Mountainbike Tour Falkenhütte: Routen und Erlebnisse im Karwendel

Die Mountainbike-Tour zur Falkenhütte (1848 m) über das Johannistal gehört zu den Klassikern im Karwendel. Zunächst geht es recht gemütlich durch das Johannistal auf die imposanten Lalidererwände zu, ab der Ladiz-Alpe dann knackig bergauf zur Falkenhütte.

Wegbeschreibung

Anreise: Über die A8 Richtung Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen. Weiter über Bad Tölz und Lenggries zum Sylvensteinspeicher. Hier rechts abbiegen und dem Straßenverlauf bis zur Mautstelle kurz hinter Hinterriss folgen.

Wegpunkte

  • Risstal Landesstraße
  • Johannistal
  • Ladiz-Alpe (1588 m)
  • Spielissjoch
  • Falkenhütte (1848 m)
  • Retour auf gleichem Weg

Aufstieg zur Falkenhütte

Von der Mautstelle folgt man zunächst der Landesstraße 1,5 km taleinwärts, bis man zu einer Abzweigung kommt, die leicht abwärts zum Rißbach führt (Beschilderung Karwendelhaus, Falkenhütte). Man überquert den Bach und folgt der Forststraße nach links (MTB-Strecke Falkenhütte, beschildert). Nach einem ersten Aufschwung erreicht man das Johannistal und folgt nun immer der Forststraße in wechselndem Auf und Ab. Schließlich erreicht man eine Weggabelung: rechts führt der Weg zum Kleinen Ahornboden und dem Karwendelhaus, links geht es zur Falkenhütte. Man biegt also links ab und folgt dem leicht abfallenden Weg zu einem breiten, ausgetrockneten Bachbett, das nun überquert wird. Nun geht es etwas steiler hinauf zur Ladiz-Alpe und dann richtig steil zu einem Sattel kurz unterhalb der Falkenhütte.

Zusammenfassung der Tour

Es handelt sich um eine schwere MTB-Runde im Karwendel zu einer Kult-Hütte.

Die zweitägige MTB-Hüttentour führt von Krün über Johannestal und Ladizalm zur Falkenhütte hinauf und am nächsten Tag über den Kleinen Ahornboden, das Karwendelhaus und über den Barmsee zurück nach Krün.

Insgesamt sind es 97,9 Kilometer und 2542 Höhenmeter.

Etappe 1: Krün - Falkenhütte (E-MTB)

  • Länge: 48,0 Kilometer
  • Bergauf: 1876 Höhenmeter
  • Bergab: 904 Tiefenmeter
  • Fahrzeit: ca. 5 Stunden

Routenbeschreibung 1. Etappe

Von Krün (875 m) geht es direkt in die sportliche Auffahrt zur Fischbach-Alm (1400 m). Die Trail-Abfahrt auf dem „Soiernweg“ nach Vorderriß ist bis auf kurze ruppige und enge Passagen flowig und unschwierig zu fahren. Am Ufer der Isar angekommen, wartet eine lange Asphaltfahrt auf der Mautstraße nach Hinterriß, wo man am Parkplatz P4 auf den Schotterweg ins Johannestal (958 m) abzweigt. Hier beginnt der landschaftlich reizvolle Anstieg auf bester Forststraße Richtung Schwarzlackenhütte. Mit dem E-MTB verliert der steile Anstieg über weite Kehren zur Ladizalm (1573 m) seinen Schrecken.

Nach 16 Kilometern kann man im altehrwürdigen Gasthof Post in Vorderriß einkehren. Hier hat schon König Ludwig übernachtet. Akkus laden ist hier kein Problem (www.post-vorderriss.de). Die letzte Möglichkeit, vor der langen, steilen Auffahrt hoch zur Falkenhütte Strom zu ziehen, besteht im Hotel Post in Hinterriß (www.post-hinterriss.info).

Etappe 2: Falkenhütte - Krün

  • Länge: 49,9 Kilometer
  • Bergauf: 666 Höhenmeter
  • Bergab: 1339 Tiefenmeter
  • Fahrzeit: 3 Stunden

Routenbeschreibung 2. Etappe

Von der Falkenhütte (1848 m) geht es zum Kleinen Ahornboden und übers Karwendelhaus das große Tal zurück nach Krün. Los geht’s auf bekanntem Weg zum Spielissjoch. Hier nun auf breitem Fahrweg zur Ladizalm. Kurz darauf zweigt links ein unscheinbarer Weg ab, der durch den Sauiss-wald zu einer Furt am Kleinen Ahornboden führt. Dort hält man sich links und kurbelt über viele Kehren hinauf zum Hochalmsattel und erreicht fünf Minuten später das Karwendelhaus (1771 m). Die lange aber landschaftlich schöne Fahrt durchs Karwendeltal endet in Scharnitz. Durch den Riedboden geht’s nach Mittenwald und durch die Buckelwiesen über den Tennsee und weiter zum Barmsee (schöner Badeplatz!), bevor sich der Kreis in Krün wieder schließt.

Einkehrmöglichkeiten

Achtung, der Akku muss für die ersten 400 Höhenmeter des zweiten Tages noch halten. Hinterm Hochalmsattel wartet dann wieder das Karwendelhaus mit Ladestationen, einem zweiten Frühstück und einer urigen Gaststube. Wieder unten im Isartal, bieten sich in Scharnitz und Mittenwald jede Menge Restaurants und Cafés zur Einkehr an.

Infos zur Hüttentour im Karwendel

Das Karwendel ist schon seit den 50er Jahren wegen seiner guten Zuganbindung das vielleicht beliebteste Wochenendziel der Münchner. Mittenwald als Start- und Zielpunkt erreicht man vom Münchner Hauptbahnhof in etwa eineinhalb Stunden. Infos und Buchung: www.bahn.de.

Tipp: Wer die hier beschriebene Tour nachfahren will, steigt am besten schon in Klais aus. Sonst wird der erste Tourentag noch länger und das Energiemanagement noch komplizierter.

Übernachtung auf der Falkenhütte

Die Falkenhütte ist eine bewirtschaftete Hütte der DAV-Sektion Oberland und liegt spektakulär auf 1848 Meter Höhe im Herzen des Karwendels. Das 100-jährige Berghaus im Schatten der Lalidererwände bietet in der Sommersaison (Start sobald die Wege schneefrei sind, ca. ab Mitte Juni) bis Anfang Oktober 130 Übernachtungsmöglichkeiten in Doppel- und Mehrbettzimmern sowie in Lagern. Dank der guten, aber langen Anfahrt über Karwendelhaus oder Kleiner Ahornboden und Johannistal ist die Falkenhütte ein beliebtes Ziel für Mountainbiker. Vor allem für Tagestourer. Auf www.alpenverein-muenchen-oberland.de/huetten/alpenvereinshuetten/falkenhuette kann man seinen Schlafplatz online buchen.

Preise (ungefähr)

  • Doppelzimmer für DAV-Mitglieder: 36 Euro
  • Doppelzimmer für Nicht-Mitglieder: 65 Euro
  • Lagerplatz für Mitglieder: ab 15 Euro

Allgemeine Informationen

Die drei Orte Mittenwald, Wallgau und Krün haben sich zur Alpenwelt Karwendel (www.alpenwelt-karwendel.de) zusammengeschlossen. Der Naturpark Karwendel ist das größte Tiroler Schutzgebiet und der größte Naturpark Österreichs. Unter www.karwendel.org erhält man viele Infos, Tourenvorschläge und Verhaltensregeln.

Wichtiger Hinweis

Die Auffahrt durchs ursprünglich eingezeichnete Laliderertal ist mit dem Bike leider verboten (Naturpark). Der GPS-Track im Download führt jetzt ein Tal vorher zur Falkenhütte hinauf, nämlich über das Johannistal.

Falkenhütte: Ein Ort mit Geschichte

Die Falkenhütte thront wie ein Adlerhorst hoch über den Karwendeltälern. Der Name ist politisch unverfänglicher als Adolf-Sotier-Haus, wie die Berghütte noch 1939 hieß. Das erste Mal war ich so um 1992, 1993 hier oben. Als gläubiger Jünger von Moser, nicht Moses. Elmar Moser hatte eben ein handliches Ringbuch im Querformat herausgebracht. Darin beschrieb der Münchner 50 Touren, von leicht nach schwer sortiert.

Die Tour im Detail

Das erste Stück der Tour, etwa siebenhundert Meter, ist der Untergrund ruppig und macht das Weiterkommen nur wenig komfortabel. Der Waldpfad mündet danach jedoch in eine gut ausgebaute Forststraße, die uns auf den nächsten sechs Kilometern geradewegs und ohne Abzweige entlang des Laliderer Baches ins Laliderertal und damit auch stetig bergauf führen. Durchschnittliche zehn Prozent Steigung sind zu erwarten, vereinzelte Spitzen sind nicht nennenswert. Der Weg verläuft anfangs noch durch dichten Bergwald, schon bald aber vorbei an Bachläufen, Felswänden und Almweiden bis hin zur Lalidersalm-Niederleger (1527m).

Die bewirtschafteten Almen bieten keine Einkehrmöglichkeiten und so geht es weiter hinauf in Richtung Lalidererwände, welche über das gesamte Tal zu wachen scheinen. Etwa einen Kilometer führt uns der Kiesweg im Zickzack voran bis wir rechts in einen Pfad einbiegen. Von hier an befinden wir uns am Fuße der Lalidererwände und folgen dem Pfad entlang dieser nach Westen. Wer sein Rad bis hierhin geschoben hat muss ggf. sogar mit kurzen Tragestrecken rechnen. Dafür genießt man allerdings die faszinierende Schrofenlandschaft und die Aussicht über das beschauliche Laliderertal.

Hat man die Überquerung des Steinfeldes hinter sich gebracht, gelangt man wieder auf einen Kiesweg welcher die letzten fünfhundert Meter hinauf bis zur Falkenhütte (1846m) führt. Dort angekommen hat man sich dann eine ausgedehnte Brotzeit wahrlich verdient.

Mountainbiketour - Falkenhütte

  • Mountainbiketour: Karwendel | Hinterriß
  • 970 Hm: insg. 04:00 Std.
  • Schwierigkeit: (3 von 6)

Kurzzeitig direkt am Fuß der eindrucksvollen Laliderer Wände entlang führt diese Mountainbike-Rundtour mit Auffahrt über den Kleinen Ahornboden zur Falkenhütte; die früher beliebte, anschließende Abfahrt durch das Laliderer Tal ist jedoch nicht mehr erlaubt (Stand 2023). Die Tour ist dennoch landschaftlich beeindruckend, weist aber zumindest kurzzeitig einige ziemlich steile, bzw.

Top - Mountainbiketouren aus der Region Karwendel

Hier finden Sie die schönsten Touren aus dieser Gegend. Die Region Karwendel ist bekannt für ihre Vielfalt, für ihren landschaftlichen Reiz und hohen Erholungswert.

  • Start: Parkplatz Johannestal bei Hiterriß (P4)
  • Distanz: 28 km
  • Zeit in Bewegung: 2:20 h (E-Bike)
  • Positiver Höhenunterschied: 935 Hm
  • Einkehrmöglichkeite: Falkenhütte
  • Schwierigkeit: mittel (Schiebestrecke entlang der Laliderer)
  • Karte: Alpenverein 5/2

Bei dieser Tour bleibt einem mehr als einmal die Luft weg angesichts der Schönheiten der Natur und der atemberaubenden Bergkulisse. Man kommt am Kleinen Ahornboden vorbei, sieht die Birkkarspitze von ihrer schönsten Seite, besucht die Falkenhütte in Traumlage und passiert die Reisen direkt unter der fast kilometerhoch aufragenden Laliderer Wand. Nicht schlecht für eine Tour von nicht einmal 30 Kilometern Länge. Wegen der steilen Pfadauffahrt zur Ladizalpe und der teils beschwerlichen Schiebestrecke in den Laliderer Reisen ist die Tour mittelschwer. Die Tour startet auf dem Wanderparkplatz P4 bei Hinterriß.

Tipp: Wer sich die 5 Euro für die Mautstraße zwischen Hinterriß und Eng (geöffnet normalerweise von Anfang Mai bis Ende Oktober) sparen möchte, stellt seinen Wagen auf dem Parkplatz P3 kurz vor der Mautstation Hinterriß ab. Das macht nur 2 Kilometer zusätzlich mit dem Bike.

Man überquert die Rißbachbrücke beim Parkplatz und hält sich an der Weggabelung rechts Richtung Johannestal. Nach kurzer Auffahrt auf breitem Waldweg erreicht man die Johannesbachtalschlucht, das erste Highlight der Tour. Die Tiefe der Schlucht ist schwindelerregend, ein Schild in der Gegenrichtung warnt vor der Absturzgefahr. Der Weg ist jedoch beruhigend breit und ein Geländer schützt vor einem Absturz in die Schlucht, sodass diese Passage auch für Menschen mit Höhenschwindel gut zu bewältigen ist. Bald mündet man auf einen breiten Forstweg, der 3 Kilometer lang parallel zum Johannesbach talaufwärts verläuft, dann einen Rechtsknick macht und nach weiteren rund 2 Kilometern auf die Hochebene des Kleinen Ahornboden führt.

Hat man das Glück, die Tour an einem Sonnentag im Oktober vor den ersten Herbststürmen zu machen, kann man das Schauspiel des in allen Gelbtönen leuchtenden Herbstlaubs der Ahornbäume bewundern. Manche der uralten Bergahornbäume sind bis zu 600 Jahre alt. Im Gegensatz zu seinem großen Bruder im Engtal ist der Kleine Ahornboden nur zu Fuß oder mit dem Bike erreichbar. Vielleicht macht das, zusammen mit der Wildheit der umliegenden Karwendelgipfel, den besonderen Zauber dieser Hochebene aus.

Am Ahornboden gabelt sich der Weg. Geradeaus geht es hinauf zum Karwendelhaus. Links zweigt die offizielle Bikeroute zur Falkenhütte ab, ein breiter Schotterweg, der durch den Karwendelgraben führt. Die interessantere Route ist die über die Via Alpina (Adlerweg). Man fährt an dem Denkmal für Hermann von Barth vorbei, der viele Gipfel des Karwendels erstbestiegen und ein Buch darüber geschrieben hat, überquert kurz danach rechterhand einen Bach über eine unscheinbare Brücke und folgt dann links ein paar hundert Meter dem Wanderpfad bis zu einer Schotterreiße, die sich aus dem Kaltwasserkar ergießt.

Folgt man den Wander- und Bikespuren findet man schnell eine geeignete Stelle die Böschung hinunter. Nach Überquerung des Schotterteppichs darf man sich auf eine lange, holprige, zum Teil steile Trailauffahrt durch den Sauisswald freuen. Das ist nicht ironisch gemeint, denn jedenfalls mit dem E-Bike hat man hier viel Fahrspaß. Nach eineinhalb Kilometern mündet der Trail in den bereits erwähnten offiziellen Radweg, der aus dem Karwendelgraben heraufkommt. Auf Schotter geht es immer steiler weiter Richtung Ladizalm. Geradeaus sieht schon die Falkenhütte auf ihrem Thron unterhalb des Ladizköpfls, rechterhand baut sich die fast senkrechte Wand der Laliderer Gipfel auf.

Tipp: Die Tour vormittags/mittags machen, denn die Sonne verschwindet vor allem im Herbst früh hinter der Laliderer Wand, dann wird es in ihrem Schatten schlagartig finster und kalt.

Nach der Ladizalm sind es nur noch wenige Kurven bis zu einer Wegkreuzung am Spielissjoch. Geradehaus geht es zur Engalm und weiter zum Lamsenjoch, links zur Falkenhütte. Hier kann man schon einmal einen Blick auf den späteren Weg geradeaus durch die Laliderer Reisen werfen. Vor dieser “Schlüsselstelle” der Tour steht aber noch der Pflichttermin der Einkehr auf der Falkenhütte aus.

Schon ihre Lage auf einem sonnigen Hochplateau auf 1.950 Metern Höhe im Angesicht der wuchtigen Lalidererwände fasziniert jeden Besucher. Die denkmalgeschützte Falkenhütte wurde 3 Jahre lang aufwendig renoviert und im Sommer 2020 wiedereröffnet. Das Interieur der historischen Gasträume wurde liebevoll restauriert, dazu gehören auch die eigens angefertigten Porzellandeckenleuchten in Enzianform. Die Urstube war bei meinem Besuch leider geschlossen, sodass nur ein Foto durch die Glasscheibe der Tür möglich war. Wie schön muss es sein, in diesem historischen Ambiente abends zusammenzusitzen.

Die Falkenhütte hat je nach Schneelage zwischen Juni und Oktober geöffnet. Im Zweifelsfall sollte man einen Blick auf die DAV-Webseite mit den aktuellen Öffnungszeiten werfen. Die Hütte diente schon immer als Ausgangspunkt für Kletterer, die die Laliderer besteigen wollen. So ging es auch Hermann Buhl, dem 1947 zusammen mit Luis Vigl in elfstündiger Kletterei die erste Gesamtbegehung der Laliderer Spitze durch die Nordwand gelang.

Zurück auf der Tour rollt man zunächst das kurze Stück zurück bergab zum Spielissjoch. Vor einem breiten sich bis zum gegenüberliegenden Hohljoch die Laliderer Reisen aus, das Kar aus Geröll und Schutt am Fuß der Laliderer. Nun steht man vor einem Gatter, auf dem unmissverständlich ein Warnzeichen mit einem durchgestrichenen Bike angebracht ist. Da der Weg über die Reisen im Hochsommer stark frequentiert wird, sollte man sich daran halten und das Rad schieben, wenn Wanderer in Sicht sind. Sowieso ist der Weg am Anfang steil und verblockt und auch im weiteren Verlauf nur nur auf kurzen Abschnitten fahrbar.

Ein gutes Stück vor dem Hohljoch und bevor es wieder steil bergauf geht, zweigt links ein Pfad ab, der einen Hang quert und dann in den Forstweg durch das Laliderer Tal einmündet. Auch dieser Pfad ist kaum befahrbar, aber die Schiebestrecke nur kurz. Sobald man den Forstweg erreicht hat, geht es 8,5 Kilometer nonstop talabwärts vorbei an der nicht bewirtschafteten Lalidersalm bis zur Mautstraße im Rißtal.

Die landschaftlich spektakuläre Tour schlängelt sich aus dem Rißbachtal durchs Johannestal zur denkmalgeschützten Falkenhütte. Vom Parkplatz Hinterriß bringt uns die Rißtal-Landesstraße weiter taleinwärts, und schon bald passieren wir die für uns Radler kostenlose Mautstation. Bei Parkplatz P4 biegen wir rechts ab und fahren sogleich auf einer Brücke über den Rißbach. An der folgenden Verzweigung fahren wir nach links, bei der nächsten Weggabelung halten wir uns rechts. In der kommenden starken Rechtskurve bleiben wir auf dem sich schlängelnden Hauptweg.

Nach einem kurzen Stück bergab zweigt rechts ein kleinerer Weg zu einer Schlucht ab, diesen ignorieren wir und treten links auf großer Forststraße weiter das Johannestal hinauf. Bei spektakulärer Sicht auf den Johannesbach mit der Karwendelhauptkette im Hintergrund fallen uns die Höhenmeter um einiges leichter. Wir folgen stets der Beschilderung zur Falkenhütte über die Mountainbikestrecke. Bei einer T-Kreuzung halten wir uns links. Diese Straße führt uns kurz darauf links durch ein Flussbett, und nach einem kurzen Waldstück dürfen wir uns über die grandiose Sicht auf die Laliderer Wände freuen.

Bei der Ladiz alm (1573 m) lohnt sich eine kurze Trinkpause mit frischem Quellwasser, bevor es die letzten knapp 300 Höhenmeter bergauf geht. Nass geschwitzt erreichen wir die Falkenhütte (1848 m) mit ihrer einmaligen Lage unterhalb der Laliderer Spitze.

Optionale Gipfel

Für wanderlustige Gipfelstürmer bietet sich das nur 70 Höhenmeter entfernte Ladizköpfl oder sogar der Mahnkopf auf 2094 Metern an. Hierfür folgen wir dem Wanderweg nördlich der Hütte, über das Ladizköpfl - oder links unterhalb an diesem vorbei - zum Ladizjöchl, wo der teils steile Gipfelanstieg zum Mahnkopf (2094 m) beginnt.

Die Abfahrt erfolgt bis kurz vor dem Tal auf demselben Weg. Bei der letzten Weggabelung (985 m) fahren wir nicht zur zuvor überquerten Brücke (wie bei der Auffahrt), sondern scharf rechts auf die Forststraße in die entgegengesetzte Richtung. Sobald wir die Landesstraße erreicht haben, rollen wir darauf talauswärts und sollten dabei auf keinen Fall die auf der rechten Straßenseite liegende urige Gaberl- Alm übersehen, welche uns zu den besten Kuchen weit und breit einlädt.

Am Parkplatz biegen wir rechts ab über die Brücke und folgen dort der ausgeschilderten MTB-Tour (MTB-Route zur Falkenhütte) nach links den Rißbach entlang. Die Strecke führt anfangs noch geradewegs voran, bis wir ihr den Berg hoch folgen. Nach dem Anstieg fällt der Weg wieder ab und wir fahren geradewegs hinunter ins Johannestal, wo wir auf den für Radler gesperrten, deutlich flacheren Wanderweg treffen. Weiter geht es entlang des Johannesbach bergan über einen stellenweise schlecht präparierten Schotterweg.

Nachdem wir circa achteinhalb Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt sind und soeben eine längere, sich durch den Bergwald hinauf schlängelnde Passage mit Spitzen von zehn Prozent Steigung überwunden haben, biegt man links über eine Art Geröllfeld ab, das auch einem ausgetrockneten Flußbett ähnelt. An dieser Stelle könnte man auch geradeaus weiter zum kleinen Ahornboden fahren um zum Karwendelhaus (1771m) zu gelangen. Wir halten uns aber links, überqueren das Geröllfeld und folgen der ausgeschilderten MTB-Route weiter mit Blick auf die Lalidererwände bergauf bis zur Ladiz-Alpe (1588m), einer kleinen Gruppe historischer Almhütten.

Tabelle: Übersicht der Touren

Tour Länge Höhenmeter (Bergauf) Höhenmeter (Bergab) Fahrzeit (ca.)
Krün - Falkenhütte (E-MTB) 48,0 km 1876 m 904 m 5 Stunden
Falkenhütte - Krün 49,9 km 666 m 1339 m 3 Stunden

Hier folgt nun das steilste Stück der Route, meist ist Absteigen nötig. Auf den nachfolgenden 500 Metern erreicht die Steigung über zwanzig Prozent, was die Auffahrt alles andere als ein Kinderspiel werden lässt. Wer den Versuch wagen möchte, diese Passage fahrend zu überwinden, sollte daher zuvor noch etwas pausieren. Egal ob fahrend oder schiebend, oben angekommen führt der Weg durch karger werdendes Gelände immer näher an die Lalidererwände heran und langsam aber sicher nähern wir uns dem Ziel der Tour.

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