Flörsheim am Main, eine Stadt geprägt durch ihre Lage am Fluss, bietet eine reiche Geschichte und vielfältige kulturelle Erlebnisse. Die Stadt ist nicht nur ein attraktiver Wohnort, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsstandort in der Region Rhein-Main.
Die historische Altstadt und die Flörsheimer Warte
Rund um die barocke St.-Gallus-Kirche erstreckt sich die sanierte Flörsheimer Altstadt, die als schutzwürdiges Kulturgut ausgezeichnet ist. Weithin sichtbar ist die Flörsheimer Warte, die im Jahr 1996 in Anlehnung an ihr historisches Vorbild inmitten der Flörsheimer und Wickerer Weinbergslagen wieder aufgebaut wurde.
Moderne Entwicklung und Infrastruktur
Flörsheim ist geprägt von modernen Wohnbaugebieten sowie großzügigen Parks und Stadtgärten. Zahlreiche Fachgeschäfte in der Innenstadt und im Einkaufszentrum „Flörsheim Kolonnaden“ bieten die Infrastruktur für den täglichen Bedarf.
Bildungsstandort Flörsheim
Flörsheim ist weiterhin ein ausgezeichneter Bildungsstandort. Es gibt 6 Kinder-Tagesstätten, die von der Stadt und von der Kirche betrieben werden. Zudem gibt es 2 Grund-Schulen mit Betreuung, eine Haupt-Schule und eine Real-Schule.
Kulturelle Vielfalt
Kultur genießt einen hohen Stellenwert in der Stadt am Untermain. Der Flörsheimer Keller ist bekannt als Bühne für Kabarett und Comedy. Im Kunstforum Mainturm ist anspruchsvolle zeitgenössische bildende Kunst zu sehen. Die Stadthalle ist ein modernes und leistungsstarkes Zentrum für kulturelle Veranstaltungen, Tagungen und Messen.
Wirtschaftsstandort Flörsheim
Auch als Wirtschaftsstandort hat sich Flörsheim etabliert. Zahlreiche Betriebe des Handels und Gewerbes sowie der Produktion - vom inhabergeführten Traditionsbetrieb bis zum Globalplayer - sind hier ansässig.
Freizeit und Erholung
Auf dem Mainufer-Radweg kommen viele Tagesausflügler nach Flörsheim. Eine Rast bietet sich an dem auf dem Maindamm gelegenen Weinprobierstand an. Auch einen rund 170 Hektar großen Wald besitzt die Stadt. Dieser befindet sich allerdings auf der anderen Mainseite auf Raunheimer Gemarkung.
Traditionen und Feste
Zu den liebevoll gepflegten Flörsheimer Traditionen gehören die Fastnacht und der Verlobte Tag. Die kleine Stimmungshochburg ist bekannt für ihre Saalfastnacht und die fröhliche Straßenfastnacht, die jedes Jahr tausende Besucher aus der ganzen Region anlockt. Der Verlobte Tag wird in jedem Jahr am letzten Montag des August mittels einer feierlichen Prozession durch die Gassen der Altstadt begangen.
Keramag/Falkenberg
Keramag/Falkenberg ist mit den Wohnplätzen Wiesenmühle, Obermühle, Taubertsmühle und Falkenberg kein eigenständiger Stadtteil, sondern gehört als Ortsteil zu Flörsheim. Entstanden ist die Wohnsiedlung aus der Niederlassung eines keramischen Betriebes Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Produktion des keramischen Betriebes wurde 1982 eingestellt. Das Gelände wird heute als Gewerbepark genutzt. Auch wichtige Freizeiteinrichtungen befinden sich im Ortsteil mit rund 610 Einwohnern. Am Ufer des Wickerbaches liegt ein weitläufiger öffentlicher Abenteuerspielplatz mit Grillhütte, auf dem auch die jährlichen Ferienspiele für zahlreiche Kinder veranstaltet werden.
Die Regionalpark Rundroute
Mit der Regionalpark-Rundroute sind 35 Kommunen der Region über die Landschaft miteinander verknüpft. Gleichzeitig funktioniert die Rundroute auch als Verteiler: Vorhandene Routenabschnitte und Erlebnispunkte werden vernetzt, Sehenswürdigkeiten angebunden und charakteristische Landschaftsräume erschlossen.
Der Routenkilometer erzählt die Geschichte der Rundroute. Er markiert die Attraktionen und landschaftlichen Besonderheiten und fügt sie, ähnlich dem Flusskilometer, zu einer Einheit zusammen. Die Kilometrierung hat ihren Nullpunkt am Zusammenfluss von Rhein und Main an der Mainspitze in Ginsheim-Gustavsburg - an den Flüssen also, die der Region und dem Regionalpark ihren Namen geben. Von hier ausgehend werden 190 km Rundroute im Uhrzeigersinn gemessen und markiert.
Auf den ersten Blick erkennt man die bereits zurückgelegte Wegestrecke und neue Erlebnispunkte. Eine Sitzkieselgruppe aus drei verschieden großen Sitzkieseln ist Erlebnispunkt und Erkennungszeichen der 190 Kilometer Regionalpark Rundroute. In unterschiedlichen Abständen markieren Kieselgruppen den Routenverlauf.
Johann Weber - Ein Flörsheimer Maler
Johann Webers Ölbilder hingen und hängen noch heute in vielen Flörsheimer Häusern. Für den Band „Johann Weber - Ein Flörsheimer Maler“ hat Sievers Skizzen und Zeichnungen Webers ausgewählt, die zum Teil als Vorlage für Gemälde dienten, zum Teil Malstudien sind, die erahnen lassen, was die Malerei für den aus Erbach stammenden Weber bedeutet haben mag.
Schon früh am Morgen soll Weber oft zu Fuß oder mit seinem alten, klapprigen Fahrrad die Natur durchstreift haben, um Motive für seine Bilder zu suchen. Nachdem Johann Weber 1915 an der Front verwundet worden war, wurde er zuerst im Lazarett behandelt und später zur Bewachung französischer Kriegsgefangener nach Flörsheim abbestellt, wo er schließlich eine Heimat fand.
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