Du hast ein neues Mountainbike gekauft, aber weißt nicht so recht, wie und wo du anfangen sollst? Lies dann diesen Blog! Dein Mountainbike wurde in unserer Werkstatt für dich vorbereitet. Doch vor der ersten Fahrt mit deinem neuen Mountainbike ist es ratsam, ein paar Dinge zu kontrollieren und das Rad auf die eigenen Wünsche einzustellen.
Erste Schritte vor der Fahrt
Für einen kleinen Check vor der Fahrt brauchst du einen Drehmomentschlüssel, einen Satz Inbusschlüssel, Schraubendreher, eventuell einen 25er-Torxschlüssel und eine Pumpe.
Sattel und Lenker einstellen
- Es ist wichtig, dass dein Fahrradsattel auf die richtige Höhe eingestellt ist. Es gibt verschiedene Methoden, wie du den Sattel richtig einstellst.
- Kontrolliere vor der Fahrt, ob der Lenker die richtige Höhe hat und fest sitzt. Stell dich vor dein Mountainbike, klemm das Vorderrad zwischen deine Beine und beweg den Lenker nach links oder rechts.
- Bewegt sich das Rad in die Richtung, in die du lenkst? Dann sitzt dein Lenker fest. Kannst du den Lenker hin und her bewegen und bewegt sich der Reifen nicht mit?
Federgabel anpassen
Fast jedes Mountainbike hat eine Federgabel. Die meisten von ihnen sind luftgefedert. Diese lassen sich leicht auf das Gewicht des Fahrers, das Gelände und den persönlichen Fahrstil abstimmen und einstellen.
Schaltung testen
- Das erste Mal auf einem Mountainbike kann etwas gewöhnungsbedürftig sein. Das Wechseln der Gänge ist anders als bei einem normalen Fahrrad. Probier es immer erst auf einer ruhig befahrenen Straße aus, bevor du deine erste Fahrt antrittst.
- Es ist wichtig, dass du beim Schalten, z. B.
Bremsen prüfen
Kontrolliere, bevor du losfährst, ob deine Bremsen einwandfrei funktionieren.
Klickpedale üben
Wenn du dich für die Verwendung von Klickpedalen an deinem Mountainbike entschieden hast, solltest du zunächst das Ein- und Ausklicken im Stand üben. So verhinderst du, dass du an Ampeln oder in unerwarteten Situationen stürzt. Man klickt ein, indem man mit den richtigen Fahrradschuhen auf die Pedale drückt und so seinen Fuß sichert.
Reifendruck kontrollieren
Überprüfe regelmäßig den Reifendruck. Der minimale und maximale Reifendruck ist auf der Seite deines Fahrradreifens angegeben. Der richtige Druck verringert den Widerstand, verbessert den Tretkomfort, reduziert den Schmutz zwischen Felge und Reifen und hilft, den Reifenverschleiß zu verringern.
Die ersten Fahrten
Mit den ersten Ausfahrten solltest du in möglichst einfachem und flachen Gelände starten. Radle mit geringer Intensität und stärke so deine Grundlagenausdauer.
- Falls du die neue Saison mit neuen Reifen beginnst, solltest du sie erst einmal vorsichtig einfahren. Aus Faltreifen tritt am Anfang manchmal noch Wachs aus, deshalb können sie auf nassem Untergrund rutschen.
- Im Frühling schlägt das Wetter oft schneller um, als einem lieb ist. Lass dich unterwegs nicht von einem Regenschauer überraschen.
Kurventechnik
- Passe die Geschwindigkeit vor der Kurve an und halte den Blick beim Einfahren bereits auf den Kurvenausgang oder fokussiere dich sogar auf das nächste Hindernis.
- Das kurvenäußere Knie ist nur leicht angewinkelt, das innere stärker gebeugt.
Verhalten in der Natur
- Das Frühjahr und der Sommer sind nicht nur für Mountainbiker die schönste Zeit am Berg. Auch Kühe, Pferde und Schafe genießen die Sonne und die grünen Weiden - die Erlebnis- und Lebensräume überschneiden sich zwangsläufig.
- Du solltest dich deshalb Tieren mit vorsichtiger Fahrweise nähern und Viehgatter immer schließen.
Ausrüstung
- Verwende immer einen Helm, wenn du mit dem Mountainbike fährst. Ein Unfall kann jederzeit passieren, vor allem, wenn man noch unerfahren ist.
- Der Sattel eines Mountainbikes ist im Allgemeinen recht hart. Eine gute Radlerhose ist daher unbedingt zu empfehlen. Dank des Polsters am Gesäß auf der Innenseite der Radlerhose ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass du dich beim Radfahren wundreibst.
- Zusätzlich zu der oben genannten Grundausstattung kannst du mit Oberbekleidung, wie z. B. Durch das Tragen von geeigneter Oberbekleidung, wie z. B. dem richtigen Radtrikot, kannst du bei jedem Wetter bequem Radfahren.
- Eine Fahrradbrille schützt deine Augen vor Staub, Ästen und hochspringenden Steinchen. Darüber hinaus erhöht eine Fahrradbrille den Kontrast, was die Sicht verbessert, und sorgt dafür, dass der Luftstrom auf die Augen minimiert wird.
- Auf steinigen Trails und steilen Passagen kann es immer wieder zu Stürzen kommen, deshalb solltest du dich mit Protektoren ausreichend schützen. Für längere Strecken eignen sich weichere Modelle gut, da sie komfortabler sind.
Wartung und Pflege
Ob moderne Urbanbikes, Trekkingräder, Mountainbikes oder E-Bikes - viele hochwertige Bikes verfügen heutzutage über Scheibenbremsen. Was mich mittlerweile bei jedem Bike-Typ zum überzeugten Scheibenbrems-Fanatiker macht ist, dass die Bremspower bei jeder Witterung gleichbleibend ist und das mit geringem Kraftaufwand. Gerade bei Regen im oft hektischen Stadtverkehr oder auch auf längeren Abfahrten auf dem Rennrad gibt mir die Bremse so die nötige Sicherheit und Kontrolle über mein Fahrrad.
Bremsen einbremsen
Bei einem neuen Fahrrad mit Scheibenbremsen ist besonders zu beachten, dass die Bremsen zunächst richtig eingebremst werden. Vorher entfalten sie nicht ihre volle Bremskraft und die Bremsbeläge vertragen noch keine Hitze (Scheibenbremsen können sehr heiß werden!). Suche dir eine flache Strecke und bremse mit jeder Bremse 20x von 30 km/h bis fast zum Stillstand. Mittelstark am Bremshebel ziehen, Rad nicht blockieren lassen.
Schritte zum Einbremsen der Bremsbeläge
- Scheiben & Beläge einschleifen: Beläge und Bremsscheiben müssen zunächst eingeschliffen werden. Lassen Sie dabei zuerst die MTB-Scheibenbremse bei langsamer Fahrt oder geringem Gefälle 200 bis 300 Meter leicht schleifen.
- Moderate Bremsungen aus 30 km/h: Mindestens 30 moderate Bremsungen aus mittlerer Geschwindigkeit (ca. 30 km/h) fast bis zum Stillstand.
- Richtig heiß bremsen auf einer langen Abfahrt: Zum Abschluss des Einbremsens von Scheibenbremsen am Mountainbike sollte man - bei organischen Belägen - das Ausgasen provozieren. Dazu auf einer langen, steilen Abfahrt die Bremse (einzeln!) so lange schleifen lassen (also: richtig heiß bremsen), bis das Initial-Fading beginnt, die Bremswirkung also deutlich nachlässt.
Bremsbeläge
Zunächst solltest du wissen, dass es verschiedene Bremsbeläge gibt. Es gibt „organische“ und „gesinterte“ Bremsbeläge. Organische Bremsbeläge setzen sich aus verschiedenen Produkten der organischen Chemie zusammen. Gesinterte Bremsbeläge bestehen aus gesinterten Metallen. Diese Sintermetalle werden mit viel Druck und Hitze zusammengepresst. Beide Bremsbeläge müssen bei den ersten Fahrten eingeschliffen werden: Lasse dafür einfach die Bremse bei langsamer Fahrt leicht schleifen, damit sich mikroskopisch feine Unebenheiten von Bremsklötzen und Bremsscheibe anpassen.
Kette pflegen
- Die Kette will regelmäßig geschmiert werden. Je nach Witterung und Schmiermittel so ca. alle 100 bis 300 km.
- Schmieren bedeutet nicht "mit Öl nass machen"! Öl, das außen auf der Kette und auf den Ritzeln klebt, hat überhaupt keinen Nutzen. Es fängt nur Staub ein und wirkt dann wie Schleifpaste - erhöht also den Verschleiß.
- Nein, das Öl soll innen in den Ritzen der Kette wirken. Bei Sprühflaschen bitte darauf achten, dass nie, nie, niemals auch nur der allerwinzigste Tropfen in Richtung der Bremsscheibe fliegen darf!
- Wenn du besonders viel Spaß daran hast, deine Kette zu schmieren, reinigst du sie zwischendurch mit fettlösenden Reinigungsmitteln. Diese waschen nämlich die Schmierung aus den Ritzen der Kette heraus.
Weitere Wartungstipps
- Die Bremsen möchten ggf. von Zeit zu Zeit etwas nachjustiert werden. Alle 2-3 Wochen sollte man auch schauen, wie weit die Bremsbeläge verschlissen sind (geht bei vielen Bremsen ohne Demontage).
- Wurden die Bremsbeeläge gewechselt oder die Scheibe gereinigt, muss die Bremse neu eingebremst werden.
- Öl oder Fett darf niemals auf die Bremsscheibe oder die Beläge kommen.
- Die Federgabel benötigt Wartung nach Vorgabe des Herstellers.
- Reinigen kann man das Fahrrad mit Wasser und Bürste. Gartenschlauch macht heutigen Fahrrädern nichts mehr aus; beim Hochdruckreiniger muss man hingegen aufpassen, nicht auf Lager zu zielen.
- Fettlösende Mittel sollten wie gesagt nicht in die Nähe der Kette kommen.
Erste Wartung
Wir empfehlen dir, die erste Wartung nach etwa 500 km oder innerhalb von sechs Monaten durchzuführen. Du kannst online einen Termin in unserer Werkstatt oder in einer unserer Servicestellen vereinbaren. Gabeln und Federungen benötigen eine intensivere Wartung.
Reifenwechsel
Bevor du zum ersten Mal auf dein Fahrrad steigst, ist es nützlich zu wissen, wie man einen Reifen wechselt. Selbst bei deiner ersten Fahrt kannst du eine Reifenpanne bekommen. Wenn du eine Reifenpanne hast, ist dein Schlauch fast immer platt. Dies ist vielleicht das wichtigste Werkzeug zum Wechseln des Schlauches.
Schaltung verstehen und nutzen
Alles zur Kettenschaltung
- Ein Gangwechsel funktioniert nur, wenn sich Pedale und Kette vorwärtsbewegen. Verringere beim Schalten die Kraft auf die Pedale. Die verringerte Kettenspannung unterstützt einen schnellen und sauberen Gangwechsel, was den Verschleiß von Kette, Umwerfer, Schaltwerk, Kettenblatt und Kassette mindert.
- Verwende immer nur einen Schalthebel zur gleichen Zeit. Schalte nicht, wenn Du über Unebenheiten fährst, um ein Abspringen oder Verklemmen der Kette oder ein Überspringen von Gängen zu verhindern. Wenn sich die Kette verklemmt oder herunterfällt, könntest Du die Kontrolle über das Fahrrad verlieren und stürzen.
- Fahre außerdem nicht mit einer diagonalen Kettenlinie. Eine diagonale Kettenlinie bedeutet, dass die Kette vorn auf dem größten Kettenblatt und hinten auf dem größten Ritzel läuft (oder vorn auf dem kleinsten Kettenblatt und hinten auf dem kleinsten Ritzel). In dieser Stellung verläuft die Kette in einer extremen Schrägstellung, was eine ineffiziente Funktionsweise und einen schnelleren Teileverschleiß nach sich zieht.
Alles zur Nabenschaltung
- Beim Schalten mit einer Nebenschaltung musst Du im Leerlauf fahren (d. h. nicht in die Pedale treten). Zu viel Zug auf der Kette verhindert die ordnungsgemäße Funktion der Schaltvorrichtung und kann diese beschädigen.
- Bei den meisten Nabenschaltungen kann man die Gänge wechseln, wenn das Fahrrad stillsteht, beispielsweise an der Ampel, um für ein leichteres Anfahren einen niedrigeren Gang einzulegen. Wichtig ist hier, vorausschauend zu fahren, beispielsweise beim Fahren am Berg, um genügend Schwung zu haben.
- Bei E-Bikes empfiehlt es sich, etwas länger mit dem Treten zu warten.
Alles zur stufenlosen E-Bike Schaltung
Die stufenlose Schaltung kommt ohne Schaltgeräusche aus, denn im Grunde wird gar nicht geschaltet, sondern die Übersetzung wird über Kugeln und Scheiben geändert, die sich nicht berühren. Ein spezielles Öl sorgt für den Kraftschluss. Damit ist diese Nabe theoretisch nahezu unendlich lang haltbar und sehr komfortabel zu bedienen. Es kann sowohl beim Treten als auch ohne Tretbewegung geschaltet werden. Beim Einsatz im Elektrorad darf der Motor das volle Drehmoment abgeben. Einziger Nachteil ist das etwas höhere Gewicht und die im Vergleich zu Kettenschaltungen nicht ganz so hohe Effizienz und Entfaltung.
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