Mountainbike oder Rennrad: Ein Trainingsvergleich

Rennräder und Mountainbikes könnten vom Konzept her nicht unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite das filigrane und aerodynamische Leichtgewicht - auf der anderen Seite der grobstollige Offroader mit breitem Lenker. Gemeinsam haben jedoch beide Bikes, dass sie in ihrem Metier hervorragende Partner für Training und Wettkampf sind. Durch ihre unterschiedliche Ausrichtung nehmen sie sich gegenseitig so gut wie keine Marktanteile ab, vielmehr ergänzen sie sich für den ambitionierten Radsportler zu einer breiten Vielfalt an Fahrmöglichkeiten.

Für welche Zwecke ein Rennrad geeignet ist, in welchem Terrain ein Mountainbike die richtige Wahl ist und warum du mit beiden Kandidaten das Rundum-Sorglos-Paket für sportliches Radfahren besitzt, haben wir für dich in diesem Beitrag zusammengestellt.

Straßen- vs. Gelände-Sport

Rennrad oder Mountainbike - oder vielleicht doch beides? So abwegig ist der Gedanke gar nicht. Klar, das Rennrad gehört auf die Straße und das Mountainbike ins Gelände, doch genau dadurch ergeben sich für dich vielfältige und abwechslungsreiche Gestaltungsmöglichkeiten deines radsportspezifischen Trainings.

Die einzelnen Trainingsbereiche können mit dem Rennrad auf der Straße ziemlich genau gesteuert werden. Grundlagen-, Entwicklungs-, und Spitzenbereich bis hin zu Intervallen und Trittfrequenztraining sind auf der Straße gut umzusetzen und kontrolliert fahrbar. Auf dem Mountainbike dagegen kann der Rennradfahrer seine Fahrtechnik, die Radbeherrschung und die wechselnde Belastung trainieren, was im Alltag und im Wettkampf große Vorteile bringt. Die Belastung beim Mountainbiken richtet sich stark nach der Topographie und kann daher nicht so präzise dosiert werden wie auf dem Rennrad.

Trotzdem brauchen Mountainbiker ebenfalls eine gute Grundlagenausdauer, die sich hervorragend auf dem Rennrad trainieren lässt. Je nachdem, ob du im Straßen- oder eher im Geländesport zuhause bist, solltest du in puncto Qualität und Ausstattung deinen Schwerpunkt auf dieses Bike ausrichten.

Als hauptsächlicher Rennradfahrer wirst du dir also eher ein hochwertiges Rennrad für deine Trainingsfahrten und Wettkämpfe holen und als Ergänzung ein Mountainbike der unteren bis mittleren Preiskategorie. Andersrum empfiehlt sich diese Vorgehensweise für Mountainbiker: Ein hochwertiges MTB mit entsprechender Ausstattung für den Einsatz in deinem bevorzugten Gelände und als Ergänzung ein gutes, aber günstiges Rennrad für die nötige Grundlagenausdauer.

Was ist ein Rennrad?

Rennräder sind leichte und aerodynamische Sportgeräte mit einem breiten Einsatzgebiet und es gibt sie je nach Ausrichtung mit unterschiedlichen Schwerpunkten. In den vier Kategorien Aero, Race, Endurance und Allroad findest du vom einfachen Trainingsrad bis zum wettkampftauglichen High-End Renner nahezu alles, was sich ein Radsportler wünschen kann.

Rennräder sind für sportliche Fahrten aller Art und das alltägliche Training geeignet - von langen und ruhigen Grundlageneinheiten, über dynamische Gruppenfahrten, gesellige RTFs bis hin zu intensiven Belastungen im Entwicklungsbereich.

Bereifung

Da das Rennrad in der Regel auf der Straße bewegt wird, ist die Bereifung auf niedriges Gewicht und wenig Rollwiderstand ausgelegt. Reifenbreiten von 23 bis 28 mm sind aktuell gängiger Standard, wobei sich die etwas breiteren Reifen aufgrund des höheren Komforts durchgesetzt haben.

Übersetzung

Je nach Einsatzzweck wird das Rennrad mit einer entsprechenden Übersetzung ausgestattet. Die Kompaktkurbel mit 50/34 Kettenblättern vorne stellt die ideale Übersetzung für den Hobbysportler dar, während hinten meist Ritzel mit den Abstufungen von 25-11 bis 32-11 verbaut werden - damit ist das Rennrad nahezu für alle Streckenprofile geeignet.

Weitere Kettenblattoptionen sind die 53/39 Variante für Tempofahrten, flaches Terrain und gut trainierte Radsportler, sowie die noch junge Semi-Kompaktkurbel, die mit 52/36 die Mitte zwischen Kompakt- und klassischer „Heldenkurbel“ bildet.

Bremsen

Die Scheibenbremse am Rennrad war lange Zeit Grund kontrovers geführter Diskussionen unter Radsportlern, was sich jedoch mittlerweile dank einheitlicher Standards und technischer Ausgereiftheit gelegt hat. Die meisten Hersteller bieten ihre Modelle sowohl mit Scheiben- und Felgenbremse an und überlassen die Entscheidung somit dem Käufer:

Leichte Fahrer in flachen Terrain greifen weiterhin gerne zur leichten und einfach aufgebauten Felgenbremse, wogegen sich schwerere Fahrer und Fahrer in hügeligem Gelände auf eine zuverlässige und witterungsunabhängige Bremsleistung der Scheibenbremse verlassen können.

Sitzposition

Auf allen Rennrädern sitzt du grundsätzlich sportlich - wie sportlich, wird von der Ausrichtung des Bikes bestimmt, die du anhand des Stack-to-Reach (StR) erkennen kannst. Ein Wert kleiner als 1,45 steht für eine sportlich gestreckte Sitzposition, Werte zwischen 1,45 und 1,55 für eine gemäßigte Sitzposition und Werte größer als 1,55 stehen für eine komfortable Geometrie.

Rennradfahrer verzichten gerne auf überflüssigen Ballast: Schutzbleche, Ständer und Gepäckträger kosten nur Gewicht und Luftwiderstand, deshalb werden solche Teile nur selten an sportlich genutzten Rennrädern verbaut. Bei einer notwendigen Beleuchtung wird meist auf leichte und einfach zu entfernende Steckbeleuchtung gesetzt.

Was ist ein Mountainbike?

Mountainbikes wurden für den Einsatz in grobem Gelände gebaut. Wald- und Schotterwege, lose und matschige Untergründe, sowie anspruchsvolle Trails bis hin zu extra angelegten Strecken sind das bevorzugte Terrain der Mountainbikes.

Bereifung

Profilreifen mit einer Breite ab 2“ Zoll bieten die erforderliche Traktion und dämpfen Sprünge zusätzlich über ihr großes Volumen. Bei den aktuellen MTB Modellen kannst du bei den meisten Herstellern zwischen den agilen 27,5“ Zoll (650b) und den laufruhigen 29“ Zoll großen Laufrädern wählen - die altbekannte Laufradgröße 26“ Zoll ist nur noch selten und eher im Downhillbereich zu treffen.

Antrieb

Der Antrieb muss in der Regel einen großen Einsatzbereich abdecken, da der Mountainbiker von steilen Kletterpassagen bis zu temporeichen Abfahrten den jeweils passenden Gang benötigt. Als gängiger Standard im MTB Bereich haben sich über alle Preis- und Qualitätsstufen hinweg die Kettenschaltung mit Zweifachkurbel etabliert, allerdings werden höherwertige Mountainbikes zunehmend mit dem noch jungen Einfachkurbel Antrieb ausgestattet.

Bremsen

Bei den Bremsen waren die Mountainbikes seinerzeit Vorreiter und haben die Scheibenbremse am Fahrrad etabliert. Von der einfachen und mechanisch betätigten Variante bis hin zum leistungsstarken und hydraulisch betätigten Exemplar bietet die Scheibenbremse unabhängig von Schmutz und Wetter maximale Verzögerung und ist daher die beste Wahl für den ruppigen Offroadeinsatz.

Federelemente

Der Hub von Federgabel und Dämpfer werden von der Ausrichtung und dem Schwerpunkt des Bikes bestimmt, sollen Unebenheiten abfedern und für eine gute Traktion in jedem Gelände sorgen. Einfache Hardtails für leichtes Gelände verfügen meist über 100mm Federweg an der Front, Touren-Fullys dagegen besitzen für den längeren Einsatz in gemäßigtem Gelände Federwege zwischen 120mm und 140mm; die Enduros mit der Eignung für mittelschweres bis alpines Gelände weisen oft Federwege zwischen 150mm und 180mm auf.

Downhillbikes müssen Sprünge aus großen Höhen wegstecken und verwurzelte Trails meistern, daher sind Federwege zwischen 180mm und 240mm absolute Voraussetzung und gängiger Standard in dieser Kategorie.

Im unteren bis mittleren Preissegment bieten einige Hersteller sogar Mountainbikes mit einer StVZO Ausstattung an, um Sport und Alltag besser verbinden zu können. In der Regel werden Schutzbleche und Beleuchtung aber nur bei bestehendem Bedarf und dann meist als leicht zu entfernende Steck-Variante verwendet.

Rennrad oder Mountainbike? - Gegenüberstellung beider Bikes

Beide Bikes richten sich an komplett unterschiedliche Zielgruppen: Straßenradsportler und Geländefahrer. Welches der beiden Kandidaten dein Haupt-Bike ist, bestimmt auch die Fahrstrecke und das Training. Bist du in der glücklichen Lage, jeweils ein Bike aus einer der beiden Kategorien zu besitzen, kannst du dein Radsporttraining mit viel Abwechslung und unterschiedliche Anforderungen gestalten.

Mit dem Rennrad bist du auf gut ausgebaute Straßen angewiesen, schnell unterwegs und kannst beachtliche Tagesetappen erreichen. Es ist auf gute Aerodynamik und starken Vortrieb ausgelegt, obendrein ist es wettkampftauglich und beherrscht von Trainings- bis Pässefahrten, von Jedermann- bis Triathlonrennen alle Disziplinen, die eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erfordern.

Das Mountainbike fährt da weiter, wo andere Bikes längst tief im Matsch versunken sind. Mit breitem Lenker, einer grobstolligen Bereifung und Federelementen trotzt es widrigsten Bedingungen und lässt sich selbst in gröbstem Gelände bewegen. Schon mit einem günstigen Hardtail bist du nicht nur auf die Straße festgelegt und kannst je nach Ausstattung von leichten Schotterwegen bis anspruchsvollen Downhill-Parcours alles unter die Räder nehmen.

Wahlmöglichkeiten bei Rennrädern und Mountainbikes

Wenn du dir Modelle beider Kategorien anschaust, wirst du je nach Preisklasse und Interpretation des Herstellers eine breite Auswahl an potentiellen Bikes für deine Zwecke vorfinden. In der Übersicht kannst du die Gewichtung der einzelnen Kategorien beider Bikes gut erkennen:

KategorieRennradMountainbike
Straße++++
Lose und matschige Böden++++
Trails+++
Sprünge/Downhill+++
Tempo++++
Gewicht++++
Training++++++++++++
Wettkampf++++++++++++
Reise/Gepäck++++++

Qualität und Budget

Einfache Rennräder bekommst du schon ab günstigen 500 € - Mountainbikes starten bei noch günstigeren 300 €. Bei den Bremsen setzen die MTBs konsequent auf die Scheibenbremse, wogegen die Rennräder häufig mit den leichten Felgenbremsen ausgestattet sind. Robuste Schaltgruppen wie Shimanos Claris oder Tiagra kommen an Rennrädern zum Einsatz, bei den MTBs sind es häufig Deore SLX Komponenten aus gleichem Haus.

Mittelklasse 800 € bis 1400 €

In der stark aufgestellten Mittelklasse darfst du bereits eine ansprechende Ausstattung erwarten: Hochwertige Aluminiumrahmen mit Carbongabel sind bei den Rennrädern durchweg üblich, ebenso die bewährten Schaltgruppen wie beispielsweise Shimanos 105 in Verbindung mit gruppenkonformen hydraulischen Scheibenbremsen oder klassischen Felgenbremsen.

Mountainbikes verfügen in dieser Klasse ausnahmslos über hydraulische Scheibenbremsen und hochwertige Schaltkomponenten, wie z.B. die leichten Einfachkurbel-Antriebe von Sram.

Gehobene Mittelklasse 1400 € bis 2500 €

In der gehobenen Mittelklasse kannst du in einigen Bereichen gegenüber der Mittelklasse etwas Besonderes erwarten. Das können leichte und edle Aerorahmen aus Carbon sein, besonders leichte oder aerodynamische Laufräder oder hochwertige Schaltgruppen wie Shimanos Ultegra oder einem leichten Einfachkurbel Antrieb von Sram. Mit etwas Glück findest du in dieser Preisklasse auch schon elektronisch angesteuerte Schaltungen, die den Schaltkomfort noch einmal deutlich erhöhen.

Oberklasse 2500 € bis 4000 €

In der Oberklasse bewegst du schon Material, dass auch ohne Weiteres im Profipeloton zu finden wäre: Edle Materialien und aufwendig gestaltete Rahmen, elektronische Schaltungen und durchdachte Integration der Technik zeugen von Liebe zum Detail und hochwertiger Verarbeitung.

High-End Klasse ab 4000 €

In der High-End-Klasse zeigen die Hersteller, was sie können. Diese Bikes überzeugen mit detaillierten und raffinierten Alleinstellungsmerkmalen und einer perfekten Verarbeitung bis ins letzte Detail.

Draußen Radfahren im Winter: Mountainbiken und Graveln als Alternative

Training im Gelände hat auch für eingefleischte Rennradler und Triathleten handfeste Vorteile. Biken und graveln über Stock und Stein bietet eine schöne Abwechslung und schult dabei gleichzeitig wichtige Fähigkeiten für Leistung und Radbeherrschung. Wer eine extra Portion Spaß im Training integrieren möchte, nutzt das Wintertraining, um gezielt an seiner Fahrtechnik zu arbeiten.

Durch das Training auf losem Untergrund lernt man auf unterschiedlich Situationen zu meistern. Auf das sich ständig verändernde Gelände muss man unmittelbar reagieren, auch im Rennen können so Veränderungen und Störungen besser bewältigt werden. Außerdem werden durch unterschiedliche Untergründe (Wald, Schotter, Straße, Sand) und neue Reize die Anpassungsfähigkeit und Entscheidungsfähigkeit geschult, sodass man nach dem Wintertraining mit einer besseren Radkontrolle wieder auf sein Straßenrad steigt.

Im Vergleich zum Rennrad sind MTB und Gravelbike durch die andere Bereifung die Option mit dem Plus an Sicherheit. Die breiteren Reifen, bieten im Vergleich zum Rennrad mehr Traktion/Bodenhaftung und bessere Fahreigenschaften bei schwierigen Straßenbedingungen.

Radfahren als Ergänzung zum Laufen

Fahrradfahren bietet sich als ideale Ergänzung zum Laufen an. Der körperliche Trainingseffekt des Radfahrens ist dem beim Laufen sehr ähnlich: Die Anforderung an das Herz-Kreislauf-System, das Muskel-Nerven-Zusammenspiel und die Belastung für das metabolische System sind beim Radfahren vergleichbar. Positiv wiegt sogar, dass die Belastung für den Bewegungsapparat deutlich geringer ist.

Die Gelenke, Sehnen und Bänder werden also beim Radfahren weniger belastet, weil sie schlichtweg weniger Gewicht tragen und keines abfangen müssen. Viele Gründe also, ergänzend zum Lauftraining mal aufs Rad zu steigen.

Vorteile des Radfahrens für Läufer

  • Bessere Atmung: Beim Radfahren lässt sich eine tiefere Atmung viel leichter trainieren, da Sie ruhiger auf dem Rad sitzen und eine rhythmischere Belastung als beim Laufen haben.
  • Bessere Grundlagenausdauer: Auch Ihre Grundlagenausdauer können Sie beim Radfahren verbessern. Durch die geringere Belastung kann eine Radeinheit leicht einmal drei bis vier Stunden andauern, ohne dass die Muskeln allzu sehr strapaziert werden.
  • Bessere Regeneration: Entspannte Radeinheiten können auch an Ruhetagen durchgeführt werden. Auch nach harten Intervalleinheiten, die eventuell einen Muskelkater nach sich ziehen, sind ruhige Radausfahrten sinnvoll.
  • Bessere Schrittfrequenz: Beim Radfahren können Sie eine hohe Trittfrequenz trainieren und diese dann auch beim Laufen anwenden.

Wie kombiniere ich mein Lauftraining sinnvoll mit Radfahren?

Laufen und Radfahren zu kombinieren ist sehr sinnvoll. Das Risiko einer chronischen Überbelastung durch das Laufen wird gesenkt, da Radfahren und Laufen die Oberschenkelmuskulatur in unterschiedlichen Teilbereichen stärken und diese gekräftigte Muskulatur dann das Kniegelenk besser schützen kann.

Es ist besonders vorteilhaft, eine Radeinheit am Tag nach einem intensiven Lauf oder anstrengenden Krafttraining einzuplanen. Das Radfahren hilft, die Muskeln zu lockern und fördert die Regeneration.

Wenn Sie sonntags normalerweise einen 15-Kilometer-Run absolvieren, dann können Sie zur Abwechslung auch einmal 60 Kilometer auf dem Rad fahren. Wenn Sie Ihre Kraftausdauer verbessern möchten, dann eignet sich auch eine Bergfahrt sehr gut.

Wie viele Kalorien verbrennt man beim Laufen und beim Radfahren?

Beim Radfahren steigt der Energieverbrauchswert von 0,2 kJ bei 4 km/h bis auf das Zehnfache bei 45 km/h an. Diese Berechnung gilt für einen 70 Kilogramm schweren Sportler, der sein Radtraining auf ebener Strecke ohne Gegenwind auf dem Rennrad absolviert. Bei einem Tempo von 20 km/h auf dem Fahrrad müsste man also etwa viermal so viele Radkilometer absolvieren, um denselben Energieverbrauch zu erzielen wie beim Laufen.

Welche Muskeln werden beim Radfahren und welche beim Laufen trainiert?

Besonders trainiert werden beim Radfahren die vorderen Oberschenkelmuskeln und die Wadenmuskeln. Doch auch Gesäßmuskel (Gluteus maximus) und die hintere Oberschenkelmuskulatur sind beteiligt, letztere besonders beim Hochziehen des Pedals, was natürlich nur mit Pedalystem („Klickpedalen“) funktioniert.

Der Vorteil beim Radfahren ist, dass Oberkörper, Schultern und Arme beim Radfahren ebenfalls mit trainiert werden, besonders der Deltamuskel (liegt über dem Schultergelenk) sowie Bizeps und Trizeps im Oberarm.

Die besten Rad-Work-outs für Läuferinnen und Läufer

  1. Erholungsfahrt: Langsam, in flachem Gelände, 25 bis 45 Minuten lockeres Treten; ideal an Tagen nach einem anstrengenden Lauf.
  2. Moderate Ausfahrt: Locker treten in flachem oder welligem Gelände, mittleres Tempo über etwa 60 Minuten; erhält die Ausdauer, empfiehlt sich auch bei einer (erzwungenen) Laufpause (zum Beispiel bei Verletzung).
  3. Lange Ausfahrt: Pedalieren Sie bei entspanntem Tempo in jeglichem Gelände über mindestens 90 Minuten, bis zu einer Dauer von drei Stunden; kann gelegentlich sogar einen langen Lauf ersetzen.
  4. Bergfahrt: Eine oder mehrere Bergpassagen, die etwa 90 Sekunden bis drei Minuten dauern sollten.
  5. Technik-Training: Fahren Sie in normaler, entspannter Geschwindigkeit und konzentrieren Sie sich auf einen flüssigen Bewegungsablauf.
  6. Intervalle: Nach 20 Minuten Aufwärmphase wiederholen Sie mehrere Ein- bis Vier-Minuten-Intervalle, in denen Sie in einem niedrigen Gang eine hohe Trittfrequenz fahren, wie bei einem Zwischenspurt.
  7. Einzelzeitfahren: Nach ausreichender Aufwärmphase fahren Sie zehn bis 20 Minuten mit kleinem Gang und großer Anstrengung; vor den Wiederholungen zwischendurch locker in kleinem Gang.

Individueller Rennrad und MTB Trainingsplan

Mit einem Rennrad oder MTB Trainingsplan von einem erfahrenen Radsport Coach können viele Aspekte einer modernen Trainingssteuerung vereint werden. Dies ermöglicht es Radsportlern, ein professionelles Training im Trainingsalltag umzusetzen und dadurch einen persönlichen Vorteil beziehungsweise Mehrwert zu erzielen. Sowohl Freizeit- und Amateursportler als auch Leistungs- und Profisportler profitieren von der perfekten Abstimmung des Trainings.

Vorteile eines individuellen Trainingsplans

  • Training nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Abstimmung der Trainingsinhalte an das persönliche Leistungsniveau
  • Optimierung des Trainings entsprechend dem verfügbaren Zeitbudget
  • Gezielte Leistungssteigerung und Erschließung von Leistungsreserven
  • Vermeidung gängiger Fehler bzw. Überlastung

Anforderungen und Trainingsinhalte

Die Anforderungen beim Training oder bei Wettkämpfen sind vielschichtig und umfassen die komplette Bandbreite der konditionellen Fähigkeiten: Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Aus diesem Grund ist es für Rennradfahrer und Mountainbiker oft schwierig Schwerpunkte im Training korrekt zu setzen oder Trainingsinhalte optimal aufeinander abzustimmen.

Im Rahmen meiner individuellen Rennrad und MTB Trainingspläne berücksichtige ich daher die Anforderungen der jeweiligen Disziplin und passe die Schwerpunkte sowie die täglichen Inhalte im Training an die persönlichen Voraussetzungen und Zielvorgaben an. Zudem werden je nach den Möglichkeiten und Wünschen des Athleten alternative Trainingsmittel (Lauftraining, Ski-Langlauf, Konditionstraining, Krafttraining, etc.) in das Rennrad und MTB Training aufgenommen.

Die Trainingsvorgaben im Rennrad und MTB Trainingsplan erfolgen zeitbasiert nach Trainingsbereichen. Für eine zielgenaue Umsetzung des Trainings ist daher eine regelmäßige Bestimmung der Trainingsbereiche über eine Leistungsdiagnostik im Labor sinnvoll (Empfehlung: 3-4x jährlich).

Radfahren als ideales Training für Wintersportler

Radfahren ist ein ideales Training für Wintersportler. Es verbessert die Grundlagen- und Kraftausdauer, die im Winter für lange Tage auf der Piste notwendig ist. Wer für die kommende Skisaison fit werden bzw. Jetzt gilt es, die Basis für traumhafte Abfahrten im kommenden Winter zu schaffen.

Beim Radfahren werden die Oberschenkelmuskulatur, die Gesäßmuskulatur und die Wadenmuskulatur intensiv beansprucht - genau die Muskeln, die beim Skifahren stark belastet werden.

Das Training auf dem Rad ist eine willkommene (gelenkschonende) Alternative zum Joggen, Crossrunning oder zu Krafteinheiten im Fitnessstudio. Dies ist besonders vorteilhaft für Menschen mit Gelenkproblemen oder Übergewicht.

Tipps für Hobbyfahrer

Für Hobbyfahrer gilt die Faustregel: lieber öfter und kürzer trainieren. Das arbeitsfreie Wochenende bietet sich für längere Touren an, doch Hobbyfahrer sollten versuchen, auch unter der Woche aufs Rad zu steigen. Ideal wäre es, alle zwei bis drei Tage eine Trainingsrunde zu absolvieren. Für diejenigen, die wenig Zeit haben, bietet sich vielleicht auch der Arbeitsweg als Trainingsrunde an.

Mountainbiken zur Schulung von Fähigkeiten

Beim Mountainbiken lässt sich das Fitnesstraining prima mit dem Naturerlebnis kombinieren. Die Fahrt durchs Gelände fördert viele Fähigkeiten, die Skisportler im Winter benötigen - unabhängig vom Leistungsniveau und egal in welcher Disziplin.

Bei längeren Anstiegen und steileren Passagen ist neben der Ausdauer auch Kraft, vor allem die der unteren Extremitäten, gefordert. Die Kombination aus Kraft und Ausdauer, die sogenannte Kraftausdauer, ist für Alpinskifahrer wie für Skilangläufer die wichtigste konditionelle Fähigkeit.

Die Wahl des Fahrradtyps

Die Wahl zwischen einem Rennrad und einem Mountainbike hängt von den persönlichen Zielen ab. Wer die Geschwindigkeit liebt, gerne auf Asphalt dahin rauscht und seine aerobe Ausdauer verbessern will, liegt mit dem Rennrad richtig.

Wer sich nicht entscheiden kann, hat die Möglichkeit, beide Fahrradtypen in sein Trainingsprogramm zu integrieren, um von den jeweiligen Vorteilen zu profitieren. Oder aber Sie probieren einfach mal ein Gravelbike aus. Es ist eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike.

Wichtige Einstellungen und Ausrüstung

  • Ein bequemer Sattel sorgt für ungetrübten Fahrspaß.
  • Die Sattelhöhe ist optimal, wenn das Bein am unteren Kurbeltotpunkt nahezu gestreckt ist.
  • Ebenfalls zu empfehlen sind Klickpedale. Sie garantieren eine gute Kraftübertragung.
  • Unverzichtbar in Sachen Ausrüstung ist auch ein Helm.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0