Für viele ist ein Mountainbike mehr als nur ein Sportgerät; es ist ein vielseitiges Transportmittel. Doch was, wenn man dieses geländegängige Gefährt auch im Straßenverkehr nutzen möchte? Hier erfahren Sie, was es braucht, um ein Mountainbike StVO-konform zu machen.
Warum Mountainbikes oft nicht verkehrssicher sind
Mountainbikes sind primär für den sportlichen Einsatz konzipiert und daher oft nicht für den öffentlichen Straßenverkehr ausgerüstet. Um dies zu ändern, sind Nachrüstungen erforderlich.
Was muss nachgerüstet werden?
Um den gesetzlichen Vorschriften zu entsprechen, müssen Beleuchtungseinrichtungen, Reflektoren und eine Klingel angebracht werden. Fallen bei einer Verkehrskontrolle Mängel auf, können Verwarngelder zwischen 20 und 35 Euro anfallen.
Die StVZO-Anforderungen im Detail
Die Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt in den Paragraphen 63 bis 67 spezifische Regeln für Fahrräder vor. Zuallererst brauchen Sie als Basis ein sicheres Mountainbike.
Beleuchtung
Vorne benötigt Ihr Mountainbike einen weißen Scheinwerfer, dessen Lichtkegel 5 Meter vor dem Rad maximal halb so hoch über dem Boden steht wie der Scheinwerfer selbst. Er muss also ein kleines Bisschen nach unten geneigt sein. Beide Scheinwerfer können von einer Lichtmaschine (auch „Dynamo“ genannt) mit Strom versorgt werden.
Damit Ihr Mountainbike verkehrssicher wird, reicht Licht allein nicht aus. Es braucht zusätzlich vorne einen weißen und hinten mindestens einen roten Rückstrahler.
Reflektoren
Bei dem Reflektor muss es sich um einen Großflächen-Rückstrahler mit „Z“-Kennzeichnung handeln. In die Speichen von jedem straßentauglichen MTB gehören mindestens zwei gelbe Rückstrahler (auch „Katzenauge“ genannt), die im Abstand von 180 Grad zueinander angebracht werden und sich damit direkt gegenüberstehen.
Auch die Pedale brauchen eigene Beleuchtungselemente, damit Ihr Mountainbike vollständig verkehrssicher wird. Konkret sind dies gelbe Rückstrahler, welche jeweils an der Vorder- und an der Hinterseite der Pedale angebracht werden.
Weitere Anforderungen
- Helltönende Glocke: Eine „helltönende Glocke“ als Schallzeichen ist vorgeschrieben, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen (§ 64a StVZO).
- Bremsen: Ein Fahrrad benötigt im Straßenverkehr mindestens zwei Bremsen, die unabhängig voneinander bedient werden können.
Empfehlungen für sicheres Fahren
Neben den gesetzlichen Anforderungen ist es empfehlenswert, einen speziellen Mountainbike-Helm zu tragen. Viele MTBs haben keine Schutzbleche. Wenn Sie auf Off-Road-Pisten sowieso am ganzen Körper schmutzig werden, macht das auch nichts aus.
E-Mountainbikes und die StVZO
Auch bei E-Mountainbikes gibt es einiges zu beachten, um sie StVO-konform zu machen. Hierbei spielen vor allem die Beleuchtung und die Leistung eine Rolle.
E-Bike-Scheinwerfer im Vergleich
Es gibt verschiedene E-Bike-Scheinwerfer mit StVZO-Zulassung auf dem Markt. Diese Lampen werden direkt am Lichtausgang des Motors angeschlossen und ziehen die nötige Energie aus dem Haupt-Akku.
Im Test wurden verschiedene Modelle auf Helligkeit, Lichtverteilung und Handhabung geprüft. Einige der getesteten Modelle sind:
- Busch & Müller IQ-XM (mit Fernlicht)
- Lezyne ebike power hb StVZO (mit Fernlicht)
- Lupine SL X (mit Fernlicht)
- Supernova M99 Mini Pro (mit Fernlicht)
Die Testergebnisse im Überblick
In der Praxis relativieren sich die Messwerte schnell: Nicht die reine Lichtmenge, sondern die sinnvolle Ausleuchtung definiert die wahre Qualität einer Lampe. So strahlt beispielsweise der Lichtkegel von Lezyne in beiden Leuchtstufen sehr gut in die Ferne, doch die Bereiche links und rechts des Weges sind eher unterbeleuchtet. So wird die enge Kurvenfahrt schnell zum Blindflug. Auch unangenehm fürs Auge: Das Leuchtbild ist extrem inhomogen. In dieser Hinsicht leisten dagegen die Modelle von Lupine und Supernova hervorragende Arbeit. Sie zeichnen sich durch ein sehr gleichmäßiges und breites Leuchtbild aus, das auch die Bereiche abseits der Wege gut ausleuchtet. Insbesondere Lupine sticht beim Abblendlicht aus der Masse des Testfelds hervor.
Eine Tabelle mit den Testergebnissen:
| Modell | Fernlicht (Lumen) | Abblendlicht (Lumen) | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Busch & Müller IQ-XM | 770 | 308 | Gut |
| Lezyne ebike power hb StVZO | 691 | 336 | Befriedigend |
| Lupine SL X | 1230 | 691 | Sehr gut |
| Supernova M99 Mini Pro | 1244 | 416 | Sehr gut |
Das SachsenRAD R6 Neo im Fokus
Das SachsenRAD R6 Neo ist ein E-Mountainbike, das sich sowohl für den Stadtverkehr als auch für längere Strecken und Touren durch die Berge eignet. Es bietet eine komfortable Ausstattung, ein hohes Maß an Sicherheit und ist im mittleren Preissegment angesiedelt.
Design und Sicherheit
Das E-Mountainbike hat für sein Design den German Design Award 2022 erhalten. Es wurde von einem deutschen Designerteam entwickelt. Das Mountainbike mit Elektromotor begeistert mit einer sportlich-eleganten Optik und verströmt einen Hauch von Leichtigkeit. Der TÜV hat die Konformität zur Straßenverkehrszulassung (StVZO) zertifiziert. Nicht nur der Rahmen, sondern auch der Akku wurde vom TÜV getestet.
Ausstattung
Das LED-Front- und Rücklicht überzeugt mit Helligkeit und entspricht den Richtlinien der StVO. Das E-Mountainbike verfügt über eine Qualitätsschaltung der Marke Shimano. Es handelt sich um die Shimano-Tourney-TX-7-Gang-Schaltung.
Das Steuerdisplay mit USB-Lademöglichkeit zeigt Batteriestand, maximale und minimale Geschwindigkeit, aktuelle Geschwindigkeit, Unterstützungsstufen, Motor-Output, Distanz- und Gesamtstrecke, Fahrzeit und Fehlercodes an.
Motor und Akku
Das SachsenRAD R6 Neo hat keinen Motor von einem Zulieferer, sondern der Motor wurde in Deutschland hergestellt. Er wurde von SachsenRAD entwickelt und gefertigt. Er verfügt über eine Leistung von 250 Watt und ist bürstenlos. Das E-Mountainbike hat einen leistungsstarken Lithium-Akku mit 500 Watt/Stunde, 36 Volt und 13,4 Ah. Er hat mit 150 Kilometern eine erstaunliche Reichweite.
Alternativen und Preiswerte E-Mountainbikes
Wer nach günstigeren Optionen sucht, findet auch preiswerte E-Mountainbikes von 600 Euro bis 1400 Euro auf dem Markt. Diese Modelle sind oft robust verarbeitet und eignen sich auch für den Stadtverkehr.
Empfehlenswerte Modelle
- Eleglide M2: Bietet hydraulische Bremsen, einen starken Motor und einen großzügigen Akku zu einem günstigen Preis.
- Telefunken Aufsteiger M925: Überzeugt mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen.
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