Mountainbike Herren Test bis 2000 Euro

Mountainbikes sind vor allem für den sportlichen Einsatz abseits befestigter Straßen gemacht. Diese Offroad-Spezialisten unter den Fahrrädern entfalten ihre volle Leistung dort, wo der Asphalt endet und der Weg über Waldpfade, Schotter oder matschige, unebene Böden führt. Dank grob profilierter Reifen bieten sie optimalen Halt im Gelände, und stabile Federungen sorgen dafür, dass schnelle Abfahrten komfortabel bleiben. Mit einer Vielzahl an Gängen sind sie zudem bestens für steile Anstiege gerüstet.

Hardtail oder Fully?

Hardtails sind die einfachste und günstigste Mountainbike-Gattung. Sie sind mit nur einer Federgabel ausgestattet, während ihr Hinterbau ungefedert ist. Dadurch sind sie im Vergleich zu Fullys preiswerter, nicht so wartungsaufwändig und alltagstauglicher. Fullys, die Kurzform für Fullsuspension-Bikes, haben neben einer Federgabel vorn eine zusätzliche Dämpfung zwischen Rahmen und Hinterrad. Dadurch federn sie - insbesondere bergab - Stöße besser ab und bieten dadurch mehr Fahrsicherheit und Spaß.

Empfehlenswerte Mountainbikes bis 2000 Euro

Die Größe des Mountainbikes ist abhängig von Körpergröße und Schrittlänge der Fahrer.

  • Orbea Occam H30: Ein vielseitiges Trail-Fully-Mountainbike mit leichtem Aluminiumrahmen und 140 Millimeter Federweg vorn sowie 150 Millimeter hinten.
  • Canyon Neuron Young Hero: Ein vollgefedertes Mountainbike, das speziell für junge Fahrer entwickelt wurde, mit 130 Millimeter Federweg vorne und hinten.
  • Cube Stereo One22 Pro: Ein vielseitiges Trail-Fully-Mountainbike, das Komfort, Kontrolle und Agilität im Gelände bietet.
  • Focus Thron 6.8: Ein vielseitiges All-Mountain- und Touren-Mountainbike mit hydrogeformtem Aluminiumrahmen und 130 Millimeter Federweg.
  • Cannondale Habit 4: Ein flexibles Trail-Mountainbike mit leichtem SmartForm C1 Aluminiumrahmen und 130 Millimeter Federweg hinten.
  • Liv Embolden 2: Ein vielseitiges Trail-Fully-Mountainbike, das speziell für Frauen entwickelt wurde, mit 120 Millimeter Federweg am Hinterbau.
  • BMC Twostroke AL One 2023: Ein robustes Hardtail-Mountainbike, ideal für Cross-Country und leichte Trails.
  • Bulls Sharptail: Ein beliebtes Einsteigermodell mit 21-Gangschaltung und mechanischer Scheibenbremse.
  • Rockrider All Mountain 100 Hardtail: Ein Trailhardtail mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis und 130 Millimetern Federweg.

E-Mountainbikes unter der Lupe

Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So muss man bei einem E-MTB meist keine Bedenken haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht. Das Problem: Sie sind normalerweise im Vergleich zu Citybikes teurer und zudem häufig ausverkauft.

Testsieger: Eleglide M2

Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet. Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro.

Vorteile:
  • Tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises
  • Großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung
  • Hydraulische Bremsen, gute Federung
Nachteile:
  • Motor reagiert verzögert
  • Kein Hecklicht, kein Schutzblech
  • Kabelmanagement

Das Eleglide M1 wurde vor etwa zwei Jahren vorgestellt. Seitdem hat Eleglide das E-Bike stetig verbessert. So wurde unter anderem der Fahrradcomputer besser, die Reifen größer und die Federung sanfter. Das Eleglide M1 Plus Gen 2 ist die aktuelle Integration des E-MTBs. Das uns nun vorliegende Eleglide M2 schraubt an vielen Details und ist dennoch kaum teurer geworden. Wir schauen es uns hier im Testbericht ganz genau an.

Aufbau & Optik des Eleglide M2

Das Eleglide M2 kommt zum großen Teil vormontiert in einem dicken Karton zu uns. Der Aufbau sollte von jedem mit technischem Grundverständnis zu bewerkstelligen sein. Trotzdem gibt es hier mehr zu schrauben als etwa bei Fiido C21 (Testbericht). Vorderrad, Sattelstütze und Lenker einsetzen, Frontlicht und Schutzbügel für die Gangschaltung anschrauben, Reflektoren montieren, Pedale einsetzen, alle Schrauben nachziehen und aufpumpen - nach einer knappen Stunde ist das Eleglide M2 fahrbereit. Gut: Die hydraulischen Scheibenbremsen schleifen nicht.

Das Styropor im Karton soll dafür sorgen, dass es zu keinen Transportschäden kommt. Allerdings verteilt es beim Herausnehmen des E-Bikes viele kleine Brösel. Was wir vermissen, sind Schutzbleche. Wer so über nasse Straßen fährt, wird zwangsläufig vollgespritzt. Ab 10 Euro sollte man sich etwa über Amazon (Kauflink) entsprechende Schutzbleche nachkaufen. Das Eleglide M2 hat eine IPX4-Zertifizierung gegen Spritzwasser.

Optisch gefällt uns das 22 Kilogramm schwere Pedelec gut. Es wirkt dank dicker Reifen und sportlicher Geometrie, die sich auch für größere Fahrer eignet, vergleichsweise schick und hochwertig. Trotzdem hat uns der gelb-grüne Aufdruck auf dem Eleglide M1 noch etwa mehr angesprochen als das in Rot gehaltene Logo auf dem M2. Wie beim M1 ist auch beim neuen Modell das Kabelmanagement weniger gut gelöst. Vor dem Lenker sammeln sich zu viele über Spiralbinder gebündelte Kabel, die überwiegend am Rahmen entlang zu ihrer Destination führen. So ist es im Zweifelsfall zwar besser reparierbar, sieht aber unaufgeräumt aus.

Display und Ausstattung

An der linken Seite des Lenkers sitzt das hintergrundbeleuchtete Display mit vier Tastern, welches sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen lässt. Das Display zeigt die aktuelle Geschwindigkeit mit einer Nachkommastelle, die gewählte Unterstützungsstufe, die Akkuladung in fünf Balken und die gefahrenen Kilometer an. Der untere Taster steuert das ausreichend helle Frontlicht. Ein Hecklicht gibt es nicht und muss nachgekauft werden. Außerdem aktiviert der Fahrradcomputer auf Wunsch einen Gehmodus, der das Fahrrad auf 6 Kilometer pro Stunde auch ohne Tritt in die Pedale "anschiebt".

Auf der rechten Seite des Lenkers befindet sich eine kleine Klingel. Die Griffe sind angenehm gummiert. Eleglide legt dem M2 Ersatzgriffe bei. Die Installation sollte man in Deutschland allerdings tunlichst vermeiden, denn sie rüsten einen Gasgriff nach, der so hierzulande nicht erlaubt ist.

Gangschaltung und Bremsen

Was schon die M1-Serie auszeichnete, hat zum Glück auch den Sprung auf das M2 geschafft: die 24-Gang-Schaltung mit Shimano-Schaltwerk. Sie gewährt im niedrigsten Gang eine derart tiefe Übersetzung, dass selbst steile Anstiege kein Problem darstellen. Im höchsten Gang sorgt sie dafür, dass man auch bei 25 Kilometer pro Stunde noch gemütlich mitpedalieren kann. Diese Gangschaltung ist im Bereich der günstigen China-E-Bikes ein echtes Novum. Die meisten anderen haben eine 7-Gang-Schaltung mit unpassender Übersetzung.

Das Eleglide M2 bietet statt der sonst bei E-MTBs unter 1000 Euro üblichen mechanischen Scheibenbremsen sogar hydraulische Scheibenbremsen. Sie bieten im Vergleich zu mechanischen Scheibenbremsen höhere Bremskraft und präzisere Dosierbarkeit. Zudem benötigen sie weniger Handkraft, justieren sich selbstständig und bremsen in nasser Umgebung besser. Nachteil: Sie sind im schwerer zu reparieren, hier ist Fachwissen und spezielles Werkzeug erforderlich. Im Bremstest erreicht das Eleglide M2 die volle Punktzahl. Wir empfehlen dennoch dringend das Tragen eines Helmes.

Fahrverhalten

Der 250-Watt-Motor am Hinterrad des Eleglide M2 mit einer Nennspannung von 36 Volt ist ausgesprochen stark. Er erreicht in der Spitze 570 Watt und bietet ein Ausgangsdrehmoment von 55 Newtonmeter. Das ist mehr als noch beim Eleglide M1. So beschleunigt der Motor auch schwerere Fahrer bis zu den zugelassenen 120 Kilogramm problemlos moderate - dank der guten Gangschaltung auch heftige - Steigungen hinauf.

Wie schon beim M1 benötigt der Motor auch beim M2 beim Pedalieren etwa eine halbe Umdrehung, damit er loslegt. Etwa genauso lange läuft er nach, kann jedoch über das Betätigen der Bremse sofort gestoppt werden. Schade, dass Eleglide hier keinen besseren Drehmomentsensor einbaut. Man sieht etwa beim sehr guten Fiido C21, was für einen großen Unterschied das für das Fahrgefühl bedeutet.

Insgesamt zeigt sich das Eleglide M2 beim Fahren wendig und vermittelt ein gutes Fahrgefühl. Das liegt auch an der nun deutlich besseren hydraulischen Frontgabelfederung, die auf Wunsch fixiert werden kann. Aber auch die Reifen von Kenda auf den 27,5-Zoll-Rädern haben ihren Anteil. Sie greifen etwa bei Matsch besser als noch die Reifen des Eleglide M1.

Akku und Reichweite

Der Akku sitzt deutlich sichtbar auf dem Rahmen des Eleglide M2. Über einen Schlüssel kann er entnommen werden, um ihn etwa in der Wohnung zu laden, während das Fahrrad im Keller bleibt.

Seine Kapazität ist zum Eleglide M1 von 450 Wattstunden auf stolze 540 Wattstunden gestiegen. Das ist im Vergleich zu anderen E-Bikes richtig viel und in dieser Preiskategorie kaum zu sehen. Eleglide spricht unter Idealbedingungen von einer erreichbaren Maximalreichweite von 125 Kilometern. Bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm, viel Stopp-&-Go und Motorunterstützung, überwiegend flachem Untergrund und warmen Wetter gehen wir von 50 bis 60 Kilometern aus, bis der Akku leer ist. Nachgeladen wird er über das mitgelieferte Netzteil. Eleglide spricht von einer Ladezeit von zehn Stunden.

Preis und Fazit zum Eleglide M2

Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro. Wenn auch nicht so gut wie das M2, könnte sich für Sparfüchse auch das Eleglide M1 Plus Gen 2 lohnen. Es kostet im Abverkauf 699 Euro.

Eleglide hat es schon wieder geschafft: Mit dem M2 zeigen sie eine E-MTB, welches Features bietet, die sonst in dieser günstigen Preisklasse unüblich sind. Dazu gehören vor allem die hydraulischen Scheibenbremsen, der starke und dennoch legale Motor, der überaus großzügig dimensionierte Akku und die sanfte Frontgabel. Auch die 24-Gang-Schaltung, die griffigen Reifen und die gute Ergonomie sprechen für das Eleglide M2. Schade, dass Eleglide keinen besseren Drehmomentsensor eingebaut hat. Auch ein beiliegendes Hecklicht und ein Schutzblech wären schön gewesen. Allerdings lassen sich diese für wenige Euro nachkaufen. Insgesamt ist das Eleglide M2 ein für den günstigen Preis richtig gutes E-MTB und ein würdiger Nachfolger des Eleglide M1 Plus Gen 2.

Telefunken Aufsteiger M925

Das Telefunken Aufsteiger M925 ist ein E-Bike mit einem starken 80-Nm-Mittelmotor für knapp 1100 Euro. Das kann ja nichts sein, oder? Wir verraten im Test, was das E-Mountainbike taugt.

Vorteile:
  • Starker Mittelmotor
  • Gute hydraulische Scheibenbremsen
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schickes Design
Nachteile:
  • Schweißnähte bisweilen optisch unschön

Wenn ein E-Mountainbike mit Mittelmotor zu einem Preis von kaum mehr als 1000 Euro angeboten wird, sind die Erwartungen nicht unbedingt groß. Erstaunlicherweise zeigt sich im Test des Telefunken Aufsteiger M925 schnell, dass auch so ein günstiges E-Bike durchaus seine Reize hat. Das Rad ist ein Hardtail-E-Mountainbike mit einem leistungsstarken 250-Watt-Mittelmotor und einer 8-Gang-Kettenschaltung. Aktuell wird das Telefunken Aufsteiger M925 in zwei Farbmodellen angeboten: In Graphit/Grau und in Blau. Zudem ist das Bike in 27,5 Zoll und 29 Zoll verfügbar.

Im Test gefallen uns neben dem starken 250-W-Mittelmotor mit 80 Nm besonders die hydraulischen Scheibenbremsen. Hinzu kommt die Bereifung vom Markenhersteller. Dass das alles zu einem Preis von nur 1099 Euro (zum Testzeitpunkt) zu haben ist, ist kaum zu glauben - irgendwo muss doch ein Haken sein?

Aufbau und Design

Der Aufbau des Telefunken Aufsteiger M925 ist einfach, da das Fahrrad bei Lieferung bereits zum Großteil montiert ist. Also einfach das Bike aus dem Karton nehmen, Lenker gerade stellen und die Pedalen anbauen. Wir empfehlen trotz der vollständigen Montage die Schrauben vor der ersten Fahrt noch mal nachzuziehen. Im Lieferumfang sind hierfür keine Werkzeuge enthalten.

Optisch sieht das Telefunken Aufsteiger M925 durch den sportlich-modernen Trapezrahmen und der mattblauen Lackierung hochwertig aus. Ein kleiner, dezenter Schriftzug des Herstellers ziert den eher filigranen Rahmen. Durch das clevere Design wird der Akku Bestandteil des Rahmens, was das Bike zusätzlich eleganter aussehen lässt. Das Fahrrad hat in der Ausführung von 27,5 Zoll eine Gesamtgröße von 179 cm x 68 cm x 109 cm (L x B x H) und ein Gewicht von 24 kg. Positiv fällt uns das Kabelmanagement am Lenker auf. Hier sind die Kabel durch Spiralschläuche miteinander verbunden, was den Lenker cleaner aussehen lässt. Die Schweißnähte sind leider nicht alle sauber verarbeitet. Sie erfüllen ihren Zweck, sind aber nicht immer schön anzusehen. Viele Komponenten, etwa Bremsen und Schaltung, sind von Hersteller Shimano.

Worauf kommt es beim Kauf eines Einsteiger-Hardtails an?

  1. Einsatzbereich: Sport oder Trail? Steht der reine Ausdauer- und Fitnessaspekt im Vordergrund, oder liegt der Fokus auf echtem Geländeeinsatz mit fordernden Trails?
  2. Ausrüstung rund ums Bike: Helm, Brille, Handschuhe und idealerweise MTB-Schuhe sind genauso notwendig wie ein Ersatzschlauch, Mini-Tool, Mini-Pumpe und Pedale.
  3. Sparen aufs Fully: Empfehlenswerte Trailfullys starten bei knapp unter 2000 Euro.

Details, die beim Hardtail-Test auffallen

  • Geringes Gewicht und beste Uphill-Performance führen das Cube Reaction C:62 an die Spitze bei den sportlichen Hardtails.
  • Das Giant Fathom sichert sich die Trail-Krone im Test der Einsteiger-Hardtails.

Zahlen, Daten, Fakten: Die 9 Hardtails im Vergleich

Mit Carbon-Rahmen und den leichten Laufrädern ist das Cube konkurrenzlos leicht. Durchschnittlich liegen die Bikes bei knapp 14 Kilo. Breezer reißt nach oben aus.

Die absolute Rahmensteifigkeit ist bei allen ausreichend und lassen sich am besten beschleunigen.

Preiswerte Bikes für Einsteiger mit Preisen von 1199 bis 1799 Euro sind die neun Hardtails im Test erfreulich bezahlbar, statt extravagant und unvernünftig. Alle neun Bikes richten sich an Einsteiger und wurden mit spitzem Bleistift kalkuliert.

Mountainbike Test: Der Marktüberblick

Unser einzigartiges Testsystem betrachtet nicht nur eine kleine Auswahl an Mountainbikes. Unser innovativer Ansatz erlaubt es uns jedes Mountainbike, das es zu kaufen gibt, auch objektiv zu bewerten. Und damit du dein Traumbike für deine individuellen Bedürfnisse findest, kannst du alle Testberichte über unsere Filter super einfach sortieren. Möglich wird das durch unsere riesige Datenbank mit Mountainbikes und Anbauteilen. Insgesamt schauen wir uns jedes Bike einheitlich in über 100 aussagekräftigen Kriterien an, die sich in der Ausstattung und dem Rahmen verstecken. Unser Mountainbike Test berücksichtig alle für das Fahrerlebnis relevanten Baugruppen.

Um es dir so einfach wie möglich zu machen, haben wir unsere Testergebnisse auch mit dem relevanten Marktumfeld verglichen. In der Spinnennetz-Grafik siehts du wie die einzelnen Baugruppen und die Geometrie in unserem Test abschneiden. Die violette Grafik repräsentiert hier die Durchschnittswerte aus dem relevanten Marktumfeld. Du kannst also auf einen Blick die Stärken und Schwächen eines jeden Bikes sehen.

MTB-Kategorien und Einsatzbereiche

Mountainbikes werden ja nach Federweg in MTB-Kategorien gegliedert. Jede dieser einzelnen Mountainbike Arten hat einen spezifischen Einsatzbereich. Um ein MTB vernünftig zu testen ist es extrem wichtig es mit anderen Mountainbikes der selben Kategorie zu vergleichen. Unsere großen Vergleichstest machen genau das.

Einsteiger Bikes für unter 1000 €

Unter 1000 € gibt es Bikes, die ganz offensichtlich schon auf den sportlichen Einsatz hin getrimmt wurden. Modelle mit etwas mehr Federweg, modernen Einfachantrieb und griffigen Reifen ermöglichen auch Fahrspaß im gröberen Gelände.

Wer umbedingt ein vollgefedertes MTB kaufen will, sollte mindestens 1500 € ausgeben. Denn wenn Bike-Hersteller ein vernünftiges Fully unter 2000 € bauen wollen, müssen sie den Bleistift gut spitzen.

Fully unter 2000 €

Die traurige Wahrheit: Es gibt gerade mal 32 Fullys, die unter 2000 € kosten. Dabei ist vor allem das Angebot des Sport-Discounters Decathlon, von Rose, Cube, Marin und Vitus zu nennen. Bekannte Hersteller wie Specialized, Scott oder Cannondale haben in dieser Preisklasse kein Fully im Portfolio.

Was Fullys in diesem Preissegment dennoch attraktiv macht, ist der meist hochwertige Rahmen. Das heißt: Wer sich jetzt ein günstiges Fully kauft, kann es nach und nach mit hochwertigeren Teilen tunen. Standards wie das Tretlager, die Bremsaufnahme oder das Hinterradeinbaumaß machen solche „Nachrüstungen“ möglich, sobald wieder mehr Budget zur Verfügung steht.

Das Rockrider All Mountain 100s, Canyons günstigstes Neuron, das Rose Ground Control und Lapierres Zesty überzeugen in der Preisklasse bis 2000 € alle drei Bikes haben einen hochwertigen Alu Rahmen und Teleskopstützen. Das fördert den Spaß im Singletrail. Bei der Ausstattung gibt es noch etwas Verbesserungspotential.

Cross Country Bikes

Cross Country Bikes sind die puristischsten aller Mountainbikes. Mit niedrigem Gewicht und tendenziel sportlicher Sitzposition kann man mit diesen Bikes richtig Kilometer schruppen. Zumindest so lange das Gelände nicht extrem rau ist. Denn in steilen Abfahrten oder bei Sprüngen kommen diese Bikes an ihr Limit.

Downcountry Bikes

Downcountry Bikes sind kein Marketing Trick der Industrie, sondern machen auf dem Trail wirklich Spaß. Vor allem sportliche Tourenfahrer werden diese Bikes aufgrund ihres leichtfüßigen Antritts lieben. Genau dieses Gefühl grenzt sie maßgeblich von den etwas behäbigeren Trailbikes ab. Mit diesen leichten Tourenfullys kann man eine Alpenüberquerung fahren oder bei einem MTB-Marathon starten.

Trailbikes

Trailbikes sind auch in der Saison 2022 die Alleskönner unter den Mountainbikes. Downcountry- oder Racebikes sind kilometerhungriger. All Mountain Bikes und Enduro MTBs fahren besser bergab. Wenn du hauptsächlich Trailtouren im deutschen Mittelgebirge fahren willst oder mit dem Gedanken spielst, in den nächsten Jahren eine Alpenüberquerung zu fahren, dann wirst du höchstwahrscheinlich mit einem Trailbike glücklich.

All Mountain Bikes

All Mountain Bikes sind die neuen Enduros. Leistungsstarke Fahrwerke, moderne Geometrien und überwiegend verbaute 29er Laufräder machen aktuelle All Mountains zu echten Spaßgaranten in der Abfahrt. Sogar der Start bei einem Enduro Rennen oder der gelegentliche Bikepark Einsatz sind mit diesen Bikes möglich. Auf Trails im Mittelgebirge aber auch im alpinen Gelände hinterlassen diese Bikes einen souveränen Eindruck.

Enduro Mountainbikes

Der Markt für Enduro Mountainbikes ist 2022 so vielfältig wie nie zuvor. Die wichtigste Frage die du dir vor dem Kauf eines Enduro MTBs stellen musst ist, ob du ein Bike mit 160 oder doch lieber üppigen 180 Millimeter Federweg zulegen willst. Unser Tipp: Mit 160 Millimeter kommen die aller meisten Fahrer locker zurecht. 180er Bikes lohnen sich nur bei hohem Körpergewicht und regelmäßigem Bikepark Einsatz.

Trailhardtails

Trailhardtails machen bereits bei bezahlbaren Preisen im Gelände extrem viel Spaß. Wer unter 2000 € ausgeben will und ein Tourenfähiges Bike für Enduro Trails sucht, kommt in der Regel an einem Trailhardtail nicht vorbei. Vor allem Einsteiger oder junge Biker dürfte dieses Konzept ansprechen.

Preisklassen und Ausstattungen

Hochwertige Mountainbike Fullys bekommt man für 2000 € und mehr. Die etwas simpleren Mountainbike Hardtails taugen ab ca. 1000 € für den sportlichen Einsatz. Wichtig ist, dass man sich von den Mondpreisen der Branche nicht blenden lässt. Klar, es gibt Bikes für 14000 € und mehr. Aber man muss nicht zwingend so viel Geld ausgeben, um Spaß auf dem Singletrail zu haben.

Fully vs. Hardtail

Fullys sind technisch gesehen die überlegenen Mountainbikes. Aber sie sind schwerer, teurer und wartungsintensiver als Hardtails. Das erklärt, warum Hardtails auch über 40 Jahre nach ihrer Erfindung noch immer eine große Fangemeinde haben. Wenn dein Budget unter 1500 € liegt oder du keinen Bock auf die regelmäßige Wartung des Hinterbaus hast, greif zum Hardtail. Wenn dir der Fahrspaß in der Abfahrt besonders wichtig ist, oder du viel Wert auf Komfort legst, solltest du dir ein Fully kaufen.

Laufrad- und Rahmengrößen

Generell muss man bei Mountainbikes zwischen der Laufradgröße und der Rahmengröße unterscheiden. Die übliche Laufradgröße für Erwachsene beträgt 26, 27,5 oder 29 Zoll und variiert je nach Einsatzgebiet aber auch Größe des Fahrers. Es ist daher möglich, dass eine sehr große Person einen Fahrradrahmen der Größe 23 Zoll benötigt, in dem wiederum ein 29 Zoll Laufrad eingebaut ist. Die zwei Dimensionen in einem Fahrrad können für Einsteiger schnell verwirrend sein, weshalb du bei einem Verkaufsgespräch sehr genau hinhören solltest.

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