Beim modernen Fahrrad haben sich Steckachsen in den letzten Jahren als Standard bei hochwertigen Modellen etabliert. Sie bieten eine erhöhte Steifigkeit und präzisere Führung der Laufräder im Rahmen oder in der Gabel. Das sichere und korrekte Ein- und Ausbauen von Vorderrad oder Hinterrad mit einer Steckachse ist allerdings für viele noch ungewohnt.
Fehler bei der Montage können zu unsicherem Sitz, Schäden an Achse, Rahmen oder Ausfallenden führen. Mit ein wenig Übung und den richtigen Schritten ist der Einbau aber absolut zuverlässig und unkompliziert. Diese ausführliche Anleitung erklärt Ihnen, worauf Sie beim Handling mit Steckachsen achten müssen, wie Sie Fehler vermeiden und wie Sie Ihr Fahrrad nach dem Radwechsel wieder sicher und spielfrei auf die Straße oder ins Gelände bringen.
Dabei erfahren Sie die nötigen Vorbereitungen, alle Arbeitsschritte im Detail sowie Tipps zu Werkzeug, Pflege und dem optimalen Anzugsdrehmoment. Egal, ob für den Transport, die Wartung oder nach einer Panne: Das Aus- und Einbauen des Laufrads gehört zu den Grundfertigkeiten, die jeder Radfahrer beherrschen sollte.
1. Vorteile der Steckachse
Steckachsen haben die klassischen Schnellspanner in vielen Fahrradbereichen abgelöst. Vor allem bei Mountainbikes, modernen Rennrädern und Gravelbikes sind sie heute Standard. Der Grund: Sie sorgen für eine wesentlich höhere Steifigkeit, was sich auf die Fahrdynamik, Sicherheit und die Präzision beim Bremsen mit Scheibenbremsen positiv auswirkt.
Die Steckachse führt das Laufrad exakt im Rahmen oder der Gabel, verhindert ein Verkanten und sorgt für spielfreien Sitz. Im Gegensatz zu Schnellspannern, die nur auf die Ausfallenden drücken, wird die Steckachse durch den gesamten Achsbereich geführt und mit einer definierten Kraft verschraubt. Das steigert die Haltbarkeit von Rahmen und Gabel und erhöht die Sicherheit, besonders im anspruchsvollen Gelände oder bei hohen Geschwindigkeiten.
2. Vorbereitung ist alles
Bevor Sie das Vorderrad oder Hinterrad mit Steckachse einbauen, empfiehlt es sich, einige Vorbereitungen zu treffen. Zunächst sollte das Fahrrad sauber und aufrecht stehen, idealerweise in einem Montageständer. Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Rad und die passende Steckachse bereitlegen - viele Achsen sind unterschiedlich lang und haben verschiedene Durchmesser, je nach Position am Rad.
Prüfen Sie, ob Sie alle notwendigen Werkzeuge zur Hand haben. Überprüfen Sie zudem den Zustand der Ausfallenden und Gewinde, entfernen Sie eventuell vorhandenen Schmutz oder alte Fettreste. Wenn Sie einen neuen Reifen oder Schlauch montiert haben, sollte der Luftdruck stimmen, damit das Rad später fest und spielfrei sitzt. Eine kleine Ablage für Schrauben oder Achsteile ist praktisch, damit nichts verloren geht.
3. Das richtige Werkzeug
Für das Ein- und Ausbauen von Laufrädern mit Steckachse benötigen Sie in den meisten Fällen nur wenig Werkzeug. Viele Achsen verfügen über integrierte Hebel, die sich von Hand bedienen lassen. Bei manchen Modellen, etwa im High-End-Bereich oder bei minimalistischen Achskonstruktionen, benötigen Sie einen passenden Innensechskantschlüssel (meist 5 mm oder 6 mm), gelegentlich auch einen Torx-Schlüssel (z. B. T25).
Achten Sie darauf, dass die Werkzeuge sauber und nicht abgenutzt sind, um die Achsaufnahme nicht zu beschädigen. Empfehlenswert ist zudem ein kleiner Drehmomentschlüssel, um das vom Hersteller vorgegebene Anzugsdrehmoment exakt einzuhalten. Ein sauberes Tuch, etwas Montagefett sowie gegebenenfalls ein kleiner Pinsel zum Reinigen der Achsaufnahme oder Ausfallenden runden die Grundausstattung ab.
4. Unterschiede zwischen Vorder- und Hinterrad
Obwohl das Prinzip bei Vorder- und Hinterrad ähnlich ist, gibt es einige Unterschiede, die Sie beim Einbau beachten sollten. Die Steckachse am Vorderrad ist in der Regel kürzer und leichter, da sie nur die Kräfte der Lenkung und des Bremsens aufnehmen muss. Am Hinterrad hingegen kommen noch die Antriebskräfte durch die Kette und gegebenenfalls das Schaltwerk hinzu, weshalb die Achse hier oft dicker und robuster ausfällt.
Beim Einsetzen des Hinterrads ist zudem darauf zu achten, dass der Zahnkranz und die Kette richtig positioniert sind und das Schaltwerk nicht behindert wird. Vorderräder lassen sich meist leichter einbauen, da keine Kette und kein Schaltwerk im Weg sind.
5. Die richtige Positionierung des Fahrrads
Um das Vorderrad oder Hinterrad bequem und sicher ein- oder auszubauen, empfiehlt es sich, das Fahrrad auf einen Montageständer zu stellen. So haben Sie beide Hände frei, das Rad steht stabil und kippt nicht um. Falls Sie keinen Montageständer besitzen, können Sie das Fahrrad vorsichtig auf den Kopf stellen oder an eine Wand lehnen.
Achten Sie dann aber darauf, empfindliche Teile wie Schaltwerk, Bremshebel oder Sattel vor Beschädigungen zu schützen. Bei Rennrädern oder Mountainbikes mit Scheibenbremsen sollten Sie den Bremssattel nicht belasten. Nutzen Sie einen sauberen Untergrund und legen Sie bei Bedarf eine weiche Unterlage unter das Fahrrad, damit Rahmen und Anbauteile nicht zerkratzen.
6. Ausbau des Vorderrads
Zum Ausbauen des Vorderrads mit Steckachse lösen Sie zunächst die Achse. Ist ein Schnellspannhebel vorhanden, öffnen Sie diesen vollständig. Bei Achsen mit Innensechskant oder Torx lösen Sie die Schraube gegen den Uhrzeigersinn. Ziehen Sie die Achse vollständig heraus - achten Sie darauf, dass keine kleinen Distanzstücke oder Federn verloren gehen. Halten Sie die Gabel dabei mit einer Hand fest, damit das Rad nicht herausfällt.
Ziehen Sie das Vorderrad nun vorsichtig nach unten aus der Gabel. Achten Sie bei Scheibenbremsen darauf, die Bremsscheibe nicht zu verbiegen oder zu verschmutzen. Ist das Rad ausgebaut, können Sie Reparaturen durchführen oder das Rad transportieren.
7. Ausbau des Hinterrads
Das Ausbauen des Hinterrads erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit, da die Kette und das Schaltwerk im Spiel sind. Schalten Sie zunächst auf das kleinste Ritzel, das erleichtert den Aus- und Einbau. Lösen Sie die Steckachse wie beim Vorderrad, indem Sie den Hebel öffnen oder die Achse mit dem passenden Werkzeug herausdrehen.
Halten Sie das Rad fest und heben Sie es vorsichtig nach unten aus den Ausfallenden, während Sie gleichzeitig das Schaltwerk nach hinten drücken, um die Kette zu entspannen. Achten Sie darauf, dass das Schaltwerk nicht verbogen wird und die Kette sauber vom Ritzel gleitet. Um das Hinterrad wieder einzubauen, führen Sie die Kassette unter die Kette und positionieren Sie das Rad in die Ausfallenden. Halten Sie das Schaltwerk weiterhin nach hinten, bis das Rad sitzt. Führen Sie die Steckachse durch und ziehen Sie sie fest.
8. Vorbereitung vor dem Einbau
Vor dem Einbau eines Laufrads mit Steckachse ist es wichtig, alle Kontaktstellen zu überprüfen. Kontrollieren Sie die Steckachse auf Verschleiß, Riefen oder Verunreinigungen. Die Achsaufnahme und die Ausfallenden am Rahmen oder an der Gabel sollten sauber und fettfrei sein, damit die Achse satt und spielfrei sitzt. Bei Bedarf reinigen Sie die Teile mit einem Tuch oder Pinsel.
Untersuchen Sie auch das Gewinde der Steckachse und in der Achsaufnahme - beschädigte oder verschmutzte Gewinde können das Festziehen erschweren oder sogar zu Folgeschäden führen. Ein kleiner Tropfen geeignetes Montagefett auf das Gewinde verhindert Korrosion und erleichtert das spätere Lösen.
9. Das richtige Einsetzen des Laufrads
Das richtige Einsetzen des Laufrads ist entscheidend für einen sicheren Sitz. Heben Sie das Rad so an, dass die Achsaufnahme des Rads exakt mit den Ausfallenden am Rahmen oder an der Gabel fluchtet. Beim Vorderrad achten Sie darauf, dass die Bremsscheibe sauber zwischen die Bremsbeläge geführt wird und nirgends schleift.
Beim Hinterrad müssen Kassette und Kette richtig aufliegen - führen Sie das kleinste Ritzel in die Kette ein und achten Sie darauf, dass das Schaltwerk nicht verhakt. Schieben Sie das Rad gleichmäßig in die Ausfallenden, ohne es zu verkanten. Kontrollieren Sie, dass das Rad mittig sitzt und sich frei drehen lässt. Nur wenn alles korrekt positioniert ist, kann die Steckachse gefahrlos eingesetzt und festgezogen werden.
10. Einführen der Steckachse
Ist das Laufrad korrekt platziert, können Sie die Steckachse einführen. Achten Sie darauf, dass die Achse nicht verkantet, sondern mit leichtem Druck und möglichst ohne Kraftaufwand bis zum Anschlag durch die Achsaufnahme gleitet. Drehen Sie die Achse von Hand in das Gewinde und ziehen Sie sie handfest an. Modelle mit Hebel können nun geschlossen werden, bei anderen nutzen Sie den passenden Innensechskant- oder Torx-Schlüssel.
Vermeiden Sie zu viel Kraft, damit das Gewinde nicht beschädigt wird. Ein leichtes Drehmoment genügt zunächst. Ziehen Sie die Achse anschließend mit dem empfohlenen Drehmoment des Herstellers fest.
11. Das richtige Drehmoment
Ein wichtiger Aspekt beim Festziehen der Steckachse ist das richtige Drehmoment. Die meisten Hersteller geben das empfohlene Drehmoment in Newtonmetern (Nm) an, meist im Bereich von 8 bis 15 Nm. Diese Angabe finden Sie entweder auf der Achse selbst, im Handbuch oder auf der Webseite des Fahrrad- oder Achsherstellers.
Verwenden Sie einen Drehmomentschlüssel, um diese Vorgabe einzuhalten - zu viel Kraft kann das Gewinde beschädigen, zu wenig führt zu einem unsicheren Sitz des Laufrads. Drehen Sie die Achse daher zunächst handfest ein und ziehen Sie sie dann mit Drehmomentschlüssel nach. Bei Modellen mit Schnellspannhebel sollte dieser mit deutlichem, aber nicht übermäßigen Widerstand schließen.
12. Abschließende Kontrolle
Nach dem Einbau ist eine sorgfältige Kontrolle unerlässlich. Überprüfen Sie, ob die Steckachse vollständig eingeschraubt und sicher verschlossen ist. Heben Sie das Fahrrad an und drehen Sie das Rad von Hand - es sollte sich frei und gleichmäßig bewegen, ohne zu schleifen oder zu eiern. Kontrollieren Sie insbesondere bei Scheibenbremsen, dass die Bremsscheibe nicht an den Belägen streift.
Wackeln Sie leicht am Rad: Es darf kein Spiel in den Ausfallenden oder an der Achse fühlbar sein. Testen Sie kurz die Bremsen, damit alles korrekt funktioniert. Bei ersten Fahrten nach dem Radwechsel empfiehlt sich, die Achse nach wenigen Kilometern noch einmal zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzuziehen.
13. Häufige Fehler vermeiden
Fehler beim Einbau von Laufrädern mit Steckachse können fatale Folgen haben. Ein häufiges Problem ist ein nicht korrekt in den Ausfallenden sitzendes Rad - das kann zu Unwucht, Schleifgeräuschen oder im schlimmsten Fall zum Herausfallen des Rads führen. Auch das Verkanten der Steckachse beim Einschrauben oder ein zu starkes Anziehen können das Gewinde beschädigen. Schmutz, Sand oder alte Fettreste behindern einen sicheren Sitz und sollten daher vorher entfernt werden.
Achten Sie darauf, beim Hinterrad die Kette sauber auf das kleinste Ritzel zu führen und das Schaltwerk nicht zu verbiegen. Kontrollieren Sie alle Teile sorgfältig vor dem Einbau und nehmen Sie sich ausreichend Zeit.
14. Pflege der Steckachse
Damit Ihre Steckachsen dauerhaft reibungslos funktionieren, ist eine regelmäßige Pflege sinnvoll. Entfernen Sie nach Fahrten bei Nässe, Schlamm oder im Winter gelegentlich die Achse, reinigen Sie sie und das Gewinde sorgfältig und fetten Sie die Teile leicht ein. So verhindern Sie Korrosion und erleichtern das spätere Lösen. Verwenden Sie für Carbon-Rahmen und -Gabeln nur dafür freigegebene Schmiermittel, um Materialschäden zu vermeiden.
Kontrollieren Sie regelmäßig den Zustand von Achse und Gewinde auf Abnutzung oder Beschädigung. Tauschen Sie im Zweifelsfall verschlissene Achsen aus - Sicherheit geht vor!
15. Radwechsel unterwegs
Auch unterwegs kann es nötig sein, ein Rad zu wechseln, etwa bei einer Reifenpanne. Mit etwas Routine geht das auch ohne Montageständer zügig und sicher. Legen Sie das Fahrrad auf die Seite, die Kette oben, um Schaltwerk und Kettenblätter zu schonen. Nutzen Sie unterwegs einen kleinen, leichten Drehmomentschlüssel oder merken Sie sich, wie fest Sie die Achse von Hand anziehen.
Achten Sie darauf, keine Kleinteile zu verlieren und führen Sie die Achse immer sauber und ohne Gewalt ein. Wer einen Schlauchwechsel unterwegs richtig vorbereitet und die Reihenfolge einhält, kann auch mit Steckachse schnell wieder weiterfahren. Bewahren Sie die Steckachse immer sicher auf, damit sie nicht im Gras oder auf Schotter verloren geht.
Schritt für Schritt Anleitung: Ein Rad mit Steckachse einbauen
- Setze das Laufrad in den Rahmen. In den allermeisten Fällen wird ein Rad mit Steckachsen über Scheibenbremsen verfügen - achte also darauf, dass die Bremsscheibe beim Einsetzen des Rades zwischen den Bremsbacken hindurchgleitet.
- Zur Montage des Hinterrades schalte in die in Fahrtrichtung rechts außen liegende Position. Ziehe dann das Schaltwerk leicht nach hinten und fädle den oben verlaufenden Teil der Kette auf das kleinste Ritzel. Nun solltest du die Steckachse problemlos montieren können. Diese wird am Hinterrad von der Nicht-Antriebsseite (in Fahrtrichtung linken Seite) hereingeschoben. Zur Montage der vorderen Steckachse gibt es Varianten von beiden Seiten.
- Schiebe die Achse durch die Nabe bis sie auf der anderen Seite des Rahmens anstößt. Lässt sich die Achse nicht oder nur schwer einschieben, überprüfe, ob die Laufräder wirklich richtig im Rahmen sitzen.
- Befindet sich die Steckachse nun am Anschlag, kannst du sie feststellen. Dies geschieht je nach System auf unterschiedliche Weise. Steckachsen, die geschraubt werden, musst du mit einem Inbus festziehen wie eine Schraube. Steckachsen mit einer Kombination aus Gewinde und Hebel werden so festgedreht, dass du den Hebel gerade so noch zu bekommst. Achte hierbei auf die korrekte Ausrichtung des Hebels. Bei Bajonettverschlüssen wie dem R.A.T. System von Focus lässt sich die Steckachse nur in einer bestimmten Position durch das Ausfallende schieben. Indem du sie dann um eine Viertel-Umdrehung im Uhrzeigersinn drehst, wird sie befestigt. Durch das Umlegen des Hebels wird dann die Spannung aufgebaut.
- Lässt sich der Hebel nicht schließen oder zu leicht öffnen, musst du die Vorspannung anpassen. Hierzu öffnest du den Hebel und drehst an der dahinter liegenden Rädelschraube, während du den offenen Hebel festhältst. Drehst du die Räderschraube im Uhrzeigersinn, senkst du die Vorspannung - dies musst du tun, wenn du den Hebel zuvor nicht schließen konntest. Um die Vorspannung zu erhöhen, drehst du die Rädelschraube entsprechend gegen den Uhrzeigersinn.
Rad mit Steckachse ausbauen
Die Demontage des Rades geschieht in umgekehrter Reihenfolge - Hebel öffnen, Steckachse lose drehen und herausziehen.
Egal, ob für den Transport, die Wartung oder nach einer Panne: Das Aus- und Einbauen des Laufrads gehört zu den Grundfertigkeiten, die jeder Radfahrer beherrschen sollte.
Laufradmontage beim Fahrrad
Heute werden die meisten Fahrräder mit Schnellspannern oder Steckachsen ausgestattet. Schau in deiner Fahrrad-Anleitung nach, welche Befestigung dein Fahrrad verwendet und lerne wie du die Laufräder deines Fahrrads richtig montierst.
Hinweis: Achte immer darauf, dass Schnellspanner und Steckachsen richtig geschlossen und fest sind. Wenn sie nicht korrekt gespannt sind, kann sich das Laufrad während der Fahrt lockern oder lösen.
Beim Aus- oder Einbau des Laufrads gibt es zwischen Vorder- und Hinterrad kleine Unterschiede. Wir erklären dir hier das Aus- und Einbauen des Hinterrads. Denn beim Vorderrad musst du ‘nur’ darauf achten, dass das Laufrad durch die Bremse/ in die Bremsbacken passt. Beim Hinterrad musst du es zusätzlich in die Kette oder den Riemen einlegen.
So baust du das Hinterrad mit Steckachse aus:
- Schalte vorne auf das grosse Kettenblatt (wenn du zwei hast).
- Schalte hinten auf das kleinste Kettenblatt.
- Öffne den Hebel und drehe die Steckachse lose, bis du sie herausziehen kannst. (Steckachsen, die geschraubt werden, haben keinen Hebel. Diese musst du mit einem Inbusschlüssel lösen.)
- Ziehe das Laufrad nun gegen oben heraus, indem du das Schaltwerk leicht nach hinten drückst.
So baust du das Hinterrad mit Steckachse ein:
- Um das Laufrad wieder in den Rahmen zu setzen, musst du das Schaltwerk wie bei der Entnahme leicht nach hinten drücken.
- Achte darauf, dass die Bremsscheibe beim Einsetzen des Rades zwischen den Bremsbacken liegt.
- Lege die Kette auf das kleinste Ritzel.
- Jetzt kannst du die Steckachse wieder durch die Nabe schieben und eindrehen. Sobald du genügend Widerstand hast, kannst du den Hebel schliessen. (Steckachsen, die geschraubt werden, haben keinen Hebel. Diese musst du mit einem Inbusschlüssel anziehen.)
Tipp: Durch das Umlegen des Hebels wird sowohl beim Schnellspanner als auch bei der Steckachse Spannung aufgebaut. Lässt sich der Hebel nicht ganz schliessen oder zu leicht öffnen, musst du die Vorspannung anpassen.
Q-Loc Schnellspannsystem von Suntour
An unseren Zing E-Bikes mit Suntour-Federgabel verbauen wir am Vorderrad die SR Suntour Q-Loc Steckachse. Wir zeigen dir, wie du dieses System im Handumdrehen öffnest und wieder verriegelst, um das Vorderrad aus- und einbauen zu können.
- Öffne zuerst den Hebel der Steckachse.
- Drücke nun den Verschluss auf der anderen Seite gegen innen und drehe ihn um eine Viertel Umdrehung.
- Jetzt kannst du die Steckachse herausziehen.
Hinweis: Die Montage des vorderen Laufrades mit SR Suntour Q-Loc Stechachse funktioniert in umgekehrter Reihenfolge.
Inspektion der Fahrrad-Laufräder
Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, ein paar generelle Checks an deinen Laufrädern durchzuführen. Überprüfe, ob die Räder festmontiert sind und ob die Reifen genug Luft haben. Überprüfe die Reifen auf Abnutzung und Risse. Schau dir auch die Speichen an: Sie sollten alle fest sitzen und keine Schäden haben, damit dein Rad stabil und gerade läuft. Kontrolliere auch die Radlager (diese findest du in der Mitte des Rades), um sicherzugehen, dass sie gut eingestellt sind. Mehr dazu erklären wir dir im Abschnitt weiter unten.
Solltest du den Reifen oder den Schlauch wechseln, achte darauf, dass das Felgenband richtig sitzt. Dieses Band sorgt dafür, dass der Schlauch nicht durch die Löcher in der Felge beschädigt wird - es ist also ein kleiner, aber wichtiger Schutz vor Pannen.
Radnabenlager überprüfen
- Schritt 1: Hebe das Fahrrad an einem Ende mit einer Hand an und versuche, die Felge hin und her zu bewegen. Genau hinschauen und -hören: ertaste, ob sich die Lager bewegen/ Spiel haben.
- Schritt 2: Drehe das Laufrad und achte auf schleifende oder andere ungewöhnliche Geräusche.
- Schritt 3: Wiederhole den Vorgang am anderen Laufrad.
Wenn sich die Radnabe locker anfühlt oder ein schleifendes Geräusch erzeugt, solltest du das Fahrrad zum Fachhändler bringen - die Einstellung der Radlager erfordert Spezialwerkzeug sowie entsprechendes Fachwissen. Ist das Rad einfach locker, kann es auch sein, dass sich die Steckachse oder der Schnellspanner etwas gelöst hat.
Radlager schmieren
Tausche das Schmierfett in den Radlagern einmal jährlich aus. Die Wartung der Lager erfordert Spezialwerkzeug sowie entsprechendes Fachwissen und sollte daher nur von unseren Fachhändlern durchgeführt werden. Einige Lager sind fest gekapselt, diese müssen nicht jedes Jahr geschmiert werden.
Schmiere ausserdem einmal im Jahr den Laufrad-Schnellspanner oder die Laufrad-Steckachse. Dazu solltest du an der Stelle, an der sich der Schnellspannhebel im Schnellspanner bewegt, zwei oder drei Tropfen von einem synthetischen Schmiermittel oder einem Leichtöl anbringen.
Sonderfälle: Focus R.A.T.
Die Marken SR Suntour und Focus Bikes haben eigene Steckachsen entwickelt, die sich besonders schnell und ohne Werkzeug montieren lassen. Bei diesen Systemen wird die Achse nicht in ein Gegenstück eingeschraubt, sondern nur gesteckt und anschließend verspannt. Bei der ersten Benutzung können diese Systeme schonmal etwas verwirrend sein.
Das wichtigste bei dem ganzen Thema ist auf jeden Fall: Lerne deine Achsen an deinem Bike kennen, pflege sie und verwende sie richtig.
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