depp! Die hohe Kunst zu Bremsen und im richtigen Moment die Bremse wieder loszulassen, das kann man nur trainieren.

Die Bedeutung des ABS-Regelbereichs

Ein ABS-Bike verlangt nun aber genau das Gegenteil, eine Umstellung. ABS-Regelbereich trainiert werden.

Denkt man jedenfalls, in einer Extremsituation wird es das ABS schon richten. Genau hier liegt die gravierende Fehleinschätzung.

Wer geistesgegenwärtig reagiert, löst die Bremsen. Nun stellen wir uns aber folgende Situation vor: sein Vorderrad, der Sturz ist unausweichlich. Falsch!

Das Phänomen der dynamischen Achslastverteilung

Wer bewusst bremst, kennt das "Gabeleintauchen". Dieses Phänomen ist die dynamische Achslastverteilung. Dann beträgt die Bremsleistung vorne 100% und hinten 0%.

Bremsen in Schräglage

Beim scharfen Anbremsen von Kurven kann es aber auch immer mal wieder passieren, dass die Fuhre quer kommt, ist doch normal.

In der Kurve bzw in Schräglage kann ABS theoretisch sogar zum Sturz führen, da das Rad ja wie oben erwähnt, für den Bruchteil einer Sekunde wirklich blockiert. Bei größeren Schräglagen soll der Lenker kaum noch zu halten sein, zumal der Lenkvorgang kaum noch möglich ist. Darüber hinaus beginnt "etwa in der Gegend von 30°, das Rad kurzzeitig zu blockieren".

ABS - Fluch oder Segen?

Was bitte hat denn ABS mit dem Bremsen zu tun? Im Gegenteil, wenn man es genau nimmt unterbricht es das Bremsen und verschlechtert es sogar!

Allerdings merkt er auch an: "Abwarten!" -Flüssikeit ca 1 Jahr alt. ... Und merke: Die Vorderradbremse ist die Hauptbremse.

Weitere ABS-Argumente sind aktive Sicherheit für Einsteiger und Wiedereinsteiger und für alle anderen sowieso, sowie der Wiederverkaufswert für die Maschine.

Vorteile von ABS Nachteile von ABS
Aktive Sicherheit für Einsteiger und Wiedereinsteiger Kann in Schräglage zum Sturz führen
Erhöht den Wiederverkaufswert der Maschine Unterbricht das Bremsen und verschlechtert es sogar (laut einigen Meinungen)

Die Rolle des Trainings

Aufs Herz, wer hat schon mal für sich ganz allein das Bremsen trainiert?

Ein Fahrtraining ist hilfreich, gerade bei nicht so erfahrenen Motorradfahrern, um gewisse Abläufe wie z.B. richtiges Bremsen zu verinnerlichen. Richtiges Bremsen und Ausweichen muss trainiert werden!

Ein strukturiertes Training mitnehmen. Bei allen Übungen wird ab hier gebremst.

Es ist auch keine Schande wenn man so etwas wie ein Fahrsicherheitstraining besucht, im Gegenteil!

Übungen für das richtige Bremsen

  • Bremsweg messen.
  • Bike tatsächlich steht.
  • Zuerst nur aus 30 und dann aus 50 km/h absolviert.
  • Geschwindigkeit für eine optimale Bremsung erforderlich ist.
  • Beim nächsten Versuch wird aus Tempo 70 km/h trainiert.
  • Zum Stehen gekommen ist.
  • Eindruck der Geschwindigkeit zu bekommen.

Von der dynamischen Achslastverteilung war bereits die Rede. Der Bremsweg verlängert sich unter diesen Umständen erheblich.

Vorausschauendes Fahren als Schlüssel zur Sicherheit

Fahren ist reine Gefühlssache. sitzt, fühlt sich auch wohl. Schutzbekleidung kann nerven oder gar die Aufmerksamkeit mindern. Blickrichtung"! wohin man eigentlich hinfahren will, auch um die Kurven. lernt man so vorausschauend zu fahren, alte Füchse nennen es einen "7. bekommen. genauso zur Pflichtübung.

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