Müsing Bikes legt großen Wert auf Individualisierung: Komponenten, Rahmen- und Dekorfarbe lassen sich nach Wunsch bestellen. Schon seit 1994 setzen die Westerwälder auf komplett individuell aufgebaute Räder. Konfiguriert werden sie online, bestellt und abgeholt beim Fachhändler.
Müsing Specter: Ein vielseitiges Mountainbike
Das Testrad kostet 5661 Euro, bietet dafür sehr erlesene Parts wie Srams XX1-Eagle-Gruppe, Rock-Shox-SID- Ultimate-Gabel, DT-Carbon-Räder oder die Magura-MT8-Bremse. Als einziger Hersteller schickt Müsing sein Specter mit Vario-Sattelstütze in den Test.
Die Vario-Stütze macht das Specter in Kombination mit dem sehr langen Reach und dem mit 68° flachsten Lenkwinkel im Test bergab zum Superstar. Die Spurtreue ist selbst im Groben perfekt, auch wenn einen die harte Heckpartie merklich durchrüttelt. Im gemäßigten Terrain bzw. bei langsamer Fahrt verlangt die flache, lange Frontpartie jedoch mehr Körpereinsatz als der Rest der (deutlich wendigeren) Konkurrenz.
Bergauf macht sich das Vario-Stützen-Mehrgewicht von circa 300 g erst einmal nicht bemerkbar, wird es doch von der ausgewogenen Tretposition und der leichtesten Laufradsatz-Reifen-Kombi (3570 g) im Test bestens kaschiert. Der vorne montierte Racing-Ralph-Reifen bietet jedoch nur im Trockenen genug Grip.
Testergebnisse zum Specter
- MOUNTAINBIKE 12/15: SEHR GUT "DIE SITZPOSITION IST ÜBERRASCHEND BEQUEM UND PERFEKT AUSTARIERT. DAS VORDERRAD KLEBT AM BODEN, DAS HINTERRAD HAT GRIP. ENGE KURVEN, HIGHSPEED, GERÖLLANSTIEGE? "
- MOUNTAINBIKE 06/15: SEHR GUT "Das SPECTER 9 lockt mit Detail-versessener Machart ."
- MOUNTAINBIKE RIDER 11/14: "Ein Bike, mit dem man überall Spaß haben kann ."
- 365 MOUNTAINBIKE 10/14: "ein Mini-Downhiller zum Pedalieren, besonderes Kennzeichen: stabil ."
Fazit: Das Specter ist dank leichter Räder flott unterwegs und gehört zu den besten Bikes bergab.
Müsing Aviator: Ein sportliches Rennrad
In den Test schickte Müsing das Top-Modell Müsing Aviator: Der steife Carbon-Rahmen ist gut 900 Gramm schwer und zeigt auf der Straße sofort, was Sache ist. Zur Wahl stehen für die 6 Straßenrahmen Gruppen von Shimano, Anbauteile von Ritchey und Syntace sowie Laufräder von Mavic - nicht die ganz große Vielfalt, aber genug für jeden Geldbeutel und Anspruch.
Denn er bringt seinen Fahrer in eine sportlich-kompakte Haltung, durch den steilen Sitzwinkel und die montierte Stütze ohne Versatz sitzt er weit vorn, nah am Tretlager.
RoadBIKE 02/16: Testurteil SEHR GUT - die Tester beschreiben das Rad als reinrassiges Racebike mit phänomenalen Vorwärtsdrang und fast schon giftigem Handling - nichts für Anfänger!
Müsing Offroad Pro: Preiswertes Mountainbike
Ein Blick auf die Ausstattungsliste verrät, dass bei Müsing das Preis/Leistungs-Verhältnis stimmt. Mit XT-Schaltkomponenten, Rock-Shox-Reba-SL-Gabel und Avid-Bremsen zählt das Offroad Pro zu den besser ausgestatteten Bikes im Test. Auch wenn das Gewicht nur im Mittelfeld rangiert, klettert das Müsing mit leicht gestreckter Sitzposition recht ordentlich und spielt dank flachem 68,5er-Lenkwinkel und breitem Lenker auch auf Abfahrten vorne mit.
Müsing im Profisport
Müsing hat im letzten Jahr gleich in zweierlei Hinsicht mächtig Gas gegeben. Neben der Markteinführung von vielen neuen MTB-Modellen ist man auch ins Sponsoring eines Teams eingestiegen. Namhafte Fahrer, wie eben Wolfram Kurschat, Moritz Milatz oder der ehemalige Juniorenweltmeister Lukas Baum, fahren bzw. fuhren dieses Jahr im Koch Engineering -Müsing Racing Team. Bis auf Milatz geht das Team unverändert in die kommende Saison und neben Top-Platzierungen bei nationalen Rennen will Wolfram die jungen Fahrer an die internationale Spitze heranführen.
Das Bike, das ihnen zur Verfügung steht, ist das Müsing Specter 9. Dabei handelt es sich um ein 9,35 Kilo leichtes Bike, das auch so für den Kunden im Angebot ist.
Wolfram Kurschats Müsing Specter 9
Wolframs Teambike kommt bei der Ausstattung dem Specter 9 „World Cup Edition“ ziemlich nahe. „Build your dream“ ist der Slogan des Herstellers, und mit über 100 Grundfarben, 80 verschiedenen Farben bei den Decals und der Option der Teamlackierung bleiben bei der Farbgestaltung kaum Wünsche offen. Auch bei der Ausstattung zeigt sich der Hersteller flexibel: Im Konfigurator kann man viele erdenkliche Kombinationen wählen. Schwarzmatt - dazu das Teamdesign mit Namen und Nationalflagge. Das Design im Steuerrohrbereich, aber auch verschiedene Bauteile werden von Rennen zu Rennen thematisch angepasst.
Mit einer Körpergröße von ca. 182 Zentimetern fühlt Wolfram sich auf der Rahmengröße M mit 120 Millimeter-Gabel wohler als mit einer 100er. Der Lenkwinkel wird dabei etwas flacher und der Vorderbau länger, was für mehr Fahrsicherheit sorgt. Der Luftdruck in der Gabel wird so gewählt, dass ihm ca. 80 Millimeter Federweg zur Verfügung stehen.
Beim Sattel setzt Wolfram auf einen Terry Ateria GT. Der Sattel ist komfortabel und entlastet im Dammbereich.
Der Specter ist mit ovalisierten Sitzstreben versehen, die ähnlich einer Blattfeder funktionieren und bei Belastung nachgeben.
Während wir zwischen 30 oder 34 hin und her überlegen, ist an Wolframs Kurbel ein 42er Blatt mit Kettenführung verbaut. Er tritt lieber dicke Gänge und die Übersetzung von eins zu eins reicht in den meisten Fällen.
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