Mountainbike Jugend 27 5 Zoll Test: Die Richtige Wahl für Junge Biker

Flowtrails, Bikeparks, Pumptracks - Mountainbiken erfreut sich auch beim Nachwuchs immer größerer Beliebtheit. Klar, dass auch das Material mit den wachsenden Ansprüchen der Kids mithalten muss. Besonders Junior-Fullys sind heute kleine Kopien ihrer großen Brüder.

Welches Mountainbike ist das Richtige?

Die Zeiten, in denen die Suche nach einem guten Bike Eltern noch zur Verzweiflung trieb, sind glücklicherweise jetzt vorbei! Wir helfen und sagen, welche Fullys mit 24, 26 und 27,5 Zoll Kindern im Alter von den Sprung in die große weite Welt des Bikens ermöglichen. Doch ein gutes Kinder-Bike ist sein Geld allemal wert.

Hardtail oder Fully?

Ist Ihr Sprössling überwiegend auf leichten Trails unterwegs oder noch am Anfang seiner Bike-Karriere? Dann schult ein Hardtail Fahrtechnik und Linienwahl. Mit steigendem Können, auf technischen Trails mit Sprüngen oder Drops, führt aber kein Weg an einem Fully vorbei. Dabei gilt es, ein paar wichtige Punkte zu beachten.

Größe und Geometrie

Weil das Verhältnis der Schrittlänge zum Oberkörper bei Kindern kaum variiert, ist die Körpergröße der wichtigste Faktor bei der Größenwahl. Was Sie beachten müssen und welche Laufradgröße wann die richtige ist, erfahren Sie in BIKE 4/2021.

Gewicht

Würden Sie ein 30 Kilo schweres Bike berghochstrampeln wollen? Sicher nicht. Der Spaßfaktor korreliert also direkt mit dem Gewicht des Bikes. Hier gilt schlicht: so leicht wie möglich.

Die Ausstattung

Ja, V-Brakes sind leicht und einfach zu warten. In anspruchsvollem Gelände sind hydraulische Scheibenbremsen aber klar im Vorteil. Die Hebel müssen sich aber unbedingt auf die kleinen Kinderhände einstellen lassen. Beim Antrieb gilt: möglichst einfach. Welche Details bei der Kinder-Bike-Ausstattung wichtig sind, lesen Sie in unserem Themenschwerpunkt "Kids & Bikes".

Kurbellänge und Q-Faktor

Noch immer wird die Kurbellänge oft vernachlässigt. Dabei ist sie ein entscheidender Faktor für einen ergonomischen Bewegungsablauf. Stehen die Kurbeln wiederum zu weit auseinander (Q-Faktor), werden die Beine beim Treten in eine X-Stellung gezwungen. Das kann Knieschmerzen provozieren. Was sind hier für Kinder-Bikes gute Maße? In BIKE 4/2021 finden Sie die Antworten.

Vorstellung von Kinder-Mountainbikes

Hier sind einige Beispiele für Kinder-Fullys, die im Bikepark Oberammergau getestet wurden:

  • CUBE Stereo 240 Pro: 2,4 kg / 120/120 mm / 24" / 2049 Euro
  • EARLY RIDER Hellion X24: 11,99 kg / 120/100-125 mm / 24" / 2499,99 Euro
  • ROCKY MOUNTAIN Reaper 24 Zoll: 13,00 kg / 120/130 mm / 24" / 2100 Euro
  • SCOTT Ransom 600: 13,77 kg / 140/130 mm / 26" / 1799 Euro
  • VPACE Moritz275 S: 12,2 kg / 140/130 mm / 27,5" / 2599 Euro
  • YT Jeffsy Primus JP 24: 12,46 kg / 130/130 mm / 24" / 1899 Euro

Mindestens 1800 Euro kosten die Kinder-Fullys aus unserem Test. Wir erklären in unserem Themenschwerpunkt "Kids & Bikes" in BIKE 4/2021, auf welche Punkte sie beim Kauf besonders achten sollten.

27,5 Zoll als Goldener Mittelweg?

Demgegenüber erhebt seit Neuestem eine dritte Größe mit 27,5 Zoll (auch 650B genannt) den Anspruch auf den goldenen Mittelweg. Sie hat gleichzeitig dazu geführt, dass in Zukunft mehr Individualität bei der Radgröße möglich ist - je nach Einsatzgebiet und Körpergröße.

Nicht zuletzt am letzten Punkt setzen die Befürworter der 27,5-er an. Denn sie sollen die Vorteile der 26-er und 29-er in sich vereinen. Kaum schwerer und größer als ein 26-er, sind die Abstriche hinsichtlich Beschleunigung, Spritzigkeit sowie Wendigkeit eher marginal. Da auch die Rahmengeometrie nicht so stark verändert werden muss, ist eine sportliche Sitzposition möglich. Gleichzeitig jedoch legen sie wie 29-er ein besseres Überrollverhalten und mehr Traktion an den Tag, verzeihen Fahrfehler leichter und bieten ein Plus an subjektivem Sicherheitsgefühl und Komfort - kurzum: 27,5-er sollen das Beste aus zwei Welten vereinen, und zwar hauptsächlich bei kleineren bis mittleren Körpergrößen.

Zudem lassen sich die Reifen in viele 26-er-Räder einbauen, das heißt, nicht immer muss gleich, wie bei einem 29-er, ein neues Rad angeschafft werden. Je nach Streckenprofil kann der 26-er-Reifen durch den 27,5-er ausgetauscht werden - für enge Strecken etwa wählt man Ersteren, für tiefes, unebenes Gelände mit steilen Abfahrten Letzteren aus. 27-er lassen sich außerdem viel leichter auf nahezu alle Federwegklassen ausrichten, Einschränkungen wie bei den 29-ern gibt es also nicht.

Kein Wunder also, dass viele Hersteller derzeit - nach den Problemen, die sie bei der Geometrie-Entwicklung für die 29-er überwinden mussten - in den Reifen ein großes Zukunftspotenzial sehen. Derzeit wird sie vor allem noch Kunden mit kleinen Rahmengrößen (S oder sogar XS) als bessere Alternative zu einem 26-er besonders ans Herz gelegt, während 29-er großen FahrerInnen sowie Marathon-/Tourenfahrern als ideale Reifengröße empfohlen wird.

Ausblick

Für die Zukunft bedeuten dies, dass neben der Rahmengröße auch die Reifengröße bei der Anschaffung eines neuen Mountainbikes in den Blick genommen werden muss. Dabei erwachsen für den Kunden aus der größeren Auswahl auch bessere Chancen, das Rad im Hinblick auf die Einsatzgebiete sowie, nicht zu vergessen, die Körpergröße perfekter als in der Vergangenheit, in denen es nur eine Normgröße gab, zu optimieren. Das größte Zukunftspotenzial haben aktuell aber sicher die 27,5-er, da sie auch für die Hersteller mehr Optionen hinsichtlich der Rahmenkonstruktion sowie der Federwege bieten.

Jugendfahrräder mit 27,5 Zoll im Detail

Bei immer mehr Herstellern löst 27,5 Zoll die Laufradgröße 26 Zoll ab. Selbst wenn 27,5" vom Durchmesser nur 1,5 Zoll (Umrechnung: 1 Zoll = 2,54 cm) mehr ist als 26", wirkt sich dieser Unterschied bei der Gesamtgröße des Fahrrads deutlich aus. 27,5-Zoll Laufräder sind im Umfang 3,81 cm größer als 26-Zoll Räder, das Fahrrad ist also höher! Dies kann bei der Auswahl der passenden Größe den kleinen, feinen Unterschied machen!

Hier sind einige Beispiele für 27,5 Zoll Fahrräder für Kinder ab 140 cm:

  • Pyro Twentyseven-5: Ein leichtes Jugendfahrrad für Mädchen und Jungs. Selbst ausgedehnte Ausflüge und Touren sollen damit Spaß machen, denn mit 9,2 kg zählt das Bike zu den Leichteren seiner Art. Geschaltet wird mit einer 10-Gang-Kettenschaltung, die bergauf- und bergab die passenden Gänge bereitstellt. Erhältlich in mint und schwarz matt. Alter: ab 10 Jahren, Schrittlänge: ab 70 cm, Gewicht: 9,6 kg, Preis: ab 989,00 Euro.
  • Ku Bikes 27,5 MTB Disc: Gemacht für Offroad-Einsätze! Es kommt mit kräftigen Scheibenbremsen, einer individuell aufs Körpergewicht abstimmbaren Luftfedergabel und 10 Gängen. Dank stark abfallendem Oberrohr passt das Bike schon kleinen Shreddern mit einer Innenbeinlänge ab 69 cm. Erhältlich auch als Custom-Modell und Light-Version! Alter: ab 10 Jahren, Körpergröße: ab 155 cm, Schrittlänge: ab 69 cm, Gewicht 11,6 kg, Preis: ab 949,00 Euro.

Kinder-MTBs im Test: Was ist wichtig?

Der Test zeigt: Kinder-Bikes haben an Format gewonnen. Grobe Ausreißer haben wir nicht beobachtet. Die Räder sind für die Kinder durchweg gut bedienbar. Die Federelemente funktionieren gut - keine Selbstverständlichkeit bei Fahrergewichten ab rund 30 kg. Nicht nur Nischenanbieter machen einen guten Job, auch große Hersteller wie Canyon und Scott nehmen die kleinen Biker ernst und stellen potente, sogar regelrecht günstig kalkulierte Räder auf die Stollen.

Für viele Eltern ist der Preis dennoch das größte Hindernis auf dem Weg zum passenden Rad für den Nachwuchs. 2000 Euro oder mehr für ein Kinder-MTB? Das finden nicht wenige verrückt. Aber warum eigentlich? Gerade Kinder brauchen gutes Material. Mit leichten und passenden Bikes lernen Kinder spielerisch Biken. Wer Glücksmomente fördern will, spart daher besser am eigenen Rad und gönnt den Kindern nicht weniger als sich selbst. Dann klappt es auch mit dem gemeinsamen Biken - mit oder ohne Fahrwerk.

Schaltung: Einfach ist König!

  1. Alle Testräder haben Einfach-Blätter. Das ist der größte Fortschritt gegenüber früher und auch ein Grund, in neue Bikes zu investieren und Kids nicht mit altem Material auf die Trails zu schicken. Kinder konnten noch nie Umwerfer bedienen.
  2. 8, 9, 10, 11 oder 12? Das kommt darauf an: 11 oder 12 Ritzel sind top, vor allem auf Touren mit richtigen Anstiegen. Ausreichend leichte Gänge an Bord zu haben, ist aber wichtiger als eine feine Abstufung. Über das Blatt vorne lässt sich die Übersetzung theoretisch anpassen. Ersatzblätter für die Kinderkurbeln sind praktisch aber nicht immer leicht aufzutreiben.
  3. Drehgriffe sind intuitiver, Trigger-Schalter mit guten Zügen aber auch gut geeignet, wenn sauber eingestellt.
  4. Kinder verschleißen die Antriebe kaum, es müssen nicht die teuersten Ritzel sein.

Das perfekte Kinder-Bike finden

Rad1.de bietet Ihnen eine reichhaltige Auswahl an Jugendrädern in Mädchen- oder Jungenausführung in verschiedenen Lackierungen an. Eine Möglichkeit ist eines der zahlreichen Jugendfahrräder aus dem Onlineshop von rad1.de. Die Fahrräder von rad1.de haben ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Jugendfahrräder gibt es für Jungen und für Mädchen, je nach dem kann man sich nach dem Rahmen richten, da Mädchen mit dem Aufstieg mehr Probleme als Jungs haben.

Die Jugendfahrräder sind in der Regel mit Naben- oder Kettenschaltung erhältlich. Die Nabenschaltungen bei den Jugendfahrrädern gehen von drei bis zu maximal acht Gängen, bei den Kettenschaltungen sind es sogar bis zu 27 Gänge. Für den alltäglichen Gebrauch sind diese Räder robust und durchdacht ausgestattet - eine Lichtanlage, nach Möglichkeit mit Nabendynamo und Standlichtfunktion garantiert für die Sicherheit Ihrer Kinder und die robusten ATB Rahmen mit den stabilen Laufrädern und Reifen sichern eine lange Lebensdauer.

Wir bieten diese Jugendräder mit einer robusten und wartungsarmen Nabenschaltung mit Rücktritt-Bremse oder mit einer 21-Gang Kettenschaltung an und Sie können ebenfalls zwischen der sportlichen Variante mit Steckschutzblechen oder der praktischen Ausführung mit festen Schutzblechen und Gepäckträger für den Taschentransport wählen.

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