Ohrenwärmer und Fahrradhelme im Test: Schutz und Komfort für Winter und Radfahren

Während wir im Winter Weihnachtsmärkte, Schneespaziergänge und Wintersport genießen, stellt sich die Frage, wie man sich am besten warm halten kann. Bei Kälte konzentriert sich der Körper auf die Durchblutung der lebenswichtigen Organe. Daher gibt es neben klassischen Mützen und Stirnbändern Ohrenwärmer, die die Ohren vor Wind und Wetter schützen.

Ohrenwärmer im Detail

Anders als Mützen ruinieren sie die Frisur nicht und können schnell an- und ausgezogen werden. Ohrenwärmer gibt es klassisch mit einem Bügel, die wie ein Haarreifen aufgebaut sind. Diese Ohrenwärmer halten nicht nur angenehm warm, sondern gelten auch als modisches Accessoire.

Testsieger und Empfehlungen

Müssten wir einen Testsieger küren, würden wir uns für die Barts Earmuffs Monique entscheiden. Die verstellbaren Bügel passen sie sich jeder Kopfform an und drücken an keiner Stelle unangenehm auf den Kopf. Der gefütterte Fellbesatz hält die Ohren mollig warm. Sehr praktisch ist, dass man die Ohrenwärmer sehr klein zusammen falten kann. So kann man sie ganz angenehm in der Jackentasche oder im Rucksack transportieren. Die Ohrenwärmer sind in drei Farben erhältlich: weiß, grau und schwarz. Der Preis ist mit rund 30 Euro recht hoch, allerdings bewegen sich alle hochwertigeren Ohrenwärmer in diesem Preissegment.

Wer es richtig warm mag, für den sind die Ohrenwärmer von Aroma Season eine gute Wahl, denn die sind dank integriertem Akku beheizbar. Schaltet man die Heizfunktion ein, bekommt man im Nu einen Satz heiße Ohren. Immerhin kann man aus zwei Temperaturstufen auswählen. Dank Kunstfell hält der Ohrwärmer auch bei ausgeschalteter Heizfunktion die Ohren sehr warm. Nachteil: Der Ohrenwärmer ist ganz schön groß und gerade in der Handtasche sperrig. Außerdem hält der voll aufgeladene Akku laut Hersteller gerade mal 90 Minuten und der Preis von rund 36 Euro ist auch kein Schnäppchen. Das neutrale Design eignet sich für Mann und Frau gleichermaßen. Optisch haben uns andere Ohrenwärmer besser gefallen, aber das ist Geschmacksache.

Die Lierys Earbags überzeugen mit raffiniertem Design: Die Ohrwärmer haben keine Bügel sondern verschließen die Ohren durch einen Schnappmechanismus winddicht. Das Tragegefühl ist erstmal gewöhnungsbedürftig, aber dann liegen die Vorteile auf der Hand: Die Earbags sind sehr klein und lassen sich mühelos in der Jackentasche verstauen. Wählt man die Farbe passend zur Haarfarbe, fallen die Ohrenwärmer kaum auf. Weiterer Pluspunkt: Die Earbags kann man gut unter einem Helm tragen. Die Earbags wärmen im Vergleich zu anderen Ohrenwärmern zwar weniger, dafür kommt absolut kein Wind an die Ohren.

Der Bügel der Ohrenwärmer von McBurn wird über dem Hinterkopf getragen. Dadurch sind sie dezent und fallen weniger auf. Die Ohrwärmer aus Fleece sitzen allerdings nicht so winddicht wie andere Modelle im Test. Es gibt nur eine Einheitsgröße, man kann sie also nicht an die eigene Kopfform anpassen. Wir empfehlen die Ohrwärmer allen mit großer Kopfform sowie Brillenträgern, da durch ihr weiches Material nichts drückt. Auch Hörgeräte stören nicht. Außerdem kann man die Ohrenwärmer gut transportieren, da sie sich sehr klein zusammenfalten lassen. Im Gegensatz zu anderen Ohrenwärmern sind sie sehr leicht und tragen sich dadurch sehr angenehm. Wenn die Ohrenschützer gut passen, verschließen sie die Ohren auf winddicht.

Die 180s Bergen Ohrenschützer gewinnen den Design-Award in unserem Quickcheck. Das hübsche Winter-Design mit Schneeflocken ist eine angenehme Abwechslung und trotzdem dezent genug, um von Frauen und Männern gleichermaßen getragen werden zu können. In unserem Test waren die Bergen Ohrenwärmer die wärmsten Ohrenwärmer ohne Bügel, die über den Hinterkopf fixiert werden. Man kann sie nämlich in der Größe verstellen, sodass sie die Ohren winddicht verschließen. Neben dem hohen Tragekomfort hat uns überzeugt, dass man die Ohrenschützer sehr klein zusammen falten kann und sie in der Hand- oder Jackentasche nicht viel Platz einnehmen.

Für richtige Festtagsstimmung sorgen die verspielten Ohrenwärmer von Liwein mit rotem Geweih-Design. Auch weihnachtliche Ohrenwärmer dürfen in unseren Quickcheck nicht fehlen. Die Ohrenschützer von Liwein sind mit ihrem roten Geweih auf jeden Fall ein Hingucker. Der weiße Plüschstoff ist schön weich und hält die Ohren sehr warm. Leider gewinnen die Plüsch-Ohrenwärmer von Liwein keinen Qualitätspreis: Das weiße Kunstfell fusselt und hinterlässt unschöne Rückstände auf der schwarzen Jacke. Außerdem sind die Ohrenwärmer nicht größenverstellbar und eher für Menschen mit großen Kopf geeignet.

Ohrenwärmer Vergleich 2025

Hier ist eine Zusammenfassung der getesteten Ohrenwärmer:

ModellMaterialOhrenwärmer-ArtVorteileNachteileKundenwertung bei Amazon*
Yqxcc OhrenwärmerFleeceKlassischMit Innenfutter, elastisch, in verschiedenen Farben erhältlichNicht für den Sport geeignet7196 Bewertungen
Besportble OhrenwärmerPlüschKlassischMit Innenfutter, in verschiedenen Farben erhältlichNicht für den Sport geeignet6 Bewertungen
Earbags OhrenwärmerFleeceEarbagsBügellos, elastisch, für sportliche AktivitätenUngefüttert22 Bewertungen
Lierys OhrenwärmerFleeceKlassischBügellos, mit InnenfutterNicht für den Sport geeignet687 Bewertungen
Itoda OhrenwärmerKunstfellKlassischMit Innenfutter, für sportliche Aktivitäten, in verschiedenen Designs erhältlichNicht größenverstellbar8 Bewertungen
Sudawave Ohrenwärmer SchwarzPlüschKlassischLeicht und atmungsaktiv, für sportliche AktivitätenUngefüttert1119 Bewertungen
Zyxbbd OhrenwärmerFleeceStirnbandElastisch, für sportliche Aktivitäten-1530 Bewertungen
Sudawave OhrenwärmerPolyesterKlassischEinheitsgröße für alle, leicht zu tragen-347 Bewertungen

Fahrradhelme: Sicherheit geht vor

Windgeschützte Ohren beim Fahrrad fahren sind wichtig. Wer das ständige Säuseln des Windes im Ohr kennt und ggf. Probleme mit Windgeräuschen hat, für den gibt es Windfree. Das hohe Tempo auf dem Rennrad oder auch beim Mountainbiken ist kein Problem. Die Ohrenschützer wirken sehr effizient was das Minimieren der Windgeräusche angeht.

Windfree ist eine sehr coole Lösung um Windgeräusche aus dem Ohr fernzuhalten. Unterhaltungen während der Radfahrt sind mit Freunden problemlos möglich. Ich kann Windfree sehr empfehlen. Der Preis mag hoch sein, aber das Produkt hat keine wirklichen Angriffsflächen um kaputt zu gehen.

Insgesamt hatte allein ich, Windfree bestimmt bereits 200 km auf den Ohren. Der Geräuschpegel des Windes im Ohr sinkt wesentlich! Mir gefällt Windfree deshalb auch in Kombination mit Musik sehr gut. In diesem Zusammenhang habe ich es auch immer wieder genossen. Meine Playlist läuft wesentlich leiser - gut drei Stufen - und ich verstehe auch die Songtexte erheblich besser.

Windfree ist wirklich flach in der Bauweise. Beim Anblick von vorne sieht man sie kaum. Der „Schaumstoff“, der eine Zellstruktur aufweist, lässt den Wind nicht durchwehen, Schallwellen jedoch schon. Das ist der große Unterschied zu Gehörschützern, die direkt vor Schallwellen schützen. Dieser Bügel liegt beim Fahren im Nacken. Das hat einige wesentliche Vorteile. Ein Helm kann weiterhin ohne Probleme getragen werden.

Die Fahrradbranche boomt und speziell E-Bikes tragen zur enormen Popularität der Zweiräder bei. Durch das höhere Tempo der elektrifizierten Räder steigt allerdings auch die Unfallgefahr. Bei knapp 27.400 Radunfällen ohne weitere Beteiligte verletzten sich im Jahr 2023 rund 6.400 Menschen schwer und 147 tödlich.

Rad-Alleinunfälle hätten sich in den vergangenennen 15 Jahren mehr als verdoppelt, dabei sei die Dunkelziffer hoch, heißt es. Dabei sind nicht nur Gehirnerschütterungen, sondern schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden.

Empfehlenswerte Fahrradhelme

Der Uvex Urban Planet LED bietet dank seiner tiefergezogenen Bauweise zusätzlichen Schutz im Heck- und im Schläfenbereich. Er lässt sich sehr angenehm tragen und perfekt auf die Kopfform und Kopfgröße einstellen. Der Urban Planet ist sehr robust und mit einem rückseitigen LED-Licht ausgestattet. Zusätzliche Vorteile sind reflektierende Gurtbänder, ein weiches Kinnpolster und ein durchdachter Verschluss.

Wenn die Insekten fliegen, die Sonne knallt, der Regen peitscht oder der Wind pfeift, ist der Uvex Finale Visor das optimale Modell. Denn er verfügt über ein klappbares Visier. Zudem ist der Fahrradhelm mit Beleuchtung und Insektenschutz ausgestattet.

Dieses Feature ist einmalig: Der Abus Pedelec 2.0 hat einen Regenschutz integriert, der hinten in einem Geheimversteck untergebracht ist. Nasse Haare im Regen gehören somit der Vergangenheit an. Für bestmögliche Erkennbarkeit im Dunkeln ist der Helm zudem mit einem LED-Licht ausgestattet.

Speziell in der Lackierung in leuchtendem Orange und mattem Grün ist der POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker.

Ein vernünftiger Helm muss nicht viel kosten: Das beweist der Fischer Urban Plus Brooklyn. Für gerade mal rund 30 Euro bietet er Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz, einen gepolsterten Kinnriemen und in die Helmgurte eingewebte Reflexstreifen. Außerdem zeichnet sich der leichte Fahrradhelm durch einen guten Tragekomfort aus.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Fahrradhelms

  • Idealerweise sollten Sie einen Fahrradhelm vor dem Kauf immer anprobieren. Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken.
  • Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Fahrradhelm fest genug. Ist der Kinnriemen geschlossen, darf sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lassen.
  • Grundsätzlich ermöglicht es so gut wie jeder Fahrradhelm, die Größe über ein Drehrädchen anzupassen. Dennoch ist es wichtig, einen Fahrradhelm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt.

DIY-Ohrenwärmer für den Fahrradhelm

Warme Socken gegen kalte Ohren. Klingt seltsam? Wir zeigen euch, wie ihr warme Überzieher wie von Oma für euren Fahrradhelm selber näht.Diese DIY-Ohrenwärmer für den Fahrradhelm sind ein echter #lifesaver in der frostigen Jahreszeit. Denn kalte Ohren, sein wir mal ehrlich, mag doch wirklich KEINER. Und gefährlich ist es außerdem noch. Die schrumpligen Dinger am Kopf hüten immerhin unseren Gleichgewichtssinn und sind außerdem ziemlich anfällig für Auskühlung und Mittelohrentzündungen. Das ist schon ohne Fahrtwind beim Radeln risikoreiches Terrain.

Wer wie unsere Volontärin Samira trotzdem keine Mütze unter dem Helm anziehen mag und auch Stirnbänder ablehnt, der findet in diesen kleinen Überziehern für den Helm echte Verbündete.

Das brauchst du:

  • Material:circa 50 x 50 cm Fleece-Stoff (oder zwei verschiedene Stoffe)
  • je 2 Klettbandpunkte "flauschig" und "haken"
  • Nähmaschine, Nähgarn, Stoffschere oder Rollschneider und Papier

Die Anleitung Schritt für Schritt:

  1. Mach dir eine Schablone. Dafür legst du deinen Helm neben ein Stück Papier. Ziehe jetzt den gegabelten Kinnriemen heraus und lege ihn auf dem Blatt aus. Zeichne den Verlauf der Riemen nach. Die Markierungen die nun auf dem Blatt zu sehen sind, bieten dir Orientierung für deine Schablone. Die schrägen, seitlichen Linien bleiben stehen. Oben und unten musst du jeweils eine Linie ziehen, etwas oberhalb und unterhalb der Stelle, an der dein Ohr sitzen würde. Um die dadurch entstehende Form wird daraufhin noch ein Zentimeter Nahtzugabe (NZ) eingezeichnet. Das ist dein finales Schnittmuster.
  2. Ausschneiden. Loslegen!
  3. Schneide den/die Stoff(e) zu. Falte deinen Stoff einmal in der Breite deiner Schablone. Die obere gerade Kante der ausgeschnittenen Schablone wird paralell zur oberen Stoffkante aufgelegt. Darunter befinden dich zwei Schichten Stoff. Schneide entlang der Ränder der Schablone durch beide Stoffschichten.
  4. So erhälst du zwei spiegelverkehrte Stücke. Mach das Gleiche entweder mit einem zweiten Stoff nochmal oder verwende den selben Stoff wieder. Am Ende solltest du vier Zuschnitte deiner Schablone haben, von denen immer ein Paar spiegelverkehrt ist.
  5. Näh die Schnitteile zusammen. Nimm jeweils zwei spiegelverkehrte Teile und lege sie mit den schönen Seiten aufeinander. Rechts auf rechts sagt man dazu. Fixiere die Teile entweder mit Klammern oder mit Stecknadeln aufeinander.
  6. Die schräg verlaufenden Kanten müssen nun mit einem einfachen Geradeausstich aufeinander genäht werden. Das passiert innerhalb der Nahtzugabe, also mit 0.75 bis zu einem Zentimeter Abstand zur Stoffkante. Achte darauf diesen Abstand möglichst gleichmäßig einzuhalten.
  7. Dabei das Versäubern nicht vergessen. Dafür musst du an den Enden der Naht zwei bis drei Stiche vor und wieder zurück nähen. So kann der Faden an den Enden der Naht nicht wieder herausrutschen.
  8. Nun hast Du zwei kaffeefilterähnliche Tunnel vor dir liegen, mit einer großen Öffnung oben und einer kleinen Öffnung unten. Außerhalb der Naht kannst du nun noch die Ecken etwas beschneiden. Das macht die nächsten Schritte einfacher. Achte darauf die Naht nicht einzuschneiden.
  9. Steck die "Kaffeefilter" ineinander und näh sie fest. Für den nächsten Schritt musst du einen der Tunnel wenden und in den zweiten stecken. Die längere Naht liegt dabei auf der längeren Naht des Gegenstücks und die Kürzere auf der anderen kurzen Naht. Gehe zum Schluss sicher, dass sich die schönen Seiten der Stoffe aufeinander befinden und außen die Nähte zu sehen sind.
  10. Entlang der großen Öffnung musst Du nun die Teile sauber aufeinander stecken und mit einer einfachen Naht befestigen. Du nähst dabei praktisch einmal im Kreis entlang der Tunnelöffnung. Die Nahtzugabe nicht vergessen! Nähe das letzte Stück noch über den Anfang der Naht und versäubere so wieder die Enden.
  11. Wende die Ohrwärmer-Socke und versäuber die untere Öffnung. Wende das Ganze durch die untere kleine Öffnung und forme die Kanten aus. Achte darauf, dass die offenen Stoffkanten der unteren Öffnung schön übereinander liegen und steck sie gleich fest. Die Nähte des Innen- und des Außenteils sollten wieder übereinander liegen.
  12. Nimm nun einen Zickzack- oder Overlock-Stich und näh entlang der offenen Kanten die noch losen Stoffschichten aufeinander. Auch hier wird einmal im Kreis genäht und Anfang und Ende der Naht kommen zusammen und versäubern sich gegenseitig.
  13. Zuletzt musst du den Klett anbringen. Im letzten Schritt wird innen auf beiden Seiten der Socke ein Klettband eingeklebt. Die im Handel erworbenen Klettpunkte haften auch auf dem flauschigen Fleece-Stoff sehr gut und müssen nicht noch einmal festgenäht werden. Die Platzierung des Kletts sollte möglichst weit unten am Rand der Socke und in der Mitte der Nähte erfolgen. So kann der Socken nicht aus der Gabelung des Kinnriemens herausrutschen. Platziere jeweils ein flauschiges und ein raues Klettstück einander gegenüber.
  14. Geschafft! Nun ist ein Ohrenwärmer für den Helm fertig. Für eine symetrische Ansicht oder aber gleichermaßen warme Ohren empfehlen wir für beide Seiten einen Socken zu nähen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0