Mountainbike Rahmen 28 Zoll Kaufen: Ein umfassender Ratgeber

Der Fahrradrahmen ist ein elementarer Bestandteil von Fahrrädern. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, die verschiedenen Teile des Fahrrads zuverlässig miteinander zu verbinden. Mit dem Fahrradrahmen in Verbindung stehen der Lenker, der Sattel, die Schalt- und Antriebsvorrichtung, sowie die Reifen. Die verschiedenen Varianten des Rahmens unterscheiden sich bezüglich ihres Gewichts, ihres Designs und ihrer Formgebung.

Das Herzstück eines jeden Bikes ist der Fahrradrahmen. Er stellt sozusagen die Basis dar, wo alles zusammengeführt wird - das ist seine primäre Funktion. Zusätzlich ist das Wohlbefinden des Radlers beim Fahren stark von ihm abhängig.

Allgemeines zum Fahrradrahmen

Die konkrete Gestaltung und die Beschaffenheit sind in der Regel von dem Einsatzgebiet des Fahrrads und der Körpergröße bzw. dem Gewicht des Fahrers abhängig. Der Rahmen eines Stadt-Fahrrads ist beispielsweise deutlich schwerer als der eines Mountainbikes, das bevorzugt auf bergigem und unwegsamem Gelände eingesetzt wird. Um eine hohe Wendigkeit im Gelände gewährleisten zu können, muss der Rahmen eines Mountainbikes sehr leicht sein und gleichzeitig hohen Belastungen standhalten.

Damit Sie aus der großen Anzahl an Framesets das für Sie Richtige auswählen können, haben wir im Folgenden die wichtigsten Informationen zu den verschiedenen Rahmen ausführlich dargestellt. Die verschiedenen Rahmenvarianten und Rahmen-Sets bieten dem Fahrer einen unterschiedlichen Fahrkomfort. Zudem kann durch den Rahmen das Fahrverhalten beeinflusst werden. Dieses steht nämlich in engem Zusammenhang mit dem Radstand. Das Fahrverhalten wird des Weiteren durch das Material beeinflusst. Dieses bestimmt gleichzeitig den Preis, der für den Rahmen investiert werden muss. Ein weiteres Kaufkriterium stellt die Wahl der korrekten Rahmenhöhe dar.

Eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Kriterien:

  • Das Material
  • Der Bautyp (die Rahmengeometrie)
  • Die Rahmenhöhe bzw. die Rahmengröße
  • Der Radstand

Der Bautyp (Rahmengeometrie)

Mit der Bezeichnung Rahmengeometrie wird im Allgemeinen das Verhältnis der einzelnen Rohre zueinander beschrieben. Sie hat einen großen Einfluss auf das Fahrverhalten. Dabei gibt es ihn in vielen verschiedenen Varianten zu kaufen. Die diversen Ausführungen unterscheiden sich bezüglich ihres Materials, ihrer Bauform und ihres Gewichts. Welcher Rahmen im Endeffekt verwendet wird, hängt prinzipiell vom jeweiligen Einsatzzweck, von der Körpergröße und dem Gewicht des Radfahrers ab.

Rahmenformen gibt es mehrere, deren jeweilige Eigenschaften voneinander abweichen. Dabei führt die Anordnung der einzelnen Rohre zueinander zu unterschiedlichen Geometrien, was sich auf das Fahrverhalten auswirkt. Aber auch die Handhabung ist je nach Bautyp anders. Zudem bestimmt die Rahmenart ebenfalls das Erscheinungsbild eines Bikes. Zu erwähnen ist noch, dass das jeweilige Einsatzgebiet unter Umständen eine bestimmte Bauform verlangen kann.

Diamantrahmen

Einer großen Beliebtheit erfreut sich der Diamantrahmen. Dieser überzeugt mit einer hohen Stabilität. Kennzeichen des Diamantrahmens ist die dreieckige Grundform. Sie ergibt sich aus der Anordnung des Hinterbaus, sowie des Obersitz-, des Sitz- und des Unterrohrs.

Der Diamantrahmen ist die klassische Variante für Herren und gehört zu den traditionellen Bautypen. Er wurde bereits in den 1880er-Jahren entwickelt und ist gegenwärtig noch immer der am häufigsten verwendete Rahmen. Seinen Namen hat er seiner Erscheinung zu verdanken, denn das Oberrohr, das Unterrohr, die Sitzstrebe und die Kettenstrebe bilden beinahe eine Raute. Dabei erinnert eine Raute stark an einen Diamanten, und im Englischen bedeutet diamond eben auch Raute. So kam es zu dieser Namensgebung.

Trapezrahmen (Singlespeed-Rahmen)

Eine Sonderform des Diamantrahmens stellt der Trapezrahmen (auch Singlespeed-Rahmen) dar. Dieser besitzt im Gegensatz zum Diamantrahmen ein leicht nach hinten abgesenktes Oberrohr. Dadurch wird der Aufstieg auf das Fahrrad erleichtert. Allerdings kann es durch die Absenkung vor allem bei hohen Geschwindigkeiten zu einem leichten Flattern kommen, wodurch die Fahrsicherheit beeinträchtigt wird.

Beim Trapezrahmen handelt es sich um eine Sonderform des Diamantrahmens - er ist der typische Bautyp für Damen. Hier ist das Oberrohr abgesenkt und verläuft fast parallel zum Unterrohr hin zur Mitte des Sattelrohrs, was den Auf- und Abstieg vereinfacht.

Anglaise-Rahmen (Mixte-Rahmen)

Der Anglaise-Rahmen, auch Mixte-Rahmen genannt, ähnelt dem Trapezrahmen, besitzt aber ein verlängertes Oberrohr, das bis zur Nabe des Hinterrads reicht. Dadurch erhält der Rahmen insgesamt eine hohe Stabilität.

Wave-Rahmen (Schwanenhalsrahmen)

Damen-Räder verfügen zumeist über einen Wave-Rahmen, der auch als Schwanenhalsrahmen bezeichnet wird. Typisches Merkmal dieses Rahmens ist das geschwungene Unterrohr, das den Durchstieg zwischen Lenker und Sattel erlaubt. Dieser spezielle Rahmen verzichtet vollkommen auf das Oberrohr.

Der Schwanenhalsrahmen erinnert stark an einen Trapezrahmen, da Ober- und Unterrohr parallel zueinander verlaufen - nur eben geschwungen und nicht gerade. Auch hier ist die Verwindungssteifigkeit nicht so hoch wie beim Diamantrahmen. Dieser Rahmentyp ist ebenfalls bei Damenfahrrädern zu finden.

Der Wave-Rahmen ist ein sogenannter Tiefdurchstiegsrahmen, auch Tiefeinsteiger genannt. Er verfügt nur über ein dickes Unterrohr, was einen noch leichteren Auf- und Abstieg des Fahrers ermöglicht. Dabei ist das Unterrohr wie eine Welle geschwungen, was dem Rahmen letztendlich seinen Namen gab.

Dirt-Rahmen

Dirt-Rahmen werden in Verbindung mit Dirtbikes und der Radsportart Dirtjump eingesetzt. Bei dieser Sportart springt man mit Mountainbike-ähnlichen Fahrrädern über Erdhügel.

Sloping-Rahmen

Der Sloping-Rahmen ist eine Variante des Diamantrahmens, bei dem das Oberrohr nach hinten abfällt. Hierdurch soll das Verletzungsrisiko infolge des hinten tiefer liegenden Oberrohrs vermindert werden. Diese Rahmen werden häufig bei Mountainbikes und seit kurzer Zeit auch bei Rennrädern eingesetzt.

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Rahmentypen, die nicht so häufig verwendet werden. Dazu zählen etwa die Anlaise-Rahmen, die Kreuzrahmen oder die Y-Rahmen.

Neben der Rahmenform kommt noch die Wahl des Fahrradtyps hinzu, also der eigentliche Einsatzzweck. Hier kann man sich entweder für einen MTB-Rahmen, einen Triathlon-Rahmen, einen Rennradrahmen oder einen der weiteren Rahmentypen entscheiden. Bei den MTB-Rahmen ist beispielsweise der Crazy Cow von WildThing beliebt.

Der Radstand

Als Radstand wird der Abstand zwischen den Achsen des Vorder- und des Hinterrads bezeichnet. Grundsätzlich gilt: Je kürzer der Radstand, desto agiler ist das Fahrrad. Bei einem längeren Radstand reduziert sich demzufolge die Agilität. Gleichzeitig steigt aber auch der Geradeauslauf des Fahrrads.

Der Radstand sollte auf das Einsatzgebiet des Fahrrads abgestimmt werden. Das heißt, dass sich Fahrräder mit langem Radstand vor allem für längere Radtouren eignen. Empfohlen wird hier ein Radstand von mindestens 110 cm, der einen guten Geradeauslauf und ein ruhiges Fahrverhalten gewährleistet. In Verbindung mit Mountainbikes kommen vermehrt kürzere Radstände zum Einsatz, da sie beim Einsatz in unwegsamem Gelände über eine erhöhte Wendigkeit verfügen müssen.

Die Rahmenhöhe (Rahmengröße)

Die Rahmenhöhe wird auch als Rahmengröße bezeichnet. Genauer gesagt, steht sie für die Entfernung zwischen der Mitte des Tretlagers und dem oberen Ende des Sattelrohrs. Die Rahmenhöhe ist kaufentscheidend und ergibt sich aus der Schrittlänge des Fahrers, die mit einem Faktor zwischen 0,226 für Mountainbikes und 0,665 für Renn- und Stadträder multipliziert wird. Die Angabe der Rahmenhöhe erfolgt in Zentimetern.

Bei klassischen Stadträdern und Rennrädern liegt sie zwischen 47 und 68 cm. Mountainbikes verfügen im Gegensatz dazu meist über einen deutlich kleinere Rahmen, dessen Rahmengröße bei etwa 35 bis 58 cm liegt.

Die Rahmengröße, die oft auch als Rahmenhöhe bezeichnet wird, ist entscheidend für das Wohlbefinden des Radfahrers. Der neueste und beste Rahmen nützt nichts, wenn er nicht passt. Eine falsche Größe führt zu Schmerzen und macht längere Radtouren zur Qual.

Die Rahmenhöhe ist meistens die Entfernung zwischen der Mitte des Tretlagers und dem oberen Ende des Sattelrohrs. In Italien und Frankreich wird jedoch bis zur Mitte der Sattelmuffe gemessen.

Berechnung der Rahmenhöhe

Bei der Wahl der richtigen Rahmengröße ist die Schrittlänge entscheidend. Gemessen wird diese auf der Beininnenseite, von der Sohle bis zum Damm.

Beispiel: Möchte man sich einen Rennradrahmen zulegen und hat eine Schrittlänge von 85 cm, so sollte die Rahmengröße das 0,66-Fache der Schrittlänge betragen. Also rechnet man: 85 x 0,66 (Schrittlänge x Faktor). Als Ergebnis erhält man 56,1 cm. Hier ist dementsprechend ein 56er-Rahmen die richtige Wahl.

Aber was macht man, wenn das Objekt der Begierde lediglich in Abstufungen von 55 und 57 cm produziert wird? Nun, kleinere Abweichungen sind akzeptabel, da man das Fahrwerk und die Sitzposition des dann komplettierten Fahrrads noch anpassen kann. Dies ist auch notwendig, denn das Verhältnis zwischen Oberkörper und Beinen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Das Material

Das verwendete Material beim Rahmenbau bestimmt ebenfalls die Eigenschaften. Hierbei spielt der Einsatzzweck ebenfalls eine wichtige Rolle, denn die Anforderungen sind unterschiedlich.

Die Mehrheit der Fahrräder besitzt einen Rahmen aus Aluminium. Hierbei handelt es sich um ein relativ leichtes Material, das aber im Gegensatz zu Stahl dickere Rohrwände erfordert, um eine gleichwertige Stabilität zu gewährleisten. Dadurch ist der Aluminiumrahmen in seiner Gesamtheit nicht zwangsläufig leichter als der Stahlrahmen. Die Herstellung von Aluminiumrahmen ist recht aufwendig.

Beim Schweißen des Rahmens muss nämlich darauf geachtet werden, dass sich währenddessen ein hoher Druck aufbauen kann, der sich später negativ auf die Stabilität des Rahmens auswirkt. Der Aluminiumrahmen wird im besten Fall mit Hilfe von Legierungen gegen Witterungseinflüsse und Korrosion geschützt. Das Material selbst zeichnet sich nämlich nicht gerade durch eine hohe Witterungsbeständigkeit aus. Bei der Auswahl des Rahmens sollten Sie des Weiteren beachten, dass das Material zu Ermüdungsbrüchen neigt und nur eine beschränkte Lebensdauer besitzt.

Am häufigsten wird zurzeit Aluminium beim Rahmenbau eingesetzt - und das zu Recht. Dieser weiche Werkstoff lässt sich wunderbar verarbeiten und ist relativ leicht. Allerdings erfordert dieses Material im Gegensatz zu Stahl stärkere Rohrwände, um eine gleichwertige Stabilität zu erreichen. Zudem ist der Schweißprozess störanfällig und aufwendiger.

Eine Alternative zum Aluminium stellen Stahl-Rahmen dar. Stahl lässt sich im Gegensatz zum Aluminium gut verarbeiten und ist noch dazu viel robuster. Gleichzeitig weist er aber auch ein hohes Eigengewicht auf. Dieses kann sich vor allem beim Transport des Fahrrads negativ auswirken. Im Allgemeinen verfügen Stahlrahmen über eine lange Lebensdauer. Von dieser können Sie vor allem dann profitieren, wenn der Rahmen mit einem entsprechenden Korrosionsschutz versehen wurde. Bei dem Korrosionsschutz handelt es sich in der Regel um spezielle Legierungen, die zum Beispiel aus einer Chrom-Verbindung bestehen können.

Das klassische Material bei Fahrradrahmen ist Stahl, dessen Verwendung leider rückläufig ist. Dieser nahezu unverwüstliche Werkstoff bietet nämlich ganz besondere Eigenschaften. Seine hohe Zug-, Verschleiß- und Dauerfestigkeit sucht seinesgleichen. Hier können andere Materialien nicht mithalten. Zu den Nachteilen zählt das hohe Gewicht und die erhöhte Korrosionsgefahr. Aber dafür schlucken Stahlrahmen Stöße und Vibrationen wesentlich besser als andere. Auch die günstigen Fertigungskosten sind ein klarer Vorteil.

Im Rennsport haben sich Rahmen aus Carbon durchgesetzt. Hierbei handelt es sich um einen kohlefaserverstärkten Kunststoff, der sich durch eine hohe Stabilität auszeichnet. Zu beachten ist, dass die Steifigkeit und die Festigkeit eines solchen Carbon-Rahmens lediglich in Faserrichtung wirken. Daraus resultiert ein recht aufwendiges Herstellungsverfahren, da die Fasern möglichst in alle Richtungen gelegt werden müssen. Wichtig ist, dass der Carbon-Rahmen bei der kleinsten Andeutung eines Risses ausgetauscht wird, da ansonsten eine sehr hohe Bruchgefahr besteht. Auf Grund des aufwendigen Herstellungsverfahrens sind Carbonrahmen, auch Rennradrahmen genannt, im hohen Preissegment angesiedelt und daher nicht für jeden erschwinglich.

Mittlerweile sind Rahmen aus Carbon immer häufiger anzutreffen. Dies ist ein kohlefaserverstärkter Kunststoff, der hohe Steifigkeits- und Festigkeitswerte vorweisen kann. Allerdings ist zu beachten, dass diese Eigenschaften eines Carbon-Rahmens ausschließlich in Faserrichtung wirken, was bei Metall-Ausführungen nicht der Fall ist. Rahmen aus Carbon sind zudem teuer, spröde und schwierig zu verarbeiten.

Ein weiterer Werkstoff, der im Rahmenbau seine Anwendung findet, ist Scandium. Dabei handelt es sich um eine besondere Aluminiumlegierung, welche kleine Mengen Scandium enthält. Dadurch wird die Zugfestigkeit erhöht.

Weitere Rahmen bestehen aus Titan. Hier überzeugen hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Jedoch ist das Material teuer und sehr schwierig zu verarbeiten.

Relativ neu auf dem Markt sind Bambus-Rahmen, die bei auftretenden Defekten leicht zu reparieren sind und keinen Korrosionsschutz benötigen.

Hinweis: Der Fahrrad-Rahmen kann mit speziellen Rahmenschutzstickern versehen werden.

Wer sich einen einzelnen Fahrradrahmen kaufen möchte, hat heutzutage die Qual der Wahl. Dabei sollte der Einsatzzweck vor der Entscheidung klar definiert sein, denn die unterschiedlichen Eigenschaften der diversen Rahmenformen und Materialien sind ausschlaggebend. Am wichtigsten ist jedoch die richtige Rahmengröße: Wählt man hier das falsche Maß, hat man arge Probleme beim Fahren.

Aber bevor es losgeht: Schürze anziehen, Werkzeug bereitlegen und den Rahmen komplettieren.

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