Mountainbike-Rucksack mit Trinkblase im Test: Ein umfassender Überblick

Mountainbike-Rucksäcke mit Trinkblasen sind ein unverzichtbares Ausrüstungsstück für jeden Mountainbiker, egal ob Anfänger oder Profi. Sie ermöglichen es, ausreichend Flüssigkeit und wichtige Utensilien während der Fahrt mitzuführen, ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen. In diesem Artikel werden verschiedene Modelle und Marken getestet, um Ihnen bei der Auswahl des idealen Begleiters für Ihre Radtouren zu helfen.

Decathlon Rockrider MTB ST900 Trinkrucksack

Decathlon positioniert sich mit der Eigenmarke Rockrider im Mountainbike-Segment und grenzt somit das MTB Produktportfolio zu anderen Radsport-Eigenmarken wie Van Rysel oder B’Twin ab. Der französische Sportartikelhersteller hat eine Neuausrichtung der gesamten Marke ausgerufen, wobei neben einer neuen Markenidentität besonders das Thema Nachhaltigkeit auf der Agenda steht.

Der MTB ST900 Trinkrucksack ist primär für den Mountainbike-Sport entwickelt worden. Mit dem Wert 900 können wir ein hochwertiges Produkt erwarten. Decathlon selbst verspricht hohen Tragekomfort und preist den Trinkrucksack als idealen Begleiter für vierstündige Touren an.

Der erste Eindruck des Rockrider MTB ST900 ist durchaus positiv: schlanke Bauform, robustes Material und stabile Rückwand. Damit markiert der MTB ST900 unverkennbar seine Zugehörigkeit zum MTB-Segment. Vom Aufbau ist der mittelgroße Rucksack aber auf den ersten Blick nicht durchschaubar. So wurde ein offenes Fach zwischen Toolorganiser und Hauptfach gepackt.

Aufbau und Fächer

Die Front des Rockrider beinhaltet ein Fach, das sich seitlich öffnen lässt, hier finden Geldbeutel und Smartphone ausreichend Platz. Dahinter befindet sich direkt der Toolorganiser, dieser lässt sich dank der tiefgezogenen Reisverschlüsse vollständig aufklappen. Im Inneren gibt es genügend Fächer, in denen sich neben Tools auch Riegel oder Kartenmaterial sehr gut verstauen lassen. Wichtig ist hier noch zu erwähnen, dass es ein extra Fach für die Pumpe gibt.

Hinter dem Organiser gibt es ein offenes Fach, das mittels zweier Schellen aus Aluminium fixiert werden kann. Das Fach kann als Helmhalterung oder für den Transport einer Jacke oder andere sperriger Gegenstände genutzt werden. An das Hauptfach gelangt ihr nur dran, wenn die hochwertigen Alu-Schellen ausgeklinkt werden.

Die Rückwand des Hauptfachs besitzt die Aufnahme für die Trinkblase, deren Schlauch durch eine kleine Öffnung an der Oberseite des Rucksacks nach außen geführt wird. Scheinbar haben die Entwickler bei Decathlon schlechte Erfahrung mit undichten Trinkblasen gemacht, denn im Boden des Hauptfachs befindet sich eine kleine Öffnung, die als Abfluss fungieren kann. Ebenfalls ist der Organiser im unteren Bereich mit dem Hauptfach verbunden, so dass auch hier Flüssigkeit abfließen kann.

Weiterhin befindet sich im Boden ein Fach, in dem sich das Regencover befindet. Zum Abschluss muss die stabile Schaumstoffplatte in der Rückwand erwähnt werden, diese ca. 4 mm dicke Platte sorgt nicht nur für einen stabilen Aufbau des MTB ST900, sie dient gleichzeitig als leichter Schutz des Rückens.

Tragekomfort und Praxistest

Im Lieferumfang des MTB ST900 ist eine 2L Trinkblase enthalten. Ist die Blase vollständig befüllt, bleibt im Hauptfach noch Platz für eine Regenjacke, Erste-Hilfe-Set, kleines Fahrradschloss und Beleuchtung. Im Organiser konnten wir alles wichtige unterbringen. Jedoch wirkt der Rucksack etwas deformiert, wenn größere Dinge wie ein Schlauch darin platziert werden.

Das Smartphone konnte in einer der beiden Hüftflossentaschen, die mit Reisverschluss ausgestattet sind, verstaut werden. Auf dem Rücken sitzt der MTB ST900 sehr angenehm, durch die sechs Höcker aus atmungsaktivem Meshmaterial, entsteht ein Hohlraum durch die Luft zirkulieren kann. Die Schulterriemen sind nur leicht gepolstert und in Kombination mit dem Hüftgürtel wird der Rucksack stabil und sicher an Ort und Stelle gehalten. Erst nach längerer Fahrzeit und erneutem Befüllen der Trinkblase, hätten wir uns hier etwas mehr Polsterung gewünscht. Allerdings lässt sich durch einen straferen Sitz des Hüftgurtes die Schulterpartie entlasten.

Der MTB ST900 hat besonders, wenn es auf Trails Berg ab geht, seinen Job mit Bravur erfüllt. Im Handling hat uns besonders der gute Zugang zu den Fachinhalten, dank der großen Öffnung gut gefallen. Wenn es auf dem Rad schnell gehen muss, stört allerdings, dass die Alu-Schelle zuerst gelöst werden muss, bevor das Hauptfach geöffnet werden kann.

Weitere Pluspunkte konnte der MTB ST900 durch den verstärkten Materialeinsatz am Boden, sowie an der Trageschlaufe sammeln. Mit dem MTB ST900 haut Rockrider den absoluten Preis/Leistungssieger raus.

USWE Race 2.0 Trinkrucksack

USWE entwirft schon länger Trinkrucksäcke fürs Mountainbiken, die meisten sind groß und vor allem für Downhill und Freeride ausgelegt. Mit dem Outlander Pro hat USWE allerdings auch einen sehr leichten und minimalistischen Bike-Rucksack für XC, Gravel und Race im Programm. Und mit dem Race 2.0 zünden die Schweden jetzt die nächste Stufe.

Der neue USWE Trinkrucksack soll kühl halten und atmungsaktiv sein sowie noch etwas leichter als der Outlander. Das Wichtigste aber: Wie alle USWE-Rucksäcke bietet der Race 2.0 mit dem patentierten 4-Punkt-Haltesystem “No Dancing Monkey” (NDM) den gleichen super Halt auf dem Rücken: Soll heißen: Egal, was auf dem Trail passiert, der Rucksack hüpft nicht mehr wie ein wildes Äffchen.

Außerdem verspricht USWE, dass die Packs mit einem verbesserten Mundstück für die 2-Liter-Trinkblase und einem magnetischen Clip für das Trinkschlauchsystem kommen sowie einer isolierten Hülle, um Flüssigkeit bei hohen Temperatur kühl zu halten. Das Hauptmaterial des USWE Race 2.0 besteht aus Nylon, das aus recyceltem Meeresplastik gewonnen wurde.

Details des USWE Race 2.0

  • Gewicht: Der USWE Race 2.0 Fahrradrucksack wiegt ohne Trinksystem und Hülle 230 Gramm, der Outlander Pro 2 etwas mehr - 260 Gramm, ebenfalls ohne Trinkblase.
  • Aerodynamik: Design und Form haben einen positiven Einfluss auf deine Aerodynamik.
  • Kühlen: Die isolierte Hülle (25 g) für die Trinkblase ist so konzipiert, dass sie Getränke während der Fahrt kühl hält.
  • Atmungsaktiv: Die festen Halteriemen des No-Dancing-Monkey-Systems und die rückenfreundlichen Rückenseite aus 3D-Netzgewebeund sollen sehr atmungsaktiv sein - eine Silikonbeschichtung sorgt für noch besseren Halt.
  • Material: Das Hauptmaterial des USWE Race 2.0 Fahrradrucksacks besteht aus Nylon, das aus recyceltem Meeresplastik gewonnen wurde.

Weitere Daten:

  • Brustumfang: 84 - 110 cm
  • Abmessung: 32 cm x 16 cm x 9 cm
  • Volumen: 2 Liter
  • Gewicht: 420 g (inkl. Trinkblase, Schlauch und Isoliertasche, selbst gewogen)
  • Trinksystem: Elite Hydration Trinkblase mit Plug-n-Play Kupplung; 2 Liter Inhalt
  • Preis: 119 Euro (UVP)

Praxistest des USWE Race 2.0

Der USWE Trinkrucksack hält super stabil auf dem Rücken, auch in stark gebeugter Position auf dem Bike rutscht er bergab oder beim Bremsen nicht Richtung Kopf. Der Race 2.0 trägt sich dabei äußerst leicht - wenn nur noch 1 Liter in der Blase ist, vergisst man ihn fast auf dem Rücken.

Mehr als die Trinkblase inklusive der für den Sommer wirklich praktischen Isolationstasche passt eigentlich auch nicht viel mehr in den kleinen Rucksack. Die innenliegende Reißverschluss-Tasche ist zwar fast so groß wie der gesamte Rucksack - packt man aber etwa ein Minitool rein, bekommt man die Blase nicht mehr hineingestopft, oder umgekehrt. EC-Karte, Schlüssel und Handy - that’s it. Gerade für den Einsatz mit dem Gravelbike ist das aber ok, denn da ist für Tool, Riegel und Co. meist noch eine kleine oder größere Tasche am Rad. Fürs Race- oder XC-MTB müssen solche Sachen eben in ein Staufach im Rahmen oder eine klitzekleine Satteltasche, die USWE selbstverständlich auch im Programm hat.

Die Farbe Weiß für den Rucksack ist für den Sommer absolut sinnvoll (vermeidet Erhitzung durch die Sonne). Ist aber auf längere Sicht genauso empfindlich gegenüber Dreck und mit Sonnencreme bestrichenen Körperteilen.

Wer nicht viel mitnehmen will oder muss und schnell/racig unterwegs ist, bekommt mit dem USWE Race 2.0 Trinkrucksack einen perfekten kleinen Begleiter, der eine große 2-Liter-Trinkblase fasst. Das NDM-Gurtsystem hält den Trinkrucksack sehr stabil in Position auf dem Rücken. Das Mesh-Material in den Gurten und dem Rückenteil sorgt für Kühlung.

USWE MTB Hydro 3L Trinkrucksack

USWE schafft mit dem Trinkrucksack MTB Hydro 3L Abhilfe. Der Rucksack ist für alle, die unterwegs einfach mehr Wasser benötigen oder keinen Platz für Flaschen haben. Ausgestattet mit einigen cleveren Features, wie der Rucksack am Rucksack, die Magnethalterung und USWEs „o Dancing Monkey!“Versprechen.

Der USWE MTB Hydro 3L ist nicht nur klein, sondern auch dezent schwarz, und verschwindet nahezu in einem dunklen Outfit. Erst auf den zweiten Blick fällt auf: Der Rucksack hat einen Rucksack! Die kleine Zusatztasche lässt sich nach Belieben auf der Vorderseite befestigen und ist ideal, um Werkzeug und Ersatzteile zu verstauen.

Die Trinkblase, darum geht es hier ja, ist im Hauptfach verstaut. Bei Verwendung der mitgelieferten 2-l-Blase wird das Fach allerdings komplett eingenommen. Der Trinkschlauch ist auffällig rot und kommt ab Werk in einer Länge von 100 cm - für den kleinen Rucksack schon fast zu lang. Dafür ideal zum selbst kürzen. Das Mundstück hält dicht und ermöglicht einfaches Trinken.

Ganz im Sinne des Slogans °o Dancing Monkey” kommt der Rucksack mit einer proprietären Schnalle an den Trägern. Diese ermöglicht nicht nur eine zentrale Befestigung für einen sicheren Sitz, sondern lässt sich auch mit Handschuhen einfach öffnen und liegt zudem flach an. Durch ein Netz am Rücken und unter den breiten Trägern soll zudem für ausreichend Belüftung gesorgt sein.

Beim ersten Tragen ist der Rucksack etwas ungewohnt. Vor allem der Sitz auf den Schulterblättern fühlt sich fremd an. Doch schon nach kurzer Zeit ist der Rucksack nicht mehr zu spüren. Die speziellen Träger und die durchdachten Einstellmöglichkeiten erlauben es, den Rucksack individuell anzupassen.

Überraschend ist, wie sicher der Rucksack am Rücken festklammert: Selbst mit voller Trinkblase vergisst man die Tasche am Rücken schon nach kurzer Zeit. Trotz des Namenszusatzes „MTB“ haben wir vor allem auf dem Gravel-Bike den zusätzlichen Stauraum genossen. Auch die Magnethalterung überzeugt und wirft die Frage auf, warum das nicht an allen Trinkrucksäcken Standard ist.

Etwas negativ aufgefallen ist der Verschluss zwischen den Trägern, dieser wirkt fragil und lässt sich nicht einfach austauschen. USWE liefert mit dem MTB Hydro 3L einen Trinkrucksack nicht nur für Mountainbiker. Vor allem Gravel-Racer und Bikepacking-Begeisterte überzeugt der Rucksack mit sicherem Sitz und cleveren Lösungen wie dem abnehmbaren Staufach und der Magnethalterung.

EVOC HYDRO PRO 1.5 Trinkrucksack

Der EVOC HYDRO PRO die Szene aufmischen: Ja, es ist ein kleiner Rucksack, aber dank seiner Größe und Passform sitzt er direkt zwischen den Schulterblättern und eng am Oberkörper. Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet er - je nach Version - ausreichend Platz für die wichtigsten Dinge.

Der EVOC HYDRO PRO 1.5 besitzt das geringste Volumen der HYDRO PRO-Serie, hat sich für unsere Bedürfnisse aber dennoch als perfekte Wahl herausgestellt. Durch zwei Reißverschlüsse, die durch einen Strap miteinander verbunden sind und sich dadurch auch mit Handschuhen leicht öffnen lassen, erhaltet ihr Zugriff auf das Fach am Rücken. Hier gibt es eine separate Unterteilung, in der ihr die mitgelieferte 1,5-Liter-Trinkblase unterbringen und mit einem kleinen Klett-Strap fixieren könnt.

Leider verfügt das restliche Rückenfach über keine weiteren Unterteilungen. Obwohl ausreichend Platz für Pumpe, Ersatzschlauch und Windbreaker-Jacke vorhanden ist, liegen diese Gegenstände lose im Fach - schade. Praktischer wäre es, wenn man beispielsweise eine Pumpe mit einem Gummi-Strap an Ort und Stelle fixieren könnte, damit beim Herausziehen der Jacke nichts herausfällt.

Die breiten Schultergurte des EVOC HYDRO PRO 1.5 besitzen zusätzliche Schlaufen, um den Trinkschlauch zu befestigen und zur Brust zu führen. Dort wird er bei Nichtgebrauch durch einen kleinen Magneten an Ort und Stelle gehalten. Fixiert ist der Magnet im magnetischen Verschluss des oberen Brustgurts. Dieser Verschluss benötigt etwas Eingewöhnungszeit, bis ihr herausgefunden habt, wie ihr ihn am geschicktesten öffnet. Beim Schließen findet er dafür fast wie von selbst seine Position und bleibt zuverlässig verschlossen.

Der untere Brustgurt setzt auf eine herkömmliche, gewohnt hochwertige Steckschnalle. Beide Brustgurte lassen sich in der Länge verstellen, sodass die Schultergurte sicher an ihrem Platz bleiben. Mit zwei zusätzlichen Straps, die entlang des Rippenbogens verlaufen, könnt ihr den Abstand zwischen Rückenteil und Schultergurten anpassen. Sie werden durch ein breites Gummiband unterstützt, das für einen sicheren Sitz sorgt.

Hier eignen sich die Netztaschen an beiden Schultergurten, die an der Öffnung mit einem Gummizug verschlossen werden. Wertgegenstände wie Schlüssel oder Kreditkarte - für das After-Ride-Bier - finden ihren Platz in der Brusttasche des linken Schultergurts, die sich mit einem Reißverschluss sicher verschließen lässt.

Mit einem Preis von 120 € ist der 233 Gramm leichte Rucksack zwar kein Schnäppchen, jedoch ist die 1,5-Liter-Trinkblase im Preis bereits enthalten, was ihn im Vergleich zu den meisten Hip-Bags von EVOC konkurrenzfähig macht. Wer den EVOC HYDRO PRO 1.5 als zu klein empfindet, kann sich für den HYDRO PRO 3 oder 6 entscheiden, die für einen Aufpreis von 15 € bzw. 30 € erhältlich sind.

Mit den vier verstellbaren Straps lässt sich der EVOC HYDRO PRO 1.5 gut an die Körperproportionen anpassen, auch wenn die Schultergurte selbst nicht in der Größe verstellbar sind. Vor allem die breiten Gurte und das Gummiband, das entlang des Rippenbogens verläuft, sorgen für einen festen, aber dennoch angenehmen Sitz. Allerdings könnt ihr den HYDRO PRO - je nach euren Körperproportionen - nicht einfach wie einen klassischen Rucksack über die Schultern werfen. Stattdessen müsst ihr ihn eher wie ein Jackett oder einen Pullover anziehen.

Der hohe Sitz zwischen den Schulterblättern und auf dem Brustkorb mag anfangs etwas ungewohnt sein, erweist sich aber schnell als sehr bequem und sorgt für einen super sicheren Halt. Selbst mit einem separat getragenen Rückenprotektor sitzt der kleine Rucksack formschön. Auch bei voller Beladung und auf richtig rauen Trails verrutscht nichts, und der HYDRO PRO gerät schnell in Vergessenheit.

Dank des dünnen und leichten Materials hält sich die Wärmeentwicklung unter dem EVOC HYDRO PRO in Grenzen, und die Belüftung des Oberkörpers ist angenehmer als bei herkömmlichen Rucksäcken oder Hip-Bags. Da euer Trikot im Bauchbereich frei im Wind wehen kann, bleibt gute Kühlung gewährleistet.

Abgesehen von den fehlenden Befestigungsmöglichkeiten am Rückenteil findet sich für alle Essentials ein geeigneter Platz. Im Rückenfach hatten wir in der Regel eine Handpumpe, einen Schlauch, zwei Reifenheber, eine Übergangsjacke und die 1,5-Liter-Trinkblase untergebracht. In den vorderen Taschen bleibt dann noch ausreichend Platz für Snacks, ein kleines Multitool, Haustürschlüssel und etwas Geld. Zusätzlich verstauten wir im Uphill meist unsere Handschuhe in einer der Netztaschen und konnten so mit gutem Gewissen auch einen Trail hinunterfahren, ohne Angst zu haben, sie zu verlieren.

Für alle, die keine Fans von großen Rucksäcken oder baumelnden Hip-Bags sind, ist der EVOC HYDRO PRO 1.5 der perfekte Begleiter. Der leichte Rucksack ist zwar kein Schnäppchen, sein Geld aber definitiv wert. Das Anziehen und Verschließen mag anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein, geht jedoch schnell in Fleisch und Blut über. Der HYDRO PRO 1.5 ist hochwertig verarbeitet, größtenteils durchdacht und sitzt auf dem Trail absolut ruckelfrei sowie sicher an Ort und Stelle.

Mountainbike-Rucksäcke im Vergleich

Die Wahl des richtigen Mountainbike-Rucksacks hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der Tour, der benötigten Ausrüstung und dem persönlichen Komfort. Hier ist ein Vergleich verschiedener Rucksacktypen:

  • Race-Rucksäcke: Ideal für kurze, schnelle Touren mit wenig Gepäck. Sie sind leicht, aerodynamisch und bieten eine gute Belüftung.
  • Tourenrucksäcke: Vielseitig einsetzbar für Tagestouren mit mehr Ausrüstung. Sie bieten ausreichend Stauraum und Tragekomfort.
  • Alpencross-Rucksäcke: Konzipiert für Mehrtagestouren mit viel Gepäck. Sie bieten maximalen Stauraum und eine komfortable Lastverteilung.

Einige der getesteten Rucksäcke und ihre Eigenschaften sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Rucksack Volumen Gewicht Besonderheiten
Decathlon Rockrider MTB ST900 Variabel kA Preis/Leistungssieger
USWE Race 2.0 2 Liter 230 g (ohne Trinkblase) Leicht, aerodynamisch, NDM-Gurtsystem
USWE MTB Hydro 3L 3 Liter kA Abnehmbares Staufach, Magnethalterung
EVOC HYDRO PRO 1.5 1.5 Liter 233 g Leicht, kompakter Sitz

Weitere getestete Produkte

Neben den bereits genannten Rucksäcken wurden auch weitere Produkte getestet, darunter die Race Hydration Vest von Restrap und die Osprey Escapist Velocity Trinkweste sowie der Osprey Raptor Fahrradrucksack und Hipbag. Diese Produkte bieten jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.

Restrap Race Hydration Vest

Die Race Hydration Vest von Restrap ist eine bequeme und praktische Weste, die speziell für längere Radtouren entwickelt wurde, um Getränk und weitere Verpflegung mitzunehmen. Sie ist hoch am Rücken platziert, um maximalen Komfort in der Fahrposition zu gewährleisten und den Zugriff auf Trikot-Taschen zu ermöglichen.

Unser Tester Benno hat bei seinen Testfahrten aber ein paar kleinere Probleme festgestellt. Zum einen fand er die Weste am Rückenteil sehr warm und würde sich hier etwas mehr Belüftung wünschen. Und auch wenn er die, laut Größentabelle, für ihn passende Größe getestet hat, fühlte er sich während des Fahrens eingeengt und die Weste spannte für seinen Geschmack etwas zu sehr im Bereich der Arme. Als praktisch empfand er aber die kleinen Taschen an der Vorderseite der Weste, in der sich Gels und Riegel einfach verstauen lassen und auf die man auch während der Fahrt problemlos zugreifen kann.

Osprey Escapist Velocity Trinkweste

Die Osprey Escapist Velocity 6 Trinkweste hat uns sehr gut gepasst und gefallen. So eine Trinkweste kennen wir ja schon, etwa von Cyclite, die Restrap Hydration West oder zuletzt von Deuter, die Rogla 5. Die kann man prima auch beim Laufen tragen, weil sie sich im optimalen Fall perfekt an den Brustkorb schmiegen und nicht verrutschen. Daher eignen sich Westen-Rucksäcke eben auch wunderbar für das schnelle und leichte MTB- oder Gravelbike-Erlebnis.

Das größte Kauf-Argument des Osprey Trinkrucksacks ist aber der Sitz am Körper. Den Escapist Velocity gibt es in den Größen S/M und L/XL. Wählt man die richtige (die Rückenlänge vom C7-Halswirbel bis zum Becken ist entscheidend), sitzt der Trinkrucksack schon super sicher, lässt sich aber auch noch gut nachjustieren. Unsere Empfehlung: Das sollte bei unterschiedlicher Befüllung auch gemacht werden.

Osprey Raptor Fahrradrucksack und Hipbag

Jetzt gab es für den Fahrradrucksack ein Update bei Form, Stil und Farben. Das heiß konkret: Verbesserter Hüftgurt, Rückenteil und Tragekomfort Verbesserte Taschengröße, Layout & Organisation Verbesserte Stoffe Handschuhfreundliche Schnallen und oberer Griff.

Der 14-Liter-Rucksack ist angenehm schmal geschnitten, dafür recht hoch. Aber so passen wirklich viele Taschen und Orga-Einheiten rein. Es gibt sozusagen 3 Ebenen: kleines Fach ganz vorn/außen, schmales aber hohes Fach in der Mitte und ein Hauptfach; plus das Fach für die große 2,5-Liter-Trinkblase, deren Schlauch jetzt über einen mit Zipper geschlossenen Kanal über die rechte Schulter geführt wird. Stylish und optisch sauber.

Positiv ist mir zunächst mal die Trinkblase aufgefallen, die Hydrapak für Osprey produziert. Die 2,5-Liter-Blase hat einen Haltegriff und einen sehr leicht laufenden Verschluss. Das Befüllen geht damit sehr sicher und einfach. Nicht bei allen Fabrikaten ist das so. Beim Osprey Raptor 14 selbst gefällt mir sehr, wie die Fächer mit eingenähten Netztaschen organisiert sind. Der Innenstoff ist hell, man kann alles gut finden.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0