MTB Kettenöl Test Vergleich: Welches ist das beste Bio-Kettenöl?

Das BIKE Magazin hat in seiner aktuellen Ausgabe 15 Kettenöle unter die Lupe genommen, wobei nur Produkte ausgewählt wurden, die als ökologisch oder biologisch abbaubar beschrieben werden. Dabei wurde untersucht, welche Bio-Kettenöle Top-Leistung und Nachhaltigkeit versprechen und was sie wirklich können. Der Test liefert klare Antworten, spannende Einblicke und einen überraschenden Testsieger.

Testsieger: antidot. Kettenöl

In diesem Fahrrad-Kettenöl Test ist das antidot. Kettenöl als Testsieger hervorgegangen. Mit insgesamt 51 Punkten erhielt das antidot. Kettenöl das BIKE-Urteil „sehr gut“.

Umweltfreundlichkeit nimmt seit Beginn der Geschichte von antidot. einen wichtigen Platz ein. Von den Wirkstoffen über die Verpackung bis hin zu unserer Lieferkette ist es unser Anliegen, Produkte anzubieten, die gut fürs Fahrrad und die Natur sind. Die Ergebnisse im Test von Kettenöl fürs Fahrrad zeigen, dass Nachhaltigkeit und maximale Performance Hand in Hand gehen können.

Was macht antidot. Kettenöl besonders?

Besonders überzeugen konnte das antidot. Kettenöl in den Bereichen Umweltverträglichkeit, Schmierfähigkeit, Korrosionsschutz und Handhabung. Es besteht aus 100 % biologisch abbaubaren Wirkstoffen und lässt sich hervorragend auf die Kette schmieren. Zudem schützt es die Fahrradkette effektiv vor Korrosion.

Das antidot. Kettenöl setzt nachweislich 100 % biologisch abbaubare Inhaltsstoffe ein. Es ist nach OECD geprüft, über 70 % der Inhaltsstoffe bauen sich nach 28 Tagen ab. In den folgenden Tagen bauen sich auch die übrigen Stoffe vollständig ab. Wir verzichten zudem komplett auf Farbstoffe, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Festschmierstoffanteile.

Wie nachhaltig ist das antidot. Kettenöl?

Unser Kettenöl besteht aus Inhaltsstoffen, die nachweislich zu 100 % abbaubar sind. Über 70 % der Inhaltsstoffe bauen sich bereits nach 28 Tagen ab. Einige Tage danach werden die restlichen Stoffe vollständig abgebaut. Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe sind nicht enthalten. Dadurch kannst Du das Schmiermittel auch dann bedenkenlos nutzen, wenn Du Dein Bike draußen auf der Wiese pflegst. Die Flasche besteht aus recyceltem und recycelbarem Polyethylen.

Warum Bio-Kettenöle?

Viele Unternehmen nutzen die Bezeichnung „Bio“, um Greenwashing zu betreiben. Für den guten Ruf werden Produkte und Marken als nachhaltig ausgegeben, was die Absatzzahlen erhöht und das Image verbessert.

Die Bedeutung der biologischen Abbaubarkeit

Die Grundvoraussetzung, die ein Bio-Schmiermittel erfüllen sollte, ist eine biologisch leichte Abbaubarkeit. Ein Schmierstoff ist für die Umwelt weniger schädlich, wenn er sich bei Kontamination des Erdreichs in kurzer Zeit biologisch abbaut. Dabei wandelt er sich - durch Oxidation mit Sauerstoff und mit Hilfe von Wasser und Bakterien - zu Wasser, CO2 und Biomasse um. Gemäß der Prüfnorm OECD 301 (A-F) muss sich der Schmierstoff innerhalb von 28 Tagen zu mindestens 60 % abbauen, um als leicht biologisch abbaubar zu gelten. Nicht alle Produkte im Fahrrad-Kettenfett Test erfüllen diese Voraussetzungen - das antidot. Kettenöl schon!

Testkriterien des BIKE Magazins

Um das beste Fahrrad-Kettenöl zu finden, wurden im Test fünf Bewertungskriterien aufgestellt: Umweltverträglichkeit, Schmierfähigkeit, Kriechfähigkeit, Korrosionsschutz und Handhabung. Für jedes Kriterium werden maximal 10 Punkte vergeben. Zudem sind die Bewertungskriterien unterschiedlich gewichtet.

Um beim Kriterium „Umweltverträglichkeit“ gut zu punkten, sollte das Schmiermittel für die Fahrradkette im Test nach OECD 301 biologisch leicht abbaubar sein. Mineralöle und synthetische Öle fossilen Ursprungs erfüllen diese Voraussetzung nicht. Darüber hinaus sollte das Kettenschmiermittel im Test keine Farb- und Duftstoffe enthalten - oder andere Inhaltsstoffe, welche die Umwelt belasten. Zudem spielen auch Verpackung und Label im Fahrrad-Schmiermittel Test eine Rolle.

Weitere Testkriterien

  • Schmierfähigkeit: Die wichtigste Aufgabe von Kettenöl besteht darin, die Reibung innerhalb der Kette zu verringern. Um diese zu bemessen, lässt sich der sogenannte Reibwert ermitteln. Ein guter Reibwert liegt bei weniger als 0,1.
  • Kriechfähigkeit: Die Kriechfähigkeit gibt an, wie gut ein Kettenöl von A nach B „kriecht“. Dies ist vor allem für Stellen wichtig, auf denen eine punktuelle Anwendung nicht möglich ist, da sie sich nicht erreichen lassen.
  • Korrosionsschutz: Damit Deine Fahrradkette möglichst lange gut und sicher läuft, sollte das beste Kettenöl fürs Fahrrad auch vor Korrosion schützen. Das verlängert die Lebenszeit der Bike-Kette.
  • Handhabung: Das beste Öl für die Fahrradkette sollte leicht anzuwenden sein.

Testergebnisse im Überblick

Im Vergleich der 15 Produkte konnte sich das antidot. besonders in den Bereichen Umweltverträglichkeit, Schmierfähigkeit, Korrosionsschutz und Handhabung hervorheben.

Das BIKE Magazin hat im Test 15 Kettenöle untersucht, darunter:

  • F100 Bio Kettenöl von Dr. Wack
  • Bio Kettenöl von Atlantic
  • Bio Allround Lube von Dynamic
  • Bio MTB Oil von Hanseline

Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse von vier ausgewählten Bio-Kettenölen:

Kettenöl Durchschnittlicher Reibungskoeffizient Verschleißtiefe Gesamt (µm) Testurteil
antidot Kettenöl 0,080 2,45 Testsieger mit Top-Werten bei Reibung und minimalem Verschleiß. Sehr konstante Reibungskurve ohne Peaks.
Atlantic Bio-Kettenöl 0,085 15,56 Guter Reibwert, Verschleißschutz im hinteren Mittelfeld.
Dr. Wack F100 Bio 0,088 6,36 Solider Reibwert, guter Verschleißschutz.
Hanseline Bio-MTB Öl graphitiert 0,092 16,93 Höchster Reibwert und größte Verschleißtiefe.

Die richtige Anwendung von Kettenöl

Eine sorgfältige und regelmäßige Fahrrad-Pflege ist unverzichtbar, wenn Du die Performance und Lebensdauer von Deinem Bike maximieren willst. Neben der Reinigung gehört dazu selbstverständlich auch die Schmierung.

Für eine optimale Kettenpflege ist es wichtig, dass sich der Schmierstoff gut auftragen und verteilen lässt. Für den Fahrrad-Kettenöl Test hat BIKE daher alle Öle an einer speziellen Prüfmaschine getestet. Hierbei wurde geprüft, wie stabil der Schmierfilm unter Druck über 60 Minuten bleibt.

Schritte zur richtigen Kettenpflege

  1. Reinigung: Vor dem erneuten Einölen sollte die Fahrradkette gereinigt werden. Dazu kann ein normaler Lappen genutzt werden, mit diesem wird die Fahrradkette abgeputzt.
  2. Auftragen: Das neue Kettenfett kann entweder ebenfalls mit einem Lappen oder mit einer Sprühflasche aufgetragen werden. Es wird dabei oftmals wesentlich weniger Fett benötigt, als man denkt.
  3. Achten: Es ist darauf zu achten, dass beim Einölen der Fahrradkette kein Schmiermittel (Fahrradöl) auf die Felgen oder Bremsbeläge gelangt. Scheibenbremsen sind unter Umständen mit einem Tuch abzudecken.

PFAS in Kettenölen

PFAS − per- und poly­fluorierte Alkyl­substanzen − bauen sich in der Umwelt extrem lang­sam ab und können sich auch im Körper von Menschen und Tieren anreichern. Für einige PFAS sind Gesund­heits­risiken nachgewiesen. Achten Sie beim Kauf auf die Inhalts­stoffe und vermeiden Sie Produkte mit „Fluoro­polymer“, „Fluorinated compound“ und „Teflon“.

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