Die flachen Landschaften des Oldenburger Münsterlandes sind wie geschaffen für wunderschöne Fahrradtouren. Das ca. 4000 km lange Rad-Routennetz in der Region führt Sie sicher und bequem durch abwechslungsreiche Landschaften wie die Wildeshauser Geest südlich von Oldenburg oder die Dammer Berge im Süden der Region.
Wer im Oldenburger Münsterland unterwegs ist, erlebt Abenteuer und naturnahe Erholung zugleich. Es gibt keine bessere Art, das Oldenburger Münsterland zu entdecken, als es mit dem Fahrrad zu durchreisen. Ob allein, mit der Familie oder einer Reisegruppe: Radwandern in der Region ist ein grenzenloses Vergnügen.
Die 3-Seen-Route: Ein Highlight im Oldenburger Münsterland
Die 260 Kilometer lange "3-Seen-Route" führt vorbei am Zwischenahner Meer, der Thülsfelder Talsperre und dem Dümmer. Die Route verläuft sowohl durch den Landkreis Ammerland als auch durch das Oldenburger Münsterland. Den Startpunkt können Radenthusiasten auf der gesamten Strecke frei wählen. Die Strecke kann problemlos in mehreren Etappen gefahren werden.
So ist es beispielsweise möglich, am Dümmer zu starten und entlang der Thülsfelder Talsperre an Niedersachsens drittgrößten Binnensee, dem Zwischenahner Meer, zu fahren - einmal quer durch die Oldenburgische Seenplatte! Dabei ist jeder der drei Seen schon eine Besonderheit für sich.
- Der Dümmer-See im Süden zieht Naturfreunde und Wassersportler gleichermaßen an. Wer die Segel hissen möchte, ist hier genau richtig!
- Die Thülsfelder Talsperre ist die einzige Talsperre Nordwestdeutschlands und fasziniert mit ihren buchtenreichen Schärenzonen. Im Sommer ist sie ein beliebter Bade- und Ausflugsort.
- Das Zwischenahner Meer in Bad Zwischenahn ist der drittgrößte Binnensee in Niedersachsen. Das Gewässer ist besonders bei Wassersportlern beliebt, denn es gilt als anspruchsvoll. Auch Erholungssuchende und Naturliebhaber sind hier bestens aufgehoben, denn die einzigartige Landschaft mit zahlreichen Parks, Gärten und Mooren bietet jede Menge Abwechslung.
Die „3-Seen-Route“ wurde vollständig neu ausgeschildert. Auf der gesamten Strecke herrscht nun eine einheitliche Beschilderung, die dem Radfahrer unkompliziert bei der Orientierung hilft. Viele Übersichtskarten zeigen den Radwanderern, wo sie sich befinden und welche Sehenswürdigkeiten es in der Nähe gibt. Es ist also möglich, auf der 3-Seen-Route beliebig viele Schlenker einzulegen.
Die Boxenstopp-Route: Entlang von Sehenswürdigkeiten und regionalen Produkten
340 Kilometer schlängelt sich die Boxenstopp-Route durchs Oldenburger Münsterland. Seinen Namen verdankt der Fernradweg den zahlreichen Raststationen, die mit Sehenswürdigkeiten, Produkten aus der Region sowie gastronomischen und kulturellen Angeboten locken. Die Landschaft entlang der Strecke zwischen Saterland und Dümmer See im westlichen Niedersachsen ist geprägt von flachen Mooren und sanften Geesthügeln.
Wer die gesamte Rundtour fahren möchte, sollte ungefähr sechs Tage einplanen. Ein guter Startpunkt ist Cloppenburg. In der Kreisstadt lohnt ein Besuch des großen Freilichtmuseums, eines der ältesten in Deutschland. Von Cloppenburg aus führt die Boxenstopp-Route zunächst in nordwestlicher Richtung zur Thülsfelder Talsperre. Das gleichnamige Erholungsgebiet lässt sich auf einem Rundweg erkunden. Mitten drin liegt der Tier- und Freizeitpark Thüle.
Weiter geht es in die ehemalige Hansestadt Friesoythe, die einst für ihre Schmiedeprodukte im Norden bekannt war. Den Krieg haben nur wenige alte Gebäude überstanden. Sehenswert sind neben der neugotischen Marienkirche und der alten Wassermühle das Alte Amtsgericht sowie das Alte und Neue Amtshaus.
Nächster Stopp auf der Route ist das Erholungsgebiet Barßel-Saterland mit mehr als 60 Kilometern Wasserläufen, Flüssen und Fehnkanälen. Diese Kanäle erschlossen früher die Moorgebiete und verbanden die Siedlungen. Von Barßel aus geht es weiter nach Elisabethfehn. Dort lohnt ein Besuch im Moor- und Fehnmuseum am historischen Elisabethfehnkanal. Es informiert über die Geschichte des Torfabbaus in der Region. Der Elisabethfehnkanal selbst ist der einzige noch voll schiffbare Fehnkanal in Deutschland.
Vorbei am Oster- und Westermoor ändert sich die Landschaft auf dem Weg nach Lindern. Die Geest mit Waldgebieten bestimmt südlich des Saterlands das Bild. Von Lindern geht es ohne jegliche Steigungen durch Felder und Wiesen weiter nach Löningen. Dort verläuft die Strecke an der Hase entlang. Das Hasetal hat sich überregional als Radfahrparadies einen Namen gemacht und bietet vielen seltenen Pflanzen und Tieren wie Eisvogel oder Biber idealen Lebensraum.
Am Zielort in Essen (Oldenburg) gruppieren sich Rathaus, alte Fachwerkhäuser und die Kirche St. Über das Artland, eine einmalige Kulturlandschaft mit mehr als 600 Giebelbauernhöfen, verläuft der Radweg weiter zum Kloster Burg Dinklage, der ältesten Wasserburg im Oldenburger Münsterland. Die Burganlage ist heute eine Benediktinerinnenabtei.
Weiter geht es über die Dammer Berge zum Dümmer See. Auf dem sogenannten Pickerweg, einer ehemalige Handelsstraße, die im Mittelalter die Hansestädte Hamburg und Bremen sowie weitere Ortschaften verband, geht es weiter in Richtung Norden nach Lohne. Attraktion in Vechta, dem nächsten Boxenstopp, ist das Museum im Zeughaus.
Die Radtour führt weiter zum Goldenstedter Moor, das zum Gebiet der Diepholzer Moorniederung zählt. Neben seltenen Pflanzen wie Sonnentau oder Wollgras sind dort auch Kraniche und verschiedene Schnepfenarten zu Hause. Ein Naturschutz-Zentrum informiert über Flora und Fauna. Rund zehn Kilometer entfernt weisen bei Visbek imposante Großsteingräber auf die frühe Besiedlung der Region hin. Über den Ort Emstek geht es zurück nach Cloppenburg. Vorher lohnt noch ein Abstecher in den "Urwald Baumweg". Das große Waldgebiet wurde im Mittelalter intensiv als sogenannter Hute-Wald genutzt: Weidetiere nagten an den Bäumen und sorgten so dafür, dass diese klein und verschlungen wuchsen.
Weitere Radrouten im Oldenburger Münsterland
Neben den genannten Routen gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, das Oldenburger Münsterland mit dem Fahrrad zu erkunden.
Ausgehend vom Dümmer führt Sie die Radtour zunächst durch die Dammer Berge bevor Sie auf die Heide- und Geestlandschaft der Thülsfelder Talsperre treffen. Weiter geht es in Richtung des dritten und letzten Gewässers auf Ihrem Rundkurs, dem Zwischenahner Meer. Auf dem Weg dort hin durchqueren Sie das Vehnemoor und gelangen so schließlich ins Ammerland. Schließlich machen Sie sich auf den Rückweg zum Dümmer. Insgesamt lässt sich die Tour in etwa 4 Tagen schaffen. Ein Besuch des Kletterwaldes Nord oder des Wildparks bei der Burg Dinklage ist sehr lohnenswert!
Die Rundtour führt durch zwei charakteristische Landschaften des Landkreises Cloppenburg - die Geest und das Moor. Eine sehr abwechslungsreiche Route: von jedem etwas, was das Ammerland Schönes zu bieten hat. Wir wandeln auf den Spuren alter Burgherren und begeben uns zu den Wurzeln der Lohner Industriegeschichte. Auf ruhigen Wegen erkunden wir die idyllischen Ortschaften rund um die Stadt Lohne. Diese entspannte Radtour führt uns um den traumhaften Dümmer See herum.
Radreisen Oldenburger Münsterland und Friedensroute
Oldenburg gilt als Radlerstadt und auch Münster ist als sehr fahrradfreundlicher Ort bekannt. Da bietet sich eine Radreise, die beide Orte miteinander verbindet, geradezu an. Aber natürlich gibt es noch weitaus mehr Gründe, sich für eine Fahrradreise durchs Oldenburger Münsterland und auf der Friedensroute zwischen Osnabrück und Münster zu entscheiden. Freuen Sie sich auf herrliche Naturlandschaften in Regionen wie dem Naturpark Wildeshauser Geest sowie auf Orte wie Lembruch am Dümmer See und Bad Laer, die für entspannte Urlaubstage wie geschaffen sind.
Beispiel einer 7-tägigen Radreise:
- Individuelle Anreise nach Oldenburg in Niedersachsen. Am späten Nachmittag findet das Informationsgepräch und die Radausgabe (sofern gebucht) statt.
- Tag: Oldenburg - Visbek / Umgebung. Sie radeln heute auf dem Hunteradweg in den Naturpark Wildeshauser Geest. Orte wie Dötlingen mit seinen reetgedeckten Fachwerkhäusern liegen auf Ihrer Route nach Visbek, das in eine idyllische Landschaft mit Bächen, Mühlenteichen und Wäldern eingebettet ist.
- Tag: Visbek / Umgebung - Lembruch. Die Radtour führt Sie weiter durch das Oldenburger Münsterland mit Orten wie Vechta zum Dümmer See mit seinen vielen Wasser- und Wattvogelarten und Lembruch am Ostufer.
- Tag: Lembruch - Osnabrück. Entlang des Dümmer Sees führt Ihre Fahrradtour zum Museum Kalkriese (Varusschlacht) sowie über Ostercappeln und den Rand des Wiehengebirges bis Osnabrück mit seiner reizvollen Altstadt.
- Tag: Osnabrück - Bad Laer / Bad Rothenfelde. Radtour auf der Friedensroute über Bad Iburg mit dem Schloss, das zu den bedeutendsten Bauwerken der Region gehört, fahren Sie ins Sole-Heilbad Bad Laer an den Ausläufern des Teutoburger Waldes.
- Tag: Bad Laer / Bad Rothenfelde - Münster. Letzte Radtour auf der Friedensroute über Glandorf, Ostbevern und Telgte bis Münster, das ein modernes quirliges Studentenleben und viele reizvolle historische Bauwerke in sich vereint.
Streckencharakteristik Radreise Oldenburger Münsterland: Leicht - Mittelschwer: Die Radstrecken sind überwiegend eben, einige kurze Anstiege sind zu überwinden. Geradelt wird meist auf asphaltierten oder gepflasterten Wirtschaftswegen, vereinzelt auf kleinen Nebenstraßen.
Es befinden sich kostenpflichtige Parkplätze am Starthotel, je nach Verfügbarkeit, keine Reservierung möglich. Gute Bahnverbindungen nach / von Oldenburg. Zum Hotel sind es ca. 4 km. Rücktransfer per Kleinbus (mindestens 4 Personen) € 120,- für den Rücktransport des eigenen Rades berechnen wir € 39,- extra.
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