Viele Motorradfahrer schicken ihr Bike jetzt in die Winterpause. Aber Vorsicht: Die lange Standzeit wirkt sich unter Umständen schlecht auf die Motorradbatterie aus. Es kann passieren, dass es beim nächsten Start nicht mehr anspringen will - die Batterie ist leer. Deswegen sollte man vorbeugen und mit einem Ladegerät über den Winter die Spannung der Batterie aufrechterhalten.
MOTORRAD hat zusammen mit der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen. Die GTÜ hat 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen.
Testergebnisse im Überblick
Testsieger mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“ wurde das CTEK CT5 Power Sport, das sich die Auszeichnung in überzeugender Weise verdiente. Es bekam mit über 450 Zählern mehr als 90 Prozent der 500 möglichen Wertungspunkte. Vier weitere sehr empfehlenswerte Ladegeräte knackten die 400-Punkte-Marke. In der Rangfolge ihrer Platzierung waren das Gysflash 6.12, Bosch C3, Kooroom TKB7 und Dino 12V/5A.
Als „empfehlenswert“ stuften die GTÜ-Tester sieben Ladegeräte ein: Optimate 4, APA Mikroprozessor 6V/12V 5A, Pro Charger 4000, AEG LD 5.0, hi-Q Tools Ladegerät 900, Black & Decker BDVO90 6V/12V sowie Shido DC3. Das Eufab EAL 6V/12V, Einhell CC-BC 6 M und Excelvan 6V/12V 5A erwiesen sich nur als „bedingt empfehlenswert“.
Die Platzierungen der Batterieladgeräte
- Platz 1: CTEK CT5 Powersport
- Platz 2: Gys Gysflash 6.12
- Platz 3: Bosch C3 6V/12V
- Platz 4: Pro Charger 4000
- Platz 5: Kooroom TKB7 6V/12V
- Platz 6: Dino 12V 5A
- Platz 7: Optimate 4
- Platz 8: APA Mikroprozessor 6V/12V 5A
- Platz 9: AEG LD 5.0 6V/12V
- Platz 10: hi-Q TOOLS Ladegerät 900
- Platz 11: Black & Decker 6V/12V
- Platz 12: SHIDO DC3
- Platz 13: EUFAB EAL 6V/12V
- Platz 14: Einhell CC-BC 6M 6V/12V
- Platz 15: Excelvan 6V/12V 5A
So wurde getestet
Insgesamt gut 20 Einzelbeurteilungen in sechs großen Kapiteln hatten die Testkandidaten zu durchlaufen. Die GTÜ unterzog die Ladegeräte elektrischen und qualitativen Prüfungen.
Wichtigstes Einzelkriterium war die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens. Dabei geht es unter anderem darum, die Akkus möglichst schonend bis zur Ladeschlussspannung aufzuladen, eine Nachladephase einzuleiten und dann in einen Erhaltungsmodus zu wechseln, der die Batterie stets bei optimaler Leistungsfähigkeit hält. Techniker sprechen in diesem Zusammenhang vom „IUoU“-Ladeverfahren. Da holten nur CTEK und Dino die maximale Punktzahl.
Noch einen Schritt weiter gehen CTEK und Dino mit ihrer speziellen Regenerierungsfunktion, mit der bereits angeschlagenen Batterien unter Umständen nochmal zu neuer Leistung verholfen werden kann. Dabei wird über eine zeitlich limitierte Spannungserhöhung von maximal 15,8 Volt die Batterie kurzfristig zum Gasen gebracht.
Als letzte Prüfung unterwarfen die GTÜ-Tester alle Kandidaten auch noch dem Falltest aus einem Meter Höhe auf Beton. Nur wenn keine Beschädigungen auftraten und das Gerät anschließend noch uneingeschränkt funktionierte, gab es die volle Punktzahl.
Prüfkriterien im Detail
- Sichtprüfung
- Bedienung
- Funktionsumfang
- Elektrische Prüfungen
- Qualitätsprüfung
Die in fünf Obergruppen aufgeteilten Prüfkriterien (Sichtprüfung, Bedienung, Funktionsumfang, elektrische Prüfungen, Qualitätsprüfung) wurden um ein Preis-Leistungs-Kapitel ergänzt, in dem die in den Leistungskriterien erzielten Punkte ins Verhältnis zum Kaufpreis gesetzt wurden, was den Testkandidaten wiederum mehr oder weniger Zusatzpunkte bescherte.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Zu Batterieladegeräten, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen, gehört vor allem die Eigenschaft, sich mit der Leistung an Batterien mit weniger Amperestunden (Ah) als beim Auto üblich anpassen zu können, um das Laden der Akkus so schonend wie möglich zu gestalten.
Wichtige Kriterien
- Kompatibilität: Egal, ob Ihr Motorrad eine Blei-Säure-Batterie oder eine Lithium-Ionen-Batterie verwendet, es ist wichtig, ein Ladegerät zu wählen, das mit dieser kompatibel ist.
- Ladegeschwindigkeit: Die Ladezeit variiert je nach Ladegerät und Batteriekapazität.
- Sicherheitsmerkmale: Achten Sie auf Überladeschutz, Kurzschlussschutz und Verpolungsschutz.
Zusätzliche Tipps
Viele Motorradfahrer entscheiden sich dafür, ihr Motorrad über den Winter einzulagern und auf den Frühling und wärmere Temperaturen zu warten, bevor sie wieder losfahren. Bei eisigen Temperaturen verliert die Batterie an Ladung, was dazu führt, dass die Batterie leer ist, sobald das Fahrzeug wieder für den Frühling bereit ist. Das Fahrzeug lässt sich dann nicht mehr starten.
Ein Batterieladegerät fürs Motorrad kann Abhilfe schaffen und die Batterie zuverlässig laden sowie instand halten.
Motorrad-Ladegeräte bis zu 21 Prozent günstiger
Kälte setzt auch Motorradbatterien zu. Startprobleme im Winter oder zu Saisonbeginn sind dann keine Seltenheit. Ein Batterieladegerät fürs Motorrad schafft Abhilfe. Wir zeigen die besten Geräte.
Wie lädt man eine Motorradbatterie richtig auf?
- Ladegerät einstecken und Batterie anklemmen
- Einschalten und Spannung regulieren
- Ladevorgang checken
- Batterieladung kontrollieren
- Ladegerät abklemmen
Achtung: Das Ladegerät darf auf keinen Fall während des Ladevorgangs auf die Batterie gelegt werden!
Kann man ein Autobatterie-Ladegerät fürs Motorrad nutzen?
Grundsätzlich ist es möglich, ein Autobatterie-Ladegerät auch für Motorradbatterien zu verwenden. Dafür müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Entscheidend ist, dass das Ladegerät die für Motorräder üblichen Spannungen von 6 V oder 12 V unterstützt und über eine geeignete Ladecharakteristik für kleinere Batteriekapazitäten verfügt.
Wie lange muss eine Motorradbatterie laden?
Die genaue Ladezeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa dem Batterie-Typ, dem Ladestand, dem Alter des Akkus und der Kraft des Ladegeräts. Im Schnitt kann man aber von etwa zwölf Stunden ausgehen, bis die Batterie wieder vollständig aufgeladen ist.
Wichtig: Das Ladegerät sollte nur so lange angeschlossen bleiben, wie zwingend nötig. Einzig mit einem Erhaltungsladegerät dürfen Motorradbatterien auch länger am Strom hängen, da der Akku zwar permanent geladen wird, sich das Gerät aber automatisch abstellt, sobald die volle Kapazität erreicht ist.
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