MTB Griffe Rot Test Vergleich: Der ultimative Ratgeber für komfortable und sichere Fahrten

Fahrradgriffe sind eine der wichtigsten Komponenten am Fahrrad, da sie das Fahrgefühl maßgeblich beeinflussen. Außerdem sorgen die richtigen Fahrradgriffe dafür, dass keine Schmerzen an den Händen oder den Handgelenken entstehen. Auf der Suche nach neuen Fahrradgriffen werden Ihnen die Begriffe Ergonomie, Grip und Handling begegnen. Auch das Material sowie die Form der Fahrradgriffe spielen eine wichtige Rolle. Wir haben bislang 25 Fahrradgriffe auf unzähligen Touren getestet.

Die besten Fahrradgriffe im Test

Im Folgenden stellen wir einige der besten Fahrradgriffe aus unserem Test vor:

  • Ergon GS1 Evo: Die Ergon GS1 Evo haben uns von allen Fahrradgriffen im Test am meisten überzeugt. Sowohl für Touren-Mountainbiker als auch für ausgedehnte Radreisen bietet der Ergon GS1 Evo erstaunlich viel Komfort und sicheren Halt. Die Fahrradgriffe sind »Made in Germany«, medizinisch geprüft und beugen verlässlich Schmerzen und Taubheitsgefühlen vor.
  • SQlab 702: Die SQlab 702 sind noch ein Stück komfortabler als unser Testsieger. Wer also Wert auf angenehmes Greifen während langer Trekkingtouren oder Radreisen sucht, wird mit den SQlab 702 bestimmt glücklich werden.
  • Ergon GT1: Die Ergon GT1 heben sich bereits rein optisch aus dem Testfeld hervor. Trotz ihres ungewohnten Äußeren bieten sie erstaunlich guten Komfort, optimale Dämpfung und sind mitunter die bequemsten Fahrradgriffe in unserem Test. Die Oberfläche der Griffe ist selbst bei schweißnassen Händen noch griffig. Sie eignen sich daher hauptsächlich für ausgedehnte Touren oder Radreisen.

Runde oder ergonomische Fahrradgriffe?

Die Frage, ob man lieber klassisch runde oder ergonomische Fahrradgriffe kaufen sollte, kann man mit einem klaren »es kommt darauf an« beantworten. Je nachdem, welche Fahrrad-Disziplin man betreibt oder bevorzugt, macht der eine oder andere Griff mal mehr, mal weniger Sinn. Tourenradler, egal ob mit E-Bike oder klassischem Tourenrad, die eher gemütlich, aber dafür viele Stunden im Sattel sitzen, legen hauptsächlich Wert auf maximalen Komfort. Deshalb greifen sie in aller Regel zu ergonomisch geformten Griffen mit ausgeprägter Auflagefläche.

Manche Hersteller bieten ergonomisch geformte Fahrradgriffe in verschiedenen Größen an. Hier sollte darauf geachtet werden, dass man zu seiner Handgröße die richtigen Griffe wählt, um maximalen Komfort zu gewährleisten. Sportliche Radler wie Mountainbiker oder Bikepacker bevorzugen meist einen runden oder leicht ergonomischen Griff, um bei bestmöglichem Komfort auch die maximale Kontrolle über das Bike zu haben. Auch bei nur kurzen oder gelegentlichen Radtouren muss es nicht unbedingt ein ergonomischer Lock-On-Griff sein, auch weil diese oft teurer sind als einfache Gummigriffe, die nur auf den Lenker geschoben werden.

Als Lock-On-Griffen bezeichnet man übrigens jene Griffe, die nicht nur auf den Lenker geschoben, sondern auch mit bis zu zwei Klemmschellen am Lenker befestigt werden. Gerade bei ergonomischen Griffen ist das sinnvoll, da durch die Handauflageflächen ein Drehmoment erzeugt wird und nur aufgeschobene Griffe unter Umständen verdrehen können. Zudem bedeutet dies ein Plus an Sicherheit, wenn die Fahrradgriffe gegen ein Verdrehen gesichert sind. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Griffe nach den Herstellerangaben montiert werden.

Es sei an dieser Stelle jedoch gesagt, dass ergonomische Fahrradgriffe nur entlastend wirken. Sollte die Hand schon nach wenigen Kilometern taub werden oder zu kribbeln beginnen, kann das nicht nur an den Griffen liegen, sondern auch an einer falschen Sitzposition oder gar an einer komplett falschen Rahmengröße.

Montage der Fahrradgriffe

Bei der Montage der Fahrradgriffe kann so manches schiefgehen. Deshalb sollte man eine gewisse Sorgfalt walten lassen, damit die Griffe nicht ständig am Lenker verrutschen oder den Lenker gar beschädigen. Ergonomische Fahrradgriffe erfordern zudem etwas Geduld beim Einstellen der richtigen Neigung. Bevor die neuen Fahrradgriffe montiert werden, muss der Lenker sauber und fettfrei sein. Einfache Fahrradgriffe aus Gummi lassen sich mit einem Spritzer Isopropanol gut über den Lenker ziehen. Von dem Tipp, Seifenwasser zu verwenden, raten wir ab.

Ein dünner Seifenfilm bleibt bei dieser Methode zwischen Lenker und Fahrradgriff zurück, und spätestens bei Regen kann Wasser dank des Kapillareffekts zwischen Lenker und Griff eindringen, wodurch sich letztlich die Griffe verdrehen können. Bei reinen Fahrradgriffen aus Moosgummi kann es zudem vorkommen, dass diese mit einem meist beiliegenden, doppelseitigen Klebeband am Lenker fixiert werden müssen, um ein Rutschen zu verhindern. Bei Carbonlenkern sollte vorher geprüft werden, ob die Lock-On-Griffe dafür geeignet sind. Zwischen Aluminiumschelle und Lenker muss ein Plastikschutz vorhanden sein. Das ist in der Regel bei allen namhaften Herstellern der Fall.

Bei günstigen No-Name-Griffen sollte das Material hier genau begutachtet werden. Teilweise kann es vorkommen, dass gerade bei günstigen Griffen kein ausreichender Schutz vorhanden ist und die Schellen der Fahrradgriffe scharfe Kanten aufweisen. Einmal am Lenker angezogen, kann der Lenker beziehungsweise die Carbonfaser Schaden nehmen, was im schlimmsten Fall zu einem Lenkerbruch während der Fahrt führen kann.

Detaillierte Testberichte

Hier sind einige detaillierte Testberichte zu den oben genannten Fahrradgriffen:

Ergon GS1 Evo

Die Ergon GS1 Evo haben uns im Test am meisten überzeugt und sind somit unser Testsieger geworden - wenn auch nur knapp. Die Fahrradgriffe bieten herausragenden Komfort sowie Grip und das für nahezu jede Raddisziplin. Im Lieferumfang sind neben den beiden Griffen die beiden Lenkerendkappen sowie eine Anleitung enthalten. Die Montage ist sehr einfach. Die Lock-On-Fahrradgriffe werden über den zunächst gesäuberten Lenker geschoben. Anschließend wird die Schraube mit 3 Newtonmeter angezogen und die Endkappe in den Lenker gesteckt. Angenehm ist hier, dass die Schraube von oben zu erreichen ist.

Die GS1 Evo verfügen über breite Handballenauflagen im Bereich des kleinen Fingers, der Daumenballen wird aber auch noch gut zur Hälfte gestützt. Somit wird die Gewichtskraft über eine breite Auflagefläche verteilt, was den Arm stützen und Schmerzen und Taubheitsgefühle verhindern soll. Damit die GS1 Evo diese Versprechen auch erfüllen können, sollten sie passend zur Handgröße gewählt werden. Während der Testrunden haben uns die GS1 Evo in keiner Weise enttäuscht. Ist die richtige Neigung eingestellt, machen die Fahrradgriffe genau das, was sie sollen, nämlich die Kraft gleichmäßig auf die Auflageflächen verteilen. So hatten wir auch nach mehreren Stunden im Sattel keinerlei Beschwerden im Arm oder in den Händen. Dazu trägt ebenfalls der weiche, medizinische »Long-Life-Gummi-Compound« bei.

Dieser Gummi ist an den Griffrändern etwas weicher, wodurch Druckpunkte vermieden werden, wie im Bereich zwischen den beiden Handballen. Außerdem gefällt uns, dass dieser Gummi schadstoffgeprüft sowie antiallergisch ist und die Fahrradgriffe »Made in Germany« sind. Die Auflagefläche ist weder zu weich noch zu hart. Dadurch werden Stöße ausreichend absorbiert, ohne dabei ein schwammiges Gefühl unter der Hand zu haben. Wird es einmal anstrengend und die Hände feucht, kann man sich auf die Griffe - oder besser gesagt die Griffigkeit - verlassen. Letztlich bieten die Ergon GS1 Evo genau das, was man von ergonomischen Griffen erwartet. Sie beugen verlässlich Schmerzen und Taubheitsgefühle vor, vermitteln aber gleichzeitig ein sicheres Fahrgefühl und Kontrolle über das Bike.

SQlab 702

Die SQlab 702 sind eine der komfortabelsten Fahrradgriffe im Test und für Trekking- oder Citytouren, Radreisen oder E-Bike-Touren geeignet, weniger jedoch für sportliche Fahrer. An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln, und auch ein unangenehmer Gummigeruch fällt hier nicht auf. Die Fahrradgriffe sind an den Seiten geschlossen und benötigen keine Endkappe. Auch hier ist die Montage recht einfach. Die SQlab 702 verfügt über eine sehr ausgeprägte Auflagefläche über den gesamten Ballenbereich des kleinen Fingers, der Daumenballen wird weniger gestützt. Die Auflagefläche ist anatomisch ideal auf die Form der Hände abgestimmt, vorausgesetzt man hat die richtige Größe gewählt. Zur Auswahl stehen die Größen S bis L, wobei wir die Griffe in der Größe L getestet haben.

Die gesamte Auflagefläche ist weicher als der restliche Griff, wodurch Erschütterungen gedämpft werden und der Druck besser aufgenommen wird. Das alles sorgt für enormen Komfort. So hatten wir auch auf langen Touren keinerlei Probleme mit Schmerzen oder tauben Händen. Hier merkt man, dass SQlab alles unternommen hat, um die Nerven in Arm und Hand zu entlasten. Mit Handschuhen ist der Grip auf den Griffen sehr gut. Bei schwitzigen Händen sind die Fahrradgriffe jedoch leicht rutschig und man hat das Gefühl, dass die Hand über die Seiten hinweg rutscht. Die stark ergonomische Form bringt jedoch auch kleine Nachteile mit sich. So ist der Griff speziell für lange Trekkingtouren geeignet und weniger für Mountainbike-Touren. Hier ist unser Testsieger etwas flexibler im Einsatzbereich. Auch das Gewicht ist mit 255 Gramm in Größe L sehr hoch. Letzteres ist vor allem für die Gramm-Jäger unter den Bikern störend.

Am Ende bekommt man mit den SQlab 702 herausragende und komfortable Fahrradgriffe für Trekking-Touren oder für mehrtägige Radreisen. Wer also viel Wert auf Komfort legt, wird mit dem SQlab 702 definitiv glücklich werden. Nur die erwähnten Kleinigkeiten wie die etwas rutschige Oberfläche in Verbindung mit feuchten Händen oder das hohe Gewicht kosten ihnen am Ende knapp den Testsieg.

Ergon GT1

Die Ergon GT1 sind seit 2024 neu auf dem Markt. Sie wirken im ersten Moment etwas untypisch und fühlen sich auch so an. Nach kurzer Eingewöhnung sind sie dann aber erstaunlich komfortabel und vor allem für lange Touren oder für Radreisen geeignet. Neben den beiden Lock-On-Griffen sind im Lieferumfang auch noch die entsprechenden Lenkerendkappen enthalten. Ergon hat die beiden Griffe als links und rechts markiert, um eine Fehlmontage auszuschließen, allerdings ist die Montage sehr einfach und selbsterklärend. Die GT1 werden bis zum Anschlag auf den gesäuberten Lenker gesteckt und die gewünschte Neigung der Auflagefläche wird eingestellt. Anschließend wird die Schraube der außen liegenden Schellen mit einem Drehmoment von vier Newtonmetern angezogen. Auf der Tour sollte final der Auflagewinkel eingestellt werden.

Die GT1 besitzen gleich auf den ersten Blick zwei Besonderheiten: Zum einen ist die Auflagefläche für die Handballen sehr groß, zum anderen besitzen die Griffe in Daumenhöhe eine ca. Typischerweise besitzen ergonomische Griffe eine verbreiterte Auflagefläche für den Handballen unterhalb des kleinen Fingers und des Ringfingers. Das ermöglicht eine maximale Entlastung des Handgelenkes, bietet zugleich aber auch noch maximale Kontrolle über das Bike in anspruchsvollem Gelände, da Mittel- und Zeigefinger die Griffe nahezu ganz umschließen können. Die Ergon GT1 besitzt zusätzlich eine breitere Auflagefläche, sodass die Handballen unterhalb der Daumen vollständig aufliegen. Tatsächlich war es so, dass bei unseren ausgedehnten Testrunden keinerlei Anzeichen von Druckstellen oder Ermüdungserscheinungen im Handgelenk auftraten. Der Nachteil des Designs ist allerdings, dass maximal noch die Zeigefinger die Griffe umschließen und diese in anspruchsvollen Passagen im Vergleich zu klassisch-ergonomischen Griffen nicht die notwendige Kontrolle bieten.

Das zweite Merkmal dieser Fahrradgriffe, die Erhöhung im Daumenbereich, wirkt zunächst ein wenig störend und erfordert etwas Eingewöhnungszeit, da sie die Daumen von den restlichen Fingern der Hände trennt. Mit etwas Zeit stellt man jedoch fest, dass so auch die Daumen eine maximal große Auflagefläche besitzen. Zudem können die Daumen um diese Erhöhung greifen. Gerade bei steileren Anstiegen war das sehr angenehm. Dennoch wären wir an dieser Stelle etwas glücklicher, wenn die Erhöhung näher an den restlichen Fingern läge, die Entfernung des Daumens von den restlichen Fingern ist so schon ziemlich groß. Generell sind mit den Ergon GT1 glücklicherweise diverse Griffpositionen möglich. Letztlich haben uns die Ergon GT1 sehr gut gefallen. Von den hier getesteten Griffen bieten sie den besten Komfort, vor allem während langer Touren oder Reisen.

Weitere getestete Griffe

Neben den oben genannten Griffen haben wir auch folgende Modelle getestet:

  • Ritchey WCS Ergo
  • Revolute Grip-C
  • Ergon GA3
  • RaceFace Chester
  • Ergon GP3
  • Lizard Skins DSP Grip
  • SQlab 711
  • SQlab 710
  • ODI Longneck
  • Aaron Fit
  • Hasagei Fahrradgriffe

Worauf Sie beim Kauf von MTB-Griffen achten sollten

Beim Kauf von MTB-Griffen sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Ergonomie: Die Griffe sollten gut in der Hand liegen und eine natürliche Handhaltung unterstützen.
  • Grip: Die Griffe sollten auch bei Nässe oder schwitzigen Händen einen guten Halt bieten.
  • Dämpfung: Die Griffe sollten Vibrationen und Stöße gut absorbieren, um die Handgelenke zu schonen.
  • Material: Das Material sollte robust und langlebig sein.
  • Montage: Die Griffe sollten einfach zu montieren sein.

Die Anatomie der Hand und ihre Bedeutung für die Griffwahl

Finger kribbeln, die Handfläche brennt: Schmerzen beim Radfahren bringen keine Lust, sondern Frust. Helfen auch eine kurze Pause und das Ausschütteln der Hände nicht, so wird die Wochenend- oder Urlaubstour dann schnell zur Tortur. Über Probleme in den Händen, Armen und dem Schulterbereich klagen fast 80 Prozent aller Radfahrer! Das liegt zum Teil daran, dass je nach Sitzposition bis zu 25 Prozent des Fahrergewichts am Lenker abgestützt wird. Passen Vorbau und Lenker in Höhe, Form und Winkel sowie der Griff nicht perfekt zum Radler, werden die Extremitäten über Gebühr belastet oder es schleichen sich Fehlstellungen ein. Arme und Hände leiten einen Teil des Körpergewichts über den Griff in das Rad ab. Und auch für die Übermittlung aller Lenk-, Brems- und Schaltimpulse sind sie zuständig.

Passen Lenkerform, -winkel und Griff dann nicht perfekt zu den ergonomischen Gegebenheiten oder persönlichen Vorlieben, können Fehlstellungen und Druckspitzen zu Überlastungen und Problemen führen. Der Ulnar-Nerv verläuft an der Außenseite der Hand und versorgt den Ring- und kleinen Finger. Ein Nadelöhr ist der Karpaltunnel im Handgelenk. Durch ihn verlaufen Nerven und Blutgefäße, die für den Daumen, Zeige- und Mittelfinger zuständig sind. Am Ende sollte der Übergang von Unterarm zur Hand von oben und der Seite betrachtet immer einen möglichst gerade Linie bilden. Unterstützt werden kann die Hand etwa durch Flossengriffe. Sie leiten durch eine große Auflagefläche den Druck besser ab. So wird gewährleistet, dass das Handgelenk bestmöglich ausgerichtet und der Karpaltunnel nur gering belastet wird.

Lenkerhörnchen (Barends) für zusätzliche Greifpositionen

Auf langen Touren bietet es sich zudem an, die Handstellung regelmäßig zu wechseln. Hier schlägt die Stunde der Lenkerhörnchen, auch Barends genannt. Wer neben einem guten Griff durch zusätzlich vorhandene Hörner mehrere Greifpositionen am Lenker besitzt, kann während einer Tour schnell und einfach umgreifen. Spezielle Bereiche in der Hand und im Handgelenk werden so entlastet, weil sich die Belastung und Druckverteilung verändert. Und während die Hand bei ergonomischen Flossengriffen nur locker aufliegt, müssen Lenkerhörner bewusst kräftig gehalten werden.

Früher waren Multipositionslenker „state of the art“. Allerdings schränkten die gebogenen Enden die Griffbreite ein, erschwerten die Montage von Schalt- und Bremshebeln und machten die Nutzung von normalen Griffen komplett unmöglich. Ein klassischer Lenker ist daher die beste Wahl, weil sich dort jeglicher Griff, Schaltgriff und Barends beliebig montieren lassen. In den vergangenen Jahren wuchs die Lenkerbreite in vielen Radbereichen immer weiter an, wodurch Lenkerhörnchen mittlerweile fast vollständig verschwanden.

Heutzutage finden sich Barends in drei unterschiedlichen Ausführungen:

  • In den Griff integrierte Hörner sind optisch besonders formschön, passen ergonomisch perfekt zum jeweiligen Griff und reduzieren die Anzahl der Klemmflächen auf dem Lenker.
  • Außen am Lenkerende montierte Hörner sind schon ewig auf dem Markt, sind oft eher günstig und in einer Vielzahl an Variationen erhältlich. Auch der Montageaufwand ist überschaubar, weil Schalt-, Bremshebel und Griffe nur verschoben, aber nicht demontiert werden müssen.
  • Die modernste Interpretation sind zur Lenkermitte hin montierte Hörner, die Innerbarends. Ihr Vorteil ist bei modernen, breiten Lenkern am größten. Weil die Arme und Ellbogen nach innen vor den Körper wandern, ergibt sich von vorne betrachtet eine kleinere Stirn- und damit Windangriffsfläche. Diese aerodynamische Haltung spart Kraft auf langen Geraden oder bei viel Gegenwind.

Im Detail gibt es hier große Unterschiede, gerade im Bezug auf die Sicherheit. Je größer, desto besser lassen sie sich greifen, sind dann auch bei kleinen Schlaglöchern oder Windstößen noch gut kontrollierbar.

Flossengriffe für eine größere Auflagefläche

Flossengriffe bieten der Hand eine große Auflagefläche. Das verteilt den Druck und entlastet so die Blutgefäße und Nerven. Auch das Handgelenk kann sinnvoll gegen ein zu starkes Abknicken nach unten abgestützt werden. Dadurch wird die Haltearbeit von Hand und Arm verringert, Kraft gespart und der Komfort gesteigert. Dazu sind hochwertige und durchdachte Flossengriffen immer als Schraubvariante ausgelegt, weil sich die Flosse nachträglich nicht verdrehen kann.

Bei der Größe wählen Sportler eher kompakte Varianten. Sie schätzen dabei, dass die Hand besser um den Griff rotieren kann. Das unterstützt eine aktive Fahrweise, wie sie vor allem im Gelände gefragt ist. Touren- und Alltagsfahrer profitieren von einer großen Fläche deutlich mehr, weil die Kraft besser in die Fläche abgeleitet wird. Einige Hersteller bieten zudem verschiedene Größen an. Ob Kind, Jugendliche, Frauen oder Männer: Die Größe eines Griffes richtet sich vor allem nach der Handgröße, aber auch nach den individuellen Vorlieben.

Verschiedene Varianten zielen auf unterschiedliche Schalthebel-Konfigurationen an Rädern ab: Klassische Daumenschalthebel benötigen zwei lange Versionen. Besitzt das Rad eine Getriebeschaltung, so findet sich meist ein Dreh-Schaltgriff, der auf der rechten Seite eine kurze Seite benötigt. Extrem selten sind Grip-Shift-Schaltungen.

Materialien: Gummi und Kork

Bei den Materialien dominieren Gummi und Kork. Gummi bietet meist Vorteile bei Dämpfung und Griffigkeit, Kork indessen greift sich als Naturmaterial angenehmer und zeigt sich oft auch haltbarer. Kleine Gummi- oder Gelpolster an spezifischen Stellen sorgen für strukturelle Dämpfungsbereiche.

Testkriterien

Um Vor- und Nachteile der Testprobanden bestmöglich herauszufahren, werden alle Griffe und Hörner von kleinen wie großen Händen, Frauen wie Männern gefahren und bewertet. Dabei wird darauf geachtet, dass alle Produkte im Alltag, Sport und auf Reise sowie mit und ohne Handschuhe eingesetzt werden. Im Detail achten wir beim Greifkomfort dann auf die Unterstützung der Hand, die Stützbreite, den Durchmesser, die Haptik der eingesetzten Materialien, störende Kanten sowie die Art und Struktur der Oberfläche. Bei der Dämpfungscharakteristik spielen Positionierung, Komfort und Ermüdungserscheinung eine Rolle. Bei den Hörnern zählen die Integration und Einstellbarkeit zum Griff, auftretende Kanten, die gesamte Länge, der Durchmesser samt Greifmöglichkeiten. Am Ende werden die Ergebnisse gesammelt, zusammengefasst und diskutiert.

MTB-Griffe im Vergleich

Hier ist eine Tabelle, die einige der getesteten MTB-Griffe vergleicht:

Griff Einsatzbereich Material Besonderheiten
Ergon GS1 Evo Touring, Radreisen Long-Life-Gummi-Compound Ergonomisch, Made in Germany
SQlab 702 Trekking, City, E-Bike Gummi Sehr komfortabel, große Auflagefläche
Ergon GT1 Touring, Radreisen Gummi Ungewöhnliches Design, sehr komfortabel
Ergon GA3 All-Mountain Gummi Flügelform, guter Grip
RaceFace Chester Alle MTB-Disziplinen Gummi Konisch, leicht ergonomisch
ESI Chunky XC Silikon Gute Dämpfung, anpassungsfähig

Diese Tabelle bietet einen schnellen Überblick über einige der getesteten MTB-Griffe und ihre jeweiligen Eigenschaften. Je nach Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben können Sie so leichter den passenden Griff für Ihr Fahrrad finden.

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