Wie cool ist das denn? Biken unter Tage! Es gibt nicht viele Orte in Europa, an denen man auf dem Bike sitzend in die Unterwelt abtauchen und eine Strecke auf so kuriose Weise mit dem Mountainbike befahren kann.
Die bis zu 2.126 m hohe Petzen birgt ein solches Abenteuer tief in ihrem Innern, für das man sich vorab anmelden und rund 35 Euro bezahlen muss. Lohnen tut sich das allemal, es wartet ein einmaliges Erlebnis. Und auch wenn sich die Unternehmung waghalsig anhören mag, mitmachen kann fast jeder, lediglich das Mindestalter beträgt zehn Jahre.
Mit PKW und Anhänger werden Stollenbiker:innen und Räder nach der Ausstattung mit Helm und Stirnlampe vom Besucherbergwerk aus über schmale Sträßchen an ein unscheinbares, fast schon verstecktes Eisentor im massiven Gestein gebracht, über dem standesgemäß das Bergmannssymbol aus gekreuztem Schlägel und Eisen prangen. Hier erfolgt eine kurze Einweisung.
Etwas ungläubig sind die Blicke an einem heißen Sommertag schon, wenn der Guide vor dem Stolleneingang bei Mezica eindringlich zum Tragen einer warmen Jacke rät. Bei der Einfahrt braucht es einige Sekunden, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, auch wenn die Stirnlampen den Stollen ausreichend beleuchten.
Dann geht es los, in gleichmäßigem Tempo radelt der Bikeguide vorweg, denn ohne fachkundige Leitung darf man den Stollen nicht befahren. Die Gefahr, sich in den über 1.000 km Gängen zu verirren, ist groß. Irgendwie wirkt es surreal.
Die Unterwelt der Petzen: Ein Labyrinth aus Stollen
Kreuz und quer zweigen Stollen ab, einer nach dem anderen, nach dem anderen, nach dem anderen. Mal sind sie gerade so hoch, dass es zum Kriechen reicht, mal sind es riesige Hallen oder schräg in die Decke gesprengte Quergänge. Wo die wohl alle hinführen? Ein System scheint es damals nicht gegeben haben.
Gegraben, gehackt und gesprengt wurde dort, wo Erzadern gefunden wurden. So entstanden 23 Etagen, die bis zu 700 m unter der Erdoberfläche liegen. Unvorstellbar. Wer sich also ein akkurat organisiertes System mit geraden Gängen vorstellt, liegt falsch.
Munter rauschen die Bikes in einer Reihe durch den Stollen, mal links herum, mal rechts, mal für einige Zeit geradeaus. Immer mal wieder muss man sich ducken, um auf dem Sattel sitzend durch die engen Stollen zu gelangen, das erfordert Konzentration.
Abgesehen von den Warnrufen hört man nicht viel in der Stille der Dunkelheit. Nur das Knirschen der feinen Steine unter den Reifen. Am Boden tun sich hin und wieder mal kleine Löcher oder menschgemachte Hindernisse auf.
Verrostete Werkzeuge, Gitter oder andere, unkenntliche Gegenstände aus Metall säumen die Route durch den Stollen. Wer die Stollendecke beleuchtet, erkennt hölzerne Stützen, rostige Lampen oder alte Kabel. Und mit ein bisschen Fantasie lebt das knüppelharte Bergwerksleben für einen Moment im Geiste auf.
Man kann den dumpfen Einschlag der Pickespitzen förmlich hören, wie das Eisen des Werkzeugs den massiven Stein aufsprengt. Denn früher einmal wurde hier Erz abgebaut. Kiloweise, zentnerweise, tonnenweise. Millionen von Tonnen!
Genau genommen waren es 19 Millionen Tonnen an Erzen, die dem Gestein zwischen 1665 und 1994 in schwerer Arbeit abgerungen wurden. Über eine Million Tonnen Blei und eine halbe Million Zink sind dank dieser Erze in den nahegelegenen Hütten hergestellt worden.
Auch ganz besondere Schätze wurden geborgen. Funkelnde Brocken, Kristalle und Minerale. Zahlreiche dieser teilweise sehr seltenen Funde sind heute im kleinen Museum auf dem Gelände zur Besichtigung untergebracht. Dazu gehört beispielsweise das orange schimmernde Wulfenit, dass nirgendwo anders in Europa häufiger als in Mezica gefunden wurde.
Spannend sind auch die Erzählungen der Bikeguides, denn an verschiedenen Stellen im Bergwerk macht die MTB-Gruppe einen Halt, um den Geschichten rund um das Bergwerk zu lauschen. Oftmals sind die Guides selbst in der Region aufgewachsen, kennen das Bergwerk noch aus einer Zeit, in der Erz aktiv abgebaut worden ist.
Das Ergebnis sind Geschichten von verzweifelten Suchaktionen, Hilfeschreien und tagelang Vermissten oder dem Stollensystem, das als Abkürzung des täglichen Arbeitsweges genutzt wurde. So sind Bewohner:innen des in einigen hundert Metern über dem Bergwerk liegenden Dorfes oftmals direkt und während des laufenden Betriebs durch die Stollen in das Tal hinabgestiegen und sparten sich so den beschwerlichen Weg über die Bergwerge. Was für ein Gewusel das einst gewesen sein muss.
Eine MTB-Tour durch die Unterwelt der Petzen, die man auf der Normalroute schon seit 2002 unternehmen kann, ist aber nicht nur aufgrund der Stories kurzweilig. So wird die schier unglaubliche Größe des Bergwerks deutlich, als einer der Guides an einem der Verbindungsschächte einen Stein durch ein rostiges Gitter in ein darunterliegendes Stockwerk fallenlässt.
Der Stein plumpst in die Tiefe, rauscht aus dem Lampenlicht hinein in die Dunkelheit, kracht hörbar einige Male gegen die Felswand und schlägt dann erst viele Sekunden später auf dem Boden auf. Irgendwo, hunderte Meter weiter unten. Im Nichts. Diese Dimension ist einfach unglaublich.
An einer anderen Stelle werden die Bikes abgestellt und es geht kurz zu Fuß weiter. Es folgen kleine, freiwillige Klettereinlagen, ein Gruppenbild im Schein der Lampen, flüchtige Blicke in aberwitzige Gänge und das versuchsweise Ausschalten aller Lichter, um zu erleben, was wirkliche Dunkelheit bedeutet. Pechschwarz ist es und nicht mal die Konturen der eigenen Hand, nur wenige Millimeter vor Augen, sind ansatzweise zu erkennen.
Dann rollt die kleine Karawane der Drahtesel wieder durch die die Stollen, an denen an vielen Stellen reflektierende Pfeile grob die Richtung weisen, ehe es nach gut zwei Stunden geschafft ist. Licht am Ende des Tunnels!
Es ist ein komisches Gefühl, wieder ans Tageslicht zu gelangen. Die Hitze des Sommers ist erdrückend und das Licht so grell, dass man sich für einige Momente die Hand vor Augen halten will. Blickt man nach oben, prangt da das gewaltige Massiv der Petzen mit seinen steilen Felswänden, an denen die über 300 verschiedenen Ein- und Ausgänge so mickrig wirken.
Black Hole Trail: Downhill-Action unter Tage
Wo früher die Picke in den Stein schoss, sind es heute Bikepro‘s aus aller Welt, die in atemberaubendem Tempo durch die steilen Stollen rauschen. Der 2018 eröffnete Black Hole Trail ist ein Downhillparcours unter Tage für alle, die einen richtigen Adrenalinkick suchen.
Anders als die fast ebene Strecke für Otto-Normal-Biker, stürzt sich der Black Hole Trail über enge Kurven, steile Verbindungsgänge und mehrere Stockwerke rasant in die Tiefe. Kein Wunder, das schon der eine oder andere Weltcupfahrer oder Profibiker in der Unterwelt der Petzen gesichtet wurde. Vid Peršak, Tina Maze, Diddie Schneider, Killian Bron oder Olly Wilkins sind nur ein paar der bekannten Namen.
Trotz aller Expertise, auch der Black Hole Trail darf nur mit Guide befahren werden. Zu groß sind die Gefahren auf dem überaus engen und teilweise niedrigen Trail, in der Dunkelheit plötzlich ein neues Hindernis, eine neue Kehre oder ein neuer Drop wartet. Abgesehen davon ist da die Gefahr, sich hoffnungslos in dem schier unendlich großen und verzweigten Stollensystem zu verirren, auch für Profis auf dem Drahtesel allgegenwärtig.
Übrigens: Es geht auch weniger rasant in den Höhlen der Petzen zu, die von rund 20.000 Gästen im Jahr besucht werden. Denn die alten Stollen in den 23 Stockwerken werden nicht nur fürs Biken genutzt. Wer Lust hat, schließt sich einer Kajaktour an und begibt sich aufs Wasser.
Doch nicht nur das, auch Kinovorführungen und üppige Höhlenmähler werden in unterirdischen Hallen mit Deckenhöhen von bis zu 30 Metern angeboten. Allein die winzigen Waggons, die an klassische Güterwaggons im Miniaturformat erinnern, sind so klein, dass sich ein ausgewachsener Mann ganz schön krümmen muss, um darin Platz zu finden.
Dann, in rund 600 m Tiefe unter der Erdoberfläche angekommen, führt ein ca. 1,5 km langer Rundweg durch die Stollen, wo man jede Menge über den Alltag der Bergarbeiter lernen kann. Die Stollenguides haben ein Talent dafür, die wissenswerten Informationen anschaulich und abwechslungsreich rüberzubringen. Der kleine Spaziergang unter Tage macht den Höhlentriathlon perfekt. Ob zu Fuß, auf dem Bike oder Wasser, die Unterwelt der Petzen lässt sich auf einzigartige Weise erkunden.
Weitere Mountainbike-Abenteuer unter Tage
Lebe lieber ungewöhnlich, zumindest für ein paar Stunden im Urlaub! Zum Beispiel im Kamsdorfer Bergwerk, das wahrlich einen einmaligen Abenteuerspielplatz für technisch fitte Mountainbiker darstellt.
Wo früher einmal Kupfer, Silber und Eisenerz abgebaut wurden, fährt man heute in Begleitung von MTB-Guides - die teilweise zur Downhill-Elite Deutschlands zählen - auf All-Mountain und Enduro-Bikes durch das Berginnere. Das Unter-Tage-Erlebnis wird umso intensiver, weil man sich ausschließlich mit Kopflampen den Weg durch das dunkle Labyrinth sucht.
Die Strecken sind zwischen fünf und fünfzehn Kilometer lang und wir reden hier nicht nur von breiten, einfachen Pfaden: Schmale Passagen mit ordentlich Flow wechseln sich durchaus mit Sprungelementen und ruppigen Felsabschnitten über drei Sohlen ab. Von Stollendurchfahrten mit Kammern bis 20 Metern Höhe bis engen Stollen-Gassen ist hier alles dabei. Ein surreal anmutendes Spektakel, bei dem man trotz konstanten Temperaturen von 10 Grad durchaus ins Schwitzen kommt!
Also rauf aufs Rad und eure bucket list und los geht’s! PS: Mit der Zwei-Welten-Tour könnt ihr gleich noch das wunderschöne Saaleland über Tage erkunden.
Die Geschichte des Mountainbikes: Von den Anfängen bis heute
Wir schreiben das Jahr 1973. Das Problem: Die Berghänge bestehen aus steilen Schotterpisten, die mit einem herkömmlichen Rad nicht zu befahren sind.
Aber der Ehrgeiz der drei Freunde ist geweckt: Es muss doch möglich sein, auch diesen Untergrund zu bewältigen! Von Schrottplätzen besorgen sie sich Fahrräder aus den 30er Jahren, die sogenannten Schwinn Cruiser: Ballonreifen, 26-Zoll-Felgen, breite Lenker, keine Gangschaltung - alte Räder für eine neue Idee.
Der Weg hinauf auf den Berg ist mühsam: An Fahren ist nicht zu denken, sie müssen ihre weit über 20kg schweren Räder schieben. Erste Zweifel machen sich breit: Wird alles so klappen, wie sie es sich vorgestellt haben?
Doch dann kommt die Abfahrt und alle Zweifel sind wie weggeblasen. Als sie die Schotterpisten hinunterdonnern, über holprige Waldwege dahinrasen, ist ihnen klar: Das kann noch nicht alles gewesen sein!
Erste Rennen, viele Innovationen
Mit ihrer Begeisterung für diese neue Art des Bikens stehen die drei Freunde nicht alleine da: Im Jahr 1976 trifft man sich zu ersten sportlichen Wettkämpfen. Die rund 3 km lange Strecke rund um den Mount Tamalpais ist eine Herausforderung für Fahrer und Material.
Die Rücktrittbremse ist solch hohen Belastungen ausgesetzt, dass das Fett qualmend aus den Naben tritt. Nach jeder Abfahrt müssen die Bremsen neu geschmiert werden (Englisch: to repack). Liebevoll wird der Kurs in „Repack“ umgetauft.
Der Wille, bei jedem Rennen als Schnellster ins Ziel zu kommen, ist zugleich der entscheidende Ansporn, die Räder stetig weiterzuentwickeln. Vom Rennrad wird die Gangschaltung übernommen, vom Motorrad der massive Lenker mit Bremshebeln. Es folgt der Einbau von Daumenschaltung und Trommelbremsen. Vom alten Schwinn Cruiser ist nicht mehr viel übrig geblieben.
Das erste Mountainbike der Geschichte
Die Konstruktion des ersten „echten“ Mountainbikes wird Joe Breeze zugeschrieben. Dieser baut im Jahr 1977 ein Rad, das kein nachträglich umgerüsteter Cruiser ist, sondern aus einem eigenständig entwickelten Rahmen besteht.
Breeze weiß: Um das neue Rad noch geländetauglicher zu machen, muss er das Gewicht deutlich reduzieren. Bei der grundsätzlichen Rahmengeometrie orientiert er sich am Vorbild der Schwinn Cruiser, verwendet dabei jedoch dünnwandige Chrom-Molybdän-Rohre. Für eine bessere Stabilität bringt er Versteifungsrohre an. Das Ergebnis ist ein voller Erfolg. Das Bike ist äußerst robust und mit seinen etwa 17kg deutlich leichter als seine Vorgänger.
Als Tim Ritchey zwei Jahre später zu der Gruppe der Mountainbike Pioniere stößt, gelingt es ihm, das Gewicht noch einmal um rund 1,5kg zu reduzieren. Ein weiterer Meilenstein der Mountainbike-Geschichte ist gelegt.
Eine Idee breitet sich aus
Trotz aller technischen Fortschritte ist das Mountainbike vom großen Durchbruch zunächst noch weit entfernt. Und wer weiß, wie die Fahrradwelt heute aussähe, wenn es Charles Kelly nicht gegeben hätte. Er ist es, der die ersten Rennen organisiert, er ist es aber auch, der die neue Idee über die Grenzen des 5000-Seelen-Ortes Fairfax hinausträgt.
Voller Enthusiasmus berichtet er in mehreren Artikeln, unter anderem im bekannten Outside Magazine, über die Bike-Szene rund um den Mount Tamalpais. Er beschreibt die Erfolge und Rückschläge bei der Weiterentwicklung der Räder; er lässt die einmalige Atmosphäre der „Repack“-Rennen greifbar werden; er bringt die Philosophie einer völlig neuen Outdoor-Sportart zu Papier.
Und der Funke springt über: Immer mehr Leser beginnen sich für diese Idee zu interessieren, die schon bald überregional bekannt ist. Von der Resonanz überwältigt ruft Kelly 1981 eine eigene Zeitschrift ins Leben: Mit dem Fat Tire Flyer Magazine ist das erste Mountainbike-Magazin der Welt geboren.
Der Höhenflug
Mit dem zweiten Teil der Reise durch die Geschichte des Mountainbikes sind wir mittlerweile im Amerika der frühen 80er Jahre angekommen. Erste Wettkämpfe, fortwährende technische Neuerungen und Publikationen in bekannten Magazinen hatten aus einer kleinen Idee ein überregionales Phänomen werden lassen. Damit war aber nur der erste Schritt zum weltweiten Erfolg des Mountainbikes getan.
Aluminium-Felgen für ein neues Fahrgefühl
Derweil tüfteln die Mountainbike-Pioniere um Gary Fisher an weiteren technischen Innovationen, um ihre Bikes stetig zu verbessern. Dabei verlieren die Freunde nie die generellen Entwicklungen in der Fahrrad-Welt aus dem Blick. Mit großem Interesse verfolgen sie z.B. den Erfolg des BMX-Rads. Gibt es hier womöglich Ideen, die sich auch auf das Mountainbike übertragen lassen?
Schon bald werden sie fündig: Komponenten aus Aluminium. Schnell rüstet die Gruppe ihre Bikes um: Statt der alten Stahlfelgen nutzen sie nun Felgen aus Aluminium. Was für ein Unterschied! Auf einen Schlag sparen sie so knapp 3 kg beim Gewicht ihrer Räder ein - Welten im Radsport.
Das Ergebnis begeistert alle: Als sie mit ihren umgebauten Bikes durch die wunderschöne Naturlandschaft Kaliforniens brausen, erleben sie ein völlig neues Fahrgefühl. Jeder Berg scheint jetzt bezwingbar zu sein!
„Mountainbike“ - ein Name wird geboren
Vieles wurde erreicht in den letzten Jahren, doch eines fehlt noch: ein Name für das neue Bike! Am Ende ist es Gary Fisher, der den Namen Mountainbike ins Leben ruft - und das eher zufällig, denn ursprünglich ist dies nur als Modellbezeichnung gedacht.
Doch schnell wird klar, dass es keinen passenderen Namen geben könnte, um mit einem einzigen Wort eine ganze Philosophie zum Ausdruck zu bringen. So wird aus einer Modellbezeichnung der Name einer neuen Fahrradgattung.
Wie aber ist es um die weitere Verbreitung der Mountainbike-Idee bestellt? Die Grundlagen sind schließlich gelegt: 1977 hatte Joe Breeze das erste „echte“ Mountainbike konstruiert und auch Tim Ritchey entwirft seit dem Ende der 70er Jahre immer neue Räder. Vor allem das „Ritchey Mountainbike“ wird dabei zum wahren Verkaufsschlager. Doch dies sollte erst der Anfang sein.
Ein Fahrrad auf dem Vormarsch
Es ist die Firma Specialized Bicycle Imports, die als erste das riesige Potential erkennt, das in den Mountainbikes schlummert. Im Jahr 1980 kauft sie vier der von Gary Fisher und Charles Kelly vertriebenen neuen Räder und bringt schon ein Jahr später den Specialized Stumpjumper auf den Markt.
Auch wenn dieses Bike technisch noch weit vom Standard der heutigen Mountainbikes entfernt ist, so stellt es doch die Geburtsstunde der weltweit ersten Mountainbike-Großserie dar. Eines ist nun klar: Die Mountainbike-Bewegung ist nicht mehr aufzuhalten. Weltweit begeistern sich immer mehr Menschen für diese neue Sportart.
Es ist dieses einzigartige Gefühl von Freiheit und Abenteuer, das die Menschen dazu anregt, es den Freunden aus Kalifornien gleichzutun. Immer mehr Fahrrad-Hersteller werden auf das Mountainbike und die gewaltige Nachfrage aufmerksam.
Shimano und Suntour, zwei japanischen Fahrradteile-Giganten, produzieren erstmals Komponenten speziell für das Mountainbike. Sie übernehmen dabei nicht nur die altbewährten Einzelteile, sondern entwickeln diese stetig weiter: Verbesserte Bremsen (Cantilever-Bremsen), Schaltungen (Lenker-Schalthebel, Rasterschaltung) sowie immer schmutzbeständigere Naben und Tretlager kommen auf den Markt.
Diese innovativen und hochbelastbaren Komponenten sind es, die den letzten Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Mountainbikes darstellen. Zahlreiche Fahrrad-Hersteller (z.B. Cannondale, Specialized oder Trek) gehen nun mit eigenen Mountainbikes in die Massenproduktion.
Die technische Entwicklung ist rasant und hält bis heute an: Immer leichtere Rahmen (aus Aluminium, Titan und Carbon) und neue Federungen (z.B. Hardtail- und Fully-Bikes) machen das Mountainbike zum dem, was es heute ist: ein einzigartiges Sportgerät, was weltweit Millionen Menschen begeistert.
Was Gary Fisher, Joe Breeze und Charles Kelly im Jahr 1973 am Mount Tamalpais wohl nie für möglich gehalten hätten, ist nun Realität: Das Mountainbike hat die Welt erobert. Doch wie immer hat der Erfolg auch seine Schattenseiten. Es ist die Freundschaft der Gruppe, die beim Höhenflug des Mountainbikes auf der Strecke bleibt: Nach großen Streitigkeiten geht 1984 jeder seiner Wege.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick:
- 1973: Idee des Mountainbikes wird geboren
- 1976: erstes „Repack“-Rennen findet statt
- 1977: erstes „echtes“ Mountainbike wird konstruiert
- 1979: Tim Ritchey schließt sich der Gruppe um Fisher, Breeze und Kelly an
- ca. 1980: Name Mountainbike wird ins Leben gerufen
- 1980: Stahlfelgen werden durch Aluminiumfelgen ersetzt
- 1981: Gründung des ersten Mountainbike-Magazins der Welt
- 1981: Erste Großserien-Produktion eines Mountainbikes (Specialized Stumpjumper)
- 1982: Produktion spezieller MTB-Komponenten läuft an
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