Der Weg zum individuellen Mountainbike führt oft über den Selbstaufbau. Ein maßgeschneidertes Mountainbike ist selten beim Händler zu finden und auch im Internet schwer zu konfigurieren. Wer also einen individuellen Aufbau bevorzugt, wird sein MTB selbst zusammenstellen beziehungsweise zusammenbauen müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Damit das sorgenfrei klappt, ist eine umfassende Planungsphase nötig.
Zu beachten ist nicht nur die Kompatibilität der einzelnen Teile, sondern auch, dass das Endergebnis hinsichtlich Performance und Funktion harmoniert. Im Vorfeld sollte sich also genau überlegt werden, ob es sich überhaupt rechnet ein MTB selbst zusammenzustellen. Als Hilfe soll dieser Artikel dienen, der Vor- und Nachteile eines Individualaufbaus gegenüberstellt und euch in zwölf Schritten bei einer optimalen Konfiguration unterstützt.
Vor- und Nachteile abwägen
Der Markt bietet eine Vielzahl an hervorragenden Komplett-Bikes einschlägiger Hersteller aus unterschiedlichen Preiskategorien, die wirklich fast schon optimal konfiguriert sind. In vielen Fällen reicht den Nutzern diese Lösung aus. Notfalls wird an der ein oder anderen Stelle durch einen Komponentenwechsel optimiert. Wer allerdings ein völlig maßgeschneidertes Bike mit einer individuellen Ausstattung haben möchte, kommt um eine eigene Zusammenstellung nicht herum.
Allerdings reicht es hierzu nicht aus, die gewünschten Teile und einen optisch ansprechenden Rahmen zu bestellen. Im Vorfeld muss viel geplant, verglichen und letztlich auch gerechnet werden, um am Ende eine funktionierende Konfiguration auf die Räder stellen zu können.
Die ersten Schritte beim Zusammenbau
Unsere Mountainbikes werden für den Transport zum Teil zerlegt. Mit wenigen Handgriffen und unseren hilfreichen Tipps ist es jedoch kein Problem für dich, das Bike startklar für seine erste Tour zu machen.
1. Lenker montieren
Der Lenker ist in der Regel bereits eingebaut. Sollte das nicht der Fall sein, entferne den Vorbaudeckel, indem du die vier Schrauben am Lenker mit dem passenden Inbusschlüssel (Größe: vier, fünf oder sechs Millimeter) löst.
- Ist der Lenker bereits montiert, drehe den Vorbau nach vorn, sodass die Lichtanlage nach vorn zeigt.
- Danach ziehst du die Schrauben wieder fest: Ziehe erst die Lenkerschrauben links und rechts leicht an.
- Ziehe dann den Steuersatz an und anschließend den Lenker fest.
Wenn du überprüfen willst, ob der Steuersatz fest genug sitzt, kannst du dein Fahrrad vor ein Hindernis (z. B. eine Wand stellen) stellen und mit etwas Druck nach vorne ruckeln, um zu testen, ob sich der Lenker noch weiter nach vorn bewegen kann. Bewegt er sich nicht, sitzt der Steuersatz gut.
2. Pedale anbringen
Linke und rechte Pedale sind z.B. Die Pedale sind in der Regel mit einem Kabelbinder an der Sattelstütze festgezurrt.
- Prüfe, ob die Gewinde eingefettet sind.
- Setz die Pedale auf die Pedalachse. Die Kennzeichnung auf den Pedalen (L und R) verrät dir, welches Pedal - mit Blick in Fahrtrichtung - auf die linke und welches auf die rechte Seite gehört.
Achte auf das Gewinde, wenn du die Pedale anbringst: Das rechte Pedal hat ein Rechtsgewinde, das linke ein Linksgewinde. Das bedeutet, dass du das rechte Pedal nach rechts festdrehen musst und das linke Pedal nach links.
Ziehe die Pedale von der Innenseite der Kurbel mit einem passenden Inbusschlüssel (Größe: sechs oder acht Millimeter) fest. Jedes Pedal hat eine kleine Markierung (L und R), die an gibt, auf welcher Seite des Rades, das Pedal montiert werden muss. Achtung! Auf keinen Fall das linke und rechte Pedal vertauschen. Das linke Pedal hat ein Linksgewinde. Mit einem 15er Maulschlüssel das Pedal mit ca. Das rechte Pedal hat ein Rechtsgewinde. Mit einem 15er Maulschlüssel das Pedal mit ca.
3. Sattel einstellen
- Löse den Schnellspanner bzw. die Schrauben am Sattelrohr.
- Justiere die Sattelstütze. Beachte die minimale und maximale Einstecktiefe. Bei Vario-Sattelstützen muss die Leitung nachgeschoben werden.
- Schließe den Schnellspanner bzw. die Schrauben wieder fest und achte dabei auf das Drehmoment (max.
Teste bei einer Probefahrt, ob die Sattelhöhe stimmt. Tipp: Wenn du möchtest, kannst du die Sattelneigung noch einmal überprüfen und die Sattelposition einstellen.
Weitere wichtige Schritte
- Vorderrad montieren: Vorderrad heraus nehmen, Achse um 90° drehen und wieder auf Einschlag einsetzen. Das Vorderrad gerade, exakt auf Anschlag, in die Ausfallenden einsetzen und den Schnellspanner oder die Steckachse festziehen.
- Reifendruck prüfen: Den Reifendruck prüfen. Den korrekten Reifendruck aus der Bedienungsanleitung entnehmen. Bitte beachten: Bei den hier genannten Hinweisen handelt es sich um Richtwerte.
Komponenten-Auswahl: Tipps und Empfehlungen
Beim Antrieb würden wir eigentlich immer etwas Neues empfehlen, da die Performance eines neuen Schaltwerks, Kette und Kassette einfach unübertroffen ist. Jedoch muss man sich hier auch wieder die Glaubensfrage stellen, SRAM oder Shimano.
Über Laufräder lassen sich ellenlange Diskussion führen: Systemlaufrad vs. Eigenbau, schwer vs. leicht, breit vs. schmal usw., aber eigentlich sollte man sich Gedanken darüber machen, wofür man das Laufrad einsetzen möchte um dahingehend die Kaufentscheidung zu treffen.
Unser Tipp für eine echte sorglos Bremse, die allen Anforderungen an den Enduro Sport gerecht wird: Die MT7 von MAGURA.
Reifen, Lenker, Vorbau, Griffe, Sattel und Sattelstütze sind unserer Meinung nach Individualteile und sollten je nach persönlicher Vorliebe gewählt werden. Für Leute mit Rückenproblemen oder Haltungsbeschwerden empfehlen wir aber einen Blick auf die Firma SQLab zu werfen die bekannt ist für ihre ergonomischen Produkte.
Budget und Bezugsquellen
Die Bezugsquelle für eure Komponenten ist natürlich auch wieder abhängig von Budget und Glaubensfrage. In Vivi’s Fall lag die Grenze bei 2500€, jedoch sollte diese am besten unterschritten werden.
Unser Tipp für den online Einkauf: Versuchen alle Teile bei ein und dem selben Händler zu kaufen. Wir empfehlen unbedingt den Newsletter der Seite zu abonnieren, denn nur so kommt man an die wirklich guten Schnäppchen.
Werkzeug
Für den Zusammenbau werden folgende Werkzeuge benötigt:
- Innensechskantschlüssel (4er, 5er, 6er, 8er)
- Innensechsrundschlüssel T25
- Drehmomentschlüssel
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