Oakley Fahrradhelm MIPS Test: Sicherheit, Komfort und Aerodynamik im Fokus

Rennradfahren erfreut sich anhaltender Beliebtheit und bietet die Möglichkeit, die Fitness zu verbessern, hohe Geschwindigkeiten zu genießen und schöne Landschaften zu erkunden. Dabei sollte die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Rennradhelme müssen in erster Linie Sicherheit bieten, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Für optimale Performance sollte ein Rennradhelm leicht und aerodynamisch sein, ohne dabei die Belüftung zu vernachlässigen.

Alle Fahrradhelme, die auf dem europäischen Markt vertrieben werden, müssen ein CE-Prüfzeichen vorweisen und einer DIN-Sicherheitsnorm entsprechen. Wer sich besonders für das Thema Sicherheit interessiert, sollte sich die Listung des Virginia Tech Institute anschauen, die von vielen Experten als eine Art »Goldstandard« angesehen wird.

Immer mehr Helme tragen den Zusatz »Mips« im Namen. Mips steht für »Multi-Directional Impact Protection System« - ein spezielles Schutzsystem, das den Fahrer bei einem schrägen Aufprall besser schützen soll. Dafür wird eine zusätzliche Schale in den Helm eingesetzt. Manche Hersteller haben aber auch ihre eigenen Sicherheitssysteme entwickelt, wie »KinetiCore« von Lazer oder »WaveCel« von Trek und Bontrager.

Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Rennradhelms

  • Sicherheit: Schutz bei hohen Geschwindigkeiten und schrägen Aufprallen.
  • Aerodynamik: Geringer Luftwiderstand für optimale Performance.
  • Belüftung: Ausreichende Luftzirkulation, um Schwitzen zu vermeiden.
  • Komfort: Bequemer Sitz und einfache Anpassung an die Kopfform.

Getestete Rennradhelm-Modelle

Oakley Aro5 Race I.C.E. Mips

Der Oakley Aro5 Race I.C.E. Mips zeichnet sich durch eine detailverliebte Ausstattung aus. Das im Nacken höhenverstellbare Anpassungssystem und ein Streifen aus silikon-ähnlichem Material an der Stirn verhindern das Verrutschen des Helms und das Eindringen von Schweiß in die Augen. Oakley setzt auf das BOA-Schnellverstellsystem, um die Anpassung an den Kopf so einfach wie möglich zu gestalten. Dank der großflächigen, reflektierenden Bereiche fällt der Aro5 Race im Dunkeln sofort auf. Der Helm verfügt über eine große Anzahl an Lüftungsöffnungen und eine "Sonnenbrillengarage".

Oakley DRT5 Maven Mips

Der Oakley DRT5 „Maven“ ist das neueste Modell der Produktserie und wurde in Zusammenarbeit mit dem Downhill-Mountainbiker Greg Minnaar entwickelt. Er verfügt über eine klassische Textilpolsterung an der Oberseite und einen integrierten Silikonstreifen an der Stirn. Das BOA Fit-System ist in der Höhe in drei verschiedenen Positionen einstellbar. Die 19 Belüftungsöffnungen sorgen für angenehme Kühlung während der Fahrt. Oakley hat bei der Entwicklung des DRT5 Maven besonders auf die nahtlose Integration von Helm und Brille geachtet. Das MIPS-Sicherheitssystem bietet zusätzlichen Schutz bei Unfällen. Es soll bei einem schrägen Aufprall helfen die auf den Kopf wirkenden Rotationsbewegungen zu reduzieren und auftretende Kräfte abzuleiten. Die Auswahl an Farben für den Helm im Oakley-Webshop ist riesig. Besonders clever ist die integrierte Brillen-Halterung.

Giro Isode Mips

Der Giro Isode Mips ist ein günstiger Helm, der trotzdem eine gute Figur im Hinblick auf Sicherheit macht. Er ist mit der Mips-Sicherheitstechnologie ausgestattet und sitzt bequem auf dem Kopf. Für Freizeit-Rennradfahrende, die neben dem Rennrad auch andere Radtypen nutzen, ist der Giro Isode Mips eine gute Alternative und kann hauptsächlich mit einem attraktiven Preis aufwarten.

Uvex Surge Aero Mips

Der Uvex Surge Aero Mips ist ein auf Geschwindigkeit getrimmter Rennradhelm mit abnehmbarem Aero-Cover. Das 3D-IAS-Pro-System sorgt dabei für eine schnelle, unkomplizierte Größenanpassung. Die Reflektoren am Heck sorgen für zusätzliche Sicherheit. Zudem sitzt der Rennradhelm bequem auf dem Kopf und lässt sich einfach einstellen.

POC Tectal Race MIPS

Der POC Tectal Race MIPS ist ein Helm für eine Vielzahl von Mountainbike-Disziplinen. Dank der MIPS Integra-Technologie schützt der Helm im Falle eines Sturzes optimal und trägt sich sehr angenehm. Speziell im Windkanal designte Belüftungsöffnungen sorgen für ordentlich Durchzug unter der Haube. Der Head-Ring lässt sich stufenweise in drei Positionen in der Höhe verstellen und ist lediglich im Schläfenbereich an der Schale befestigt. In der Schale selbst ist die MIPS Integra-Technologie verbaut. Mehrere kleine Details tragen zusätzlich zur Sicherheit und Komfort bei. Gut gefallen hat uns der stufenweise verstellbare Schirm.

Cube Trooper

Der Cube Trooper ist ein gut sitzender, luftiger und sicherer Helm für anspruchsvolle Enduro-Touren oder klassische Allmountain-Touren. Die Gesamtkonstruktion soll den Kopf bestmöglich schützen. So kommt bei dem Helm die bewehrte MIPS-Technologie zum Einsatz, die bei einem Sturz auftretende Rotationsenergien minimieren soll. Dank des in das MIPS-System integrierten, freilaufenden Head-Rings kann sich der Helm optimal an die individuelle Kopfform anpassen. Dabei ist der Ring in der Höhe über einen großen Bereich verstellbar. Der Trooper verfügt über insgesamt 21 kleine und große Belüftungsöffnungen, welche über den gesamten Helm verteilt sind.

Smith Convoy MIPS

Der Smith Convoy MIPS punktet vor allem mit Tragekomfort und ist dank der MIPS-Technologie auch noch sicher. Der Helm ist auf das Nötigste reduziert und besitzt ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dank der MIPS-Technologie und dem dadurch ringsum frei laufenden Head-Ring passt sich der Helm gut der Kopfform an und es entstehen keine unangenehmen Druckstellen an der Stirn. Auch lässt sich die Höhe des Ringes am Hinterkopf stufenweise einstellen. Positiv zu erwähnen sind die vielen Belüftungsöffnungen. Somit ist der Convoy der leichteste Helm mit MIPS in diesem Test und lässt hier sogar Helme ohne diese Technologie hinter sich.

Weitere getestete Helme im Überblick

  • Julbo Fast Lane
  • Scott Cadence Plus
  • Rudy Project Skudo
  • Van Rysel RCR-R 900 Mips
  • Sweet Protection Falconer Aero 2 Vi Mips

Bei der Wahl des richtigen Rennradhelms spielen neben der Sicherheit auch der Komfort und die Passform eine entscheidende Rolle. Es empfiehlt sich, verschiedene Modelle auszuprobieren, um den Helm zu finden, der am besten zu der eigenen Kopfform passt.

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