E-Bikes, insbesondere Pedelecs, erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Die Motorunterstützung erleichtert das Radfahren, und der Genuss der Natur wird - wenn gewünscht - weniger schweißtreibend.
Mountainbikes hatten lange mit dem hohen Gewicht der Antriebe und Komponenten zu kämpfen, was sie für Berge und Gelände ungeeignet machte. Doch Cube, Scott, Ghost und Co. bieten nun E-Mountainbikes an, die sich einer stetig wachsenden Fangemeinde erfreuen.
Technibike Votaro: Ein sportliches Hardtail im Test
Technibike mischt seit dieser Saison kräftig in diesem Segment mit und bietet ein ausgewogenes Portfolio an E-Bikes. Das Votaro kommt mit sportlichem Schnitt, 27,5-Zoll-Rädern und vier Rahmengrößen. Der Hersteller berät kompetent zur Passform, und das Rad im neongrün-mattschwarzen Look wird ordentlich verpackt geliefert.
Das Votaro fährt sich elegant für ein Hardtail und ist in der Ausstattung auch städtetauglich. Ein Beleuchtungsset müsste lediglich noch ergänzt werden. Die Verkehrsübersicht bei Land- und Stadtfahrten war gut, die Bedienbarkeit der Motorunterstützung stellt das Continental Display wie gewohnt sicher. Der Motor arbeitet flüsterleise und ist im Betrieb kaum zu hören.
Im Technibike E-Bike Test 2018 wurden folgende Aspekte geprüft:
- Motorunterstützung: Funktion mit niedriger, mittlerer und hoher Unterstützung, Motorgeräusche und Beschleunigungsverhalten.
- Akku/Laufzeit: Erreichen der Herstellerangaben im Stadt- und Landumfeld.
- Fahreigenschaften: Handhabung, Bedienungsanleitung, Hersteller-Hotline, Schulungsvideos und alltägliche Notwendigkeiten am Rad.
Trek Powerfly+ FS9: Der grüne Flitzer im Detail
Das Trek Powerfly+ FS9 überraschte positiv mit seinem auffälligen Neon-Grün und der stimmigen Ausstattung. Basierend auf der Fuel EX-Modellreihe bietet es 120 mm Federweg, 27,5"-Laufräder, einen Bosch Performance-Motor und ein Gewicht von unter 20 kg.
Zur Ausstattung gehören eine RockShox Reverb Stealth-Teleskopsattelstütze, griffige Bontrager-Reifen, ein solides Cockpit, RockShox Revelation RCT3 Solo Air und Monarch DebonAir RL-Fahrwerk, Shimano XT-Bremsen und eine 11-fach SRAM X01-Schaltung. Der Bosch Performance Line-Motor erhielt ein neues Gehäuse für einen differenzierten Look.
Besonderen Wert legte Trek auf eine möglichst geringe Überstandshöhe. Um den Motor gut in den Rahmen zu integrieren, wurden die Kettenstreben extrem tief konstruiert. Ein Unterbodenschutz mit Entwässerungsschlitzen und Flaschenöffner schützt den Motor.
Fahrperformance des Trek Powerfly+ FS9
Die zentrale und ausgewogene Sitzposition sorgt für ein sofortiges Wohlgefühl. Das Trek meistert Kurvenwechsel souverän, und das Vorderrad folgt präzise allen Lenkimpulsen. Die geringe Überstandshöhe vermittelt Sicherheit und ermöglicht viel Bewegungsfreiheit. Trotz der 120 mm Federweg liegt das Bike satt auf dem Trail. Die RockShox Reverb-Sattelstütze erhöht den Fahrspaß, und die Shimano XT-Bremsen sowie der SRAM X01-Antrieb erledigen zuverlässig ihren Job.
Die Bontrager XR3 Team-Reifen überzeugten bei trockenen Böden mit sehr gutem Grip. Alles in allem ist Trek mit dem Powerfly FS+ ein großer Wurf gelungen.
Forestal Siryon Diode: Enduro-Spirit aus Andorra
Das Forestal Siryon Diode ist Forestals Erstauskopplung ohne Motor und lehnt sich optisch an das Light-E-MTB Siryon Neon an. Der Eingelenker mit Bananenschwinge setzt auf ein simples Hinterbaukonzept und verfügt über eine massive Schwinge, die das Hinterrad auf einer Kreisbahn führt. Für höhere Steifigkeit ist die Schwinge über eine Wippe mit dem Hauptrahmen verbunden.
Ausstattung des Forestal Siryon Diode
| Komponente | Details |
|---|---|
| Gabel | Fox 38 Grip X2 Factory |
| Dämpfer | Float X2 Factory |
| Schaltung | Sram X0 AXS Transmission / 520 % |
| Bremsen | Formula Cura 4 / 203/180 mm |
| Laufräder | Crankbrothers Synthesis E |
| Reifen | Schwalbe Albert Gravity Ultrasoft / Soft Radial 29 x 2,6 |
| Sattelstütze | One Up / 180 mm Hub |
| Max. Systemgewicht | 120 kg |
| Gewicht | 16,17 kg ohne Pedale |
Der Steifigkeitsprüfstand bestätigte eine gute Steifigkeit am Hauptrahmen und einen angenehmen Flex am Hinterbau. Die Hinterbau-Performance ist feinfühlig, bietet genügend Gegendruck und eine gute Traktion beim Anbremsen. Eine ausgewogene Geometrie vermittelt Sicherheit und integriert den Fahrer gut zwischen den Rädern.
Die gripstarken Schwalbe-Radial-Reifen sorgen bergab für top Traktion, rollen bergauf jedoch eher zäh. Mit 76,5 Grad liegt der Sitzwinkel im Vergleich bereits auf der flachen Seite und erfordert eine aktive Gewichtsverlagerung. Forestals Erstlingswerk verkörpert den maximalen Enduro-Spirit und überzeugt mit seinem außergewöhnlich guten Fahrwerk und ausgewogenem Handling.
Giant Talon 2 Mountainbike: Dein Ticket für Offroad-Abenteuer
- Agiles Handling: Der leichte und dennoch robuste Rahmen sorgt für ein präzises und reaktionsfreudiges Fahrgefühl.
- Komfortabler Fahrspaß: Die hochwertige Federgabel dämpft Stöße und Vibrationen, sodass du auch auf längeren Strecken komfortabel unterwegs bist.
- Zuverlässige Performance: Ausgestattet mit bewährten Komponenten, bietet das Giant Talon 2 eine zuverlässige Schaltperformance und kraftvolle Bremsleistung.
- Attraktives Design: Das leuchtende Grün des Modells 2023 zieht alle Blicke auf sich und unterstreicht deinen individuellen Stil.
Das Giant Talon 2 Mountainbike ist der ideale Begleiter für alle, die die Natur lieben und neue Herausforderungen suchen.
NS Bikes Snabb E1: Authentisches Enduro mit neongrün-weißer Lackierung
Das NS Snabb E1 ist ein simples, schönes und gut funktionierendes Endurobike. Der Aluminiumrahmen wirkt robust und verfügt über ein klassisches Horst-Link-Hinterbausystem. Die neongrün-weiße Lackierung macht das Rad auffällig und stimmig. Das Oberrohr bildet gemeinsam mit der Umlenkwippe und den Sitzstreben eine nahezu durchgehende Linie.
Das Snabb E1 verfügt über eine moderne, flache und lange Geometrie sowie eine sinnvoll zusammengestellte Ausstattung. Im Uphill klettert es für ein 160-mm-Bike passabel, und in der Abfahrt ist es vertraut und beherrscht die Disziplin Vollgas. Die Federelemente arbeiten gut und nehmen sämtliche Schläge auf. NS schafft mit dem Snabb E1 ein authentisches Enduro, das perfekt auf den Einsatzbereich zugeschnitten ist.
Propain Tyee: Bikepark-taugliches Enduro im Dauertest
Das Propain Tyee verkörperte schon vor der ersten Ausfahrt viel Sicherheit und schien nach Bikeparks und anspruchsvollen Trails zu gieren. Trotz Größe XL fuhr sich das Tyee lebendig. Der extrem leichte AX-Lightness-Laufradsatz beflügelte das Enduro und drückte das Gewicht auf 13 Kilo.
Bergauf gibt es bessere Enduros, da der flache Sitzwinkel das Gewicht weit nach hinten verlagert. Das Tyee hielt im Dauertest tapfer stand, und der steife Rahmen zeigte sich unbeeindruckt. Weder Bikepark-Einsätze noch hohes Fahrergewicht konnten dem Tyee über Monate etwas anhaben. Es zeigte sich sehr zuverlässig.
Giant Trance Advanced Pro 29: Trail-Allrounder mit Feingefühl
Das Giant Trance Advanced Pro 29 kommt mit 115mm Federweg am Heck und 130mm vorn. Der Maestro Hinterbau hat sich bewährt und funktioniert schlicht sehr gut. Die Züge verlaufen intern und werden am Eingang fest geklemmt. Das Fox Fahrwerk und der Sram GX Eagle Antrieb bieten eine zuverlässige Performance. Die Kombination aus Maxxis Reifen und Giant Carbonfelgen ist Tubless-Ready.
Trotz der 115mm Federweg am Heck ist das Trance einer der schnellen Kletterer im Testfeld. Auch in der Abfahrt überzeugt das Fahrwerk, und die Geometrie ermutigt den Piloten. Insgesamt bekommt man eine richtig gute Performance für den knappen Federweg. Die ausgewogene Geometrie und das Schluckvermögen des Fahrwerks haben überrascht und sehr gut gefallen. Die Ausstattung steht etwas hinter anderen Bikes im Testfeld zurück, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut.
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