MTB Enduro Reifen im Test: Michelin und mehr

Im hart umkämpften Reifenmarkt hat sich Michelin mittlerweile etabliert und ist nicht mehr wegzudenken. Fünf Jahre nachdem Michelin erstmal im DH Rennzirkus mit MS Mondraker wieder am Start war, kann man auf etliche Erfolge in den verschiedensten Gravity Disziplinen zurückblicken.

Michelin Wild Enduro Reihe

Mit der neuen Wild Enduro Reihe hat Michelin genau die Kritikpunkte angesprochen, die man als Fahrer mit den Wild Enduros hatte. Und schon auf dem Papier sehen die Werte wie Gewicht und Rollwiederstand um ein Vielfaches besser aus. Zudem wurde das Sortiment um eine 27,5er Option ausgeweitet. Die Wild Enduro MS und MH werden in 27,5 und 29 Zoll angeboten, aber überraschenderweise ist der Enduro Rear nur in 29 Zoll erhältlich.

Optionen und Design

Und erstmals hat man die Wahl zwischen zwei verschiedenen Optionen für das Vorderrad. Auch optisch hat sich einiges getan. Alle Reifen haben zum einen die markanten Gelben Hotpatches. Wer es etwas dezenter mag, der hat auch die Möglichkeit auf ein schwarzes Hotpatch zu wechseln. Weiterhin vertraut man bei Michelin auf die bekannt und beliebte Magi-X-Mischung. Diese bietet größtmöglichen Grip innerhalb der Michelin-Profile für extreme Einsätze. Für jedes Produkt liefert eine andere MICHELIN Magi-X-Version die erforderliche Reifenleistung.

Vorderradmodelle im Detail

Wie gerade schon angeschnitten, hat Michelin die Vorderradmodelle aufgesplittet. Die neue MS Option ist, wie der Name schon sagt, für weiche Böden geeignet, ein echter Loam Fresser. Beim Profil setzt man auf breitere Noppen. Gewichtstechnisch liegt man in der 29er Version bei stabilen 1290g. Allerdings hat man es bei Michelin nicht ganz genau genommen mit der Messung.

Die Alternative für härteres Gelände ist der Michelin Wild Enduro MH. Felsiger Untergrund oder Hardpack Bikepark Strecken sind ein Heimspiel für den MH. Mit der 6-3-1 Anordung der Profilpattern erinnert es ein wenig an den XXX. Mit einem Kampfgewicht von 1335g (angegebener Wert) gehört der MH dann schon in die Kategorie „Schwergewicht“.

Hinterradversion

Natürlich darf die spezielle Hinterrad Version des Michelin Wild Enduro nicht fehlen. Diese hat sich allerdings, im Vergleich zum Vorgänger, deutlich verändert. Das neue Modell schreit förmlich nach Geschwindigkeit. Das neue Mittelprofil soll schneller abrollen und somit für mehr Vortrieb sorgen und das trotz der stabilen DH Karkasse im 2.4er Heck.

Praxistest und Erfahrungen

Die Michelin Wild Enduro Reihe 2021 kam in unserer Bike Community gut an. Und natürlich war man neugierig wie der Reifen läuft - so neugierig, dass er dann auch 2023 das erste mal an das eigene Enduro wanderte. Daraus wurde eine Hass-Liebe. Ich hasse die Uphills mit den schweren Michelin Reifen.

Getestet wurde zunächst die Kombination aus MS und dem REAR wobei ich besonders auf den neuen Hinterreifen gespannt war. Schon auf dem Papier sah es nicht schlecht aus. Neues Profil, verbesserter Rollwiderstand und natürlich viel leichter. Letzteres war vor allem in der letzten Iteration des Michelin Wild Enduro immer wieder sauer aufgestoßen.

Nach einem ausgedehnten Tag im Bikepark ging es noch auf eine abschließende Enduro Runde mit 450 hm und einigen Sahnetrails in Willingen. Auf den Bikepark Strecken war ich noch mit den „alten“ Wild Enduro unterwegs um auch da nochmal ein Gefühl zu bekommen wie es sich fährt. Erstaunlich entspannt und ohne viel Flucherei ging es den Berg hinauf. Der neue Rear im Heck ist deutlich besser tretbar als der Vorgänger und man kommt deutlich erholter am Traileinstieg an. Rollt gut und spart, laut Michelin, satte 10watt. Aber es ist und bleibt ein Enduro Reifen und eben kein Cross Country oder Trailreifen.

Zugegebenermaßen hatte der Michelin Wild Enduro einen gehörigen Vertrauensvorschuss. Gerade der Michelin Wild Enduro MS in der Front fühlt sich sehr vertraut und komfortabel an, wenn man den „alten“ kennt. Dank der stabilen Karkasse kann man den Wild Enduro MS in der Front mit recht wenig Druck gefahren werden ohne dass man sich um seine Felge sorgen machen muss.

Und, „oh boy“ … wenn der Michelin Wild Enduro eins kann, dann fliegen. Gerade auf Racetracks wie der Enduro Line in Willingen wird man selbst auf flachen Teilpassagen abartig schnell ohne das Gefühl zu bekommen nur noch Beifahrer zu sein. Die Karkasse von Michelin fühlt sich wie ein gelungener Mix aus Stabilität und Nachgiebigkeit an so dass man immer ein gutes Feedback vom Untergrund bekommt. Und auch wenn man es dem Wild Enduro Rear nicht zutraut, er verzögert richtig gut ohne zu rutschen. Tatsächlich ist es schwer Negatives zum neuen Michelin Wild Enduro zu finden.

Der Wild Enduro Rear rollt extrem gut, schafft auch mit untrainiertem Fahrer vierstellige Höhemeter pro Tour. In der Front ist der Wild Enduro MS ist einfach ein Traum für loses und roughes Gelände.

Weitere MTB-Reifen im Test

Über die perfekte Reifenwahl für sein Geländefahrrad hat wohl schon jeder MTBler lange gegrübelt. Kein Wunder, trotz nur wenigen Quadratzentimetern Auflagefläche hat die Bereifung mehr Einfluss auf die Fahrperformance als jedes andere Bauteil. Hinzu kommt, dass die Hersteller mittlerweile nicht nur zig verschiedene Profilarten mit teils irrwitzigen Modellnamen anbieten. Auch gilt es, aus verschiedensten Karkassen-Versionen und Gummiausführungen auszuwählen. Hinzu kommen diverse Durchmesser und Reifenbreiten. Dazu nehmen noch persönliche Erfahrungen, individueller Fahrstil und natürlich der Einsatzzweck des Bikes Einfluss auf die Reifenwahl.

Die besten E-MTB-Reifen 2024 im Test

E-MTBs sind nicht zu stoppen - ein Großteil aller verkauften Mountainbikes in Deutschland haben seit Jahren einen Motor fix installiert. Grund genug für die Reifenbäcker ihre Produkte auch speziell für E-MTBs anzupassen. Im Folgenden werden einige der besten Modelle im Test vorgestellt:

  1. Maxxis Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT: Siegt in der Kategorie der E-MTB-Reifen mit einer Kombination, die nicht speziell für E-MTBs entwickelt wurde.
  2. Maxxis Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT: Punktet mit guten Werten und idealen Anforderungen für den E-MTB-Einsatz.
  3. Michelin E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6": Klebt wie Pattex und frisst sich in jeglichen Untergrund, könnte aber stabiler sein.
  4. Michelin E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6": Erfreut mit sattem Grip, kostet aber beim Rollwiderstand Punkte.
  5. Pirelli Scorpion E-MTB S 29 x 2,6": Punktet speziell auf gemischten Untergründen, schwächer im Pannenschutz.
  6. Pirelli Scorpion E-MTB R 29 x 2,6": Leichtester E-Reifen im Test, setzt ein Ausrufezeichen beim Rollwiderstand.
  7. Schwalbe Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6": Gibt an der Vorderachse ein Grip-Feuerwerk, stark im Kurvenhalt und Bremstraktion.
  8. Schwalbe Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6": Schier unzerstörbar, trotzt den Prüfständen und erzielt Bestwerte beim Pannenschutz.
  9. Vittoria E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6": Liefert Topwerte beim Rollwiderstand, zielt aber mehr auf Tour denn Trail.
  10. Vittoria E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6": Bietet speziell auf technischen Uphills gute Traktionswerte, blockiert aber früher auf der Bremse.

Die besten Tour- & Trail-Reifen für dein MTB 2024 im Test

Tour- und Trail-Reifen sollen Gripstark und dennoch effizient rollen. Hier eine Auswahl der besten Reifenhersteller:

  1. Schwalbe Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4": Testsieger mit tollen Rolleigenschaften und rundum starker Performance auf dem Trail.
  2. Schwalbe Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4": Leicht, mit exzellenten Rollwiderstandswerten und solider Pannenschutzeigenschaften.
  3. Continental Mountain King Protection TR 29 x 2,3": Eignet sich mehr für Flowtrails, weniger gut im Groben und beim Durchschlagschutz.
  4. Continental Cross King Protection TR 29 x 2,3": Sorgt für ein lebendiges Heck, rollt äußerst flott, grippt aber mehr auf harten Untergründen.
  5. Goodyear Escape Ultimate TC 29 x 2,35": Punktet auf harten Böden und langen Touren, verliert aber früher Grip im Groben.
  6. Kenda Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4": Schmiegt sich toll dem Boden an, verwöhnt dabei mit solider Traktion.
  7. Kenda Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4: Macht einen seriösen Job, ist aber kein Überflieger in Sachen Pannenschutz.
  8. Maxxis Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT: Gefällt auf Anhieb, glänzt in jeder Traillage und rollt im sehr guten Bereich.
  9. Maxxis Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT: Bietet Maxxis-typisch hohe Traktion und tollen Seitenhalt.
  10. Specialized Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4": Beißt sich toll ins Erdreich, kostet aber in Sachen Vortrieb Körner.
  11. Specialized Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35": Zählt nicht zu den spritzigsten, dafür im Gelände zu den gripstärksten Pneus.
  12. Vittoria Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6": Zeigt sich kaum defektanfällig und rollt erstaunlich flott.
  13. Vittoria Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4": Punktet mit sehr guten Rollwiderstands- und Pannenschutzwerten.

Die besten All-Mountain-Reifen 2022 im Test

All-Mountains gelten als die Alleskönner schlechthin. Durch die Reifenwahl können diese Allrounder-Eigenschaften aber erheblich beeinflusst werden. Hier eine Auswahl eher leichter und recht gut rollender Reifen-Paare, um auch auf langen Touren Spaß zu haben:

  1. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Ground Addix Soft 29 x 2,4": Bietet prima Pannenschutz, rollt sehr flott und hat klasse Grip.
  2. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Trail Addix Speedgrip 29 x 2,4": Bietet mehr Schutz, ist aber spürbar gripschwächer.

Reifen von Specialized

Dass Specialized gute Bikes baut, steht außer Frage - doch bei der Marke aus Morgan Hill begann alles mit Reifen. Heute deckt das hauseigene Reifensortiment alles ab: vom leichten XC-Racer bis zum robusten Gravity-Pneu - oft direkt ab Werk montiert, aber ebenso separat im Fachhandel erhältlich. Damit sind Specialized-Reifen längst nicht nur für die hauseigenen Bikes relevant.

Karkassen-Technologie von Specialized

Specialized hat verschiedene Karkassen im Angebot, die auf unterschiedliche Einsatzzwecke zugeschnitten sind:

  • S-Works: Die leichteste und geschmeidigste Karkasse, ideal für XC-Rennen.
  • Control: Die Allround-XC-Karkasse mit besserem Durchstichschutz.
  • GRID: Eine widerstandsfähige Karkasse mit Seitenwandschutz.
  • GRID Trail: Die Karkasse für den härteren Trail-Einsatz mit Pannenschutzeinlage.
  • GRID Gravity: Die Karkasse fürs Grobe mit zweilagiger Konstruktion und zusätzlichen Schutzeinlagen.

Gummimischungen von Specialized

Specialized verwendet drei Gummimischungen, die durch den Buchstaben „T” und eine Zahl gekennzeichnet sind:

  • T5: Die XC-Mischung für hohe Geschwindigkeit, geringen Verschleiß und gute Schnittfestigkeit.
  • T7: Die Trail-Mischung für gute Roll- und Gripeigenschaften.
  • T9: Die weichste Gummimischung für maximale Grip- und Dämpfungseigenschaften.

Modelle von Specialized im Praxistest

Im Praxistest wurden fünf Modelle für den Einsatzbereich Trail bis Gravity getestet:

  • Purgatory: Ein vielseitiger Trail-Reifen mit großvolumigen Mittelstollen und versetzten Außenstollen.
  • Eliminator: Ein idealer Trail-Hinterreifen mit flachen Mittelstollen und Dual-Compound-Design.
  • Butcher: Ein Reifen mit besonders viel Auflagefläche durch das Block-in-Block-Profildesign.
  • Hillbilly: Ein Reifen, der klar auf den Gravity-Bereich fokussiert ist und sich für lose Böden eignet.
  • Cannibal: Das schwerste Geschütz im Reifenportfolio mit robuster GRID Gravity-Karkasse und softer T9-Gummimischung.

Weitere Reifentypen und Hersteller

Die Auswahl an Mountainbike-Reifen ist riesig und unübersichtlich. Es gibt zahlreiche Faktoren, die die Performance maßgeblich beeinflussen. Die Hersteller bieten eine breite Palette an Modellen und Versionen an - abgestimmt auf verschiedene Fahrertypen und - niveaus, Bikes und Trail-Bedingungen.

Schwalbe

  • BIG BETTY: Eine Downhill- und Enduro-Allrounderin für trockene bis feuchtnasse Böden.
  • BILLY BONKERS: Ein Reifen für Pumptrack, Dirtjump und Slopestyle mit maximaler Mikroverzahnung.
  • MAGIC MARY: Der Spezialist für den Schlamm mit starker Schulterstollen und aggressivem, offenem Profildesign.
  • EDDY CURRENT: Ein E-MTB-Spezialist für All Mountain und Enduro mit verlässlichem Kurvengrip und hoher Bremstraktion.
  • HANS DAMPF: Ein Alleskönner für All Mountain und Enduro.
  • HURRICANE: Ein Allrounder für leichtes Gelände mit modernem, dynamischem Profildesign.
  • JOHNNY WATTS: Vereint Leichtlauf auf hartem Untergrund mit langer Haltbarkeit und Pannenschutz.
  • JUMBO JIM: Ein Fat-Bike Reifen mit großem Volumen für geringen Luftdruck.
  • LITTLE JOE: Für Kinder gemacht, rollt gut auf der Straße und ist leicht.
  • MAGIC MARY: Der ultimative Gravity-Reifen mit perfekten Allroundeigenschaften und maximaler Bremstraktion.
  • MARATHON PLUS MTB: Der „unplattbar“ MTB-Reifen mit ECE-R75 Prüfzeichen.
  • NOBBY NIC: Der Allrounder, der in jeder Situation funktioniert.
  • RACING RAY: Der Rennfahrer und Vorderradspezialist.
  • TOUGH TOM: Eine Top-Choice für Einsteiger mit hervorragendem Profildesign und K-Guard Pannenschutz.

Allgemeine Informationen zu MTB-Reifen

Die Vorteile von tubeless montierten Reifen liegen auf der Hand: weniger Gewicht, mehr Grip, geringerer Rollwiderstand und höherer Pannenschutz. Fast alle modernen MTB-Reifen sowie -Felgen sind für den Tubeless-Einsatz vorgesehen. Der richtige Luftdruck im Reifen ist essenziell. Die Reifenbreite muss zur Felgenweite passen. Das Gewicht eurer Reifen solltet ihr nicht unterschätzen, da es sich auf die Fahrperformance auswirkt.

Die Anforderungen am Vorderrad unterscheiden sich von denen am Hinterrad. Beim MTB gilt es, so viel Grip wie möglich am Vorderrad zu generieren, während man am Hinterrad Kompromisse zwischen Traktion und Rollwiderstand eingehen muss. Ihr habt also viel Spielraum bei Profil, Karkasse und Gummimischung.

Tire Inserts gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und die Preisspanne dieser Systeme ist riesig. Am Ende hat aber immer derselbe Reifen mit einer stabileren Karkasse überzeugt.

Goodyear Newton MTF im Test

Der Newton MTF ist der neueste Reifen von Goodyear, der speziell für Spitzenleistung und verbesserten Grip an der Front entwickelt wurde. Goodyear legt mit dem Newton MTF eine solide Erstaufführung auf’s Parkett. Man hat sich hierbei die Motocross-Gene zunutze gemacht und eben auch jenes Wissen bei der Konzeption und Produktion.

Das Profil der Newton MTF Reihe ist bei jeder Variante, also für Trail, Enduro oder Downhill gleich. Das Profil wurde zur Kontrolle und auf geraden Strecken und starkem Bremsen optimiert. Laut eigener Aussage von Goodyear sind die Profilstollen so angeordnet, dass sie sich leicht von Dreck und Schlamm reinigen bzw.

Der Goodyear Newton wird aufgeteilt in eine spezifische Hinterrad und Vorderrad Variante. Dazu hat man die Wahl zwischen Trail, Enduro und Downhill. Jedoch unterscheiden sich die Varianten in der Karkasse und Gummimischung. Dieses Modell ist mit einer dreifach verdichteten 40, 42 und 60a-Gummimischung und einer doppellagigen 120-tpi-Karkasse ausgestattet, die mit einem Butyl-Seitenwandschutz verstärkt ist.

Der Newton MTF in der 29er Variante mit Enduro Casing bringt stolze 1.357g auf die Waage. Vertraut man auf das Marketing-Sprech von Goodyear, dann deckt das Profillayout des Newton ein breites Band im Mountainbike Sport ab.

Dank der steifen Seitenwände des MTF war die Montage ein Kinderspiel. Nach ein paar Umwegen ging es dann also direkt auf die Trails. Aufgrund der steifen Seitenwand hatte ich vermutet, dass man den Goodyear mit weniger Druck fahren sollte. Nach meinen Erfahrungen mit Michelin setzte ich optimistische 1.7bar.

Man muss die Goodyear Newton mit recht wenig Druck fahren. Bei zu viel Druck knicken zudem die Schulterstollen auf hartem Untergrund weg. In feuchten Bedingungen findet der Goodyear Newton MTF schnell seinen Grip. Auch auf lockerem loamy Boden punktet der Reifen.

Vor allem muss man aber sagen dass der Goodyear besonders durch die stabilen Seitenwände punkten kann. Für den Race und Hometrailbtrieb ist der Reifen aufgrund seines Gewichts nicht wirklich tauglich.

Drei MTB-Reifen-Kombis für Enduro Bikes im Test

Ein Mountainbike-Reifen ist ein einziger Kompromiss. Hoher Pannenschutz oder geringes Gewicht? Massig Grip und Traktion oder gute Haltbarkeit und leichter Rollwiderstand? All diese Eigenschaften lassen sich mit modernster Technik zwar optimieren - doch von dem einen Fahrradreifen, der alles perfekt kann, müssen wir Biker wohl ewig träumen. Also: Prioritäten setzen.

Laut unserer aktuellen Leserumfrage decken die drei Marken Continental, Maxxis und Schwalbe 70 Prozent der 2022 gekauften Reifen ab. Alle anderen Fabrikate landen bei niedrigen einstelligen Prozentwerten.

Um herauszufinden, wie stark sich die unterschiedlichen Karkassen, Seitenwandkonstruktionen und Gummimischungen voneinander unterscheiden - und ob man die Unterschiede in der Praxis wirklich spürt - haben wir von diesen drei Herstellern jeweils zwei Reifen-Kombis zum Test gebeten: eine Allround-Kombi und eine Extrem-Kombi. Der Clou: Profil und Reifendimension sind jeweils identisch. Die Unterschiede liegen ausschließlich im Reifenaufbau und der Gummimischung.

Allround-Kombi:

  • Continental Kryptotal Fr Trail/Re Trail
  • Maxxis Assegai EXO+ / Minion DHR II EXO+
  • Schwalbe Magic Mary Superground / Big Betty Supertrail

Extrem-Kombi:

  • Continental Kryptotal Fr/Re DH
  • Maxxis Assegai DD / Minion DHR II DH
  • Schwalbe Magic Mary / Big Betty SuperG

Karkassen im Überblick:

Continental Kryptotal Re: Drei Karkassen und drei Gummimischungen stehen zur Auswahl. Die leichte Trail-Karkasse und die mittlere Enduro-Variante gibt es jeweils nur mit einer Gummimischung. Nur bei der robusten DH-Karkasse besteht die Wahl zwischen softem und supersoftem Compound.

Maxxis Minion DHR II: Fünf Reifenkonstruktionen, drei Gummimischungen, zahllose Möglichkeiten zu kombinieren. Deutlich höheren Pannenschutz gibt’s erst bei der DH-Karkasse.

Schwalbe Magic Mary: Bei Schwalbe mussten wir für den Vergleich zum Vorderreifen greifen, denn den Magic Mary gibt es in allen vier relevanten Karkassen, während der Big Betty erst ab Supertrail verfügbar ist. Gegenüber Maxxis nimmt der Pannenschutz bei den stärkeren Karkassen gleichmäßig und deutlich zu.

Unterschiede der MTB-Reifenkombis im Test

Dicke oder dünne Karkasse? Weiche oder harte Gummimischung? Von außen sind die Reifenmodelle der einzelnen Hersteller kaum auseinanderzuhalten. Die Unterschiede verbergen sich im Innenleben der Fahrradreifen.

Im Schnitt bieten die schweren Kombis 60,4 Prozent mehr Durchschlagschutz als ihre leichten Pendants. Das erreichen die Pneus über stabilere Karkassen, also mehrere Gewebelagen übereinander, und stichfeste Schutzschichten oder Gummieinlagen. Mehr Material, mehr Pannenschutz. Dadurch steigt aber auch das Gewicht im Schnitt um 23 Prozent.

Neben dem Profil hat vor allem die Gummimischung Anteil am Kurvenhalt und der Traktion der Reifen. Insbesondere auf harten Untergründen oder bei Nässe. Ein weicher Gummi passt sich dem Boden deutlich besser an und verzahnt sich förmlich mit Hindernissen.

Die extrem pannensicheren und griffigen Reifen-Kombis rollen im Schnitt um 69 Prozent zäher als die Allrounder. Den größten Anteil daran hat die weichere Gummimischung zu verantworten. Die weichen Stollen kleben förmlich am Boden.

Die Zauberworte Ultrasoft, Supersoft oder Maxx-Grip versprechen massig Traktion, doch die weichen Mischungen verschleißen auch deutlich schneller. Unpraktisch für jeden, der viel im Park fährt oder generell viele Tiefenmeter sammelt.

Labordaten des Reifentests im Überblick

Das volle Potenzial lässt sich erst durch den richtigen Reifendruck abrufen.

Test Allround-Kombis: Geringes Gewicht und gute Laufeigenschaften - Ergebnisse

Continental Kryptotal Fr/Re Trail: Leichteste Kombi, niedrigster Rollwiderstand - aber auch schwacher Pannenschutz.

E-MTB-Allroundreifen im Plusformat im Test

Ein guter Reifen ist immer ein Spezialist - egal, ob am Vorder- oder Hinterrad, in welchem Einsatzbereich oder welcher Jahreszeit. Deshalb suchen wir den besten E-MTB-Allroundreifen im Plusformat, der das ganze Jahr über ordentlich Traktion, gute Selbstreinigung, ein hohes Sicherheitspotential sowie geringen Rollwiderstand bietet. Die Ansprüche an einen E-Bike-Reifen sind im Vergleich zum normalen Bike im Detail etwas anders.

Verstärkte Karkassen, Pannenschutzelemente unter der Gummidecke oder der Seitenwand entgegnen diesem Trend, bringen aber etwas Mehrgewicht mit sich. Durch den höheren Druck auf das Profil und Gummi steigt der Verschleiß, vor allem am Hinterrad. Hersteller wie Bontrager, Maxxis, Schwalbe und Specialized arbeiten daher mit besonders großen Profilblöcken.

Damit ein Reifen das ganze Jahr gut nutzbar ist, sollte das Profil für gute Selbstreinigung recht offen gestaltet sein. Hier trumpfen Conti, Maxxis (DHR) sowie Bontrager auf. Gerade diese Aufstandsfläche ist dann bergauf, bergab, in Kurven, am Schräghang, im Antritt oder beim Bremsen dafür verantwortlich, dass die Traktion spürbar höher ist als bei schmalspurigen Reifen.

Bezüglich Performance gibt es je Reifenmodell oft verschiedene Varianten. Das Profil bleibt dabei gleich, die Unterschiede bei Gummimischung und Karkasse sind aber beträchtlich. Hochwertige Reifen bringen immer spürbare Vorteile in mehrerlei Hinsicht.

Plusreifen im Bereich 2,6 bis 2,8 Zoll gehört definitiv die Zukunft am E-MTB. Sie bieten im Vergleich zu den schmäleren Kollegen beste Traktion, Sicherheit und Komfort bei ähnlicher Effizienz und überschaubarem Mehrgewicht.

Im Detail unterscheiden sich die Testreifen aber teils beträchtlich. Am Ende empfiehlt sich der Conti Baron als super Allrounder mit exzellentem Grip. Beim Preis-Leistungsverhältnis geht kein Weg am Specialized Butcher vorbei.

Zusammenfassung

Die Wahl des richtigen MTB-Enduro-Reifens hängt von vielen Faktoren ab, darunter Fahrstil, Gelände und persönliche Vorlieben. Michelin bietet mit der Wild Enduro Reihe eine gute Option für Fahrer, die Wert auf Grip, Rollwiderstand und Stabilität legen. Es gibt aber auch viele andere Hersteller und Modelle, die für unterschiedliche Einsatzzwecke geeignet sind. Durch sorgfältiges Abwägen der verschiedenen Optionen und Berücksichtigen der eigenen Bedürfnisse kann man den perfekten Reifen für sein Bike finden.

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