Mountainbike in der Stadt sinnvoll? Eine umfassende Betrachtung

Mountainbikes sind in erster Linie Sportgeräte für den Offroad Einsatz, dabei fällt vom günstigen und einfach ausgestatteten Hardtail bis zum Wettkampf Fully alles unter diesen weit gefassten Oberbegriff sowie deren Abwandlungen Enduro, Downhill, Dirt- und Fatbike.

Mountainbikes sind leicht erkennbar an ihren dicken Reifen und starken Profilen, die für den notwendigen Halt auf schlammigen, rutschigen Wegen sorgen und die Erschütterungen der Fahrt dämpfen sollen.

Die ersten Mountainbikes waren umgebaute 26-Zoll Beach Cruiser ohne Gangschaltung, mit Rücktrittbremse und einem Gewicht von über 20 Kilogramm.

Diese „Klunker“ dienten Ende der 70er Jahre Pionieren in Marin County wie Gary Fischer oder Joe Breezer für Downhill-Rennen oder andere spektakuläre Offroad-Ausfahrten.

Seitdem entwickelten sich die Bikes mit Federgabel, Dämpfer und anderen Rahmenmaterialien immer weiter und das Gewicht sank auf zum Teil unter 10 Kilogramm für Fullys.

Mountainbikes im urbanen Raum: Vor- und Nachteile

Mountainbikes werden auch zunehmend in der Stadt gesehen.

Gute Federung, starke Bremsen und nicht zuletzt ihr oftmals ausgefallenes Design können auch in der Stadt von Vorteil sein.

Allerdings haben die dicken Reifen einen starken Reibungswiderstand, was sie im Gegensatz zu z.B. Mountainbikes, oder kurz MTB, sind darauf spezialisiert, starke Belastungen auszuhalten.

Ihr Rahmen hat einen deutlich stärkeren Durchmesser und ist im Vergleich zu einem Rennrad um ca. 10 cm niedriger.

Federung und Komfort

Federung spielt bei Mountainbikes eine große Rolle, da der Fahrer bei sportlicher Fahrweise oft starken Stößen ausgesetzt ist.

Die meisten Mountainbikes haben mindestens eine Federung im Vorderbau, um Komfort und Stabilität zu verbessern.

Fullys (Fullsuspension Mountainbikes) sind vorne und hinten gefedert im Gegensatz zu Hardtails, die nur vorne an der Gabel eine Federung besitzen.

Hier scheiden sich meist die Geister.

Die Argumente für ein Hardtail sind in erster Linie das geringere Gewicht und der niedrigere Preis.

Da zudem weniger Teile arbeiten müssen, ist auch der Wartungsaufwand geringer und die technischen Defekte weniger.

Manche lieben auch den direkten Kontakt zum Boden ohne Federung für knackige Sprints.

Am besten sogar ohne Federgabel.

Highspeed-Junkies oder Komfortliebhaber finden ihr Heil im Fully, da man damit auch gröbere Strecken im Sitzen meistern kann, was nicht nur komfortabler, sondern auch effizienter ist.

Mittlerweile sind die voll gefederten Räder mit ihren Dämpferelementen blockierbar und im Cross-Country-Bereich nicht mehr viel schwerer als ein Hardtail.

Ab der Klasse der All Mountains oder Enduros sind Hardtails nur noch was für extreme Puristen.

Laufradgröße

Die Wahl der Laufradgröße beeinflusst das Fahrverhalten erheblich:

  • 29 Zoll: Ideal für Fahrer, die Wert auf Geschwindigkeit, Stabilität und Komfort legen.
  • 27,5 Zoll: Bietet eine gute Balance aus Agilität und Komfort.
  • Mullet (Vorderrad 29 Zoll, Hinterrad 27,5 Zoll): Kombiniert die Vorteile beider Welten.

Wer gerne schnell und geradeaus fährt und das Überrollverhalten schätzt, ist mit 29 Zoll gut bedient.

Letztendlich ist die Wahl der Laufradgröße eine persönliche Entscheidung.

Reifenauswahl

Lange Zeit war die Standardbreite bei Mountainbikes 2,1“.

Manche gingen zwar aus Gewichts- und Laufwiderstandsgründen noch auf 2,0“ oder 1,9“, aber das war nicht die Regel.

Breitere Reifen mit 2,25“ oder 2,35“ wurden nur bei Downhill- oder Freeride-Bikes genutzt.

Mittlerweile liegt der Standard bei ca. 2,25“.

Bei Enduros und All Mountains werden gerne etwas breitere Reifen bis 2,4“ aufgezogen.

Ab 2,6“ spricht man von Plus-Bereifung, die eine Zwischengröße zwischen den Standardreifen und den Fatbike-Reifen darstellt.

Damit hat man mehr Komfort als bei 2,1“-Reifen, aber weitaus weniger Rollwiderstand als bei Fatbike-Reifen.

Rahmenmaterial

Die ersten Mountainbikes waren noch aus Stahl.

Dieser Werkstoff ist robust, aber schwer.

Somit wechselten die Hersteller in den 90ern auf das leichtere Aluminium.

Da mittlerweile die Verarbeitung von Carbon immer einfacher und somit günstiger wird, gibt es immer mehr Bikes aus dem noch leichteren beziehungsweise steiferen Material Carbon.

Günstigere Mountainbikes sind weiterhin aus Aluminium.

Ein großer Vorteil bei Carbon-Rahmen ist die Freiheit bei der Rahmenform.

Bei Aluminium bestimmt die Rohrform den Rahmen.

Carbon kann dagegen über die Form freier gestaltet werden.

Das bringt weitere Vorteile bei der Integration anderer Bauteile.

Mountainbike-Typen und Einsatzzweck

Der Federweg richtet sich beim Mountainbike nach seinem Einsatzzweck.

Die Unterscheidung der Radtypen wird in der Regel durch den Federweg festgelegt.

  • Cross Country: Das Cross-Country-Bike ist das schnellste unter den Mountainbikes. Hierbei greifen viele auch gerne auf ein Hardtail zurück, da es leichter und preiswerter ist. Die Sitzhaltung ist sehr gestreckt, um bergauf genug Vortrieb zu generieren.
  • Touren- / Marathonbike: Diese Räder sind dem Cross-Country-Bike sehr ähnlich, haben aber eine gemäßigtere Geometrie und eine aufrechtere Sitzhaltung.
  • All Mountain / Trailbikes: Wer beim Biken gerne etwas gröbere Strecken unter die Räder nehmen will, der sollte auf ein Trailbike oder All Mountain setzen. Beide schaffen den Spagat zwischen einem abfahrtsorientierten MTB und einem Tourenrad für lange Touren am besten - ideal zum Beispiel für den Klassiker am Gardasee auf den Monte Altissimo und bergab über den legendären 601.
  • Enduro: Das Enduro ist mit seinem Federweg von 160 bis 180 Millimeter nur für fitte Biker bergauf länger fahrbar und für verspielte Bikepark-Touren geschaffen.
  • Downhill / Freeride: In dieser Kategorie finden sich nur Spezialisten, die 200 Millimeter oder mehr Federweg benötigen, um gröbste Abfahrten zu meistern. Suchen Sie nur im Bikepark Ihr Glück, sollten Sie sich ein Downhillbike mit ca.
  • Fatbikes: Ursprünglich für Wüsten und Schneefahrten gedacht, boomten diese Räder 2015 für ein paar Jahre und waren in jedem Bikeladen zu finden.
  • Dirtbikes: Diese Kategorie ist zwar eine kleine Nische, die sich aber tapfer seit Jahrzehnten hält. Dazu zählen Bikes mit mittlerem Federweg (80 bis 130 Millimeter) für kleine Parks mit Sprüngen. Da sie wendig sein müssen, baut man hier immer noch auf 26-Zoll- oder sogar 24-Zoll-Laufräder. Für Touren sind diese Räder größtenteils nicht geeignet, da viele keine Schaltung besitzen.

Mountainbike vs. Trekkingrad

Ab in die Berge und die Trails rocken oder komfortabel lange Strecken bewältigen?

Soll es lieber ein Mountainbike oder ein Trekkingrad sein?

Die beiden Fahrradtypen weisen zahlreiche Unterschiede und diverse Vor- und Nachteile auf, die wir im Folgenden diskutieren wollen und dir bei deiner Kaufentscheidung hoffentlich weiterhelfen können.

Was ist ein Trekkingrad?

Ein Trekkingrad ist vielseitig und damit das ideale Fahrrad, wenn man es für mehrere Einsatzzwecke nutzen möchte.

Mit einem Trekkingbike kannst du sportlich unterwegs sein, es aber auch zum Einkaufen oder für gemütliche Ausfahrten und Fahrradtouren nutzen.

Ihre Stabilität macht die Bikes auch für Menschen attraktiv, die etwas schwerer sind, oder größere Lasten transportieren wollen.

Trekkingfahrräder eignen sich daher für Stadt und Land, Straße, Schotter oder feste Waldwege.

Im Gegensatz zum MTB sollten ruppige Trails hingegen vermieden werden.

Das liegt daran, dass die Rahmen, im Vergleich zum MTB, deutlich schlanker sind und auf dünneren und schmaleren Reifen (28 Zoll) über den Untergrund rollen.

In den meisten Fällen sind Trekkingräder auch nicht mit derartigen Federelementen ausgestattet, die kraftvolle Stöße komfortabel ausgleichen können.

Günstigere Trekkingbikes sind meist mit hochwertigen Felgenbremsen ausgestattet.

Die Felgenbremse punktet mit geringem Gewicht und guter Funktion.

Hochwertigere Räder verfügen über hydraulische Felgen- oder Scheibenbremsen und sind etwas teurer, aber deutlich zuverlässiger, besser zu dosieren und somit der Felgenbremse überlegen.

Trekkingräder sind in der Regel mit Kettenschaltungen von 20-30 Gängen ausgestattet.

Selten sind Nabenschaltungen verbaut, die auch nur für tägliche Kurz- und Mittelstrecken eingesetzt werden sollten.

Zusätzlich gibt es von Shimano auch elektronische Schaltungen für das Trekkingrad: die Alfine Di2 mit 8 oder 11 Gängen.

Die elektronische Schaltung ist hochpreisig und bringt immer ein kleines Mehrgewicht mit sich.

Demgegenüber stehen jedoch jede Menge Vorteile: Ein leichter Knopfdruck ist ausreichend, um den Schaltvorgang zu initialisieren, dank versteckter Motoren schaltet die Nabe schnell, präzise, nahezu lautlos und absolut zuverlässig und langzeitstabil.

Im Vergleich zu MTBs sind Trekkingräder voll StVZO-konform: Sie verfügen über Schutzbleche, Gepäckträger, Licht und Rückstrahler, die sie für den Straßeneinsatz geeignet machen.

Ein Trekkingrad ist der optimale Begleiter für den Alltag auf der Straße und darüber hinaus auch fürs leichte Gelände einsetzbar.

Gegenüberstellung beider Bikes

Die Entscheidung ob Mountainbike oder Trekkingrad ist in erster Linie von dem bevorzugten Einsatzgebiet abhängig.

Das Trekkingrad bzw. das All Terrain Bike ist für einfaches Gelände wie Feldwege, Straßen und den Stadtverkehr konzipiert, während das Mountainbike der Spezialist für actionreiche Fahrten in schwierigem Gelände ist.

Ein wesentlicher Unterschied liegt dabei im Gewicht beider Fahrradtypen.

Mountainbikes sind mit einem Gewicht von ca. 11-14 kg deutlich leichter als die Trekkingräder, die in der Regel ein Gewicht von ca. 16-19 kg besitzen.

Selbstverständlich gibt es je nach Bauweise und Ausstattung aber auch immer Ausnahmen.

Das Gewicht des Bikes ist beim Fahren nicht zu unterschätzen, da ein Mehr an Masse gleichzeitig einen höheren Kraftaufwand erfordert.

Eng damit verwurzelt ist das Thema Geschwindigkeit, denn: ein schwereres Fahrrad ist grundsätzlich auch schneller als ein leichteres - zumindest bergab.

Aber nicht nur das Gewicht, sondern etwa auch die Beschaffenheit der Reifen und Felgen sowie der Reifendruck haben eine Auswirkung auf das Fahrtempo.

Des Weiteren unterscheiden sich Mountainbikes und Trekkingräder hinsichtlich der Sitzposition.

Trekkingräder gelten aufgrund der aufrechten Sitzposition als bequemer und entspannter, während die gebeugte Haltung auf dem Mountainbike ein anspruchsvolleres, sportlich-dynamischeres Fahren mit sich bringt.

Mit dem MTB geht es sportlicher zur Sache.

Ästhetik und Funktionalität

Der Fahrradmarkt bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Modellen, von groß bis klein, von knallig bunt bis dezent, von ausgefallen bis schlicht.

Hört man sich in der Fahrradszene um, so spielen beim Kauf nicht selten auch ästhetische Gründe eine Rolle.

Dieses Rennen dürfte das Mountainbike wohl für sich entscheiden, da seine Form und Bauweise von den meisten Bikern als optisch ansprechender als die der Trekkingräder empfunden wird.

Aber bekanntlich sind die Geschmäcker auch bei diesem Thema verschieden.

Das Trekkingrad punktet hingegen in Sachen Gepäckaufnahme, da es in der Regel über einen Gepäckträger verfügt, an dem zusätzliche Packtaschen angebracht werden können.

Aus diesem Grund sin auch längere Fahrradtouren möglich.

Das Mountainbike bietet eine schlechte bis gar keine Gepäckaufnahme.

Auch der Pflege- und Wartungsaufwand ist beim Trekkingrad grundsätzlich niedriger, da das Schutzblech vor einer starken Verschmutzung sowohl des Fahrrads als auch des Fahrers schützt.

Das Mountainbike hingegen verzichtet zumeist auf ein Schutzblech.

Des Weiteren verwendet das Trekkingrad häufig eine weniger komplexe Technik als das Mountainbike, was die Pflegearbeiten geringer macht.

ATB Fahrräder als Kompromiss

Einen schönen Kompromiss aus beiden Fahrradkategorien kann man bei den sogenannten ATB Fahrrädern finden.

Diese gibt es heutzutage natürlich auch in der ATB E-Bike Version.

Sie sind das Bindeglied zwischen Mountainbikes und Trekkingrädern und enthalten Merkmale beider Kategorien.

Das Schöne an ATBs - so vielseitig wie ihr Einsatzbereich, so günstig sind sie auch in der Anschaffung.

All Terrain Bikes für Einsteiger kannst du schon ab 500€ erstehen.

Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)

Auch wenn es den meisten Bikern nicht wichtig erscheint, so ist das Mountainbike in seiner gebräuchlichen Form nicht für den Straßenverkehr zugelassen.

Für die Fahrt auf öffentlichen Straßen ist es daher nur mit einer Zusatzausrüstung zugelassen, die maßgeblich den Bereich Beleuchtung betrifft.

Anders sieht es beim Trekkingrad aus, denn dieses entspricht in der Regel den Anforderungen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), wonach eine Lichtanlage und die nötigen Reflektoren vorhanden sein müssen.

Mit dem Trekkingbike kannst du sowohl auf befestigtem, als auch auf unbefestigtem Untergrund fahren.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Fahrradtypen spezifische Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Während das Trekkingbike ein Allrounder selbst für längere Strecken ist, eignet sich das Mountainbike für schnelle Touren im Gelände, bei denen der Fahrspaß im Vordergrund steht.

Allerdings muss man hinsichtlich der Komponenten einige Abstriche in Kauf nehmen, wenn man es mit einem Hardtail zum selben Preis vergleicht.

Hier musst also du entscheiden: Möchtest du ein vollgefedertes MTB, das dir auf den Trails etwas mehr Komfort bietet, oder das besser ausgestattete Hardtail für mehr Geschwindigkeit und geringeren Wartungsaufwand?

Bei beiden Typen dieser Preisklasse bekommst du allerdings hydraulische Scheibenbremsen und einem leichten Aluminiumrahmen.

Außerdem kannst du, am oberen Rand dieses Preissegments, für die Radnaben anstelle eines Schnellspanners eine Steckachse bekommen.

Steckachsen bieten dir in der Regel eine erhöhte Steifigkeit und ein besseres Lenkverhalten.

Preisklassen und Ausstattung

Die Ausstattung von Mountainbikes variiert stark je nach Preisklasse.

Die folgende Übersicht gibt einen Einblick, was man in den verschiedenen Preisbereichen erwarten kann:

Mountainbike Einsteigerklasse: 500-800 €

Wer neu ist und sich erst mal herantasten will, kann auf ein Einsteigerrad setzen.

Das ist in der Regel ein Hardtail ab 500 Euro.

Hochwertige Einsteigerräder gehen dann gerne bis 1500 Euro.

Mountainbike Mittelklasse: 800 - 1500 Euro

Wer nach dem Einsteigerbike Geschmack gefunden hat oder gleich einen soliden Partner für epische Touren sucht, tut das besser in der Mittelklasse.

Ab 1500 Euro gibt es bereits hochwertige Hardtails mit gutem Gewicht und ausgewogener Technik und, bei dem einen oder anderen Hersteller, ab 2000 Euro bereits einen Carbonrahmen.

Mountainbike Oberklasse: 1500-2500 €

In diesem Preissegment bekommst du richtig gute Mountainbikes, die hinsichtlich der Ausstattung schon fast alles bieten - sei es ein leichter Carbon-Rahmen oder ein zuverlässiger Einfach-Antrieb.

Der Antrieb mit nur einem Kettenblatt vorne ist vor allem für schnelle, wettkampforientierte Fahrer ein Muss, da das Schalten erleichtert und das Gewicht verringert wird.

Zudem ein Schmankerl in dieser Preiskategorie: Viele MTBs kommen mit einer Vario Sattelstütze, die du komfortabel per Knopfdruck vom Lenker nach unten fahren lassen kannst.

Mountainbike High-End-Klasse: Über 2500 €

Wer ein High-End-MTB sucht, der ist hier richtig.

Ab 2500 Euro bei den Hardtails oder 3500 bei einem Fully fängt der Premiumbereich an.

In dieser Preiskategorie bekommst du hochwertige Fully und Hardtail MTBs.

Beide Modelle verfügen über leichte Rahmen, die meist aus Carbon gefertigt sind, erstklassige Anbauteile, Tubeless-Ready Felgen, Vario-Sattelstützen, hydraulische Scheibenbremsen, Steckachsen-Systeme und zuverlässige Schaltgruppen von SRAM und Shimano.

Die Federelemente bieten ein sensibles Ansprechverhalten bei hoher Antriebsneutralität.

Sicherheit und Ausstattung nach StVZO

Mountainbikes haben in der Grundausführung keine Rückstrahler, Licht oder Klingel, sind also nicht im Sinne der Straßenverkehrsordnung ausgestattet.

Für Fahrräder sind vor allem die Paragraphen 63 bis 67 relevant.

Die wichtigsten Regelungen für Fahrräder nach der StVZO, Stand 2023, sind wie folgt:

  • Klingel: Fahrräder müssen eine helltönende Glocke haben. Andere Warnsignale wie Hupen oder stetig Lärm verursachende Signale wie Radlaufglocken sind nicht erlaubt (§ 64a StVZO).
  • Bremsen: Fahrräder müssen zwei voneinander unabhängig wirkende Bremssysteme haben, die während der Fahrt leicht zu bedienen sind und den Fahrbahnbelag nicht beschädigen. Eine Vorder- und Hinterradbremse sind gesetzlich vorgeschrieben (§ 65 StVZO).
  • Beleuchtung: Fahrräder müssen bei Dunkelheit oder schlechter Sicht mit Beleuchtung ausgestattet sein. Seit dem 1. Juni 2017 sind batteriebetriebene Lampen erlaubt. Die Stromquelle muss mindestens 3 Watt Leistung und eine Nennspannung von 6 Volt haben. Frontstrahler müssen mindestens 10 Lux Beleuchtungsstärke erzeugen, und das Rücklicht darf nicht tiefer als 25 cm über dem Boden montiert werden. Weiße und rote Reflektoren sind verpflichtend und dürfen auch in den Lampen integriert sein (§ 67 StVZO).
  • Reflektoren: Fahrräder sollten seitlich jeweils zwei Reflektorstreifen oder gelbe Speichenreflektoren pro Rad haben. Ein weißer Reflektor vorne und ein roter Rückstrahler der Kategorie „Z“ hinten sind vorgeschrieben. Gelbe Reflektoren sind auch an den Pedalen erforderlich.

Diese Regelungen gelten unabhängig vom Fahrradtyp, sei es ein Mountainbike, Rennrad oder City-Bike.

Ausgenommen sind Kinderfahrräder, da Kinder bis zu einem Alter von acht Jahren auf dem Gehweg fahren müssen und nicht direkt am Straßenverkehr teilnehmen.

Die StVZO wird jedoch schrittweise abgebaut und in andere Verordnungen überführt, was bedeutet, dass sich die Regelungen in Zukunft ändern könnten.

Wartung und Pflege

Mountainbikes besitzen viele technische Bauteile, die es zu warten gilt.

Deshalb sollte man sein Rad regelmäßig zu den Serviceintervallen in die Werkstatt bringen.

Besonders wichtig sind Federgabel, Dämpfer, Variostütze und andere beweglichen Anbauteile.

Beachten sollte man auch immer den empfohlenen Luftdruck bei Reifen, Federelementen und eventuell der Vario-Sattelstütze, sofern diese luftunterstützt arbeitet.

Bei den Reifen führt das ansonsten gerne zu Defekten an Schlauch und Felgen.

Federgabel und Dämpfer können bei zu geringem Druck durchschlagen und Schäden erleiden.

Pflegemaßnahmen

Neben dem Service, den man in regelmäßigen Intervallen beim Händler durchführen lassen sollte, bedarf es weiterer Pflegemaßnahmen, damit das Rad lange problemlos läuft.

Der Pflegeaufwand ist etwas höher als bei einem Stadtrad, das meist auf geteerten Straßen unterwegs ist.

Überdies hat ein Fully aufgrund mehr bewegter Teile einen höheren Pflegeaufwand als ein Hardtail.

Vor der Fahrt: Luftdruck in den Reifen prüfen. Bei elektronischen Schaltungen und anderen elektronischen Bauteilen ab und zu die Akkustände kontrollieren.

Nach der Fahrt: Bei Regenfahrten oder Schmutz das Rad mit Wasser reinigen, die Kette schmieren und mit einem Tuch abziehen.

Zusätzliche Ausrüstung

Wer stolzer Besitzer eines Mountainbikes ist, sollte sich dessen bewusst sein, dass er das eine oder andere noch benötigt, um glücklich seinem Hobby nachzugehen.

Ganz oben steht dabei ein passender Helm.

Mountainbike-Helme gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen.

Wichtig ist dabei, dass er passt und nicht wackelt.

Als Schutz für die Hände empfehlen wir außerdem noch Handschuhe.

Sinnvoll fürs Mountainbiken sind lange Fingerhandschuhe, da man gerne mal an Brennnesseln oder Ästen hängen bleibt und so Schürfwunden vermeiden kann - auch bei einem Sturz.

Wer sich sportlich mit dem Bike bewegt, sollte auch an Funktionsbekleidung denken.

Die saugt sich nicht wie ein Baumwolltrikot voll, sondern transportiert den Schweiß nach außen zum Trocknen, sodass man nicht in den nassen Klamotten auskühlt.

Wer sehr sportlich unterwegs ist, sollte Schuhe mit Systempedalen in Betracht ziehen.

Neben der Bekleidung empfehlen wir, auch mobile Werkzeuge und eine Regenjacke mitzuführen.

Was das Werkzeug betrifft, sind ein Minitool mit Kettennieter, eine kleine Luftpumpe und entweder ein Ersatzschlauch oder Flickzeug zum Reparieren des Schlauches beziehungsweise bei einem Tubeless-System des Reifens sinnvoll.

Sie üben am besten vorab das Vernieten an einer defekten Kette, damit es dann während der Tour klappt.

Wer bei Hitze fährt oder längere Touren plant, sollte zudem an Getränke und Verpflegung denken.

Dann empfiehlt sich ein spezieller Mountainbike-Rucksack, um die Gegenstände am Rücken gut zu platzieren.

Ein schlechter Rucksack kann den Flow und somit den Spaß beim Biken ansonsten schnell behindern.

Wer oft neue Touren erkunden will, sollte sich ein Tool für die Tourenplanung zulegen.

Dafür eignet sich zum Beispiel gut Komoot am Handy.

Dazu braucht es nur ein Handy mit Halter am Bike.

E-Mountainbikes im Alltag

Ob es Sinn macht ein eMTB auch als Alltagsrad oder zum Pendeln zu nutzen, hängt also stark von den Wegen ab, die man zu bewältigen hat.

Hat man auf der Fahrt ins Büro z.B. Wem Durchschnittsgeschwindigkeiten von 25 km/ h ausreichen und wer am Wochenende das eMTB auch noch als Sportgerät in seiner Freizeit einsetzen will, dem taugt auch ein eMTB sicher für seine Alltagsstrecken.

Noch sinnvoller wird es, wenn der Arbeitsweg hügelig, steil und durch super schöne Waldgebiete mit feinsten Trails führt.

Diebstahlschutz und Infrastruktur

In puncto Sicherheit würde ich mir wünschen, dass Arbeitgeber, Städte und Kommunen endlich reagieren und auch für Fahrräder einbruchsichere Parkhäuser bzw. fest umschlossene Fahrradboxen bereit stellen würden.

Diese Boxen sollten natürlich nicht nur monatlich mietbar sein, sondern eben wie Parkhäuser auch, eine Möglichkeit bieten, spontan beim Einkaufen oder am Bahnhof sein Rad abzuschließen.

Verschleiß beim Pendeln mit dem eMTB

In puncto Verschleiß beim Pendeln mit dem eMTB kann vermutlich vor allem bei den Reifen eine schnellere Abnutzung eintreten.

Micha löst das bei seinem Crosser, der ja ebenfalls eigentlich eher eine schmaler Stollenbereifung hat, mit einem zweiten Rennradlaufradsatz, den er für das Pendeln schnell einbauen kann.

Fazit

Die Entscheidung, ob ein Mountainbike in der Stadt sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Fahrstrecke: Sind die Wege überwiegend asphaltiert oder gibt es auch unbefestigte Abschnitte?
  • Fahrstil: Bevorzugt man eine sportliche oder eher eine komfortable Fahrweise?
  • Budget: Wie viel Geld möchte man für ein Fahrrad ausgeben?

Ein Mountainbike kann in der Stadt eine gute Wahl sein, wenn man Wert auf Komfort, Sicherheit und Vielseitigkeit legt.

Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass es im Vergleich zu anderen Fahrradtypen einige Nachteile hat, wie z.B. das höhere Gewicht und der höhere Rollwiderstand.

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