Mountainbikes unter 500 Euro im Test: Günstig muss nicht schlecht sein

Mountainbikes sind eine großartige Möglichkeit, um die Natur zu erkunden und Abenteuer zu erleben. Doch mit so vielen verschiedenen Modellen und Preisklassen kann es schwierig sein, das richtige Mountainbike zu finden. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Testbericht über Mountainbikes unter 500 Euro.

Günstige E-Mountainbikes im Test

Günstig & trotzdem gut: Wir haben preiswerte E-Mountainbikes von 600 Euro bis 1400 Euro getestet. Das Problem: Sie sind normalerweise im Vergleich zu Citybikes teurer und zudem häufig ausverkauft. Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So muss man bei einem E-MTB meist keine Bedenken haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht.

Testsieger: Eleglide M2

Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet.

Vorteile:

  • tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises
  • großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung
  • hydraulische Bremsen, gute Federung

Nachteile:

  • Motor reagiert verzögert
  • kein Hecklicht, kein Schutzblech
  • Kabelmanagement

Hydraulische Bremsen, stärkerer Motor, größerer Akku und eine sanfte Federung: Das E-MTB Eleglide M2 bessert an vielen Stellen nach und kostet dennoch weniger als viele andere E-Bikes. Wir haben es im Testbericht. Das Eleglide M1 wurde vor etwa zwei Jahren vorgestellt. Seitdem hat Eleglide das E-Bike stetig verbessert. So wurde unter anderem der Fahrradcomputer besser, die Reifen größer und die Federung sanfter. Das Eleglide M1 Plus Gen 2 ist die aktuelle Integration des E-MTBs. Das uns nun vorliegende Eleglide M2 schraubt an vielen Details und ist dennoch kaum teurer geworden.

Aufbau & Optik des Eleglide M2

Das Eleglide M2 kommt zum großen Teil vormontiert in einem dicken Karton zu uns. Der Aufbau sollte von jedem mit technischem Grundverständnis zu bewerkstelligen sein. Trotzdem gibt es hier mehr zu schrauben als etwa bei Fiido C21 (Testbericht). Vorderrad, Sattelstütze und Lenker einsetzen, Frontlicht und Schutzbügel für die Gangschaltung anschrauben, Reflektoren montieren, Pedale einsetzen, alle Schrauben nachziehen und aufpumpen - nach einer knappen Stunde ist das Eleglide M2 fahrbereit. Gut: Die hydraulischen Scheibenbremsen schleifen nicht. Das Styropor im Karton soll dafür sorgen, dass es zu keinen Transportschäden kommt. Allerdings verteilt es beim Herausnehmen des E-Bikes viele kleine Brösel.

Was wir vermissen, sind Schutzbleche. Wer so über nasse Straßen fährt, wird zwangsläufig vollgespritzt. Ab 10 Euro sollte man sich etwa über Amazon (Kauflink) entsprechende Schutzbleche nachkaufen. Das Eleglide M2 hat eine IPX4-Zertifizierung gegen Spritzwasser.

Optisch gefällt uns das 22 Kilogramm schwere Pedelec gut. Es wirkt dank dicker Reifen und sportlicher Geometrie, die sich auch für größere Fahrer eignet, vergleichsweise schick und hochwertig. Trotzdem hat uns der gelb-grüne Aufdruck auf dem Eleglide M1 noch etwa mehr angesprochen als das in Rot gehaltene Logo auf dem M2. Wie beim M1 ist auch beim neuen Modell das Kabelmanagement weniger gut gelöst. Vor dem Lenker sammeln sich zu viele über Spiralbinder gebündelte Kabel, die überwiegend am Rahmen entlang zu ihrer Destination führen. So ist es im Zweifelsfall zwar besser reparierbar, sieht aber unaufgeräumt aus.

Display, Gangschaltung und Bremsen des Eleglide M2

An der linken Seite des Lenkers sitzt das hintergrundbeleuchtete Display mit vier Tastern, welches sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen lässt. Das Display zeigt die aktuelle Geschwindigkeit mit einer Nachkommastelle, die gewählte Unterstützungsstufe, die Akkuladung in fünf Balken und die gefahrenen Kilometer an. Der untere Taster steuert das ausreichend helle Frontlicht. Ein Hecklicht gibt es nicht und muss nachgekauft werden. Bei Amazon (Kauflink) gibt es die ab etwa 8 Euro. Außerdem aktiviert der Fahrradcomputer auf Wunsch einen Gehmodus, der das Fahrrad auf 6 Kilometer pro Stunde auch ohne Tritt in die Pedale "anschiebt".

Auf der rechten Seite des Lenkers befindet sich eine kleine Klingel. Die Griffe sind angenehm gummiert. Eleglide legt dem M2 Ersatzgriffe bei. Die Installation sollte man in Deutschland allerdings tunlichst vermeiden, denn sie rüsten einen Gasgriff nach, der so hierzulande nicht erlaubt ist.

Was schon die M1-Serie auszeichnete, hat zum Glück auch den Sprung auf das M2 geschafft: die 24-Gang-Schaltung mit Shimano-Schaltwerk. Sie gewährt im niedrigsten Gang eine derart tiefe Übersetzung, dass selbst steile Anstiege kein Problem darstellen. Im höchsten Gang sorgt sie dafür, dass man auch bei 25 Kilometer pro Stunde noch gemütlich mitpedalieren kann. Diese Gangschaltung ist im Bereich der günstigen China-E-Bikes ein echtes Novum. Die meisten anderen haben eine 7-Gang-Schaltung mit unpassender Übersetzung.

Das Eleglide M2 bietet statt der sonst bei E-MTBs unter 1000 Euro üblichen mechanischen Scheibenbremsen sogar hydraulische Scheibenbremsen. Sie bieten im Vergleich zu mechanischen Scheibenbremsen höhere Bremskraft und präzisere Dosierbarkeit. Zudem benötigen sie weniger Handkraft, justieren sich selbstständig und bremsen in nasser Umgebung besser. Nachteil: Sie sind im schwerer zu reparieren, hier ist Fachwissen und spezielles Werkzeug erforderlich. Im Bremstest erreicht das Eleglide M2 die volle Punktzahl. Wir empfehlen dennoch dringend das Tragen eines Helmes. Hier hilft unsere Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.

Fahren mit dem Eleglide M2

Der 250-Watt-Motor am Hinterrad des Eleglide M2 mit einer Nennspannung von 36 Volt ist ausgesprochen stark. Er erreicht in der Spitze 570 Watt und bietet ein Ausgangsdrehmoment von 55 Newtonmeter. Das ist mehr als noch beim Eleglide M1. So beschleunigt der Motor auch schwerere Fahrer bis zu den zugelassenen 120 Kilogramm problemlos moderate - dank der guten Gangschaltung auch heftige - Steigungen hinauf.

Wie schon beim M1 benötigt der Motor auch beim M2 beim Pedalieren etwa eine halbe Umdrehung, damit er loslegt. Etwa genauso lange läuft er nach, kann jedoch über das Betätigen der Bremse sofort gestoppt werden. Schade, dass Eleglide hier keinen besseren Drehmomentsensor einbaut. Man sieht etwa beim sehr guten Fiido C21, was für einen großen Unterschied das für das Fahrgefühl bedeutet.

Damit einher geht auch das Verhalten der Unterstützungsstufen. So regulieren diese eben nicht die Kraft des Motors wie beim Mittelmotor-E-Bike Magmove CEH55M (Testbericht), sondern die Endgeschwindigkeit. Stufe 1 unterstützt bis 12 Kilometer pro Stunde, Stufe 5 bis zu den maximal erlaubten 25 Kilometer pro Stunde.

Insgesamt zeigt sich das Eleglide M2 beim Fahren wendig und vermittelt ein gutes Fahrgefühl. Das liegt auch an der nun deutlich besseren hydraulischen Frontgabelfederung, die auf Wunsch fixiert werden kann. Aber auch die Reifen von Kenda auf den 27,5-Zoll-Rädern haben ihren Anteil. Sie greifen etwa bei Matsch besser als noch die Reifen des Eleglide M1.

Akku und Preis des Eleglide M2

Der Akku sitzt deutlich sichtbar auf dem Rahmen des Eleglide M2. Über einen Schlüssel kann er entnommen werden, um ihn etwa in der Wohnung zu laden, während das Fahrrad im Keller bleibt. Seine Kapazität ist zum Eleglide M1 von 450 Wattstunden auf stolze 540 Wattstunden gestiegen. Das ist im Vergleich zu anderen E-Bikes richtig viel und in dieser Preiskategorie kaum zu sehen. Eleglide spricht unter Idealbedingungen von einer erreichbaren Maximalreichweite von 125 Kilometern. Bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm, viel Stopp-&-Go und Motorunterstützung, überwiegend flachem Untergrund und warmen Wetter gehen wir von 50 bis 60 Kilometern aus, bis der Akku leer ist. Nachgeladen wird er über das mitgelieferte Netzteil. Eleglide spricht von einer Ladezeit von zehn Stunden.

Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro. Wenn auch nicht so gut wie das M2, könnte sich für Sparfüchse auch das Eleglide M1 Plus Gen 2 lohnen. Es kostet im Abverkauf 699 Euro.

Telefunken Aufsteiger M925

Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen.

Vorteile:

  • starker Mittelmotor
  • gute hydraulische Scheibenbremsen
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • schickes Design

Nachteile:

  • Schweißnähte bisweilen optisch unschön

Das Telefunken Aufsteiger M925 ist ein E-Bike mit einem starken 80-Nm-Mittelmotor für knapp 1100 Euro. Aktuell wird das Telefunken Aufsteiger M925 in zwei Farbmodellen angeboten: In Graphit/Grau und in Blau. Zudem ist das Bike in 27,5 Zoll und 29 Zoll verfügbar. Wenn ein E-Mountainbike mit Mittelmotor zu einem Preis von kaum mehr als 1000 Euro angeboten wird, sind die Erwartungen nicht unbedingt groß. Erstaunlicherweise zeigt sich im Test des Telefunken Aufsteiger M925 schnell, dass auch so ein günstiges E-Bike durchaus seine Reize hat. Das Rad ist ein Hardtail-E-Mountainbike mit einem leistungsstarken 250-Watt-Mittelmotor und einer 8-Gang-Kettenschaltung.

Im Test gefallen uns neben dem starken 250-W-Mittelmotor mit 80 Nm besonders die hydraulischen Scheibenbremsen. Hinzu kommt die Bereifung vom Markenhersteller. Dass das alles zu einem Preis von nur 1099 Euro (zum Testzeitpunkt) zu haben ist, ist kaum zu glauben - irgendwo muss doch ein Haken sein?

Der Aufbau des Telefunken Aufsteiger M925 ist einfach, da das Fahrrad bei Lieferung bereits zum Großteil montiert ist. Also einfach das Bike aus dem Karton nehmen, Lenker gerade stellen und die Pedalen anbauen. Wir empfehlen trotz der vollständigen Montage die Schrauben vor der ersten Fahrt noch mal nachzuziehen. Im Lieferumfang sind hierfür keine Werkzeuge enthalten.

Optisch sieht das Telefunken Aufsteiger M925 durch den sportlich-modernen Trapezrahmen und der mattblauen Lackierung hochwertig aus. Ein kleiner, dezenter Schriftzug des Herstellers ziert den eher filigranen Rahmen. Durch das clevere Design wird der Akku Bestandteil des Rahmens, was das Bike zusätzlich eleganter aussehen lässt.

Das Fahrrad hat in der Ausführung von 27,5 Zoll eine Gesamtgröße von 179 cm x 68 cm x 109 cm (L x B x H) und ein Gewicht von 24 kg. Positiv fällt uns das Kabelmanagement am Lenker auf. Hier sind die Kabel durch Spiralschläuche miteinander verbunden, was den Lenker cleaner aussehen lässt. Die Schweißnähte sind leider nicht alle sauber verarbeitet. Sie erfüllen ihren Zweck, sind aber nicht immer schön anzusehen. Viele Komponenten, etwa Bremsen und Schaltung, sind von Hersteller Shimano.

Das Telefunken Aufsteiger M925 kostet bei Amazon 1383 Euro.

Fahrräder bis 500 Euro im Vergleich (Stand 08/2025)

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über verschiedene Fahrräder bis 500 Euro, einschließlich ihrer Eigenschaften und Kundenbewertungen:

ModellBremssystemAnzahl GängeVorteileNachteilePreis (ca.)
Hawk Citytrek Easy Blue LadyFelgenbremsen7mit Schutzblech, höhenverstellbarer Ständer, Beleuchtungungefederter Rahmen, Kettenschutzblech nicht vorhanden399,00 €
Bergsteiger KodiakScheibenbremsen21vollgefederter Rahmen, mit Reflektoren und Seitenständer, gutes Bremssystemhohes Eigengewicht, Kettenschutzblech nicht vorhanden389,00 €
Licorne Bike EffectScheibenbremsen21besonders viele Gänge, zuverlässige Scheibenbremsen, mehrere Reifengrößen erhältlich, vorne gefedertohne Gepäckträger365,00 €
Licorne Bike PhoenixScheibenbremsen7zuverlässige Scheibenbremsen, mit Gepäckträger, klappbarwenig Gänge385,00 €
Fabricbike LightFelgenbremsen1besonders leicht, mehrere Rahmengrößen erhältlich, schnelles Fixieohne Gepäckträger499,00 €
Licorne StellaFelgenbremsen21Beleuchtung und Reflektoren, tiefer Einstieg, mit Schutzblech, Klingel enthaltenungefederter Rahmen, Kettenschutzblech nicht vorhanden325,00 €
Bergsteiger CanberraScheibenbremsen21mit Schutzblech, besonders viele Gänge, zuverlässige Scheibenbremsenohne Gepäckträger359,00 €

Adriatica Hardtail-Mountainbike, Licorne Bike Hardtail-Mountainbike, Bergsteiger Kodiak, Bikestar‎ BI-29-MH-SM-BEGG, Bikestar BI-26-MB-J1-GYRD, Bikestar Fully, Bergsteiger Canberra, Bergsteiger Buffalo.

Mountainbikes bis 500 Euro: Kaufberatung

Beim Kauf eines Mountainbikes ist es wichtig, nicht nur auf den Preis zu achten, sondern auch auf die Zollgröße und Rahmengröße des Bikes. Die Zollgröße bezieht sich auf die Größe der Räder und kann je nach Einsatzgebiet und Körpergröße variieren. Die Rahmengröße hängt von der Körpergröße des Fahrers ab und ist entscheidend für den Komfort und die Kontrolle des Bikes. Eine zu kleine Rahmengröße kann zu Unannehmlichkeiten führen, wie z.B. einem unangenehmen Fahrgefühl oder Rückenschmerzen. Es ist wichtig, die richtige Größe sowohl für die Räder als auch den Rahmen zu wählen, um eine optimale Fahrt zu gewährleisten.

Ein Testsieger im Bereich Mountainbikes bis 500 Euro sollte einige wichtige Merkmale aufweisen. Dazu gehören eine gute Qualität der Materialien und Verarbeitung, eine ausgewogene Federung, eine passende Rahmen- und Radgröße sowie eine geeignete Schaltung und Bremsanlage. Darüber hinaus sollte es eine bequeme und ergonomische Sitzposition bieten, um eine komfortable Fahrt zu gewährleisten. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis sollte angemessen sein.

Weitere Mountainbike-Modelle unter 500 Euro

Ein beliebtes Modell ist das Talson Full Mountainbike, das über eine robuste Aluminiumlegierungskonstruktion verfügt und mit einer Federgabel und hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet ist. Ein weiteres empfehlenswertes Modell ist das Bergsteiger Kodiak 26 Zoll. Das Head Troy Mountainbike verfügt über hydraulische Scheibenbremsen und 21 Gänge, die für eine gute Kontrolle und Anpassungsfähigkeit sorgen.

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