Mountainbiken ist ein Individualsport! Nicht immer ist die Ausführung ab Werk das Optimum für die eigenen individuellen Ansprüche. Mit entsprechenden Tuning-Parts kannst Du all das angehen. Du kannst natürlich nicht nur die Leistung tunen, sondern auch die Optik.
Die besten Tuning-Teile für dein Mountainbike
Wir zeigen Euch in dieser fortlaufend aktualisierten News die besten Tuning-Teile für Dein Mountainbike - egal ob für Bikes mit oder ohne Motor. Genau hier soll unsere neue Reihe jeden Dienstag - unserem Mountainbike Tuning Tuesday - wöchentlich anknüpfen und dir neue, coole, besonders leichte, besonders tolle oder einfach besondere Tuning-Teile rund um dein Mountainbike und dich vorstellen.
Egal, ob Schraubgriffe, Federgabeln, Sättel, Cockpits, Pedale oder Felgen: Wir zeigen dir, was gerade frisch auf den Markt gekommen ist und sich für dich und dein Bike lohnen könnte.
Ethirteen Sidekick
Eines der häufig vorkommenden Probleme bei Heckfederungen ist der sogenannte Pedalrückschlag. Die US-Marke will dies mit einer im Freilauf der Nabe integrierten, Sidekick genannten Technologie nun zu verhindern wissen. Ein komplex aufgebauter Mechanismus mit einer durchgehend aktiven Sperrklinke im Inneren des Freilaufs entkoppelt die Kette quasi vom Hinterrad, sodass auf diese kein Zug mehr entstehen kann.
Ein komplexer Mechanismus entkoppelt bei Nichttreten den Antrieb vom Hinterrad, eine Feder hält die Sperrklinken zurück. So werden Kettenschlag, Vibrationen und Pedalrückschlag gefiltert, bevor sie an den Fahrer weitergereicht werden. Wird getreten, hebt ein Mechanismus die Sperrklinken in deren Einrastposition.
Ethirteen bietet je einen All-Mountain- und einen Enduro-Laufradsatz mit der Sidekick-Nabe an. Sie soll aber auch einzeln für etwa 500 Euro erhältlich sein. Leicht ist das System nicht. Der von uns getestete Enduro-Carbon-Laufradsatz wog stolze 2152 g, wobei allein 452 g auf die Nabe samt Freilauf entfallen.
Testfahrer Paul Weinbrenner konnte die Sidekick-Nabe bereits testen. Sein erstes Fazit:"Beim Einfedern des Dämpfers arbeitet man mit den Füßen in der Regel gegen die Kraft der überspannten Kette an. Durch den längeren Vorlauf bis zum Einrasten des Freilaufs lässt sich bei Sidekick die Kurbel während harter Landungen frei bewegen, wodurch das Federbein von Pedalrückschlag unbeeinträchtigt arbeitet. Bergauf muss man sich an die neue Freiheit gewöhnen. Wer unrund tritt oder bei Bodenwellen auf den Gegenhalt des Freilaufs wartet, tritt ins Leere. Dafür fühlen sich Drops und Kompressionen weniger harsch an."
SDG Tellis V2
Größen wie YT, Santa Cruz, Cube oder Pivot setzen auf sie: Die SDG Tellis Sattelstütze. Jetzt bekommt die beliebte "Dropper-Post" ein Update spendiert. Was ist anders? Steifer soll sie sein, haltbarer auch. Aber vor allem den größten Hub der Branche haben: von eher kurzen 55 bis hin zu satten 230 mm lässt sie sich einstellen - und das in fünf, zehn oder 20 mm Schritten.
Was ein langer Lulatsch: Bis zu 230 mm Hub hat die neue SDG Tellis V2!
Verfügbar ist die Tellis V2 in 30,9, 31,6 oder 34,9 mm Durchmesser und kostet ab 220 Euro.
Redaktionsleiter André Schmidt konnte die SDG Tellis V2 bereits seit zwei Monaten vorab testen. Sein erstes Fazit:"Im positiven Sinne unauffällig gut! Die Stütze gleitet tadellos auf und ab, ohne Ruckler oder Ähnliches. Dabei ist sie zwar nicht die schnellste Dropper-Post auf dem Markt, dafür weist sie nahezu null Spiel auf. Das spricht für hochwertige, straff sitzende Dichtungen sowie geringe Fertigungstoleranzen - top."
Der minimalistische Stützenkopf sorgt nicht für geringe Aufbauhöhe, er schaut auch elegant aus. Gut gefällt ebenso die Ergonomie des Remote-Hebels mit angenehm geriffelter Daumenauflage, das Einziehen des Zuges bei der Erstmontage ist jedoch sehr fummelig.
Tunap Ketten-Öl Ultimate
Wer schon einmal seine Kette gewachst hat, kennt das Problem: Es dauert ewig und drei Tage. Schmierstoff-Profi Tunap will jetzt mit ihrem neuen Kettenwachs Ultimate Abhilfe schaffen: Das Sprühwachs muss nur zehn bis 15 Sekunden "ablüften", überschüssiges Wachs abgewischt werden - fertig.
Ketten zu wachsen war bislang immer extrem aufwendig - mit dem Tunap Sprühwachs will der Schmier-Profi eine Lösung parat haben.
Die "Fett-Wachsmatrix", wie Tunap seine Formel nennt, soll dabei hervorragend haften und effektiv und lang anhaltend Schmutzablagerungen auf der Kette verhindern. Das Spray gibt es in einer 125ml Dose zu 15,95 Euro.
Ethirteen Laufräder
Ethirteen legt in Sachen Laufräder nach und bringt mit den Modellen Optimus, Sylvan und Grappler eine reichhaltige Auswahl an Trail-, All-Mountain-, Gravity- und E-MTB-Laufrädern. Alle Modelle kommen wahlweise mit Alu- oder Carbon-Felgen und bieten je nach Einsatzzweck optimierte Freiläufe, Speichen oder Felgenprofile. Die Gewichte sollen zwischen 1632 g (Optimus Carbon) und 2436 g (Grappler Alloy) liegen.
Für jeden was dabei: EThirteen hat neue Trail-, All-Mountain-, Gravity- und E-MTB-Laufräder in petto.
Je nach Güteklasse kosten die neuen, schicken US-Laufräder 700 bis 1790 Euro.
Sram Maven
Sram präsentiert eine neue Power-Bremse: Die Sram Maven kommt mit einem massiven Vierkolbensattel, wartungsfreundlichem Mineralöl und soll 50 Prozent mehr Bremsleistung haben als die aktuelle Sram Code! Drei Modelle wird's geben - unterschieden wie neuerdings bei Sram usus in Bronze, Silver und Ultimate. Die Preise rangieren dabei zwischen 220 und 360 Euro pro Bremse, zum Maven-Start wird's jedoch eine Sonder-Edition "Expert Kit" geben.
Splatter-Variante: Im Expert-Kit gibt's die Maven im FSK18-Look.
Muc-Off Bicycle Chain Brush
Frühjahrsputz gefällig? Abgeleitet von der "großen" Motorrad-Kettenbürste bieten die Saubermänner von Muc-Off nun auch eine für Fahrradketten-kompatible Variante an.
Soll strahlend sauber machen: Muc-Offs neue Kettenbürste für Fahrräder.
Der Clou wie beim Verbrenner-Pendant: Die Kettenbürste reinigt von drei Seiten gleichzeitg, ihr zieht die Kette also einfach nur durch und habt eine gleichmäßige Reinigungsleistung. Kostenpunkt: 18 Euro.
Purple Hayes Sonderversion
Hayes holt den Farbstift raus und bepinselt deren Dominion-Anker in royal-anodisiertem Purpur! Eigentlich als Goodie für die MTB-Profis gedacht, soll es auch eine geringe Auflage für uns Normalos geben. Preise und genaue Verfügbarkeit nannte Hayes leider nicht - ein Anruf beim Bike-Dealer des Vertrauens sollte Klärung schaffen.
Prince wäre stolz: Die Sonderversion des Hayes-Ankers gefällt auch Musikern.
Übrigens: Wie gut die Bremse bei uns im Test war, liest du hier!
Rotor Inspider MTB Powermeter
Für die Marathonisti und Daten-Freaks unter uns: Powermeter-Spezialist Rotor hat neue "Inspider" genannte Wattmess-Peripherie für Shimano-1x12-Kurbeln pünktlich fürs Frühjahrs-Training auf den Markt gebracht. Der Clou dabei: Eure Kurbeln könnt ihr weiter fahren, der "Inspider" wird einfach rechtsseitig auf die Welle geschoben und dort euer zwischen 30 und 36 Zähne "großes" Kettenblatt montiert. Ob rund oder oval ist dabei egal, Rotor lässt beide Kettenblatt-Typen zu.
Einseitig: Die Rotor-Messkurbel misst nur dein rechtes Bein.
Aber: Der Rotor-Powermeter misst nur die Kraft deines rechten Beines, was sich auch im Einführungspreis von eher günstigen 449 Euro niederschlägt.
Preis: 449 € / Gewicht: 99 g (ohne Kettenblatt) / Akkulaufzeit: 350 h
Limotec H1 Variosattelstütze
Hub-Einstellung quasi nach Einsatzzweck bietet die Limotec H1 Variosattelstütze an. Zwischen eher schmalen 50 bis superlangen 230 mm lässt sich das Senkrohr werkzeuglos einstellen - und das bei einer minimalen Einbauhöhe von moderaten 120 mm.
Wie es dir beliebt: Die Limotec-Vario-Stütze lässt sich werkzeuglos verstellen.
Übrigens: Die Sattelstütze wird in den aktuellen Merida-Modellen One-Sixty und One-Forty unter dem Namen Merida Team TR II bereits verbaut.
Preis: 379 Euro / Gewicht: keine Angabe / Durchmesser: 34,9 mm / Verstellbereich: 50 bis 230 mm
Lizard Skins - Gradient MTB-Griffe
Neben dem Sattel sind sie das Wohlfühlobjekt schlechthin: Mountainbike-Griffe! Im Reigen der schier unendlich Auswahl gesellen sich nun von Lizard Skins die neuen Gradient-Griffe dazu. Unauffällig-ergonomisch sollen die Schraubgriffe sein. Deswegen sind die Griffe zur Lenkermitte hin schmaler und werden am Griffende breiter, was eine bessere Dämpfung als herkömmliche Mountainbike-Griffe bieten soll.
Farbenfroh: Den Gradient gibt's passend zum Namen in sieben verschiedenen Farben.
Cool: Den nur in einer Länge erhältlichen Gradient gibt's in sieben verschiedenen Farben.
10 clevere MTB-Tuning-Parts
Was gibt es Schöneres, als das eigene Bike mit individuellen Anbauteilen aufzuwerten? Wir zeigen die besten Teile und Gadgets, mit denen Sie Ihr Schmuckstück günstig und sinnvoll tunen können.
- Tune Schraubwürger Sattelklemme - Der Stramme: Dieses bunte Allerlei bringt fast keine Pfunde ans Bike. Im Gegenteil: Die edle Sattelklemme von Tune wiegt nur schlanke elf Gramm. Das edle Teil wird in Buggingen, nahe Freiburg, bei den Leichtbauspezialisten von Tune gefertigt. Verfügbar für alle gängigen Sattelstützenmaße, gibt es gleich sieben Eloxalfarben zur Auswahl. Preis: 35 Euro
- Dynaplug Racer - Der Dichtende: Ein Loch oder ein Cut im Tubeless-Reifen kann die Tour abrupt zum Ende bringen. Einen Helfer für solche Pannen bringt Dynaplug: Mit dem Stachel durchsticht man die Reifenkarkasse am Loch. Zieht man das Tool wieder aus dem Reifen, bleibt der Stachel im Reifen, die klebrige Masse am Plug-Ende verschließt gemeinsam mit der Dichtmilch das Loch. Und die Fahrt kann weitergehen! Preis: 40 Euro
- Evoc Saddlebag 0,7 l - Die Praktische: Okay, Satteltaschen versprühen nicht gerade Sexappeal am Bike. Anders ist dieses praktische Modell von Evoc: Schlauch, Minitool und CO2-Kartusche haben Platz an Bord. Für eine Panne unterwegs hat man also die nötigsten Dinge dabei und kann Trikottasche oder Rucksack mit anderen Utensilien bepacken. Für Individualisten sind drei verschiedene Farben erhältlich. Preis: ab 18 Euro
- Trickstuff Bremsbeläge - Die Kraftvollen: Mit diesen Nachrüstbelägen machen Sie Ihre Bremse zum Wurfanker! Die Bremsenspezialisten von Trickstuff aus Freiburg haben mit dem Modell „Power“ einen sehr standfesten und super dosierbaren Bremsbelag aus organischem Material entwickelt. Im MOUNTAINBIKE-Bremsbelagtest 2017 für uns der klare Testsieger. Er ist für die gängigsten Bremsenmodelle verfügbar. Preis: 20 Euro
- Riesel Design Frame Cover - Der Farbige: Macken, Steinschläge oder Lackplatzer am Rahmen mag kein Biker. Riesel Design schafft Abhilfe und bringt mit dem „Tape 3000“-Klebeset eine stylische und gleichzeitig kraftvolle 3M-Folie. Die angebotenen Designs reichen von mystischer Maori-Optik über laute Stickerbomb-Details bis hin zu Camouflage-Motiven. Auch in einer durchsichtigen Version ist die in 17 verschiedenen Formen vorgestanzte Folie erhältlich. Klasse: Die Farbe soll trotz Sonneneinstrahlung nicht ausbleichen. Preis: 30 Euro
- Zine Sports Enduro Griptape - Das Grobe: Fahren wie die Profis! Immer mehr Biker schwören auf raues Griptape an den Bedienelementen von Schalt- und Bremshebeln oder den Remotes für Fahrwerk und Vario-Sattelstützen. In kniffligen Trailpassagen oder bei Regen rutschen fortan die Finger nicht mehr von den Kontaktpunkten am Bike. Von Zine Sport gibt es per Lasercut vorgefertigte Tape-Streifen, die sich mit Hochleistungskleber einfach aufkleben lassen. Verschiedene Gripstufen, also Körnungen, sind verfügbar. Preis: 12,90 Euro
- Muc-Off Tubeless-Ventile - Die Grellen: Biker, die tubeless unterwegs sind, also anstatt auf einen Schlauch auf Dichtmilch im Reifen setzen, haben nun bei ihren Ventilen die Qual der (Farb-)Wahl: Muc-Off bietet acht verschiedene Farbtöne zur Auswahl an. Die im Paar 15 Gramm leichten Ventile kommen mit drei verschiedenen Gummi-Einpassungen zum Kunden: So sitzen die Ventile in jedem Felgenbett passgenau. Praktisches Gimmick: Die Ventilkappe kann als Tool zur Demontage/Montage des Ventilkopfes genutzt werden. Preis: 25 Euro
- Acros A-Head Top Cap - Die Individuellen: „Pedal, Burschi!“, „Maike rides for Icecream“, „#allesistfahrbar“ - eine personalisierte Message auf der Ahead-Kappe erfreut stolze Bike-Besitzer auf der Tour, im Rennen oder Trailgeschehen. Acros bietet verschiedene Designs und vier Farben zur persönlichen Prägung an, bis zu 14 Zeichen passen drauf. Auch als Geschenktipp für befreundete Biker bestens geeignet. Preis: 20 Euro
- Tubolito Tubo Schlauch - Der Leichte: Revolutionär gibt sich dieser Schlauch: Der Tubolito ist aus Thermoplast statt aus Butyl gefertigt. 100 Gramm weniger als ein vergleichbarer Butylschlauch soll der Tubolito wiegen. Das macht ihn besonders für Leichtbau-Junkies spannend. Durch seine kompakten Maße eignet sich der Tubolito auch als „Lebensversicherung“ für Biker, die für einen Pannenfall einen Schlauch in Trikottasche oder im Rucksack mitführen. Der Tubolito kann in Reifen von 1,8-2,4''-Breite gefahren werden und ist in 27,5 und 29'' erhältlich. Preis: 25 Euro
- Voxom FH4 Carbon Flaschenhalter - Der Verlässliche: Sicher und fest sitzen Flaschen im edlen Carbonhalter von Voxom. Dank schlichter Optik passt er zu nahezu jedem Bike.
Individueller Aufbau - Custom-Bike-Aufbau vom Rahmen bis zum Sattel
Ein Mann muss drei Dinge im Leben tun, heißt es. Einen Sohn zeugen, einen Baum pflanzen und - richtig - ein Bike aufbauen. Lassen Sie sich inspirieren. Mit der Wahl des Rahmens geht es los - dann kommen Steuersatz, Lager, Achsen, Kurbeln, Laufräder, Bremsen. Wer seinen ganz persönlichen Custom-Aufbau plant, findet auf dem Markt reichlich Auswahl an Teilen.
Mit dem selber aufgebauten Bike über die Trails fräsen, zu erleben, wie sich die Mühen bei der Montage und Einstellung auszahlen - es gibt wohl kaum ein besseres Gefühl für passionierte Schrauber. Wer sein Bike selbst aufbaut, schmiedet eine innige Beziehung zum neuen Trail-Gefährten, lange bevor die ersten Trail-Kilometer anstehen.
Das Bike von der Pike auf selbst aufzubauen, gilt als hohe Kunst des Tunings, hält aber auch ein paar Stolperfallen bereit: Vor allem muss man sich über Standards und Formate kundig machen, wenn man nach Rahmen und Teilen Ausschau hält. Steuersätze, Lager, Achsen, Kurbeln, Antrieb, Laufräder - der Markt hält eine reiche Auswahl bereit, stiftet aber auch reichlich Verwirrung. Wir schaffen Klarheit und zeigen Ihnen außerdem haufenweise Tuning-Teile zum Träumen.
Leichtbau und Individualisierung
Kaum ein Fahrrad ist wirklich perfekt - das trifft vor allem auf Bikes von der Stange zu, bei denen der Hersteller die Wahl der Komponenten übernimmt. Auch wenn die Bikeschmieden mit den verbauten Parts meistens sicherlich eine für die breite Masse zufriedenstellende Auswahl getroffen haben, sorgt nicht selten der angespitzte Rotstift für den Einsatz billigerer Teile. Selbst bei einem High-End Fahrrad sind die verbauten Parts nicht immer optimal ausgewählt: Optimierungsbedarf besteht meistens beim Gewicht oder den Fahreigenschaften, allerdings kann auch optisch oftmals nachgeholfen werden.
Tuning dient der Individualisierung des Bikes - nicht nur funktionell, sondern auch optisch: Schließlich fährt das Auge bekanntlich mit! Wieso also nicht das Fahrrad mit coolen Parts ordentlich pimpen?! Der Kreativität sind hierbei wahrlich keine Grenzen gesetzt. Preisgünstig und schnell lassen sich beispielsweise mit farbigen Schrauben und Unterlegscheiben farbliche Akzente setzen und unterstreichen somit die Individualität des Fahrrades.
E-Bike Tuning Tipps
Im EBikeTuningShop erhältst du qualitativ hochwertige, von uns getestete und bewährte Tuning-Produkte. Wichtig ist zudem, dass wir nur Tuning-Chips verkaufen die immer die neueste Firmware enthalten. So kannst du optimal das eigene E-Bike schneller machen, abseits der Straßenverkehrsordnung. Nimm dir bitte einmal Zeit, um diese Tipps zu lesen, auch wenn du schon viel weißt. Viele unserer Tuning-Produkte findest du exklusiv nur bei uns.
- Suche die genaue Bezeichnung deines E-Bike Motors heraus (Bedienungsanleitung und/oder Datenblatt des E-Bikes lesen)!
- Ermittele das passende Tuning-Produkt mit diesem Leitfaden und dem Konfigurator!
Anmerkungen:
- Für Bosch-Motoren gibt es spezielle Empfehlungen je nach Generation.
- Shimano STePS: E8000, E7000, E6100, E6000, E5000 mit und ohne elektr.
Viele Heckmotoren (außer Neodrives & Xion sowie Heinzmann), und im Grunde alle Frontmotoren, lassen sich nicht von der Geschwindigkeitsbegrenzung befreien. Bei E-Bikes mit Automatik Schaltungen (außer Di2) und/oder Dual Battery kann es sein, dass das Tuning nur eingeschränkt funktioniert. E-Bikes mit ABS sind ebenfalls nicht entsperrbar. E-Bikes mit einer 20 km/h-Sperre sollte man nicht tunen. Alle E-Bike Motoren, die nicht auf der Positivliste stehen, können in der Regel nicht optimiert werden.
Werkzeugbedarf für das Tuning
Musst du lediglich das Display tauschen, etwas anschließen oder aufstecken, so hält sich dein Werkzeugbedarf in Grenzen. Daher unser Tipp: Vergewissere dich bitte, welches Werkzeug du zum Öffnen des Motorraums benötigst (bzw. ob es überhaupt nötig ist, den Motorraum zu öffnen). Hast du dich für ein Modul (Chip), einen Sensor, Bausatz, Dongle oder Controller entschieden, so bleibt dir der Griff in die professionelle Werkzeugkiste nicht erspart. Wir empfehlen immer ein Multitool griffbereit zu haben.
Wichtig: Bei vielen E-Bike Motoren werden zum Einbau des Tunings Spezialwerkzeuge benötigt. Und zwar meistens dann, wenn der Motorraum geöffnet werden muss. Mit dem Kurbelabzieher wird der Kurbelarm gelöst, damit die Motorabdeckung geöffnet werden kann (Variationen möglich). Bei speziellen Motoren (wie dem Bosch Classic) ist zusätzlich ein, motorspezifisch immer individuelles, Spider Tool zum Öffnen des Verschlussrings am Kettenblatt obligatorisch - denn hier muss das Kettenblatt gelöst werden, damit die Motorabdeckung entfernt werden kann, um in das Innere des Motors zu gelangen.
Weitere Tipps für das E-Bike Tuning
- Zu jedem E-Bike, getunt oder nicht getunt, gehört eine vernünftige Smartphone-Halterung für den Lenker.
- Empfehlung: In den meisten Fällen wird dir nach dem Einbau des Tunings auffallen, das die Trittfrequenz in höheren Geschwindigkeitsbereichen stark zunimmt.
- Der Rollwiderstand gewinnt mit zunehmender Geschwindigkeit immer mehr an Bedeutung.
- Für eher Fortgeschrittene ist das Ändern der Kurbellänge eine Option.
- Letzter Tipp: Das eigene E-Bike mit einem aktiven, smarten GPS Sender verbinden, um ständig über den Zustand und die Position des E-Bikes informiert zu sein.
Tuning-Bikes im Detail
Für unser Tuning-Special in BIKE 8/2020 reisten wir durch ganz Deutschland, um uns ein Bild von den derzeit spannendsten Tuning-Mountainbikes zu machen. Vom Highend-Enduro über ein ultraleichtes Race-Fully bis hin zum 7,6 Kilogramm leichten Race-Hardtail war alles dabei. Wir haben für Euch in dieser Fotostory die wichtigsten Details zusammengefasst. Die Geschichte und Hintergründe der Schöpfer lest ihr in BIKE 8/20 - ab 7. Juli im Handel. Zudem erklärt unser Themen-Spezial, was Tuning zur Leidenschaft macht - und was es tatsächlich bringt.
Santa Cruz Bronson CC
Andreas Reindl: ,„Die Serien-Bikes sind mir zu schwer.“ Sein Santa Cruz Bronson CC mit 160 Millimetern Federweg wiegt fahrfertig 11,5 Kilo.
Der Berd-Spoke-Laufradsatz wiegt 1127 Gramm. Die Bremsleitungen verlaufen durch den Lenker direkt in den Rahmen. Die schimmernden Farben der Kassette zur elektronischen Sram AXS-Schaltung passt perfekt zur Farbgebung von Andreas' Bronson. Der Markt bietet keine leichtere MTB-Bremse als die Trickstuff Piccola Carbon. Für Racer sind die Crank Brothers Eggbeater das höchste der Gefühle. An einem Enduro bekommt man sie eher selten zu sehen.
Rocky Mountain Vertex
Tim Weggerle: ,„Ich will kein Bike wie jeder andere.“ Das aufgebohrte Rocky Mountain Vertex zieht Blicke nur so auf sich und wiegt dabei gerade einmal 7,6 Kilo.
Tim ist ein Freund von klaren Linien. Die goldenen Akzente finden sich überall am Bike wieder. Der Gabelschaft wurde maximal gekürzt. Das spart zum einen Gewicht, auf der anderen Seite wird die Front sehr tief und direkt im Handling. Auch die 32er Fox Stepcast-Gabel versieht Tim nachräglich mit farblich passenden Decals. Die XT-Bremsen sind aus Gewichtsgründen eigentlich fehl am Platz. Doch der zuverlässige Biss rechtfertigt das höhere Gewicht.
Scott Spark RC 29" 2015
Wolfgang Heer: ,„Je leichter, desto besser!“ Inklusive Pedale bringt das Race-Fully 8,3 Kilo auf die Waage.
Allein die neue Lackierung spart 80 Gramm im Vergleich zum Orginallack. Wolfgang reichen elf Gänge. Außerdem spart das Gewicht! Rutschfest: Den Tune-Sattel hat Gerhardt Dummert von der Firma Kohlenstoff mit einer rutschfesten Gummi-Schicht überzogen. Die Bohrungen für die innen verlegten Schaltzüge setzte Wolfgang selbst. Scheller geht´s nicht: Continental Speed King-Reifen auf einem Bike Ahead-Laufradsatz.
Materialien für Schrauben: Titan, Aluminium und Stahl
Sehr beliebt ist das Pimpen des Bikes mit Schrauben aus anodisiertem Titan oder eloxiertem Aluminium. Anodisiertes Titan vs. Aluminium ist sehr leicht, verfügt aber über eine geringe Zugkraft. Etwas schwerer, dafür aber mit einer wesentlich höheren Zugkraft präsentiert sich Titan. Gegenspieler dieser beliebten Tuning-Materialien, die natürlich auch bei Schrauben Verwendung finden, sind die meist verbauten Stahlschrauben - sehr zugfest, aber auch sehr schwer.
Die im Zweiradbereich eingesetzten Stahlschrauben im sicherheitsrelevanten Bereich sind mindestens der Festigkeitsklasse 8.8 zugeordnet - Ti6AL4V Titanschrauben erfüllen hier ähnliche Anforderungen. Beim Austausch von Schrauben muss neben der Optik also immer auch auf die Festigkeitsklasse geachtet werden!
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