My Esel Fahrrad Test: Einzigartige Fahrräder aus Holz im Fokus

„Cooles Bike!“, „Wow! Was fährst du denn da?“ - die E-Bikes von My Esel ziehen alle Blicke auf sich. Der Rahmen aus Holz ist ein echter Hingucker und garantiert Aufmerksamkeit. Das skandinavisch-minimalistische Design wirkt nachhaltig und unterscheidet sich von Stahl, Carbon oder Alu.

Design und Nachhaltigkeit

Die Idee, Fahrräder aus Holz zu bauen, ist nicht neu. Bereits das erste Laufrad von Karl Drais vor über 200 Jahren bestand aus Holz. In Zeiten des Klimawandels wirkt diese Idee besonders sympathisch. My Esel beteuert, die Bike-Rahmen nur aus dem Holz langsam wachsender, heimischer Bäume zu fertigen, was den Aspekt der Nachhaltigkeit unterstreicht. Die Rahmen werden in Traun in Oberösterreich gefräst und zusammengebaut, also quasi lokal.

E-SUV PRO im Test: Fahrgefühl und Antrieb

Der E-Antrieb ist fast unsichtbar, aber bei Bedarf umso spürbarer. In den Stufen 4 oder 5 schiebt der Upea-Nabenmotor kräftig an und erinnert an den „Turbo Boost“ von VanMoof. Der Antrieb bietet auch einen hundertprozentigen Freilauf, sodass man per Knopfdruck vom Fahrrad zum E-Bike und zurück wechseln kann. Selbst eine 16-prozentige Steigung meistert der Hinterrad-Nabenmotor mühelos.

Bei Fahrten über Schotter-Trails zeigt sich, dass der Holzrahmen die Vibrationen ordentlich absorbiert, ohne dass er sich „flext“. Der Rahmen wirkt komfortabel und trotzdem von verblüffend hoher Steifigkeit.

Material und Verarbeitung

Die Rahmen werden im Plattenverfahren hergestellt, wobei mehrere Holzschichten als Verbund fungieren. Eine spezielle Vierfach-Versiegelung schützt das Holz vor jeder Witterung und macht es holzwurmsicher. Die Bike-Rahmen werden aus dem Holz langsam wachsender, heimischer Bäume gefertigt. Außen besteht der Rahmen aus dem Hartholz Esche, das dank langer Fasern die Stabilität erhöht. Innen sind die Rahmen hohl und bieten Platz für Kabel, Bremschläuche, Bowdenzüge oder einen Akku beim E-Bike.

Christoph Fraundorfer, der Erfinder von My Esel, fand kein passendes Fahrrad für seine Körpergröße von 1,95 Metern und entwickelte kurzerhand selbst eines. Heinz Mayrhofer, der ehemalige Chefentwickler bei Fischer, war von der Idee so begeistert, dass er Mitgründer von My Esel wurde.

Details und Besonderheiten

Das Test-Bike wiegt gerade mal 22 Kilogramm und hat sich sowohl an der Isar als auch in der Stadtmitte bewährt. Die Fahrmodi-Tasten sind mit Handschuhen etwas schwierig zu bedienen, und der Akku ist so gut im Rahmen integriert, dass er nicht entnommen werden kann zum Laden. Die sehr kleine Ladebuchse ist etwas versteckt an der Unterseite des Rahmens.

My Esel E-Gravel im Test

Das My Esel E-Gravelbike ist kaum zu übersehen und besticht durch seine Walnuss-Optik. Motor und Akku sind versteckt, sodass das E-Bike erst beim zweiten Blick auffällt. Der Hollow-Tech Holzrahmen wirkt durch abgerundete Ecken zärtlicher und weicher, während die Maserung perfekt akzentuiert wird. Serienmäßig sind Befestigungsmöglichkeiten für Kotflügel, Licht und Gepäck vorhanden.

Der UPEA Antrieb ist eine Entwicklung der My Esel GmbH. Der leichte und dynamische Nabenantrieb bietet ordentlich Kraft und eignet sich perfekt für hügeliges Gebiete. Dank Anfahrtshilfe ist die Unterstützung sofort da und begleitet einen bis über die 25 km/h Schwelle hinaus. Der integrierte Drehmomentsensor steuert die Kraftverteilung intelligent. Das E-Gravel entpuppt sich als kraftvolles Spielzeug mit sanften Charakterzügen.

Das E-Gravel gleicht aus, was manchmal an Kondition, Kraft und Motivation fehlt. So lässt sich eine Ausfahrt zu Zweit harmonischer gestalten.

Technische Daten des UPEA-Antriebs:

  • Dynamischer Nabenmotor mit 250 W I 42 Nm
  • 100 % Freilauf für optimale Nutzung ohne Antrieb
  • Sanfte und kontrollierte Steuerung durch Drehmomentsensor
  • Reduziertes und übersichtliches Display
  • Schiebehilfe mit 5 km/h
  • Geräuschärmster Antrieb am Markt
  • USB Ladebuchse für Smartphones

Akku:Hochwertiger 250 Wh Akku (optional 350 WH) I Serviceöffnung und Ladebuchse am Rahmen

Rahmen:My Esel HollowTech Rahmen aus Walnussholz

Die Reichweite des Akkus beträgt ca. 80 km, abhängig von Topografie, Unterstützungsstufe und Eigenleistung. Die Ladezeit beträgt 3 Stunden für eine vollständige Ladung und ca. 1 Stunde für 60 %.

My Esel Rennrad: Der Rennesel im Test

Dank Bikefitting und Maßfertigung ist My Esel jetzt auch mein Rennesel. Der Rahmen ist aus speziellen Holzplatten (Kerneschen-Leichtholz), CNC gefräst, verleimt, verzahnt und wetterfest versiegelt. Alle Anbauteile sind aus Aluminium und Carbon, mit feinen Teilen von 3T, Shimano, Prologo und Pancho Wheels. Der Rennesel bietet die meisten Vorurteile, hat aber mehr zu bieten, als man glaubt.

Besonders geschätzt wird die Laufruhe und das Dahingleiten ohne spürbare Vibrationen. Kleine Unebenheiten werden gekonnt verschluckt, da Holz genug Eigendämpfung hat. Der Rennesel fühlt sich im Fahrbetrieb sehr kompakt an und bietet stets die Kontrolle über das Fahrrad.

Die Kurvenstabilität ist sensationell, und der Holzrahmen hält verdammt viel aus, wie ein selbstverschuldeter Highsider bewiesen hat. Alle Räder von My Esel sind wetterfest beschichtet, sodass Borkenkäfer und Holzwurm Hausverbot haben.

Der Rennesel ist schwer zu kategorisieren, passt aber irgendwo zwischen Enduro, Granfondo, Sonntagsrennrad, Liebhaberobjekt, Komfortgaul, Ökofreak, Revoluzzer und Aus-der-Reihe-tanzen hinein. Es ist stimmig und ausgefallen.

Nachhaltige Alternativen: My Boo und My Esel im Vergleich

Hersteller wie MyBoo und My Esel beweisen, dass Fahrräder auch aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut werden können. Im Vergleich treten das Bambus-Bike My Boo Soto und das Holz-Rad My Esel gegeneinander an. Das My Esel Gravel Bike prägt seine sportliche Ausrichtung, stets bereit für den nächsten Antritt und die nächste Kurve.

Fazit

My Esel Fahrräder sind mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Sie sind ein Statement für Nachhaltigkeit, Design und Fahrkomfort. Ob E-SUV, E-Gravelbike oder Rennrad - die Modelle überzeugen durch ihre einzigartigen Eigenschaften und ziehen alle Blicke auf sich.

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