Die besten MTB Flatpedalschuhe im Test

Du bist auf der Suche nach neuen Mountainbike Schuhen? Auf der Suche nach den besten Mountainbike-Schuhen verliert der ein oder andere sicher gerne einmal den Überblick. Um herauszufinden, welches Paar Schuhe das Richtige ist, muss zunächst festgelegt werden, ob du dich für Flatpedal- oder Clipless-Pedalschuhe entscheidest.

Unser ausführlicher Ratgeber hilft dir bei der richtigen Auswahl und gibt dir Informationen über die wichtigsten Eigenschaften eines guten Mountainbike-Schuhs. Du findest weitere Empfehlungen zu den besten Mountainbike-Schuhen.

Was müssen diese Schuhe aushalten? Und wie viel kosten sie?

Wir haben die 5 besten MTB Flatpedalschuhe für dich zusammengestellt. Die besten Flat-Pedal-Schuhe für Mountainbikes haften gut auf den Pedalen und lassen dich gleichzeitig einen Fuß herunternehmen, wenn es mal zu wild wird. Die Schuhe sind robust und für rasante Abfahrten gemacht.

Top 5 MTB Flatpedalschuhe im Detail

1. Five Ten Freerider Pro

Der Freerider Pro ist einer der beliebtesten Schuhe am Markt und unser klarer Favorit unter den Flatpedal-Schuhen. Die Freerider Pro sind eine aufgepeppte Version der Standard Freerider mit dickerem Obermaterial und mehr Schutz. Der Pro positioniert sich zwischen dem dünner besohlten Standard-Freerider und dem schwereren Impact DH-Schuh.

Dabei ist er immer noch leicht und bequem genug, um auch mal auf längeren Touren damit zu pedalieren. Die gepunkteten Five Ten Stealth-Gummisohlen bieten maximalen Grip, sodass die Freeride Pros selbst auf den größten Fels- und Wurzelpassagen nicht rutschen oder sich vom Pedal lösen. Die gute Aufpralldämpfung sorgt dafür, dass die Füße auch auf den längsten und härtesten Abfahrten nicht ermüden.

Five Ten hat seinem All-Time-Klassiker Freerider Pro eine Variante mit Boa-Verschluss zur Seite gestellt. Gleichgeblieben sind die hochwertige Verarbeitung und natürlich die Stealth Sohle mit dem typischen Dot-Design, die bisher immer für ihr immenses Level an Grip bekannt war. Ob das auch weiterhin der Fall ist?

Die Passform des Five Ten Freerider Pro erweist sich als recht angenehm, was wir von Five Ten Schuhen generell gewohnt sind. Allerdings fallen die Größen tendenziell etwas klein aus. Zudem sind die Schuhe nur in 2/3-Abstufungen erhältlich, was die Wahl der passenden Größe etwas erschwert. Aus unserer Erfahrungen raten wir dazu, eher eine Nummer größer zu wählen als die übliche Schuhgröße.

Beim Handling zeigt sich der Five Ten von seiner besten Seite. Der Boa Li2-Verschluss läuft dafür, dass nur ein einzelnes Drehrad verbaut ist, sehr gut und passt den Schuh bis in den vorderen Bereich sauber an die Füße an. In Verbindung mit dem zugfesten Material finden die Füße sehr guten Halt.

Ein markanter Unterschied zu früheren Modellen wie dem Five Ten Freerider High und dem Danny MacAskill ist die erhöhte Steifigkeit der Sohle. Die direkte Kraftübertragung auf das Pedal ist spürbar und macht sich besonders bei längeren Anstiegen oder kraftintensiven Passagen positiv bemerkbar. Auch im Downhill profitiert man vom Plus an Steifigkeit. In Verbindung mit der griffigen Sohle hat man stets das Gefühl, die volle Kontrolle über das Bike zu behalten und jeder Situation sicher auf den Pedalen zu stehen.

Beim Laufen oder Schieben zeigt sich der Five Ten trotz der guten Steifigkeit von der komfortablen Seite. Die Sohle rollt gut ab, der Fersenbereich gibt guten Halt und auch das robuste Material macht die Bewegungen gut mit, ohne zu drücken oder unangenehm abzuknicken. Lediglich das Profil könnte für Klettereien auf Stein oder Wurzeln ausgeprägter sein.

Five Ten Freerider Pro Boa - Infos & Preis:

  • Gewicht: 801 g (Größe 46)
  • Größen: 38 2/3-50 2/3; in 2/3-Größen
  • Ausstattung: Boa-Drehverschluss; Zehenkappe; asymmetrische Schnürung
  • Passform: durchgehend mittelbreite, komfortable Passform; Größenwahl schwierig
  • Preis: 170 Euro

Bewertung & Fazit:

Grip und Standsicherheit sind auf einem Niveau mit dem Specialized 2FO Roost. Wer einen MTB-Schuh mit richtig viel Grip wollte, war bei Five Ten schon immer gut beraten. Hier macht man auch mit dem neuen Freerider nichts verkehrt. Zur griffigen Sohle kommt die solide Konstruktion, die für beste Standsicherheit auf dem Trail und gute Kraftübertragung sorgt. Robustes Material schützt die Zehen, die Knöchel liegen aber frei. Der hochwertige Boa-Verschluss fixiert den Fuß erstaunlich sicher im Schuh und lässt sich „on the fly“ verstellen. Wer lieber schnürt, kann bei sonst gleichen Features 20 Euro sparen.

2. Ride Concepts Hellion Elite

Die Sohlen dieses Schuhs sind ein ernstzunehmender Konkurrent für die führenden Five Ten’s. Diese flachen Schuhe vereinen ein Obermaterial zum Schnüren mit der besten DST 4.0-Sohle von Ride Concepts.

Tatsächlich fühlen sich die Hellion Elites am Fuß und auf dem Rad ähnlich an wie die Freerider Pro, mit einem großartigen Mix aus Unterstützung und Halt sowie genug Flexibilität in der Zwischensohle, um die Pedale und das Rad genau zu spüren. Traktion, Dämpfung und Pedalanbindung sind hervorragend.

3. Specialized 2FO Flat 1.0

Specialized 2FO 1.0 ist einer der komfortabelsten Mountainbike Schuhe auf dem Markt. Das glatte, thermoverklebte Obermaterial der 2FOs ist sehr gut belüftet und superleicht. Wie jedoch bei allen Flat-Pedal-Schuhen ist die Qualität des Obermaterials nur zweitrangig, wenn die Sohle nicht super griffig ist.

Hier punktet der SlipNot 2.0-Gummi von Specialized, welcher beeindruckend griffig ist. Der Innenschuh sorgt für einen festen, stabilen Sitz und verhindert, dass Schmutz und Steine im Knöchelbereich in den Schuh gelangen. Der 2FO Flat 1.0 hat das hochwertige, stützende Fußbett von Specialized und Air-Mesh an der Zunge, das für gute Atmungsaktivität sorgt und auch schnell trocknet, obwohl das Mesh bei nassen Fahrten etwas Wasser durchlässt.

4. Shimano GR5

Shimano GR5 mit dem typischen Skateboard-Look. Die günstigsten flachen Schuhe von Shimano haben ein synthetisches Obermaterial im Skate-Stil, das im Vergleich zu früheren Versionen ordentlich Gewicht einspart. Die Sohle hat ein Wabenmuster in der Pedalzone und griffige Rippen an beiden Enden, um gemütlich darin laufen zu können.

Shimanos eigene Gummimischung ist ordentlich griffig und in eine recht flexible Zwischensohle integriert. Man erhält eine Menge Feedback von den Pedalen, sodass man genau spürt, was mit dem Fahrrad passiert.

5. Five Ten Trailcross XT

Der Five Ten Trailcross XT hat ein leichtes Textilobermaterial, das atmungsaktiv und bequem ist, jedoch nur bedingt Unterstützung bietet. Die Stealth Phantom Gummisohle bietet einen guten Rückstoß sowie Dämpfung. Zudem ist es definitiv einer der griffigsten Gummis, die es auf dem Markt gibt.

Weitere wichtige Aspekte bei der Auswahl von MTB-Schuhen

Ganz gleich, für welchen Schuhtyp du dich entscheidest, wenn der Schuh nicht richtig sitzt, ist er unbequem und bietet nicht die bestmögliche Leistung. Wir empfehlen dir, den Schuh vor dem Kauf anzuprobieren, denn jeder Fuß ist anders und die Hersteller verwenden unterschiedliche Größenangaben für ihre Schuhe. Achte darauf, dass deine Zehen genügend Spielraum haben und deine Ferse einen guten Halt hat, um Komfort und Kraftübertragung zu gewährleisten.

Das Haltesystem

Das Haltesystem ist das, was die Schuhe an den Füßen hält. Schnürsenkel sind die traditionelle Option, aber es gibt auch Alternativen. Mit Schnürsenkeln kannst du das Gefühl und die Passform deines Schuhs sehr gut kontrollieren, aber sie lassen sich nicht spontan anpassen und können durch Schlamm verstopfen (außer sie werden durch eine Schnürsenkellasche geschützt).

Boa-Systeme verwenden einen Ratschenknopf und einen Draht, der durch die Öffnung des Schuhs geführt wird, um einen schnellen, einfachen und präzisen Verschluss sowie eine genaue Einstellung zu ermöglichen. Sie sind bei teureren Schuhen zu finden und in der Regel so konzipiert, um Gewicht zu sparen. Klettverschlüsse und Ratschenschnallen sind gebräuchlicher und ziemlich robust, wiegen aber auch etwas mehr.

Die Sohle

Die Sohle ist entscheidend für die Leistung des Schuhs. XC-Fahrer wollen eine steife Sohle, die die komplette Kraft auf die Pedale überträgt. Eine steife Sohle hilft auch, wenn der Schuh auf einem kleinen Klickpedal steht. Teurere Schuhe profitieren von einer leichten und steifen Carbonsohle, während billigere Schuhe Kunststoff verwenden, der schwerer und flexibler ist.

Trail- und Enduro-Fahrer tendieren zu einem von zwei Wegen: entweder zu einem XC-Schuh mit mehr Schutz und einem aggressiveren Profil oder zu einem Gravity-orientierten Schuh mit einer flexibleren, komfortableren Sohle und einer Konstruktion, die besser mit Klickpedalen mit Plattform funktioniert.

Gewicht und die Steifheit der Sohle sind für Fahrer, die sich an Gravity-Schuhen orientieren, nicht ausschlaggebend, sodass sie eher zu Schuhen greifen, die ein gutes Pedalgefühl und Fußschutz bieten. Auch das Profil ist enorm wichtig.

Einige Schuhe bieten ein leichtes, minimales Profil, das sich gut für Rennen eignet, aber nicht ausreicht, wenn man auf dem Trail laufen oder gehen muss.

Klickpedale vs. Flatpedale

Stefan Frey, BIKE-Testredakteur:

Ganz klar Klickies. Sie haben meist die steifere Sohle und bringen die Kraft besser aufs Pedal, das spart auf langen Touren Körner. Außerdem muss ich nicht ständig nach der optimalen Position auf dem Pedal suchen und kann mich voll auf den Trail konzentrieren. Aktuelle Modelle sind längst keine steifen “Stöckelschuhe” mehr. Griffige Sohlen, angenehme Laufeigenschaften und lässige Optik - Fahrradschuhe mit Klicksystem sind für mich die optimalen Allrounder für lange Touren.

Stefan Herrmann, Fahrtechnikprofi:

Wer es nicht eilig hat, sollte auf Flat-Schuhe setzen. Sie fördern einen aktiven Fahrstil, weil man für die Verbindung mit dem Bike eine Bogenspannung zwischen Fuß, Beinen, Rumpf und Armen erzeugen muss. So agiert man mehr, als sich mit einem defensiven Fahrstil auf die mechanische Verbindung zu verlassen. An kritischen Stellen kann ich zudem schnell den Fuß absetzen, dadurch bin ich mental offensiver. Schiebepassagen lassen sich ohne Cleats an der Sohle auch besser meistern.

Die wichtigsten Eigenschaften von Touren-Fahrradschuhen

Die Optik von Touren-Fahrradschuhen geht immer mehr von Wander-Boots zu Sneakern. Die Kernkompetenzen bleiben aber gleich: gute Kraftübertragung, Schutz vor Felskontakt, Grip und Komfort auf Schiebepassagen. Die wichtigsten Eigenschaften im Detail.

1 - Schutz

Eine TPU-verstärkte Zehenkappe bieten die meisten Schuhe. Wer mehr Schutz möchte, sollte ein Modell mit innen hochgezogenem Knöchelbereich wählen. Strick- oder Neopren-Gamaschen verhindern, dass Schmutz in den Schuh gelangt und Reibung verursacht.

2 - Mesh-Einsätze oder Laser-Cuts

Mesh-Einsätze oder Laser-Cuts verbessern die Belüftung an heißen Tagen und verhindern, dass man im eigenen Saft steht. Wer mehr Schutz vor Schlamm und Spritzwasser sucht, sollte auf nahtloses und geschlossenes Obermaterial setzen.

3 - Schnürung von MTB-Schuhen

Erstaunlich viele Hersteller gehen wieder zurück zur klassischen Schnürung. Vorteil: So lässt sich der Bike-Schuh über den kompletten Spann perfekt an den Fuß anpassen. Das gelingt mit den praktischeren Drehverschlüssen nicht immer. Zudem sind Boa und Co schmutz- und defektanfällig und unterwegs kaum zu reparieren. Dafür lassen sie sich auch während der Fahrt feinjustieren. Hochwertige Schnürsenkel sind ein Muss, an den Testschuhen fransen sie teils schon bei Kontakt mit den Klettverschlüssen aus. Tipp: Fädelt man die Schnürsenkel von außen nach innen, verbessert das den Halt erheblich.

4 - Laufsohle

Je steifer die Sohle, desto besser kommt die Kraft aufs Pedal. Umso schlechter rollt der MTB-Schuh in der Regel aber auch ab. Beim Schieben schlüpft dann schon mal die Ferse halb aus dem Schuh. Ein aufgebogener oder weicherer Zehenbereich verhindert Schlupf. Richtig grobes Profil, das auch auf felsigem Grund Halt gibt, bieten nur noch wenige Modelle. Für Alpen-Touren sollte man aber unbedingt ein Modell mit griffigem Gummi und ausreichend Profil wählen.

5 - Montagebereich

Laut Ergonomieexperten sollten die Cleats etwa unter den Zehen-Grundgelenken montiert sein. Je weiter vorne, desto besser ist die Kraftübertragung aufs Pedal. Wer eher bergab unterwegs ist, platziert die Cleats weiter hinten für einen stabileren Stand. Das entlastet auch die Muskulatur in der Abfahrt. Ein möglichst langer und abgeflachter Cleat-Kanal erleichtert den Einstieg ins Pedal und verbessert die Selbstreinigung bei schlammigen Bedingungen.

6 - Die Einlegesohle

Die Einlegesohle ist maßgeblich für den Tragekomfort verantwortlich. Hier sparen viele Hersteller. Gute Sohlen gibt es bei Fox, Scott oder Specialized. Wer mehr Komfort und Effizienz will, greift zu Spezialsohlen wie Currex, Solestar oder SQlab.

Unsere getesteten Mountainbike-Schuhe im Überblick

Hier ist eine Übersicht einiger der getesteten Mountainbike-Schuhe:

  • Crankbrothers Mallet E Boa
  • Five Ten Trailcross CL
  • Fizik Gravita Tensor
  • Fox Union
  • Ion Rascal Select Boa
  • Leatt 4.0 Clip
  • Ride Concepts Tallac Clip
  • Scott MTB Shr-alp Boa Evo

Disclaimer: Dieser Blog Beitrag beinhaltet Affiliate-Links. Dies bedeutet, dass wir eine kleine Provision erhalten, wenn ihr über diesen Link etwas kaufen solltet. Die Verwendung dieser Links und das Produkt kostet euch natürlich nichts zusätzlich.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0