Mountainbike Test und Vergleich: Die besten Modelle bis 600 Euro

Als Gary Fisher und Charlie Kelly 1979 unter der Marke MountainBikes die erste Serienproduktion von Geländefahrrädern starteten, verkauften sie 160 Bikes in jenem Jahr. Im zweiten Jahr waren es bereits 1000 Stück. Mit Start der Produktion in Asien fielen Anfang der 80er die Preise auf gut 600 Dollar für ein Mountainbike. Vierzig Jahre später werden allein in Deutschland jährlich knapp eine Million Mountainbikes verkauft. Obwohl der Anteil von E-MTBs an dieser Summe inzwischen bei rund 90 Prozent liegt, ist auch der Markt für Bikes ohne Motor größer und bunter als je zuvor.

Fahrspaß sollte mit einem MTB nur teilweise eine Frage des Preises sein. Um herauszufinden, mit welchen Modellen Biker heute noch einen besonders guten Deal machen können, fragten wir bei den Herstellern ihre Bestseller an: Bikes, die sich nicht nur außerordentlich gut verkaufen, sondern nach Selbsteinschätzung der Fabrikanten auch ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Was uns daraufhin in die Redaktion geschickt wurde, hätte unterschiedlicher nicht sein können. Gut so, denn anstatt die Bikes Kopf an Kopf miteinander zu vergleichen, interessierte uns diesmal nur eines: Wo bekommen Biker am meisten für ihr Geld?

Hier ist eine Übersicht von getesteten Bestseller-Bikes:

  • Specialized Epic Comp
  • Canyon Neuron CF 8.0
  • Focus Raven 8.9
  • Rose PDQ 2
  • Radon Jealous 10. EA
  • Cube Stereo One44 C:62 Pro
  • Bulls Wild Edge Team
  • Conway RLC FS 7.9
  • Scor 4060 LT GX
  • Rocky Mountain Instinct C70
  • Giant XTC SLR 1

Hardtails im Vergleich

Seitdem Hardtails im Profisport fast vollständig von den Cross-Country-Strecken dieser Welt verschwunden sind, überdenken viele Hersteller ihre Racebike-Konzepte. Für den durchschnittlichen Biker, der lieber eine schöne Tour als ein hitziges Rennen fährt, ist das von Vorteil. Mit 120 Millimetern Federweg, Teleskopsattelstützen und breiten Reifen können neue Hardtails wie das Focus Raven oder das Rose PDQ nämlich ein breiteres Einsatzgebiet bespielen. Für viele dürften die gestiegene Sicherheit bergab und der Fahrspaß auf Trails einen großen Wert haben.

Direktversender Rose buhlt mit der neuesten Funkschaltung um die Gunst der Kunden, während Focus auf maximale Vielfältigkeit setzt. Da niemand ein schweres Hardtail fahren will, machen die Carbon-Rahmen beider Bikes durchaus Sinn, treiben aber den Preis in die Höhe.

Allein Giant schickt ein Hardtail in den Test, welches das Prädikat „günstig“ wirklich verdient hat. Genau wie das hochpreisige Radon ist das solide ausgestattete Alu-Bike jedoch auch eindeutig stärker für konservative Racer konzipiert als die Modelle von Rose und Focus.

Günstige Fullys für Trail und Tour

Ohne aufwändig entwickelten Hinterbau und teuren Dämpfer haben Hardtails einen klaren Preisvorteil - sollte man meinen. Dass dem nicht zwingend so ist, zeigen die Trailbike-Fullys von Canyon und Cube. Günstiger als die Hardtails von Focus und Rose dürften sie so manchem Kaufinteressierten die Euro-Zeichen in die Augen treiben. Canyon nutzt seinen Preisvorteil als Versandhändler dabei gekonnt aus und schnürt ein bewährtes Ausstattungspaket, welches zwar wenig Glanz ausstrahlt, aber eine tadellose Funktion liefert. Typisch Cube macht derweil ein besonders leichter Carbon-Rahmen das Stereo One44 für Grammfuchser attraktiv.

Schnelle Racebikes für Cross Country und Marathon

Obwohl das Bulls Wild Edge Team mehr als doppelt so teuer ist wie das Bike von Canyon, lohnt sich ein weiterer Preisvergleich. Das Profi-Marathon-Fully trägt nämlich eine Highend-Ausstattung, die andere Hersteller ihren Racebikes erst für 4000 Euro mehr gönnen.

Im preislichen Mittelfeld bewegen sich die Bestseller-Modelle von Conway und Specialized. Während sich Specialized voll auf einen hochwertigen Rahmen mit einzigartiger Fahrwerkstechnologie konzentriert, wählt Conway einen heute inzwischen unüblich gewordenen Ansatz für seine Preis-Leistungs-Empfehlung. Mit praktischen Details und einem bunten Ausstattungsmix bedient das RLC FS den sportlichen Anspruch eines Racebikes nur am Rande und empfiehlt sich eher für klassische Touren-Biker.

Potente All Mountains und Enduros für die Abfahrt

Die teuersten Bikes unseres Leistungsabgleichs schicken Scor und Rocky Mountain ins Rennen. Für 6899, beziehungsweise 7900 Euro müssen die hochwertig ausgestatteten Carbon-Fullys schon einiges leisten. Mit vielseitig verstellbaren Rahmen versuchen beide Hersteller, einen Punktebonus zu ergattern. Das schlägt sich auch im Endurteil nieder. Unser Punktesystem bewertet neben den praktischen Fahreigenschaften nämlich unter anderem auch Messdaten aus dem BIKE-Testlabor, Ausstattungsgüte, Verarbeitungsqualität und den Mehrwert für den Kunden, wie etwa zusätzliche Funktionen oder mitgeliefertes Zubehör.

Preis-Leistungs-Verhältnis im Detail

Für Zahlen-Nerds und Statistiker ist dieser Vergleich ein Schlaraffenland. Setzt man nach ausgiebigen Tests den Preis und die Punkteleistung in ein Verhältnis zueinander, ist das Ergebnis nicht nur ein aufschlussreiches Schaubild, sondern auch ein ernüchterndes Fazit: Durchschnittlich gesehen sind teure Bikes besser als günstige Bikes.

Den besten Quotienten aus Bewertung und Kosten liefert das günstige Giant-Hardtail. Von dieser Basis aus steigen die Preise für bessere Bikes progressiv an - oder anders ausgedrückt: Dringt man in höhere Leistungsbereiche vor, klettern auch die Preise immer schneller. Rose und Focus landen mit ihrem Ansatz eines vielseitigen Hardtails im Mittelfeld der Preis-Leistungs-Schere. Dort platziert sich auch das leichte Trailbike von Cube. Wer mit dem eigenständigen Konzept des Conway glücklich werden will, sollte genau überlegen, ob dieses auch zu den eigenen Ansprüchen passt, denn die Niedersachsen rufen dafür einen happigen Preis auf.

Zwei Bikes stechen in diesem rein rationalen Vergleich aus der Masse der anderen Bestseller heraus: Obwohl beim Blick auf die Ausstattungsliste des Specialized keine Jubelschreie zu erwarten sind, kann die Praxisleistung des 4500 Euro teuren Epic Comp voll überzeugen. Mit einem sehr guten und breitbandigen Trailbike für gerade mal 2999 Euro schießt Canyon jedoch den Preis-Leistungs-Vogel ab. Mit der Kombination aus ausgewogenen Fahreigenschaften und dem wirtschaftlichen Vorteil des Online-Händlers kann kein anderes Bike konkurrieren.

Wie stark der Kaufreiz eines Mountainbikes wirklich ist, entscheidet in der Realität nicht die Mathematik, sondern der eigene Geldbeutel und die individuellen Bedürfnisse. Nur, wenn das Bike auch zum favorisierten Einsatzbereich passt und Interessenten auch emotional abholt, ist der Kauf ein guter.

E-Mountainbikes unter der Lupe

Günstig & trotzdem gut: Wir haben preiswerte E-Mountainbikes von 600 Euro bis 1400 Euro getestet. Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So muss man bei einem E-MTB meist keine Bedenken haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht. Das Problem: Sie sind normalerweise im Vergleich zu Citybikes teurer und zudem häufig ausverkauft.

KURZÜBERSICHT

Testsieger Eleglide M2

Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet.

Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro.

VORTEILE

  • tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises
  • großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung
  • hydraulische Bremsen, gute Federung

NACHTEILE

  • Motor reagiert verzögert
  • kein Hecklicht, kein Schutzblech
  • Kabelmanagement

Mittelmotor Telefunken Aufsteiger M925

Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen.

Das Telefunken Aufsteiger M925 kostet bei Amazon 1383 Euro.

VORTEILE

  • starker Mittelmotor
  • gute hydraulische Scheibenbremsen
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • schickes Design

NACHTEILE

  • Schweißnähte bisweilen optisch unschön

Mountainbike bis 500 Euro Vergleich 2025

Die besten Mountainbikes bis 500 Euro:

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  • Adriatica Hardtail-Mountainbike
  • Licorne Bike Hardtail-Mountainbike
  • Bergsteiger Kodiak

Mountainbikes bis 500 Euro-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt aus dem obigen Mountainbikes bis 500 Euro Test oder Vergleich.

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Adriatica Hardtail-Mountainbike Vergleichssieger

Adriatica Hardtail-Mountainbike

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Unsere Bewertung: sehr gut

Unser Fazit für Adriatica Hardtail-Mountainbike:

Das MTB Wing RCK von Adriatica hat 29-Zoll-Reifen, 21 Gänge und eine Gabelfederung, was ein stabiles Fahrerlebnis ermöglicht. Das leichte Design und die zuverlässige Scheibenbremse sorgen für eine gute Kontrolle. Die 29-Zoll-Reifen bieten eine angemessene Balance zwischen Agilität und Stabilität. Das MTB Wing RCK hebt sich für uns durch seine Funktionen von anderen Produkten ab und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

08/2025

Technische Details

  • Modell: Adriatica Hardtail-Mountainbike
  • Anzahl Gänge: 21 Gänge
  • Bremssystem: Scheibenbremsen

Vorteile

  • viele Gänge
  • besonders leicht

Nachteile

  • keine weiteren Größen verfügbar

Licorne Bike Hardtail-Mountainbike Preis-Leistungs-Sieger

Licorne Bike Hardtail-Mountainbike

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Unsere Bewertung: sehr gut

Unser Fazit für Licorne Bike Hardtail-Mountainbike:

Wer ein gutes Mountainbike für Jugendliche sucht, der sollte sich das Effect-Premium Mountainbike von Licorne Bike genauer ansehen. Das Bike hat uns nicht nur mit seiner Aluminium-Scheibenbremse, sondern auch mit seinem guten Grip im Geländer überzeugt.

08/2025

Technische Details

  • Modell: Licorne Bike Hardtail-Mountainbike
  • Anzahl Gänge: 21 Gänge
  • Bremssystem: Scheibenbremsen

Vorteile

  • viele Gänge
  • besonders leicht
  • in unterschiedlichen Größen erhältlich

Nachteile

  • instabiles Design

Bergsteiger Kodiak Bestseller

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Unsere Bewertung: sehr gut

Unser Fazit für Bergsteiger Kodiak:

Das Bergsteiger-Kodiak-24-Zoll-Fully-Bike ist vorne und hinten gefedert. Es überzeugt uns durch sein großartiges Design, eine umfangreiche Gangauswahl sowie eine stabile und sichere Konstruktion. Dabei ist es zu einem niedrigen Preis im Vergleich zu anderen Fahrrädern erhältlich.

08/2025

Technische Details

  • Modell: Bergsteiger Kodiak
  • Anzahl Gänge: 21 Gänge
  • Bremssystem: Scheibenbremsen

Vorteile

  • großartiges Design
  • sehr viele Gänge
  • stabil und sicher

Nachteile

  • keine weiteren Größen verfügbar

Weitere Modelle im Überblick

Hier eine Übersicht weiterer getesteter Modelle:

Modell Bewertung Preis (ca.) Besonderheiten
Bikestar‎ BI-29-MH-SM-BEGG Sehr gut 424,00 € Viele Gänge, Scheibenbremsen, Federgabel
Bikestar BI-26-MB-J1-GYRD Sehr gut 375,00 € Stabil und sicher, leichtgewicht, leistungsfähige Aufhängung
Bikestar Fully Sehr gut 431,00 € Viele Gänge, in unterschiedlichen Größen erhältlich, Vollfederung
Bergsteiger Canberra Sehr gut 359,00 € Viele Gänge, modernes Design, Scheibenbremsen

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