Sich einmal so richtig frei fühlen, das können Fahrradbegeisterte jedes Jahr beim World Naked Bike Ride.
World Naked Bike Ride: Ein Protest für Freiheit und Sicherheit
Wer heute Morgen an einem der neun Startpunkte des World Naked Bike Ride in London vorbeikommt, sieht eine große Schar an Menschen, die gerade dabei ist, sich ihrer Kleidung zu entledigen. Viele haben Glitzer oder Körperfarbe dabei, man bemalt sich gegenseitig. Die Stimmung ist jedes Jahr hervorragend und, ganz wichtig, unterstützend und inklusiv. Trotz Nacktheit fühlen sich hier alle wohl und genau das ist Veranstalter Cy besonders wichtig, erzählt er uns.
"Im Laufe der Jahre haben wir weitere Marshalls eingestellt, und seit drei Jahren stellen wir professionelles Sicherheitspersonal ein, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten", erzählt Cy ntv.de
Seit 2004 findet der Naked Bike Ride nicht nur in London, sondern auch in weiteren britischen Städten statt: Insgesamt protestieren im Sommer Fahrradfahrer in über 200 Städten und 35 Ländern weltweit. Doch Sicherheit für Fahrradfahrer ist nur ein Grund für den Protest. Die nackten Biker demonstrieren auch gegen die globale Abhängigkeit von Öl, zu viele Autos auf den Straßen und für körperliche Freiheit.
"Wir halten den World Naked Bike Ride für eine würdige und wertvolle Kampagne. Anders als viele Proteste versuchen wir, ein braves, lustiges Spektakel zu sein, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf unsere Themen zu lenken. Es sind die Anhänger, die uns vorantreiben", sagt Cy.
Und weil die jedes Jahr wieder in Scharen auftauchen, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen, wird der World Naked Bike Ride wohl auch in den kommenden Jahren stattfinden.
Ein Teil dieser positiven Entwicklung könnte tatsächlich dem World Naked Bike Ride zugeschrieben werden. Denn tausende nackte Fahrradfahrerinnen und -fahrer, viele bunt bemalt oder in verrückten Kostümen, fallen dann doch ins Auge. Und das schafft Aufmerksamkeit.
Viele Britinnen und Briten könnte das Überwindung kosten: In Großbritannien ist es verboten, nackt in die Sauna zu gehen. Diese, wenn auch temporäre, Freiheit ist aber genau der Grund, warum viele jedes Jahr wieder blankziehen.
"Ich denke, es ist wichtig zu zeigen, wie verletzlich wir auf der Straße sind. Außerdem liebe ich den Naked Bike Ride, weil es so viele Körper in unterschiedlichen Größen und Formen gibt, das sollten wir feiern", sagt eine Teilnehmerin.
Radfahren in London: Ein Kampf gegen den Verkehr
Laut einer Studie des Navigationsunternehmens TomTom ist London die langsamste Stadt der Welt. Im Jahr 2023 brauchten Autofahrer in London für eine Strecke von zehn Kilometern durchschnittlich 37 Minuten und 20 Sekunden. Das liegt unter anderem an den vielen 30er-Zonen, Einbahnstraßen und willkürlich wechselnden Straßensperrungen, aber auch an den vielen Autos, die hier unterwegs sind. Das Interessante: Die Stadt will durch diese Hürden die Menschen zwingen, ihre Autos zu Hause zu lassen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Das klappt bislang nicht wirklich.
Als Fahrradfahrer hat man es in London deswegen aber auch nicht leichter: Zwar hat der Bürgermeister der britischen Hauptstadt in den vergangenen Jahren in den Ausbau der Fahrradwege investiert - doch nicht genug. An vielen Stellen in der Stadt wird das Fahrradfahrvergnügen regelrecht gefährlich durch zu wenig Platz, tiefe Schlaglöcher und dicht vorbei drängende Autofahrer. Laut einer Statistik von "Transport for London" gab es im Jahr 2022 sage und schreibe 23.456 Zusammenstöße von Auto- und Fahrradfahrern, 102 Fahrradfahrer kamen dabei im Londoner Verkehr ums Leben.
Doch es gibt Grund zur Hoffnung - denn die Zahl der Unfälle scheint zu sinken. Im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie, gab es 17 Prozent weniger verletzte Biker und 12 Prozent weniger Tote.
Radfahren und Sexuelle Attraktivität: Was Studien sagen
Insbesondere die Herren der Schöpfung sind von Radlerinnen angetan. So findet bereits jeder vierte Mann Frauen auf Fahrrädern charmant. Bei den Frauen sind es 18 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt nun eine Studie, für die Rund 1 000 Radfahrer befragt wurden.
Wissenschaftler der amerikanischen Urologen-Vereinigung haben gute Nachrichten für Radfahrerinnen und Radfahrer. Bisher dachte man zum Beispiel, Radfahren würde das Risiko von erektilen Dysfunktionen und Harnwegsinfekten erhöhen. Aber das stimmt gar nicht: Radfahrer haben nicht signifikant mehr urologische Probleme als andere. Noch aufsehenerregender ist jedoch: Radfahrerin und Radfahrer haben den besseren Sex.
Für ihre Untersuchung befragten die Urologinnen und Urologen 4000 Männer und knapp 3000 Frauen, von denen die meisten Radfahrer waren, die anderen Schwimmer und Läufer. Frauen und Männer, die viel Rad fahren, empfinden ihr Sexleben demnach statistisch als deutlich besser, als Läufer und Schwimmer dies tun.
Zu gutem Sex gehört ein gutes Körpergefühl, und das bedeutet: im Reinen sein mit dem, was man hat und was man ist, nicht damit hadern, wie man aussieht. Radfahrer gehen hier täglich durch eine harte Schule, sie leben nach der Devise: Einen schönen Menschen kann nichts entstellen. Radfahrern ist nichts peinlich.
Zu gutem Sex gehört weiterhin, eine gewisse Fähigkeit zum Fokussieren, das Talent, die Umwelt ausblenden und sich ganz auf die eigenen Bedürfnisse und die der Partnerin oder des Partners konzentrieren zu können. Diese Fähigkeit lernen Radfahrer tagtäglich: Sie kennen sich mit Hindernissen aus und damit, wie man sich nicht von ihnen beirren lässt.
Wichtig für guten Sex ist ferner eine gewisse Experimentierfreude, also die Fähigkeit, sich nicht in Routinen zu verlieren, sondern Neuem aufgeschlossen gegenüberzustehen. Radfahrer sind in dieser Hinsicht im Vorteil, denn sie sind absolut tabulos und im übrigen auch großzügig, eine weitere wichtige Voraussetzung für guten Sex.
So haben Mountainbikes und Hollandräder eine erotisierende Wirkung auf das andere Geschlecht. Klappräder sind hingegen eher eine Flirtbremse.
Weitere Assoziationen, die mit Fahrradfahrern verbunden werden, sind laut Studie Umweltbewusstsein (55 Prozent), Sportlichkeit (37 Prozent) und eine gesunde Lebensweise (29 Prozent).
Gesundheitliche Aspekte des Radfahrens
Frauen, die auf dem Rennrad strampeln, handeln sich womöglich Probleme mit der Lust ein. Bei Radsportlerinnen, die es regelmäßig auf mindestens 18 Kilometer pro Woche im Sattel brachten, registrierten US-Forscher von der Yale School of Medicine in New Haven häufiger als etwa bei Joggerinnen Schmerzen und nachlassende Sensibilität im Genitalbereich. »Wenn Frauen auf dem Rennrad sitzen, wird der äußere Genitalnerv und die Arterie, die den Geschlechtsbereich mit Blut versorgt, direkt komprimiert«, erklärt die Gynäkologin Marsha Guess. Durch den permanenten Druck komme es zur Minderdurchblutung und womöglich sogar zur Nervenschädigung.
Sportmediziner und Männerärzte meinen: Ja. In einer Studie wollen Forscher das auch erwiesen haben. Die Testpersonen wurden dabei in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine fuhr viel Rad die andere nicht. Sowohl die Teilnehmer als auch deren Sexpartner mussten dann Fragebögen ausfüllen. Die Radler (und deren Partner) gaben an, während der Testzeit um 75Prozent häufiger Sex gehabt zu haben.
„Übermäßiges Radeln kann die Potenz von Männern schädigen”, sagt Männerarzt Porst. „Es kommt häufig zu arteriellen Durchblutungsstörugen, weil Gefäße und Nerven, die am Damm laufen, auf dem Sattel zusammengedrückt werden. Immerhin: Fahrer spüren das frühzeitig, „wenn nämlich beim Radeln der Penis einschläft”, erklärt der Androloge.
Aber auch bei den Damen gilt: Wer sich zu windschnittig über den Lenker beugt, „bringt zu viel Druck auf das Gewebe der Genitalien und riskiert Orgasmus-Probleme”, schreiben Forscher der Yale University of Medicine.
Dreißig Minuten täglich mit dem Rad zur Arbeit lassen Sie auch zwei Jahre länger leben und reduzieren Ihr Risiko, krank zu werden, um vierzig Prozent. Ach ja, zudem spart Radfahren Geld, je nach Strecke und Verkehr Zeit und ist so umweltfreundlich, dass allein der Gedanke daran Ihr schlechtes Gewissen explodieren lassen sollte.
| Aspekt | Ergebnis |
|---|---|
| Radfahren und Sexuelle Attraktivität (Männer finden Frauen charmant) | 25% |
| Radfahren und Sexuelle Attraktivität (Frauen finden Männer anziehend) | 18% |
| Assoziation mit Radfahrern | Umweltbewusstsein (55%), Sportlichkeit (37%), Gesunde Lebensweise (29%) |
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