Neuer Radweg St. Wendel: Informationen und Details

Der Bahnradweg Sankt Wendeler Land ist ein barrierefreier Alltags- und Freizeitradweg auf ehemaligen Bahntrassen im nördlichen Saarland. Er verbindet die drei Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler auf einer Strecke von 30 Kilometern.

Einige Hinweise zur Barrierefreiheit haben wir nachfolgend zusammengestellt. Der Weg verläuft im nördlichen Saarland weitgehend auf einer früheren Bahntrasse durch den Landkreis St. Wendel. Es werden drei Gemeinden berührt: Freisen, Nohfelden und Nonnweiler.

Der Weg hat eine Länge von 30,4 km. Es gibt einige Steigungen und Gefälle. Es ist eine ungesicherte Überquerung einer Straße notwendig. Der Weg ist eindeutig, einheitlich und durchgehend ausgeschildert.

Entlang des Weges befinden sich 17 Rastplätze und mehrere Spielgeräte für Kinder sowie Informationstafeln für Touristen. Weitere Besonderheiten sind ein Reparaturset für Fahrräder oder ein ehemaliger Bahnwaggon, der zur Erkundung einlädt.

Am Bahnhaltepunkt Türkismühle, etwa in der Mitte des Radweges, befindet sich eine e-Bike-Ladestation. Es gibt zahlreiche Parkmöglichkeiten in Freisen und Nonnweiler sowie den nahe am Radweg gelegenen Ein- und Ausstiegsmöglichen. Es gibt Bushaltestellen in Freisen, Nohfelden, Nonnweiler und an anderen Punkten an der Strecke sowie einen Bahnhaltepunkt in Türkismühle.

Es gibt einige WCs für Menschen mit Behinderung, die nicht allzu weit vom Radweg entfernt liegen und gut erreichbar sind.

In der Mitte des Bahnradweges befindet sich der an der DB-Hauptstrecke Saarbrücken-Mainz gelegene und neu gestaltete Bahnhof Türkismühle, der einen optimalen -Verknüpfungspunkt darstellt.

Ziele des Bahnradwegs Sankt Wendeler Land

Der Bahnradweg dient sowohl dem Schulverkehr sowie dem Pendelverkehr. Darüber hinaus werden Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche geboten und ein touristischer Mehrwert durch Informationstafeln und Verweilorte wird geschaffen. Auch mobilitätseingeschränkte Menschen können den Bahnradweg mit Rollstuhl oder Rollatoren nutzen.

Ein weiteres Ziel ist die witterungsunabhängige Befahrbarkeit für alle Nutzergruppen, insbesondere bei nassen Wetterverhältnissen, sowie die Stärkung des Umweltverbundes aus Fahrrad und Bahn am Bahnhof Türkismühle.

Der Bahnradweg trägt somit unmittelbar zur Mobilitäts- und Verkehrswende im Saarland bei.

Umsetzung des Projekts

Zu Beginn wurde eine externe Projektsteuerung beauftragt und mit ihr ein Organisationsteam aus Landrat, Bürgermeister und Bauämtern der drei beteiligten Kommunen sowie dem Baudezernat des Landkreises Sankt Wendeler Land als Bauherr, dem Eigenbetrieb Touristik & Freizeit Sankt Wendeler Land des Landkreises Sankt Wendel und der Naturlandstiftung als Grundstückseigentümer gegründet.

Im Anschluss erfolgten Fördermittelbeantragungen bei dem Förderprogramm „Nationale Klimaschutzinitiative“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie bei dem saarländischen Wirtschaftsministerium bezüglich der Tourismusförderung. Darauf folgten die Plangenehmigungsverfahren für den Radwegebau auf Bahntrassen, woraufhin ein Planungsbüro für den Wegebau und die Bauwerksanierung beauftragt wurde.

Im Rahmen von drei Bürgerforen in den beteiligten Kommunen wurden die Bewohnerinnen und Bewohner einbezogen und informiert. Die größte Herausforderung war, die unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Bedürfnisse der drei Kommunen und des Landkreises in Bezug auf die Planung und Umsetzung zusammen zu bringen und zu koordinieren. Dafür wurde das genannte Organisations-Team gegründet, welches sich regelmäßig getroffen hat, um so einen intensiven Austausch zu ermöglichen. Auch die Beauftragung einer externen Projektsteuerung hat sich im Verlauf des Prozesses als sehr hilfreich erwiesen.

Innerhalb der Projektlaufzeit wurden zwei miteinander verbundene ehemalige Bahntrassen zu einem komfortabelen Radweg umgebaut. Ziel war es eine attraktive Radwegeverbindung für Pendler zum neu gestalteten Bahnhof Türkismühle an der Hauptstrecke Saarbrücken-Mainz-Frankfurt der Deutschen Bahn zu schaffen. Durch die neuen Radwege wurde ein Teil des Radverkehrs, der bisher auf Bundes- und Landstraßen stattfand, auf eine ruhigere Strecke verlagert. So wurde neben der Stärkung des Alltagsradverkehrs auch der touristische Radverkehr attraktiver, was zu einer wahrnehmbaren Steigerung der Lebensqualität der Region führt.

Insgesamt wurde eine Strecke von 22,4 Kilometern Bahntrasse in einen Radweg umgewandelt. Weitere acht Kilometer Radweg wurden parallel zum Bundesvorhaben auf Gebiet der Gemeinde Freisen gebaut. An den ehemaligen Bahnübergängen wurden verkehrssichere und barrierefreie Straßenquerungen errichtet. Es wurden Bauwerke saniert sowie Rastplätze in regelmäßigen Abständen aufgebaut. An der Strecke wurden außerdem Infotafeln aufgestellt und ein Beschilderungskonzept umgesetzt. Im Rahmen des Projekts wurden 72 Radabstellplätze neu geschaffen und 22,4 Kilometer zusätzlicher Radweg gebaut.

Eröffnung des Bahnradwegs

Seien Sie dabei, wenn wir am 07. Mai 2023 den fertig gestellten Bahnradweg Sankt Wendeler Land auf dem Rathausvorplatz in Freisen offiziell eröffnen. Los geht es ab 11 Uhr mit einem bunten Bühnen- und Rahmenprogramm, bei dem sich alles um das Thema „Fahrrad“ dreht.

Um 12 Uhr laden wir Sie dazu ein, an der ersten offiziellen Fahrt über den Bahnradweg teilzunehmen. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) wird uns auf einem Teilstück des Weges begleiten. Um an der geführten Tour teilnehmen zu können, ist das Mitbringen des eigenen Fahrrads vorausgesetzt.

Während die einen strampeln, gibt es für alle anderen genügend Abwechslung auf dem Veranstaltungsplatz. Live-Musik, Infostände mit radaffinen Mitmachaktionen, Kinderunterhaltung und regionale Köstlichkeiten machen den Tag zu einem Erlebnis.

Auch in Sötern und Nonnweiler wird die Eröffnung des Bahnradwegs gefeiert. Dort startet das Programm um 11 Uhr auf dem Kirmesplatz in Sötern und um 12 Uhr am ehemaligen Bahnhof in Nonnweiler.

Bedeutung für die Region

Lassen Sie sich die Einweihung des Bahnradweges als neue Attraktion für Touristen und Einheimische nicht entgehen. Dieser Freizeitweg ist eine weitere touristische Attraktion für Gäste werden, da er aufgrund seiner Wegbeschaffenheit für Familien mit Kindern bestens geeignet ist. Ausflüge, die mit dem PKW unternommen wurden, können durch die Attraktivität des Weges mit dem Fahrrad durchgeführt werden. Anbindungen zu vielen touristischen Highlights, wie z.B.

Auch für Einheimische wird der Weg eine neue und hohe Bedeutung bekommen, da alltägliche Erledigungen mit dem Fahrrad zu den angebundenen Einkaufszentren und Ortskernen möglich sind. Die radtauglichen und verkehrssicheren Verbindungen zu Schulen, Gewerbegebieten usw. können Schülern oder Pendlern einen Anreiz geben, den Weg für diese Fahrten zu nutzen.

Mit dem Bau des „Nahe-Hunsrück-Radwegs“ wurde die Attraktivität des Alltags- und Freizeitradverkehrs im Landkreis Sankt Wendel im Saarland gesteigert.

Neubau eines Geh- und Radwegs in St. Wendel-Alsfassen

Am Ortsausgang St. Wendel-Alsfassen in Richtung Bliesen wurde ein Geh- und Radweg neu gebaut. Die Ortsgruppe St. Wendel des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) stellte ihn bei ihrem zurückliegenden Monatstreffen in den Fokus und kam zu einem kritischen Ergebnis.

Bei der Vor-Ort-Besichtigung wurde den Anwesenden schnell klar, dass die kritischen Punkte der Maßnahme überwiegen. Als positiv wurde gesehen, dass zumindest für die Radfahrenden aus dem Wohngebiet rund um die Saarbrücker Straße nun eine sichere Erreichbarkeit des Hütherhofs ermöglicht wird und mit den Bautätigkeiten eine umfassende Beschaffung von Fördermitteln für die Stadt erfolgt ist.

Das der beidseitige Geh- und Radweg mit insgesamt 310 m Länge jedoch - auch perspektivisch - keinen Anschluss an eine weitere sichere Radwegeinfrastruktur erkennen lässt, verursachte bei den Radbegeisterten vor Ort die größte Ratlosigkeit. Selbst im Radverkehrskonzept werden in diesem Bereich keine Rad(neben)routen ausgewiesen. Für eine Verbindung nach Bliesen bietet der benachbarte Bahnradweg beste Voraussetzungen und die Alsfassener Straße in Richtung Innenstadt bietet keinen Platz für einen sicheren Radweg.

Hinzu kommt, dass mit einer Vielzahl an Verkehrsschildern auf kürzester Strecke die Situation vor Ort nach Aussage von ADFC-Sprecher Michael Müller „eher verwirrend“ wirkte. Beispielsweise befindet sich direkt über einem Schild, dass den Beginn des Radwegs ausweist, zugleich das Straßenschild „Achtung Radverkehr“, das auf plötzlich auftauchende Fahrradfahrer hinweist. Diese kuriose Situation ergibt sich aus der Kürze des Radweges.

Somit kam es zwangsläufig zu dem einhelligen Fazit der Anwesenden, dass der mit sehr großem Aufwand neu geschaffene Radweg (u. a. Hangabtragung, Baumfällungen, wochenlange Sperrung sowie Kosten für die Gesamtmaßnahme in Höhe von 1,2 Mio. Euro) seinen Zweck nur sehr eingeschränkt erfüllt.

Neue Fahrradbrücke in St. Wendel

Die Stadt St. Wendel hat den Bau einer neuen, 60 Meter langen und 34 Tonnen schweren Fahrradbrücke über die Blies abgeschlossen. Die Brücke in der Linxweilerstraße, die Radfahrern und Fußgängern eine sichere Überquerung ermöglicht, ist zentraler Bestandteil des Alltagsradweges zwischen Oberlinxweiler und der St. Wendeler Innenstadt. Durch anspruchsvolle Anforderungen, insbesondere im Bereich Hochwasserschutz, musste die Konstruktion der Brücke spezifische Vorgaben erfüllen.

Die Brücke hängt an vier etwa 21 Meter langen Stahlbögen und war ursprünglich mit einer Bauzeit von 30 Arbeitstagen geplant. Bürgermeister Peter Klär begrüßte den Neubau und betonte die Bedeutung der Brücke für die alltägliche Radmobilität in der Region: „Die Fahrradbrücke ist ein beeindruckendes Konstrukt und wichtiger Bestandteil unseres Alltagsradweges. Diese Brücke wird Radfahrer und Fußgänger sicher und komfortabel aus Oberlinxweiler in die Innenstadt nach St. Wendel bringen."

Der erste Abschnitt des Alltagsradweges befindet sich derzeit im Bau, während die zweite Bauphase im Jahr 2025 beginnen soll. Die vollständige Fertigstellung des gesamten Projekts ist für das zweite Quartal 2025 geplant. Die geplante Route erstreckt sich vom Sportplatz Oberlinxweiler bis in den Stadtpark von St. Wendel und wird die Kreisstadt durch eine umweltfreundliche Verkehrsverbindung bereichern.

Der ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt.

Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.

Verkehrssicherheit Ihres Fahrrads

Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.

Tipps für Radfahrer

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.

Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Pedelecs und E-Bikes: Was ist der Unterschied?

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.

Empfohlene Radtouren

Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0