Kein Bock auf einen riesigen Rucksack, eine herumbaumelnde Hip Bag oder klappernde Pumpen am Bike? Trotzdem wollt ihr bei einem Trail-Ride nicht auf die Essentials verzichten? Dann solltet ihr euch den EVOC HYDRO PRO 1.5 genauer anschauen. Der kleine, leichte Rucksack bietet Platz für das Nötigste und sitzt unauffällig zwischen den Schulterblättern.
Verstaumöglichkeiten für Essentials auf dem Trail
Möglichkeiten, eure Essentials auf einem Trail-Ride mitzunehmen, gibt es viele: Staufächer am Bike, Hosentaschen, Straps, Hip-Bags oder Rucksäcke. Alles hat seine Vor- und Nachteile, und je nach Länge eures Ausflugs kommen unterschiedliche Verstaumöglichkeiten infrage. Wer allerdings - vor allem an heißen Sommertagen oder in der Übergangszeit - nicht auf zusätzliche Flüssigkeit oder eine kleine Jacke verzichten möchte, kommt um eine Hip Bag oder einen Rucksack kaum herum.
Der EVOC HYDRO PRO 1.5 im Detail
Doch diese sitzen oft unkontrolliert auf dem Rücken und nerven beim Fahren, besonders wenn es auf dem Trail richtig zur Sache geht. Hier will der EVOC HYDRO PRO die Szene aufmischen: Ja, es ist ein kleiner Rucksack, aber dank seiner Größe und Passform sitzt er direkt zwischen den Schulterblättern und eng am Oberkörper. Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet er - je nach Version - ausreichend Platz für die wichtigsten Dinge. In den vergangenen 10 Monaten hat es kaum einen Ride gegeben, bei dem uns der kleine Rucksack nicht begleitet hat. Der EVOC HYDRO PRO 1.5 besitzt das geringste Volumen der HYDRO PRO-Serie, hat sich für unsere Bedürfnisse aber dennoch als perfekte Wahl herausgestellt.
Durch zwei Reißverschlüsse, die durch einen Strap miteinander verbunden sind und sich dadurch auch mit Handschuhen leicht öffnen lassen, erhaltet ihr Zugriff auf das Fach am Rücken. Hier gibt es eine separate Unterteilung, in der ihr die mitgelieferte 1,5-Liter-Trinkblase unterbringen und mit einem kleinen Klett-Strap fixieren könnt. Leider verfügt das restliche Rückenfach über keine weiteren Unterteilungen. Obwohl ausreichend Platz für Pumpe, Ersatzschlauch und Windbreaker-Jacke vorhanden ist, liegen diese Gegenstände lose im Fach - schade. Praktischer wäre es, wenn man beispielsweise eine Pumpe mit einem Gummi-Strap an Ort und Stelle fixieren könnte, damit beim Herausziehen der Jacke nichts herausfällt.
Die breiten Schultergurte des EVOC HYDRO PRO 1.5 besitzen zusätzliche Schlaufen, um den Trinkschlauch zu befestigen und zur Brust zu führen. Dort wird er bei Nichtgebrauch durch einen kleinen Magneten an Ort und Stelle gehalten. Fixiert ist der Magnet im magnetischen Verschluss des oberen Brustgurts. Dieser Verschluss benötigt etwas Eingewöhnungszeit, bis ihr herausgefunden habt, wie ihr ihn am geschicktesten öffnet. Beim Schließen findet er dafür fast wie von selbst seine Position und bleibt zuverlässig verschlossen.
Der untere Brustgurt setzt auf eine herkömmliche, gewohnt hochwertige Steckschnalle. Beide Brustgurte lassen sich in der Länge verstellen, sodass die Schultergurte sicher an ihrem Platz bleiben. Mit zwei zusätzlichen Straps, die entlang des Rippenbogens verlaufen, könnt ihr den Abstand zwischen Rückenteil und Schultergurten anpassen. Sie werden durch ein breites Gummiband unterstützt, das für einen sicheren Sitz sorgt.
Ihr wollt Snacks, Handschuhe oder Buff verstauen? Hier eignen sich die Netztaschen an beiden Schultergurten, die an der Öffnung mit einem Gummizug verschlossen werden. Wertgegenstände wie Schlüssel oder Kreditkarte - für das After-Ride-Bier - finden ihren Platz in der Brusttasche des linken Schultergurts, die sich mit einem Reißverschluss sicher verschließen lässt.
Mit den vier verstellbaren Straps lässt sich der EVOC HYDRO PRO 1.5 gut an die Körperproportionen anpassen, auch wenn die Schultergurte selbst nicht in der Größe verstellbar sind. Vor allem die breiten Gurte und das Gummiband, das entlang des Rippenbogens verläuft, sorgen für einen festen, aber dennoch angenehmen Sitz. Allerdings könnt ihr den HYDRO PRO - je nach euren Körperproportionen - nicht einfach wie einen klassischen Rucksack über die Schultern werfen. Stattdessen müsst ihr ihn eher wie ein Jackett oder einen Pullover anziehen. Der hohe Sitz zwischen den Schulterblättern und auf dem Brustkorb mag anfangs etwas ungewohnt sein, erweist sich aber schnell als sehr bequem und sorgt für einen super sicheren Halt.
Selbst mit einem separat getragenen Rückenprotektor sitzt der kleine Rucksack formschön. Auch bei voller Beladung und auf richtig rauen Trails verrutscht nichts, und der HYDRO PRO gerät schnell in Vergessenheit. In steilen Passagen, bei denen ihr weit nach oben schauen müsst, bleibt der HYDRO PRO ebenso unauffällig: Selbst mit einem Fullface-Helm stößt man nicht mit dem Helm am Rucksack an - ein Problem, das bei vielen anderen Rucksack-Modellen auftritt.
Dank des dünnen und leichten Materials hält sich die Wärmeentwicklung unter dem EVOC HYDRO PRO in Grenzen, und die Belüftung des Oberkörpers ist angenehmer als bei herkömmlichen Rucksäcken oder Hip-Bags. Da euer Trikot im Bauchbereich frei im Wind wehen kann, bleibt gute Kühlung gewährleistet.
Wie von EVOC gewohnt, sind alle Reißverschlüsse, Schnallen und Nähte hochwertig verarbeitet und so gestaltet, dass sie auch mit Handschuhen problemlos bedient werden können. Abgesehen von den fehlenden Befestigungsmöglichkeiten am Rückenteil findet sich für alle Essentials ein geeigneter Platz. Im Rückenfach hatten wir in der Regel eine Handpumpe, einen Schlauch, zwei Reifenheber, eine Übergangsjacke und die 1,5-Liter-Trinkblase untergebracht. In den vorderen Taschen bleibt dann noch ausreichend Platz für Snacks, ein kleines Multitool, Haustürschlüssel und etwas Geld. Zusätzlich verstauten wir im Uphill meist unsere Handschuhe in einer der Netztaschen und konnten so mit gutem Gewissen auch einen Trail hinunterfahren, ohne Angst zu haben, sie zu verlieren.
An heißen Sommertagen war das zusätzliche Wasser in der Trinkblase - ergänzend zur montierten Trinkflasche am Bike - äußerst nützlich, um auch längere oder unbekannte Touren zu meistern. Im Winter hingegen griffen wir häufig zur Trinkblase, da das Wasser am Rücken länger angenehme Temperaturen hatte.
Der EVOC HYDRO PRO 1.5 ist in drei schlichten, aber ansprechend gestalteten Farben erhältlich. Alle Modelle verfügen über einen reflektierenden Look, der jedoch im Tageslicht kaum auffällt - cool!
Mit einem Preis von 120 € ist der 233 Gramm leichte Rucksack zwar kein Schnäppchen, jedoch ist die 1,5-Liter-Trinkblase im Preis bereits enthalten, was ihn im Vergleich zu den meisten Hip-Bags von EVOC konkurrenzfähig macht. Wer den EVOC HYDRO PRO 1.5 als zu klein empfindet, kann sich für den HYDRO PRO 3 oder 6 entscheiden, die für einen Aufpreis von 15 € bzw. 30 € erhältlich sind.
USWE Race 2.0 Trinkrucksack
Wer beim Cape Epic in Südafrika zuletzt genau hingeschaut hat, konnte nicht nur die Stars im Staub sehen, sondern auch die erste Charge des neuen USWE Race 2.0 Trinkrucksacks, der an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgegeben wurde. USWE entwirft zwar schon länger Trinkrucksäcke fürs Mountainbiken, die meisten sind groß und vor allem für Downhill und Freeride ausgelegt. Mit dem Outlander Pro hat USWE allerdings auch einen sehr leichten und minimalistischen Bike-Rucksack für XC, Gravel und Race im Programm. Und mit dem Race 2.0 zünden die Schweden jetzt die nächste Stufe.
Der neue USWE Trinkrucksack soll kühl halten und atmungsaktiv sein sowie noch etwas leichter als der Outlander. Das Wichtigste aber: Wie alle USWE-Rucksäcke bietet der Race 2.0 mit dem patentierten 4-Punkt-Haltesystem “No Dancing Monkey” (NDM) den gleichen super Halt auf dem Rücken: Soll heißen: Egal, was auf dem Trail passiert, der Rucksack hüpft nicht mehr wie ein wildes Äffchen.
Außerdem verspricht USWE, dass die Packs mit einem verbesserten Mundstück für die 2-Liter-Trinkblase und einem magnetischen Clip für das Trinkschlauchsystem kommen sowie einer isolierten Hülle, um Flüssigkeit bei hohen Temperatur kühl zu halten. Fein für die Umwelt: Das Hauptmaterial des USWE Race 2.0 besteht aus Nylon, das aus recyceltem Meeresplastik gewonnen wurde - die Packs tragen also ein wenig dazu bei, die Umwelt sauber zuhalten.
Details des USWE Race 2.0
- Gewicht: Der USWE Race 2.0 Fahrradrucksack wiegt ohne Trinksystem und Hülle 230 Gramm, der Outlander Pro 2 etwas mehr - 260 Gramm, ebenfalls ohne Trinkblase.
- Aerodynamik: Der Trinkrucksack macht schneller - nicht nur, weil man besser mit Wasser versorgt ist, sondern Design und Form haben einen positiven Einfluss auf deine Aerodynamik.
- Kühlen oder kühl halten: Die isolierte Hülle (25 g) für die Trinkblase ist so konzipiert, dass sie Getränke während der Fahrt kühl hält. Da die Rückenplatte des Race-Trinkrucksacks nur aus einem Mesh besteht, könnte man sogar eine mit Eis gefüllte Blase mitnehmen, um sich bei heißen Fahrten abzukühlen.
- Atmungsaktiv: Die festen Halteriemen des No-Dancing-Monkey-Systems und die rückenfreundlichen Rückenseite aus 3D-Netzgewebeund sollen sehr atmungsaktiv sein - eine Silikonbeschichtung sorgt für noch besseren Halt.
- Nylon aus Meeresplastik: Das Hauptmaterial des USWE Race 2.0 Fahrradrucksacks besteht aus Nylon, das aus recyceltem Meeresplastik gewonnen wurde, z. B. aus Fischernetzen.
Weitere Daten:
- Brustumfang: 84 - 110 cm
- Abmessung: 32 cm x 16 cm x 9 cm
- Volumen: 2 Liter
- Gewicht: 420 g (inkl. Trinkblase, Schlauch und Isoliertasche, selbst gewogen)
- Trinksystem: Elite Hydration Trinkblase mit Plug-n-Play Kupplung; 2 Liter Inhalt
- Preis: 119 Euro (UVP)
Fazit zum USWE Race 2.0
Wer nicht viel mitnehmen will oder muss und schnell/racig unterwegs ist, bekommt mit dem USWE Race 2.0 Trinkrucksack einen perfekten kleinen Begleiter, der eine große 2-Liter-Trinkblase fasst. Das NDM-Gurtsystem hält den Trinkrucksack sehr stabil in Position auf dem Rücken. Das Mesh-Material in den Gurten und dem Rückenteil sorgt für Kühlung. Der Sommer kann kommen!
Trinkblasen im Test: Osprey Hydraulics 2L Reservoir
Beim Wandern, aber auch beim Laufen und Radeln ist es wichtig, immer gut hydriert zu bleiben. Eine Trinkflasche allein reicht häufig nicht für den gesamten Tag - und mit ihr tief im Rucksack vergisst man schnell das Trinken. Trinksysteme gibt es mittlerweile von vielen Herstellern und alle sind sie irgendwie gleich, oder? Wir haben 26 Trinkblasen zwischen rund 15 und 60 Euro getestet, wobei die meisten sich im Preissegment von 30 bis 40 Euro bewegen. Im Test zeigten sich durchaus Unterschiede.
An die Spitze der Trinkblasen setzt sich das Hydraulics 2L Reservoir von Osprey, das vor allem mit seiner benutzerfreundlichen Handhabung gefällt. Mit vielen cleveren Detaillösungen hebt sich die Trinkblase von der Konkurrenz ab, dazu ist sie wertig verarbeitet und gut zu reinigen - die beste Wahl für die meisten Wanderer, Radfahrer und Läufer. Gerade gemessen an der Ausstattung ist der Preis absolut fair, auch wenn das Hydraulics Reservoir eher zu den teureren Trinksystemen im Testfeld gehört.
Das Hydraulics 2L Reservoir erfüllt seine wichtigste Aufgabe - einen unterwegs gut hydriert zu halten - mit großem Erfolg: Durch das Beißventil lässt es sich einfach und komfortabel trinken. Außerdem ist die Trinkblase sehr wertig verarbeitet, durch den leichten Stretch verträgt sie Druck noch besser und die Form mit stabiler Rückenplatte ist ein zusätzliches Plus. Dank vieler praxisorientierter Detaillösungen und einer ausgezeichneten Handhabung selbst bei vollem Rucksack sticht das Hydraulics 2L Reservoir aus der Menge heraus. Dazu bekommt man mögliches Zubehör wie den Schlauchmagnet gleich mit dazu. Lediglich der leichte Plastikgeschmack stört anfangs - vor allem geschmackssensible Menschen.
Weitere Trinkblasen im Vergleich
- Platypus Big Zip Evo Reservoir: Bietet eine gute Ausstattung, bleibt formstabil und vor allem trinkt es sich daraus sehr angenehm.
- Camelbak Fusion 2L Trinksystem: Steht den Top-Trinkblasen in puncto Ausstattung und Handling in kaum etwas nach.
- HydraPak Contour 2L: Wer es gerne sportlich mag, kommt bei der angenehm leichten HydraPak Contour 2L voll auf seine Kosten.
- Alpin Loacker Trinkblase für Sommer + Winter: Für einen kleinen Preis bietet sie eine tolle Ausstattung.
MTB-Rucksack Vergleich
Die besten MTB-Rucksäcke: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.
Vergleichstabelle (Auszug)
| Modell | Preis | Leergewicht | Verfügbare Farben | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Evoc FR Trail Blackline | ca. 171 € | 1.400 g | Schwarz | mit Rückenprotektor, Brustgurt mit Signalpfeife |
| Evoc FR Trail E-Ride 20 | ca. 176 € | 500 g | Gelb | wasserdicht, hoher Tragekomfort |
| Evoc Ride 16 | ca. 94 € | 600 g | Schwarz | mit Rückenprotektor, besonders gutes Belüftungssystem |
| Evoc FR Enduro Blackline | ca. 143 € | 1.400 g | Schwarz | mit Rückenprotektor, separates Fach für Trinkblasen |
| Evoc Stage 18 | ca. 147 € | 900 g | Schwarz | gute Belüftung des Rückens, Signalpfeife |
Die besten Trinkblasen im Überblick
| Bewertung | Marke | Modell | Preis | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Testsieger für Langstrecke | Deuter | Streamer 3.0 l | 48 Euro | Großes Fassungsvermögen |
| Der Beste in Sachen Tempo | Osprey | Hydraulics 2.5 l Reservoir | 52 Euro | Magnet‑Clip, Wide‑Mouth‑Öffnung |
| Bester Klassiker für anspruchsvolles Gelände | Vaude | Aquarius Pro 2.0 l | 44 Euro | Robustes Soft Reservoir |
| Testsieger Leichtgewicht & Kompaktheit | Salomon | Soft Reservoir 1,5 l | 40 Euro | Roll‑Top‑Verschluss, TPU‑Beschichtung |
| Testsieger Nachfüllkomfort | CamelBak | Crux 2L | 43 Euro | Big Bite Ventil, Einhand‑On/Off‑Schalter |
Worauf sollte man beim Kauf einer Trinkblase achten?
Beim Kauf einer Trinkblase entscheidet nicht nur das Volumen, sondern das Gesamtpaket: Achten Sie auf ein Mundstück mit breitem Querschnitt für hohen Durchfluss und einen verlässlichen On-/Off‑Mechanismus, um tropfenfreies Trinken zu garantieren. Die große Öffnung sollte weit genug sein, um auch Reinigungsbürsten oder Eiswürfel einführen zu können. Das Material ist idealerweise TPU-basiert, frei von BPA und PFC, langlebig und geschmacksneutral. Ein magnetischer Clip oder eine Schlauchführung am Trägergurt sorgen dafür, dass das Mundstück immer griffbereit ist, ohne zu flattern. Schließlich spielt das Gewicht eine Rolle: Gerade auf längeren Touren machen 100 Gramm mehr oder wenigerr einen spürbaren Unterschied. Wer diese Faktoren kombiniert, findet genau die richtige Trinkblase für sich und das nächste Abenteuer - welches auch immer das sein wird.
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