Die Einstellung deines Fahrwerks hat massiven Einfluss auf das Fahrverhalten deines Mountainbikes. Ein korrekt eingestelltes Fahrwerk ist sowohl für dein Fahrerlebnis auf dem Trail, wie auch für deine Sitzposition wichtig.
Grundlagen des MTB-Fahrwerk-Setups
Keine Angst vor Luftdruck, Zug- und Druckstufendämpfung! Wir zeigen, wie schnell Sie die Federgabel und der Dämpfer einstellen können. Ein wenig Fingerfertigkeit ist lediglich nötig, wenn der Dämpfer bereits im Rahmen integriert ist. Die hier beschriebenen Arbeitsschritte bleiben aber gleich.
Luftdruck, Zug- und Druckstufe: Wer einmal verstanden hat, welche Rädchen diese drei Parameter an einem modernen Mountainbike-Fahrwerk beeinflussen, kommt spielerisch und mit wenigen Werkzeugen zur perfekten Grundeinstellung seines Bikes. Während der Luftdruck die Federhärte von Federgabel und Dämpfer bestimmt und immer an das Gewicht von Fahrerin oder Fahrer angepasst werden muss, bestimmen Zug- und Druckstufe, wie schnell ein Federelement aus- bzw. einfedert.
Das richtige Grund-Setup an einem Mountainbike-Fully lässt sich in weniger als fünf Minuten finden. Wir begleiten euch bei den wesentlichen Schritten zur Optimierung eures Bikes, abgestimmt auf euren Fahrstil und die Trails, die ihr liebt. Dieser Tuning-Guide soll euch dabei helfen, eine Fahrwerkseinstellung zu finden, die allein für euch optimiert ist. Das Setup eines Fahrwerks ist höchst dynamisch und man muss viele Variablen miteinbeziehen: euer Gewicht, wo ihr fahrt, was ihr fahrt und auch wie ihr fahrt.
Es gibt nicht „die“ perfekte Fahrwerkseinstellung. Wenn ihr euer Fahrwerk dahingehend optimiert, dass es euch bei heftigen Schlägen Support bietet, wird darunter die Sensibilität bei kleinen Schlägen leiden. Das Setup eines Fahrwerks ist stets ein Kompromiss; es geht um die perfekte Balance zwischen Feinfühligkeit und Support. Daher ist es wichtig, die richtige Fahrwerks-Balance ausfindig zu machen, die zu eurem Fahrstil und euren Trails passt.
Federung und Dämpfung: Die Unterschiede
Grundlegend beeinflussen zwei Faktoren das Verhalten deines Fahrwerks:
- Federung: Die Federung wird an den meisten Mountainbikes vom Luftdruck in der Luftkammer übernommen. In seltenen Fällen ist auch eine Stahlfeder am Dämpfer verbaut. Die beiden Medien, Luft- und Stahlfeder, unterscheiden sich zwar in ihrer Charakteristik, erfüllen aber denselben Zweck: Die Federung nimmt Energie auf, speichert sie und gibt sie ab. Je härter die Feder, desto mehr Energie kann sie aufnehmen. Das Fahrwerk wird also straffer.
- Dämpfung: Die Dämpfung unterstützt und reguliert die Kraft der Federung. Um nicht zu komplex zu werden, beschränken wir uns bei der Erklärung nur auf die beiden Richtungen, die gedämpft werden. Die Einfedergeschwindigkeit, also zum Beispiel das Eintauchen deiner Federgabel, wird von der Druckstufendämpfung geregelt. Sie unterstützt die Federung zusätzlich und bremst die auftretende Kraft durch einen begrenzten Ölfluss ab. Mit der Zugstufendämpfung wird die Ausfedergeschwindigkeit reguliert. Du bestimmst also, wie schnell deine Gabel oder dein Dämpfer ihre Energie nach einer Kompression wieder abgeben.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Fahrwerkseinstellung
Im Folgenden werden die einzelnen Schritte zur Einstellung von Federgabel und Dämpfer detailliert beschrieben.
1. Vorbereitung
Bevor ihr Zeit in die Optimierung eures Fahrwerks investiert, müsst ihr sicherstellen, dass eure Federgabel und euer Dämpfer in funktionsfähigem Zustand sind. Es macht natürlich keinen Sinn, Zeit mit dem Setup zu verbringen, wenn eure Fahrwerkskomponenten auf ihrem Weg bergab nur keuchen und zischen. Die meisten Hersteller von Fahrwerkskomponenten empfehlen alle 50 Fahrstunden einen Ölservice und alle 100-200 Stunden einen kompletten Service der Dämpfung. Seid ehrlich, wann habt ihr euer Fahrwerk das letzte Mal durchchecken lassen?
Um euer Fahrwerk zu tunen, braucht ihr eure normalen Bike-Klamotten genauso wie euren Helm sowie Rucksack. Damit euer Fahrwerk bestmöglich arbeitet, muss es in der Lage sein, auf jede Unebenheit des Trails zu reagieren.
2. SAG einstellen (Negativfederweg)
Der Negativ-Federweg wird dann im Verhältnis zum kompletten Dämpferhub - muss man ebenfalls messen - oder dem Hub an der Gabel ausgerechnet (Sag/Hub). Der Sag (oder Negativ-Federweg) ist der Teil des Federwegs, der durch die bloße Belastung mit dem Körpergewicht genutzt wird.
Damit das Fahrwerk sowohl ein- als auch ausfedern kann, spannen wir das Fahrwerk mit unserem eigenen Körpergewicht vor. Dieses Maß an Vorspannung wird als SAG bezeichnet und beschreibt, um welchen Wert das Fahrwerk in seinen Federweg absackt, wenn ihr auf dem Bike sitzt.
Bevor ihr beginnt, stellt sicher, dass sich euer Dämpfer im Fully-open-Modus befindet. Falls er ein Einstellrädchen für die Lowspeed-Druckstufe hat, dreht es komplett in Richtung (-). Bittet euren Assistenten, das Bike auf ebenem Untergrund vor dem Umkippen zu sichern, während ihr aufsteigt. Nehmt eure normale Sitzposition ein und erlaubt dem Bike für wenigstens 5 Sekunden, sich zu „setzen“.
Teilt diese Zahl nun durch den Hub (oftmals weniger als die gesamte Länge des Dämpferschafts, überprüft das im Handbuch eures Bikes) und multipliziert das Ganze mit 100, um den prozentualen SAG zu erhalten. Viele Hersteller empfehlen eine bestimmte SAG-Einstellung, aber falls nicht, raten wir zu einer Grundeinstellung von 30 %. Wenn ihr weniger SAG wollt, pumpt einfach etwas Luft in den Dämpfer und wenn ihr mehr SAG wünscht, dann lasst etwas Luft ab. Pumpt in 10-psi-Schritten Luft nach und wiederholt diesen Prozess, bis ihr den erforderlichen SAG erreicht habt.
Sobald euer Dämpfer korrekt eingestellt ist, wird es Zeit für die Federgabel. Achtet auch hier darauf, dass die Dämpfung eurer Gabel komplett offen ist und stellt den Druck in der Luftfeder entsprechend der Empfehlung des Herstellers ein. Euer Assistent darf wieder das Bike halten, während ihr aufsteigt.
Messt den Abstand zwischen O-Ring und Staubabstreifer in mm. Teilt diese Zahl durch den kompletten Federweg. Beginnt mit der Empfehlung des Herstellers. Wenn es keine gibt, dann startet mit 20 % SAG. Wenn ihr weniger SAG wünscht, pumpt einfach mehr Luft in die Gabel. Wollt ihr mehr SAG, dann lasst etwas Luft ab. Fügt die Luft dabei in 10-psi-Schritten hinzu und wiederholt diesen Prozess so lange, bis ihr den erwünschten SAG erreicht habt.
Wie man den SAG ermittelt
Suche dir eine Wand, an die du dich mit dem Lenker anlehnen kannst. Stelle dich jetzt in Fahrposition auf deinem Bike daneben, komprimiere das Fahrwerk ein paar mal und stehe dann still auf dem Bike. Anschließend musst du oder dein Partner den O-Ring zur Dichtung am Dämpfer oder der Gabel verschieben. Versuche den O-Ring zu verschieben und danach abzusteigen, ohne das Fahrwerk erneut zu komprimieren. Wenn du einen Partner hast, kann dieser das Bike etwas aus dem Federweg ziehen, wenn du absteigst.
Der Abstand zwischen dem O-Ring und der Dichtung an Gabel oder Dämpfer ist dein SAG-Wert.
Empfohlene SAG-Werte
Der ein oder andere Bike Hersteller schlägt einen SAG Werte für gewisse Modelle vor. Falls du nichts darüber finden kannst, orientierst du dich am besten an den folgenden Werten:
| Fahrradtyp | Federweg | SAG (Dämpfer) | SAG (Gabel) |
|---|---|---|---|
| Cross Country Bikes | 100-120 mm | ca. 20% | 10% |
| Trailbikes | 120-140 mm | ca. 25% | 15% |
| Allmountain- und Enduro Bikes | 140-180 mm | ca. 25-30% | 20% |
Beispiel zur Anwendung des SAG-Werts
Angenommen, du hast ein Fully mit 140 Millimetern Federweg und möchtest jetzt auf deine 25 Prozent SAG am Dämpfer und 15 Prozent SAG an der Gabel kommen. Dazu musst du den prozentualen Anteil vom Hub ausrechnen. RockShox macht das Ablesen des SAG´s simpel, denn an deren Dämpfern sind entsprechende Markierungen angebracht. An der Federgabel ist das ganz einfach, da der Hub dem Federweg entspricht. 15% SAG bei 140 Millimetern sind also 21 Millimeter.
Ist dein SAG größer, musst du mehr Luft in die Luftkammer pumpen. Ist dein SAG kleiner, ist dein Fahrwerk zu hart und du musst entsprechend umgekehrte Anpassungen vornehmen, also Luft ablassen.
3. Zugstufe (Rebound) einstellen
Die Zugstufe reguliert die Ausfedergeschwindigkeit des Federelements. Bei Rockshox-Gabeln und -Dämpfern helfen Symbole bei der Abstimmung - Hase = schneller, Schildkröte = langsamer. Grundsätzlich gilt: Um die Zugstufe zu erhöhen, muss man im Uhrzeigersinn drehen.
Die Zugstufe kontrolliert die Geschwindigkeit, mit der die Gabel ausfedert. Zu schnelles Ausfedern lässt das Rad unkontrolliert springen, federt die Gabel zu langsam aus, steht beim nächsten Impact nicht der gesamte Federweg zur Verfügung. Der Rebound-Knopf an der Gabel ist meistens rot.
Um ein Grund-Setup der Zugstufe an der Federgabel einzustellen, beginnt ihr mit komplett geschlossener Zugstufe (+). Stellt euch über euer Bike und komprimiert die Gabel mit eurem Körpergewicht.
Sobald die Grundeinstellung steht, wiederholt eine komplette Sektion des Trails mit diesem Setup.
Um die Ausfedergeschwindigkeit einzustellen, komprimiere deine Federgabel oder deinen Dämpfer so stark wie möglich und achte darauf, dass das Vorder- oder Hinterrad nicht vom Boden abheben, wenn du das Bike schnell loslässt. Langsamer wird die Zugstufe, wenn du sie schließt, also im Uhrzeigersinn drehst.
Anpassung der Zugstufe am Dämpfer
Auch am Federbein ist der Rebound-Knopf meistens rot. Zum ersten Einstellen sucht man sich am einfachsten eine Bordsteinkante.
Die Bordsteinkante langsam herunterrollen, der Dämpfer sollte dabei ungefähr 1,5-mal wippen. Das bedeutet, er sollte einmal komplett einfedern, etwas nachwippen und sich dann stabilisieren.
Wippt der Hinterbau länger nach, ist die Ausfedergeschwindigkeit zu hoch, ein schwer zu kontrollierendes, hüpfendes Hinterrad wären die Folge. Also: die Zugstufe etwas reindrehen, damit sich der Rebound verlangsamt.
4. Druckstufe (Compression) einstellen
Die Druckstufe reguliert die Einfedergeschwindigkeit des Federelements. Wir raten, immer mit vollständig offener Druckstufe zu starten. Wenn das Fahrwerk anschließend zum Beispiel in Bodenwellen oder in sehr steilem Gelände zu sehr einsackt, kann die Druckstufe schrittweise erhöht werden (Rädchen im Uhrzeigersinn drehen).
Hier empfehlen wir dir das sogenannte Bracketing. Das bedeutet, dass du dich durch Annäherungsversuche deinem optimalen Setup näherst. Setze deine Druckstufeneinstellung in die Mitte der Bandbreite und probiere von dieser Position aus, ob sich eine weiter geschlossene oder geöffnete Druckstufe besser für dich anfühlen. Im nächsten Schritt setzt du die Einstellung zwischen deinen Favoriten und die mittlere Einstellung und versuchst erneut, ob du die ein oder andere Abweichung in die entsprechende Richtung bevorzugst. Das Ganze versuchst du solange, bis du bei deiner optimalen Einstellung angelangt bist.
Druckstufe an der Federgabel
Für Federgabeln zum Beispiel mit Fit4 Kartusche wie bei der FOX 36 empfehlen wir den "3-Position Lever" in der offenen Stellung zu fahren und den "Open Mode Adjuster" (kleines Stellrad) anhand der FOX Empfehlungen einzustellen. Hier empfiehlt FOX zum Start 18 Klicks (gegen den Uhrzeigersinn von der komplett geschlossenen Stellung aus gezählt). Je offener, (gegen UZS) desto leichter bewegt sich die Gabel durch den Federweg. Je geschlossener (Klicks im UZS), desto mehr Widerstand bietet sie beim Einfedern und hilft zusätzlich gegen Durchschläge.
5. Testfahrt und Feinabstimmung
Nun wird es Zeit, eure grundlegenden Einstellungen zu optimieren. Wählt einen kurzen und typischen Abschnitt eines Trails aus, auf dem ihr regelmäßig unterwegs seid. Felsen, Drops, Sprünge, Anlieger und Kompressionen, was auch immer ihr gern unter eure Stollen nehmt - je mehr davon, desto besser.
Sucht euch einen Trail, auf dem ihr euch wohlfühlt, mit wenigstens einer Sektion, von der ihr erwartet, dass ihr dort euren vollen Federweg nutzen werdet, und wo ihr dieselben Linien wieder und wieder nehmen könnt.
Bevor ihr mit dem Tuning startet, seht zu, dass alle externen Zug- und Druckstufen-Einstellungen nach den vom Hersteller empfohlenen Vorgaben eingestellt sind.
Wenn ein Fahrer wöchentlich auf einem Trail unterwegs ist und ihn sehr gut kennt, dann sollte er bei gewissen Anlässen seinen gesamten Federweg nutzen. Oft passiert es, dass ein Fahrer einen neuen oder relativ unbekannten Trail fährt und dabei nicht den gesamten Federweg nutzt.
Nach ein paar Abfahrten zur Eingewöhnung schiebt ihr die O-Ringe an Gabel und Dämpfer bis an die Staubabstreifer heran und fahrt den Trail. Konzentriert euch dabei darauf, wie sich große Schläge und Drops anfühlen: Erlebt ihr bei eurem Bike heftige Durchschläge? Fühlt es sich bei kleinen Schlägen zu unsensibel an?
Was tun, wenn...?
- Die Federrate eures Dämpfers ist zu niedrig: Erhöht den Luftdruck am Dämpfer um 10 psi und fahrt den Trail erneut. Passt noch immer nicht? Erhöht die Federrate so lange in 10-psi-Schritten, bis die Einstellung funktioniert. Wenn sich das Bike gut anfühlt und im Fall der Fälle trotzdem den kompletten Federweg bereitstellt, dann passt der Luftdruck.
- Die Federrate eures Dämpfers ist zu hoch: Verringert den Luftdruck am Dämpfer um 10 psi und fahrt den Trail erneut. Passt noch immer nicht? Verringert die Federrate so lange in 10-psi-Schritten, bis die Einstellung funktioniert. Wenn sich das Bike bei kleinen Schlägen gut anfühlt und vernünftige Traktion bietet, dann belasst es dabei.
- Die Federrate eurer Gabel ist zu niedrig: Erhöht den Luftdruck in der Federgabel um 5 psi und wiederholt den Trail. Passt noch immer nicht? Erhöht die Federrate so lange in 5-psi-Schritten, bis die Einstellung funktioniert.
- Die Federrate eurer Gabel ist zu hoch: Verringert den Druck in der Gabel um 5 psi und fahrt den Trail erneut. Passt noch immer nicht? Verringert die Federrate so lange in 5-psi-Schritten, bis die Einstellung funktioniert. Wenn sich die Gabel bei kleinen Schlägen sensibel anfühlt, aber trotzdem guten Support bietet, dann seid ihr auf einem guten Weg.
6. Volumen-Spacer verwenden
Pro-Tipp: Könnt ihr regelmäßige Durchschläge an eurer Federgabel und eurem Dämpfer nur verhindern, indem ihr einen hohen Luftdruck in der Feder nutzt? Und fühlen sich Federgabel und Dämpfer bei kleinen Schlägen äußerst unsensibel an?
Nun müssen wir genauer anschauen, wie kraftvoll ihr als Fahrer seid und wie fordernd eure Trails sind. Wenn ihr kräftig seid und regelmäßig das Gefühl habt, dass euer Hinterbau durchschlägt oder eure Federgabel bei starkem Bremsen und in schnellen Kurven niedrig im Federweg steht, sogar obwohl sich das Bike beim Fahren generell nicht zu weich eingestellt anfühlt, dann müsst ihr vielleicht die Progression der Federrate anpassen.
Für eine progressivere Federrate müsst ihr Volumen-Spacer hinzufügen (oder entfernen, falls ihr nicht genug Federweg nutzen könnt). Das Hinzufügen von Volumen-Spacern gestaltet das letzte Stück des Federwegs straffer, da mehr Kraft für einen Durchschlag benötigt wird.
Pro-Tipp: Wenn ihr am Setup eurer Federgabel tiefgreifende Veränderungen vornehmt, wie beispielsweise die Einstellung einer strafferen Federrate oder das Hinzufügen von Volumen-Tokens, dann passt auch die Federrate und Progressivität des Dämpfers daran an. Vermutlich werdet ihr mit mehr Selbstvertrauen an der Front auch kraftvoller fahren - deshalb solltet ihr euren Dämpfer entsprechend konfigurieren.
7. Highspeed-Druckstufen-Dämpfung
Wenn ihr das Gefühl habt, dass eure Federgabel oder euer Dämpfer noch immer zu leicht durchschlägt, und wenn ihr einen Highend-Dämpfer bzw. eine Federgabel mit dieser Option besitzt, dann könnt ihr dort die Highspeed-Druckstufen-Dämpfung anpassen.
Mehr Highspeed-Druckstufen-Dämpfung reduziert die Menge an Federweg, die die Gabel bei Highspeed-Schlägen nutzt (auch hier geht es wieder um die Einfedergeschwindigkeit des Dämpferkolbens bzw. Standrohres, nicht um die Geschwindigkeit des Bikes).
Ein geringes Maß an Highspeed-Druckstufe verursacht eine degressive Dämpfung. Diese gibt den kompletten Federweg als Reaktion auf große, schnelle Schläge zügig frei, wohingegen ein hohes Level an Highspeed-Druckstufe zu einer progressiven Dämpfung führt - der verfügbare Federweg bei großen, schnellen Schlägen wird also reduziert.
Fahrt den Test-Trail und beginnt komplett ohne hinzugefügte Highspeed-Druckstufen-Dämpfung am Dämpfer. Konzentriert euch darauf, wie sich das Bike bei schnellen Schlägen anfühlt, z. B. bei Landungen nach Sprüngen oder beim Auftreffen auf große Hindernisse, wenn ihr wirklich schnell unterwegs seid.
8. Balance zwischen Vorder- und Hinterrad
Was Federung und Dämpfung angeht, so ist in nahezu allen Fällen eine ausgewogene Fahrwerkseinstellung unerlässlich für eine optimale Performance.
Sucht euch als abschließenden Check einen ebenen Untergrund und rollt auf eurem Bike langsam vorwärts. Pumpt nun aus stehender Fahrposition heraus nach unten und oben - ein paar Mal und so hart ihr könnt. Das Bike sollte sich supportive anfühlen und die Geschwindigkeit beim Ausfedern sollte euch vorn und hinten ausgewogen erscheinen, sowohl an der Front als auch am Heck. Falls sich das Bike unausgeglichen anfühlt, findet heraus, wo das Missverhältnis herkommt und nehmt entsprechende Korrekturen vor.
Eine ausgewogene Einstellung eures Fahrwerks ist super wichtig. Traktion kommt nicht nur von den Reifen und der Oberfläche des Terrains, sondern auch vom Maß der Kraft, mit welcher der Fahrer auf das Vorder- und Hinterrad wirkt. Ein ausbalanciertes Setup ist wichtig für diese Komponente der Traktion.
Weitere Tipps
- Auf dem Trail eine Dämpferpumpe mitnehmen, am besten immer die gleiche verwenden.
- Eine vertraute Strecke mehrfach fahren und Fahrwerk leicht nachjustieren. Zwischendurch immer wieder kontrollieren.
- Die Einstellungen - auch das Grundsetup - notieren.
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